Autor/in: Christiane B.

Bewohner Beschreibung mit Demenz Seite 2

So wirkt Melperon-neuraxpharm 25/ -100

Melperon-neuraxpharm 25/-100 enthält den Wirkstoff Melperon. Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Melperon. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Neuroleptika, zu welcher der Wirkstoff Melperon gehört. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Melperon-neuraxpharm 25/-100

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs:

Melperon:

Melperon wird bei Schlafstörungen, Verwirrtheit, Unruhezuständen und Erregungszuständen eingesetzt. Besonders häufig wird Melperon-HCL bei psychisch kranken und älteren Patienten verwendet. Weitere Einsatzgebiete sind Demenz, Alkoholkrankheit und Psychosen. Meist kommt das Salz Melperon-Hydrochlorid zur Anwendung.

Erwartet man eine leichte angstlösende oder beruhigende Wirkung, werden täglich 20 bis 75 Milligramm Melperon-Hydrochlorid als Tablette oder in Form eines Saftes gegeben. Bei stärker verwirrten und unruhigen Patienten sind 50 bis 100 Milligramm pro Tag üblich. Die Dosis kann bei schwerem Wahn und Halluzinationen bis auf 400 Milligramm täglich gesteigert werden.

Benötigt man eine stärkere Beruhigung zum Abend oder eine Einschlaf- und Durchschlafhilfe, wird der größte Anteil der Tagesdosis abends gegeben.

Die Gabe von Melperon in den Muskel als Spritze eignet sich vorrangig zum Behandlungsbeginn und bei plötzlich auftretenden, akuten Krankheitsereignissen.

Dosierung:

Die Dosierung hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab und sollte entsprechend der Empfehlung des Arztes erfolgen.

Zur leichten Beruhigung, zum Lösen von Angst und zur Verbesserung der Stimmungslage reichen meist 25 bis 75 Milligramm Melperon-Hydrochlorid pro Tag aus (das entspricht einer bis drei Filmtabletten der niedrigen Dosierung).

Bei Unruhe und Verwirrtheit kann die Dosis auf bis zu 200 Milligramm Melperon-Hydrochlorid täglich, bei schweren Wahnvorstellungen oder Verwirrtheit mit Aggressivität bis auf 400 Milligramm täglich erhöht werden (das entspricht zwei beziehungsweise vier Filmtabletten der hohen Dosierung).

Die Dosis sollte auf mehrere Einzelgaben verteilt werden. Benötigt der Patient eine Ein- oder Durchschlafhilfe, wird die höchste Dosis am Abend verabreicht. Das Medikament sollte nach den Mahlzeiten und nicht gleichzeitig mit Tee, Kaffee oder Milch eingenommen werden.

Die Anwendungsdauer ist nicht begrenzt, sollte aber so kurz wie möglich sein. Die gewünschte Wirkung tritt erst nach einiger Zeit (bis zu drei Wochen) ein. Dann ist eventuell eine Verringerung der Dosis möglich (Erhaltungsdosis).

Nebenwirkungen:

Welche Nebenwirkungen kann der Wirkstoff Melperon in Melperon-neuraxpharm 25/-100 haben? Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Melperon in Melperon-neuraxpharm 25/-100. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente.

Seltene Nebenwirkungen (besonders zu Beginn):
Blutdruckerniedrigung; Kreislaufbeschwerden; Müdigkeit; Herzrasen; Leberwerterhöhung; Gallenstau (intrahepatische Cholestase); Gelbsucht; Hautreaktionen.

Sehr seltene und vereinzelte Nebenwirkungen:
Blutbildstörungen (Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose); malignes neuroleptisches Syndrom; parkinsonähnliche Störungen (Parkinsonkrankheit); Bewegungsunruhe (Akathisie); Gewichtszunahme; Milchfluss; Menstruationsbeschwerden; Brustwachstum (Gynäkomastie).

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:
Magen-Darm-Beschwerden; Herz-Erregungsleitungsstörungen.

Besonderes:

Bei Verdacht auf ein lebensbedrohliches malignes neuroleptisches Syndrom (mit Fieber, Muskelversteifung, Bewegungsunfähigkeit, Bewusstseinstrübung bis zum Koma und anderen Symptomen) muss das Arzneimittel sofort abgesetzt und der Arzt aufgesucht werden.
Bei bettlägerigen Patienten oder Patienten mit der Anlage dazu besteht die Gefahr der Blutgerinnselbildung (Thrombose). Nicht ausgeschlossen werden kann das Auftreten von anticholinergen Effekten, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall oder Appetitverlust.

Wechselwirkungen:

Welche Wechselwirkungen des Wirkstoffs Melperon in Melperon-neuraxpharm 25/-100 sind bekannt?
Zusätzlich zu Melperon sollte kein Alkohol und auch keine weiteren beruhigenden oder das Gehirn dämpfenden Medikamente (Schlafmittel, opioide Schmerzmittel, andere Psychopharmaka, Antihistaminika) genommen werden. Dabei kann es zu gegenseitiger Wirkungsverstärkung bis hin zu plötzlichen Vergiftungserscheinungen kommen.
Bei der gleichzeitigen Einnahme von Blutdruckmitteln kann es zu einer übermäßigen Blutdrucksenkung kommen.
Auch bei der Einnahme von Anticholinergika wird deren Wirkung verstärkt.
Abgeschwächt wird dagegen die Wirkung von Stoffen, die ähnlich wie der Botenstoff Dopamin wirken. So genannte Dopaminagonisten sind zum Beispiel die Parkinsonmittel Bromocriptin, Amantadin und Levodopa.
Stoffe, die den Botenstoff Dopamin hemmen (wie Metoclopramid, Alizaprid und Bromoprid gegen Erbrechen), verstärken die Bewegungsstörungen (extrapyramidale Nebenwirkungen) des Melperons.
Coffein in Schmerzmitteln, aber auch in Kaffee und Tee verringert die Aufnahme von Melperon aus dem Darm in den Körper und sollte daher nicht zusammen mit dem Wirkstoff eingenommen werden. Außerdem können Kaffee, Tee und Milch mit dem Wirkstoff unlösliche und daher unwirksame Komplexe bilden.
Die Wirkung von Sympathomimetika wie Phenylephrin (in Nasentropfen) wird durch Melperon verringert. Mit Adrenalin, einem Notfallmedikament, das zum Beispiel bei einem Schock verabreicht wird, kommt es in Kombination mit Melperon zum Blutdruckabfall (so genannte Adrenalinumkehr).

Tri- und tetrazyklische Antidepressiva und Melperon verstärken sich gegenseitig in ihren Wirkungen und Nebenwirkungen.


Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen:

  • Das Reaktionsvermögen wird beeinträchtigt, so dass die Verkehrstüchtigkeit sowie die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen verringert sein kann.
  • Vor Beginn der Behandlung sollte eine ärztliche Kontrolle des Blutbilds erfolgen.
  • Während der ersten drei Monate der Behandlung darf keine Selbstmedikation mit Schmerzmitteln erfolgen.
  • Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle der Werte ist bei Nieren-, Leber- und Kreislauffunktionsstörungen erforderlich.
  • Das Medikament sollte nicht mit Kaffee, Milch und Tee eingenommen werden, weil sich sonst die Wirkung des Medikaments verringert.
  • Während der Behandlung ist auf Alkohol zu verzichten.
  • Das Medikament enthält Lactose (Milchzucker) und ist daher nicht für Patienten mit Zuckerverwertungsstörungen geeignet.
  • Während der Behandlung kann ein malignes neuroleptisches Syndrom (gekennzeichnet durch Muskelstarre, hohes Fieber, Bewusstseinstrübung und Kreislaufkollaps) auftreten; betroffen sind vorwiegend junge Menschen und Parkinson-Patienten. In diesem Fall muss die Behandlung unverzüglich abgebrochen werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Melperon sind vertiefende Informationen verfügbar:

  • Demenz
  • Schlafstörungen
  • Alkoholabhängigkeit
  • Psychosn

Wirkungsweise von Melperon:

Melperon gehört zu der schwach wirksamen Wirkungsgruppe der Neuroleptika. Melperon löst Angstzustände oder hat eine beruhigende Wirkung. Zudem wird das Einschlafen und Durchschlafen (Schlafstörungen) gefördert sowie die Stimmung aufgehellt.

Der Wirkstoff Melperon blockiert die Dopamin-Rezeptoren im Gehirn. Ganz besonders werden die so genannten D2-Rezeptoren gehemmt. Dadurch werden Erregungs- und Angstzustände des Betroffenen abgebaut.

Melperon hemmt auch die Serotonin-Rezeptoren. Dadurch sind die typischen Nebenwirkungen von Neuroleptika, wie Bewegungsstörungen oder Müdigkeit, weniger stark ausgeprägt.

Melperon führt in niedriger Dosierung zur Entspannung und erhöhter Schlafbereitschaft. Die Wirkung gegen Psychosen (wie Beeinflussung von Sinnestäuschungen oder Wahnvorstellungen) tritt erst bei höheren Dosierungen auf.

Untergeordnete Effekte des Melperon sind die muskelentspannende (muskelrelaxierende) Wirkung sowie die Wirkung gegen Herzrhythmusstörungen (antiarrhythmische Wirkung). Im Gegensatz zu vielen anderen Neuroleptika zeigt Melperon in normaler Dosierung keine Absenkung der Krampfschwelle im Gehirn und erhöht damit nicht das Risiko für epileptische Anfälle.

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Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Venlafaxin wird zur Behandlung depressiver Erkrankungen und Angststörungen angewendet.

Im Gegensatz zu alltäglichen Stimmungsschwankungen handelt es sich bei der Depression um eine häufige und schwere Erkrankung. Bis heute ist die Ursache nicht bekannt. Vieles deutet darauf hin, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Neurotransmitter – chemische Stoffe, die Nervensignale übertragen – im Gehirn gestört ist. Denn die Beschwerden lassen sich durch Medikamente bessern, die die Wirkung mancher Neurotransmitter verstärken – hier sind vor allem die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin zu nennen.

Venlafaxin ist ein Selektiver-Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI): Er blockiert Transportstoffe, die Serotonin und Noradrenalin nach erfolgter Signalübertragung wieder in ihre Speicherplätze zurückbefördern. Serotonin und Noradrenalin verbleiben länger am Wirkort, und ihre Wirksamkeit steigt.

Venlafaxin wirkt stimmungsaufhellend und angstlösend. Der angstlösende Effekt tritt in der Regel schnell ein, während die stimmungsaufhellende Wirkung erst nach etwa zwei Wochen einsetzt.
Anwendungsgebiete

  • Angststörungen
  • Depressionen

Warnhinweise:

  • Diese Nebenwirkungen treten meistens nur zu Beginn auf, verbessern sich aber im Lauf der Behandlung wieder. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie solche Nebenwirkungen bei sich bemerken und die Medikamenteneinnahme selbstständig abbrechen wollen. Ein plötzliches Absetzen des Medikaments kann eine Verschlechterung des Gesundheitszustands zur Folge haben.
  • Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.


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