Autor/in: Luci


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Praxisbesuch im Fach Aktivierung/Rehabilitation Vögel im Winter Seite 2

4.3 Realistische Ziele dieser Aktivierung (Warum)

  • T.N. können für sich selbst nützliche Erfahrungen Machen-Selbstwertgefühl erhalten
  • Zur Wahrung der Eigenverantwortlichkeit und Identität beitragen
  • Sozialer Umgang fördern, Isolation entgegenwirken, Ängste abbauen
  • Kontakte fördern und aufrechterhalten
  • Durch Fingerspiel-Körperwahrnehmung erhöhen und Spaß haben
  • Ablenken vom ,grauen“ Alltagseinerlei
  • B.W. nehmen die Vögel draußen und im Haus bewusster wahr,
  • Interesse wecken -für Vögel
  • Erleben von Spass, Freude, Gemeinschaft und Miteinander
  • positive Abwechslung vom Alltag durch eine Gemütliche, anregende Stimmung
  • Erinnerungen wachrufen durch Seh u-Hörsinn u. Gespräch
  • gespeicherte Wahrnehmungen reaktivieren (Erfühlen v.Federn u. Körnern)
  • geistige Anregung durch Geschichte, Lied u. das Ged.-Training
  • Aktivieren des Langzeitgedächtnisses-erzählen wie es früher war
  • Kommunikation fördern, Austausch von Erfahrungen, Erlebtem
  • Schaffung, Förderung und Vertiefung sozialer Kontakte

4.4 Organisation

Raum:, (Wo + Wann)
Da schon seit einiger Zeit unser neuer Beschäftigungsraum im UG fertig ist werde ich dort meine Akt zu machen:

  • Absprechen mit Lucia (Beschäftigungstherapheutin) ob es möglich ist am 10.01.2003 um 10.00 Uhr den Raum zu benutzen
  • Am Tag zuvor Schlüssel besorgen

4.5 Auswahl der Methoden (Wie)

Bei meinen Vorüberlegungen stellte ich fest dass es gar nicht einfach ist die richtigen, Methoden zu finden ( dass es einerseits nicht zu Kindisch wird, Andererseits-andere Bewohner nicht zu überfordern)

? Gute Methoden sind immer die der selektiven Wahrnehmung, sie können gut bei Dementen angewandt werden ( Altgedächtnis-Erinnerungen wachrufen)
Auch hat jeder Mensch Tag-täglich damit zu tu ( hören, riechen, sehen, fühlen)

  • Tastsinn: Vogelfutter,( Federn u.Vogelnest )herumreichen
  • Gespräche über erlebtes u. Erfahrungen mit Vögeln im Winter
  • Gemeinsamkeit (Beweg-.Übung,singen, Gespräch)
  • Da große Klare Bilder eine gute Möglichkeit sind zum Gespräch anzuregen –Vogelbilder
  • Das singen bekannter Volkslieder ist meist sehr beliebt. Es entspannt, löst, fördert die Gemeinschaft

4.6 Auswahl der Medien und des Materials (Womit)

Medien

  • Vogelbücher u. Bilder, Poster aussuchen
  • Sprichwörter , Redensarten die einen V.-Namen oder das Wort Vogel enthalten.notieren
  • Geschichte über Vögel aussuchen
  • Fragen die mit Vögeln zu tun haben überlegen u. notieren,
  • Liedtexte aussuchen u. richten
  • CD mit Vogelstimme ( Kassette mit Vogellieder)
  • Fingerspiel (Bewegungsübung)aussuchen

Material

  • Federn. Vogelnest, Vogelhäusle, Vögel als Dekor-Material
  • Vogelfutter –verschiedene Körner… (und getrocknete Sonnenblume)

4.7 Vorbereitende Aufgaben

  • BW. Einladen u. 1-Tag davor noch mal bescheid sagen
  • Mit Kollegen absprechen ( evtl bringen u. holen der BW.)
  • Medien u. Material am Tag vorher zusammenrichten
  • Schlüssel für Raum besorgen
  • Im Raum für angenehme Temperatur sorgen
  • Überlegen wer wo am besten sitzt, Tische herrichten
  • Dekorieren im Raum

4.8 Worauf ich in dieser AKT als Gruppenleiter/in achte

  • Gruppenphasen beachten
  • Strukturiere durch Impulse
  • Erzählen lassen, nicht ausfragen
  • Darauf achten dass mich alle verstanden haben
  • Zeit zum nachdenken geben, -kleine Pausen akzeptieren
  • Aufpassen dass ich nicht zum Alleinunterhalter werde
  • Darauf achten dass alle zu Wort kommen
  • Im Gespräch eigene Meinungen, Wertungen, Widerspruch zurückstellen
  • Ich Akzeptiere Ängste ( Falls jemand nichts erzählen möchte)
  • Darauf achten dass alle zu Wort kommen können
  • Darauf achten dass Schwerhörige nah bei mir sitzen

5.0 Durchführung der Aktivierung

5.1 Geplanter Einstieg ( ca 5. min)

  • Begrüßung der einzelnen TN. U. Platz zuweisen
  • Namentliche Vorstellung der TN und Gäste, auch drücke ich meine Freude aus, dass sie mit mir diese Gruppenstunde machen möchten.
  • Nochmaliges erklären des Zeitlichen Rahmens,-so dass TN. Rechtzeitig zum Mittagessen kommen, auch erwähne ich nochmals dass sie abgeholt werden
  • Erklärung über den Zweck der Akt ( Ich-schule-fernen. TN-Abwechslung)
  • Vorstellung des Themas, erzähle wie ich zu dem Thema kam ( Vertrauen aufbauen indem ich etwas über mich erzähle

5.2 Geplanter Programmablauf (ca 30 min)

? Zur Einstimmung lese ich zum Thema eine kurze Geschichte über Vögel vor (TN. Können sich etwas aneinander gewöhnen)-

  • Frage TN. Was ihnen zum Thema Vögel im Winter einfällt, warte etwas ab (Zeit zum Nachdenken lassen)
  • lasse Vogelfutter herumgehen.In Behältnisse gefüllt (Erraten durch ertasten
    ( Körner, Haferflocken, Meisenknödel)
  • erzähle von eigenen Erfahrung ,-Impulsfragen stellen
    1.- womit haben Sie früher Vögel im Winter gefüttert“? ( Sonnenblume..)
  • Impulsfragen:-Anregung zum Gespräch
    : Können Sie sich an Erlebnisse mit Vögeln erinnern (im Winter) ?
    : Fallen ihnen Geschichten über Vögel ein“?
    : welche Vogelarten fallen ihnen ein
    : Haben sie einmal ein Vogelnest aus nächster Nähe beobachten können?
    Vogelnest herumgehen lassen
  • Frage nach ob jemand Sprichwörter oder Redewendungen über Vögel kennt ( Karten mit Sprichwörtern bereithalten)
  • Frage: Wie können wir mit Fingerübungen darstellen wie sich ein Vogel bewegt?
  • Finger-Hand,-BewegungsübungCa 5 min.
    werde ich jetzt eine Bewegungsübung ( Fingerspiel machen)
    …….Vogel im Schnee ( Anhang)
    Ein Innehalten bei Geistiger Tätigkeit hilft neue Kraft schöpfen. Mit Bewegungsübungen.- Fördern die Durchblutung des Kopfes u. Gehirns

5.3 Geplanter Ausklang

  • Erwähne dass es mir eine Freude war mit ihnen als Gruppe Zusammenzusein
  • Wenn die B.W. Interesse haben singen wir noch gemeinsam zum Abschluss ein Vogellied

5.3Lückenfüller

? Fragen zum Thema Vögel:
Welche Vogelarten sind Nachts aktiv? ( Eulen,Uhu, Kauz…)
Welcher Vogel kann nicht fliegen? ( Huhn ,Strauß…)
Welcher Vogel baut kein eigenes Nest? ( Kuckuck)
Welche Vögel sind Raubvögel? (Habicht, Bussard, Krähe..)
Welchen Vogel bezeichnet man als ,Dieb“? ( Elster)

  • Vorbereitete Karten mit Sprichwörtern Bzw. Redewendungen die mit Vögeln zu tun haben über Vögel ( Anhang)
  • Fragekärtchen zum Thema
  • Federn herumgehen lassen

Nachbereitung

  • BW. Abholen lassen (zurückbringen)
  • Aufräumen des Raums und Materials
  • Documentieren
  • Feed –Back –Gespräch evtl notieren was gut u. was nicht so gut war

Anhang

Den Kindern erzählt man dass sie von ihm gebracht wurden
(Storch)
Welcher König hat kein Land?
(Zaunkönig)
Ist von diesen Vögeln nur einer da, macht er noch keinen Sommer.
(Schwalbe)
Welchen Vogel hat man lieber in der Hand als die Taube auf dem Dach?
(Spatz)
Welcher Vogel gilt als Friedenssymbol?
(Taube)

Dieser Vogel sucht für seine Kinder eine Leihmutter.
(Kuckuck)
Wer spricht alle Sprachen und hat immer das letzte Wort?
(Papagei)
Sag mir doch den Vogel an,der seinen Namen rufen kann.
(Kuckuck)
Kein einz’ges Haardient ihm zur Zierund doch hat einen Kammdies Tier.
(Hahn)
Wenn dieser Vogel komisch ist, meint man einen Menschen.
(Kauz)
Ist dieser Vogel ein Vater, so ist er ein schlechter
(Rabe)
Manche Leute schimpfen wie dieser Vogel
(Rohrspatz)
Wie nennt man den Federkleid- Wechsel bei Vögeln?
(Mauser)
Der Tag ist mir verhaßt,die Nacht ist mein Vergnügen, zwar Federn hab ich nicht,
doch kann ich wacker fliegen.
(Fledermaus
Von diesem Vogel sagt der Berliner: ,ick hör dir trapsen“
(Nachtigall)
Den Kindern erzählt man dass sie von ihm gebracht wurden
( Storch)
Welchen Vogel sollte man nicht nach Athen tragen?
(Eule)
Von diesem Vogel sagt man, da´er diebisch wäre
(Elster)
Dieser Vogel behauptet, er könne besser singen als ein
Esel
Wär ich so ein Vogel, so hät ich nicht viel zu tun.
(Huhn)
Dieser Vogel kommt hinter Unglück
(Rabe)
Wenn dieser Vogel rot ist und auf dem Dach sitzt, brennt es.
(Hahn)
Welches Tier hat einen kalten Schwanz?
(Der Zeisig, denn er ist hinten ei
Vogel im Schnee

Vom Himmel kommt der weiße Schnee,
er sinkt auf Wald und Feld.
Nur weißer Schnee, soweit ich seh
Rings auf der ganzen Welt.
Beide Hände hoch über den Kopf halten.
Hände mit bewegenden Fingern Langsam senken
in buntes kleines Vögelein
Schwirrt traurig hin und her.
Es sucht umher und zwitschert fein,
als ob es hungrig wär.
erhobene re. Hand.
Finger leicht bewegen
hin u. her führen
Und Hunger, Vöglein, der tut weh!
Weiß ist das ganze Land.
Allüberall da liegt der Schnee.
Re Hand auf den Leib
Heben. Beide Hände-
Handfläche nach unten
Hin u. her bewegen
Flieg her auf meine Hand!Li. Hand –Hanfläche
Nach oben, ausstrecken
Sieh nur, viel Körner findst du hier.
Nun sperr den Schnabel auf
Und hole sie und pick sie dir! Schnabel
Dein ist der ganze Hauf!
Re. Hand auf li.
Zeigefinger u. Daumen =
(öffnen u. schliesen)
Das Vöglein all die Körner pickt.
Dann sitzt so satt es dort.
Es zwitschert Dank noch und es nickt
Und fliegt ganz leise fort.
Alle Finger der re. Hand bewegen
Da wink ich: liebes Vögelein,
ich hab der Körner mehr .
Und wirst du morgen hungrig sein,
dann komm nur wieder her!
Re Hand hochhalten
Li.Hand winkt
Li. Zeigefinger winkt heran

 

Vögel im Schnee

Vom Himmel kommt der weiße Schnee,
er sinkt auf Wald und Feld.
Nur weißer Schnee, soweit ich seh
Rings auf der ganzen Welt.

Ein buntes kleines Vögelein
Schwirrt traurig hin und her.
Es sucht umher und zwitschert fein,
als ob es hungrig wär.

Und Hunger, Vöglein, der tut weh!
Weiß ist das ganze Land.
Allüberall da liegt der Schnee.
Flieg her auf meine Hand!

Sieh nur, viel Körner findst du hier.
Nun sperr den Schnabel auf
Und hole sie und pick sie dir!
Dein ist der ganze Hauf!

Das Vöglein all die Körner pickt.
Dann sitzt so satt es dort.

Es zwitschert Dank noch und es nickt

Und fliegt ganz leise fort.

Da wink ich: liebes Vögelein,
ich hab der Körner mehr.
Und wirst du morgen hungrig sein,
dann komm nur wieder her!


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