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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Vincenzo Rätscher
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Bewegungsmöglichkeiten mit Senioren


Inhaltsverzeichnis

    • Vorstellung einer Teilnehmerin:
    • Angaben zur Person
    • Medizinische Diagnose
    • Kurze „Mobilitäts-Biographie“

2.0 Pflegeplanung der AEDL „Sich bewegen   können“


3.0 Thema dieser Aktivierung


4.0 Planung und Vorbereitung der Aktivierung

4.1 Teilnehmerbezogene Vorüberlegungen (Wer)
4.2 Inhaltliche Vorüberlegungen (Was)
4.3 Realistische Ziele dieser Aktivierung (Warum)
4.4 Organisation (Raum, Einladung usw.) (Wo + Wann)
4.5 Auswahl der Methoden (Wie)
4.6 Auswahl der Medien und des Materials (Womit?)
4.7 Vorbereitende Aufgaben
4.8 Worauf ich in dieser AKT als Gruppenleiter/in achte

5.0 Durchführung der Aktivierung

5.1 Geplanter Einstieg
5.2 Geplanter Programmablauf
5.3 Geplanter Ausklang
5.4 Lückenfüller

  • Nachbereitung
  • Schlusswort
  • Kopien von Lieder
  •  Vorstellung eines Teilnehmers

1.1  Angaben zur Person

  • Name: Frau X.
  • Alter: XX Jahre
  • Geburtsdatum:  XX. November XXXX
  • Geburtsort: Musterhausen
  • Geschlecht: weiblich
  • Staatsangehörigkeit:  deutsch
  • Religion: römisch katholisch
  • Familienstand:  ledig
  • Statur: normale Statur
  • Gewicht:  59,6 kg
  • Größe: 1,54 m
  • Körperliche Besonderheiten:  Chronischer Schulter-Arm Schmerz bds.
  • Einzugstermin ins Pflegeheim: , XX. Dezember XXXX
  • Pflegestufe:   1

1.2  Medizinische Diagnose

  • Erstmaliger fokaler Status epilepikus
  • Hochgradiger ACI-Stenose links
  • Rechtshemispherische Ischemie (XXXX)
  • Myokardinfarkt (XXXX)
  • Arteritis temporalis
  • Chronischer Schulter-Arm Schmerz bds.
  • Aortenklappeninsuffizienz
  • Kardiovaskuläre Risikofaktoren:
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Arterieller Hypertonus
  • Z. n. cataract OP re.
  • Rez. Generalisierter Krampfanfall bei Epilepsie

Kurze „Mobilitäts-Biographie“

Frau X. kam am XX November XXXXX als drittes Kind des Ehepaars X. in XXXXXXX auf die Welt. Ihre Kindheit war geprägt von der Landwirtschaft, die ihre Eltern im großen Stil betrieben (wie damals in der ländliche Region meist üblich war). Dort schnitt sie die Reben zurecht, hackte die Felder um, säte und half bei der Ernte mit. Meist nach getaner Arbeit spielte sie mit ihren Geschwister „Fangen“, „Wettrennen“ u. „Versteckes“. Auch fuhr sie für ihr Leben gerne mit ihrem „alten klapprigen“ Rad in der Gegend rum. Sie half auch ihrer Mutter bei der Hausarbeit, dies beinhaltete u. a. Wäsche zubern u. ausringen, Holzdielenboden bohnern usw. Da sie Spaß an der Landwirtschaft empfand, legte sie im Erwachsenenalter sich selber noch ein Garten zu. Dort entfaltete sie sich u. genoss die Hege und Pflege ihre selbstgezogenen Begrünungen. Auch lies sie es sich nicht nehmen, ihren Bruder in der Landwirtschaft (Weinbau/Acker) zu helfen (er übernahm die Landwirtschaft von den Eltern) bis es aus gesundheitlichen Gründen und Alter nicht mehr ging. Sie fand ein neues bisher unbekanntes Hobby und zwar in den Spaziergängen in den Herbolzheimer Weinberge. Aber es ging ihr immer gesundheitlich schlechter, so dass auch dass neu entdeckte Hobby sie bald aufgeben musste. Sie zog zu ihrer eigenen Sicherheit am 6. Dezember XXXXXXXXXXX in das XXXXXXXXXXXXX  XXXXXXXXXXXX in XXXXXXXXXX. Dort fand sie Anschluss  in der Gymnastik- bzw. Therapiegruppe. Hier bastelt, malt, backt sie, spielt Theater und nimmt wöchentlich an den Gymnastikstunden teil. Das bereitet ihr sehr viel Spaß und Freude und sie „hofft“ dies noch lange miterleben zu dürfen (gesundheitlich).

2.0 Pflegeplanung der AEDL „Sich bewegen können“

Sich bewegen können/Bedingt selbständig

Problem:

Leichte Gangunsicherheit. Kann keine weite Wege gehen

Ressource:

Kann mit Hilfsmittel (Gehstock, Rollator) selbständig gehen, nimmt Hilfestellung an. Äußert Schmerzlinderung und Muskelentspannung. Schätz ihre Situation realistisch ein. Geht gerne spazieren. Ist motiviert- will sich bewegen

Pflegeziel:

Vorhanden Mobilität erhalten, wendet Hilfsmittel selbständig an. Vermeidung von Verschlechterung des Bewegungsapparats. Fühlt sich sicher beim gehen mit einer Gehhilfe (Rollator)

Pflegemaßnahmen:

Längere Wegstrecke mit Rollator tätigen. Unterstützung beim Umgang mit dem Rollator. Aktive u. passive Bewegungsübungen

3.0 Thema dieser Aktivierung

Bewegungstraining, mit Lockerungs- /Aufwärmungsübungen, Kräftigungs-/ Dehnungsübungen (mit u. ohne Handgerät) und Entspannungsübungen mit ausgesuchten Musikstücken



4.0.  Planung und Vorbereitung der Aktivierung

Teilnehmerbezogene Vorüberlegungen

Ich werde in den verschiedenen Wohnbereich des Kreissenorenzentrum St. Maximilian- Kolbe gehen und mir dabei überlegen, welche 6. Bewohner ich zu meiner Gymnastikstunde einladen könnte. Dabei achte ich besonders dass die von mir ausgesuchten 6. Bewohner, etwa gleiche Belastungsgrenzen haben, so dass keiner über- oder unterfordert wird. Auch sollten sie meine vorgezeigten Übungen einigermaßen nachmachen können. Dabei ist es egal ob es ungeübte, unsportliche, geübte sportliche Bewohner (mind. 60 Jahre alt) sind. Wichtig ist es, dass die Teilnehmer in der Lage sind, die von mir ausgesuchten Übungen nachzumachen. Für einige wird es zur Freude ein zusätzliches Gymnastikprogramm darstellen, da sie vom Hause aus, schon regelmäßig an einer Gymnastikstunde teilnehmen, für andere wird es eine positive Erfahrung sein, mit einen angenehmen „Nebeneffekt“.

Inhaltliche Vorüberlegungen

Mit der Zusammenstellung der Übungen werde ich die Bewohner durch rhythmische und entspannte Bewegungen durch die Gymnastikstunden führen, so dass sie Spaß daran empfinden werden. Ich werde die Übungen so zusammenstellen dass es für die teilnehmende Bewohner keine große Belastung darstellt. 

Realistische Ziele dieser Aktivierung

Bei den Bewohner werden sich folgende Fähigkeiten verbessern/erhalten: der gesamte Bewegungs-/ Haltungsapparat (z.Bsp. Körpertonus, Mobilität…..). Unter anderem entwickeln sich Gruppeninstinkte (durch Kommunikation), die auch die soziale Teilhabe der teilnehmende Bewohner („Isolationsprohylaxe“) festigt. Dies hat zur Folge dass die Grundstimmung deutlich verbessert wird und die Bewohner gewinnen an Selbstvertrauen (durch eigene od. gemeinsame kl. Fortschritte). Auch  durch die so genannten Koordinationsübungen werden die Geschicklichkeit (Fein-/Grobmotorik u. Orientierungssinn u. Sturzprohylaxe) und Gewandtheit gestärkt und verbessert. Im Allgemeinen sollen diese Bewegungsübungen den Bewohner Spaß und Freude vermitteln.

Organisation ( Raum, Einladungskarte usw. )

Am 16.Dezember 2005, von 10:00h bis ca. 11:00h (Dauer: 45 min.-50 min.)
In der Mehrzweckhalle des XXXXXXXXXXXXXX XXX. XXXXXXXXXXX – XXXXXXXXXXXXXXXXX, XX XXXXXXXXXX.

(selbst gebastelte Einladungskarten)

Auswahl der Methoden

  • Lockerungsübungen
  • Streck- und Dehnübungen
  • Kräftigungsübungen mit u. ohne Handgerät (Softball)
  • Entspannungsübungen

Auswahl der Medien und des Materials Zusammengestellte Cd’s:

  1. Für die Lockerungs-/Aufwärmübungen, die Musikstücke

  Von Yanni:

  a) Reflections of Passion 4:35 min.
  b) After the Sunrise 4:38 min.

  1. Für die Dehnungs-/Kräftigungsübungen, die  Musikstücke von J. Strauss, „An der schönen blauen Donau“:

  • 2 Titel 9:30 min.
  • 8 Titel 9:24 min.
  • 9 Titel 2:55 min.
  1. Für die Entspannungsübungen, die Musikstücke von „Geheimnisse der Tiefe“:

  • Green Dive 5:58 min.
  • Creek 2:45 min.
  • Softbälle
  • Stuhle
  • Getränke
  • Cd- Player
  • Evtl. Kopien von Lieder: „das wandern ist das Müllers- Lust“ u. „Capri- Fischer“
  • Stromverlängerungskabel

4.7. Vorbereitende Aufgaben

  • den Raum gut lüften und für eine angenehme Temperatur sorgen
  • die Stühle werde ich richtig hinstellen
  • das Küchenpersonal u. Therapiegruppe nochmals über die Nutzung der Mehrzweckhalle informieren, der auch in der Nähe einer Toilette ist
  • die Bewohner rechtzeitig fragen ob sie Interesse an einer Gymnastikstunde haben und bei Zusage selbst gebastelte Einladungskarten übergeben
Worauf ich in dieser Aktivierung als Gruppenleiter achte

Dass ich das Interesse der Heimbewohner wecke und Beweglichkeit eines Jeden stärken und festigen kann, so dass es für die Teilnehmer der Gymnastikstunde eine gemütliches Beisammensein ergibt und das soziale Umfeld erweitert wird (Kontakte herstellen). Worauf ich noch achten muss:

  • Dass aus ärztliche Sicht keine Einwände gibt
  • Die Nutzung der Räumlichkeit und die Teilnahme der Bewohner, versicherungstechnisch  geklärt ist
  • Ich sollte locker und mit äußerste Vorsicht beginnen
  • Das ich über ein gutes Rhythmusgefühl verfüge
  • Das die Bewohner bequeme Kleidung anhaben (nicht einengen)
  • Zuhören können, ohne andere mit eigenen Probleme zu belasten
  • Dass die  Teilnehmer Freude u. Spaß an der Übung haben; der Übungsleiter sollte dies übertragen
  • Sympathie –Äußerungen sollten vom Übungsleiter vermieden werden
  • Dass die Teilnehmer nicht über ihre Belastungsgrenzen gehen
  • Bei den Bewohner darauf achten das sie richtig ein-/ausatmen (sonst Gefahr von Pressatmung)
  • Dass jede Übung langsam vom Übungsleiter vorgemacht wird
  • Beim üben immer Zeit lassen, Pausen einlegen
  • Bilanz zwischen Unter-/Überforderung halten
  • Keine Bewegungsrichtung erzwingen, frei handeln lassen
  • Dass Er sich stets fortbildet, durch geeignet Medien und Materialen
  • Er sollte intensiv und konzentriert üben
  • Den Ausklang  unbeschwert und fröhlich ausklingen lassen

5.0  Durchführung der Aktivierung

Geplanter Einstieg

  • Bewohner aus dem Wohnbereichen „Lichteneck“, „Landeck“ u. “Hochburg“ abholen und Ihnen vorher ein Toilettengang anbieten
  • Sitzplatz zuweisen und evtl. Getränke anbieten die Bewohner begrüßen und Ihnen die Dozentin Frau I. Glaser vorstellen
  • Ich stelle mich vor.
  • Nun können sich die Bewohner im  Kreis vorstellen, indem ich ihnen von der Mitte aus den  Softbälle zuwerfe.

Geplanter Programmablauf

Lockerungs-/ Aufwärmübungen (ca. 10 min.)

  • Hände seitlich leicht schütteln
  • Finger spielen  „Luftklavier „
  • Hände kreisen aus dem Handgelenk ein- und auswärts, Unterarme kreisen nicht mit.
  • Hände im Wechsel nach oben/unten, rechts/links bewegen, Unterarme bewegen sich nicht mit
  • Arme locker in verschiedene Richtungen bewegen und wieder zurück in der Ausgangsstellung
  • Unterarme kreisen vor dem Körper umeinander, ohne Beteiligung des Rumpfes
  • Beidseitiges Schultern anheben und fallen lassen.
  • Schulter heben und fallen lassen, im Wechsel
  • Rechte Schulter vorwärts und rückwärts kreisende Bewegung, dann linke. ohne Mitwirken des Oberkörpers
  • Hände seitlich ausschütteln
  • Die Füße locker schütteln aus dem Fußgelenk
  • Zehe in den Schuhen zusammenziehen
  • Fuß kreisen aus dem Fußgelenk, Innen- und Außenrotation.
  • Luftradfahren mit beiden Beine
  • Kopf leicht nach rechts und links drehen
  • Kopf nach rechts und links neigen. Das Ohr an die Schulter tippen
  • Die Beine schütteln und lockern
  • Li. Und re. Rumpfdrehen
  • Rumpfbeugen nach vorne und hinten
  • Lockeres Rumpfkreisen

Dehnungs-/Kräftigungsübungen mit einen Softball (Handgerät/ ca. 20-25 min.)

  • Beide Hände drücken den Softball zusammen (Finger)
  • Beide Handinnenfläche pressen Softball zusammen (Handinnenfläche)
  • Beide Arme über den Kopf strecken und den Softball, Richtung Kopf und zurück
  • Beide Arme über den Kopf, zum Rücken hin und den Ball festhalten
  • Softball hochwerfen und fangen
  • Softball vor die Füße legen
  • Arme leicht ausschütteln
  • Li. Und re. Fuß im Wechsel über den Softball kreisen
  • Auf dem Softball mit dem li. Fuß draufstehen u. den Ball zusammendrücken
  • Softball zwischen beide Knien legen und den Ball zusammenpressen

Dehnungs-/Kräftigungsübungen (ohne Handgerät)

  • Handinnenfläche gegeneinander drücken
  • Handinnenfläche auf die Innenseite der Oberschenkel legen und die Beine nach Außen drücken und halten mit den Beinen ein Gegendruck
  • Arme und Beine ausschütteln

Entspannungsübungen (ca. 10 min.)

  • Erst den li. Arm, mit der re. Handinnenfläche in der Richtung: li. Schulter bis zu den li. Fingerspitze ausstreifen und Seitenwechsel
  • Erst den li. Bein (Außen-/Innenseite), mit der re. Handinnenfläche in der Richtung: li. Hüfte bis zu den li. Fußknöchel ausstreifen und  Seitenwechsel
  • Die gestreckte Arme (Hüfte) seitlich (Halbmond) über den Kopf führen (einatmen) u. langsam vor dem Gesicht, Richtung Bauchnabel führen mit leicht angewinkelte Ellbogen und gestreckten Fingern (ausatmen)
  • Beide Handinnenfläche gegeneinander reiben/kneten und vor dem Bauchnabel ein „Luftball“ bilden, mit gespreizten Fingern. Den „Luftball“ drehen (erst li. Hand oben u. re. Hand unten u. dann umgekehrt)
  • Beide Hände  vor den Brustkorb mit angewinkelte Arme stellen, so als ob man sich mit den „Handinnenfläche gegen eine Wand abstützen täte“, (Fingerkuppen zeigen nach oben). Mit dieser Haltung, die Arme durchstrecken bis es nicht mehr geht (einatmen). Hände locker „fallen“ lassen (Fingerkuppen zeigen nach unten) u. die Arme bleiben gestreckt. Nun Arme wieder leicht angewinkelt zum Brustkorb führen (ausatmen).
  • Grimasenschneiden
  • Arme u. Beine ausschütteln

Geplanter Ausklang

Nach den Handgeräteübungen werden wir zusammen eine Entspannungsübungen (Und Koordinationsübung) durchführen. Anschließend bedanke ich mich bei dem Bewohner für ihre Teilnahme und aktiven Mitwirken bei meiner Gymnastikstunde. Nun bringe ich die Bewohner zurück zu ihren Wohnbereiche: „Landeck“, „Lichteneck“ u. „Hochburg“.

Lückenfüller

  • Lieder singen („das wandern ist…..“ u. „Capri-Fischer“) mit passende Armbewegungen
  • Ball von einem Bew. zu einen anderen Bew. reichen/werfen  u. Frage u. Antwortspiel (z. Bsp. was braucht man zum Kuchen backen! usw.)

6.0  Nachbereitung

Beim anschließenden Nachgespräch mit der Dozentin Frau I.Glaser werde ich Informationen über positive oder negative Punkte an meiner Bewegungsübungen mit Senioren“ erhalten. Anschließend werde ich die Aktivierung im Computer des
Wohnbereiches dokumentieren. Nach dem ich Frau I.Glaser verabschiedet habe, werde ich die Mehrzweckhalle des Kreissenorenzentrum St. Maximilian- Kolbe wieder aufräumen.

7.0. Schlusswort

Diesen Bericht über diesen Praxisbesuch habe ich auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen selbständig verfasst. Es darf in der Altenpflegeschule XXXXXXXXXXX mit meiner Erlaubnis verwendet werden

Autor: Vincenzo Rätscher
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