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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Fibula
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PEG Verbands Wechsel

Fach: Alten- und Krankenpflege
 
Thema: steriler PEG-Verbandswechsel
 
Name des Schülers: Fibula
 
Klasse: 3BFA2
 
Einsatzstelle: Bodelschwingh-Heim
 
 
Bisheriger Einsatzzeitraum: August 1997-Juli 1999
 
 
Inhalt

Kurzbiographie
Ist-Zustand
Medikamente/Diagnosen
Begründung der Pflegemaßnahme
Vorbereitungen
Durchführung
Nachsorge

Kurzbiographie
 
Frau K. wurde im August 1911 in Weinheim geboren (demnach ist sie nun 87 Jahre alt).
Sie wuchs in Weinheim auf, hatte 3 Geschwister.
Die Familie K. ist römisch - katholisch.
8 Jahre lang besuchte sie die Volksschule.
Danach arbeitete sie viele Jahre lang in der Küche einer Heidelberger Klinik. Anschließend arbeitete sie in der Firma Freudenberg.
1936 heiratete Frau K.
1939 brachte sie ihre einzige Tochter Lilly zur Welt, welche sie heute täglich im Heim besucht.
1943 ist der Mann von Frau K. im Krieg gefallen.
Seither lebte sie alleine.
1996 bekam sie einen Schlaganfall, was auch der Grund für ihren Heimeinzug war.

Ist - Zustand
 
Frau K. liegt meist im Bett, wird aber mittags immer in den Rollstuhl gesetzt. Sie kann körperlich nicht mehr viel machen, hilft aber beim Waschen, An- und Auskleiden mit den Armen mit. Sie hat einen suprapubischen Katheter und eine PEG - Sonde (durch welche sie allerdings nur Tee bekommt, denn Mittags und Abends ißt sie!) Frau K. ist Harn- und Stuhlinkontinent, leidet unter arterieller Hypertonie, Herzinsuffizienz, Grauer Star, Zustand nach Apoplex und rezidivierenden Harnwegsinfekten.
Frau K. ist persönlich und zeitlich desorientiert.
Sie spricht sehr selten, ist aber nicht unfreundlich. Kontakte hat sie nur mit dem Personal und ihrer Tochter, zu anderen Heimbewohnern sucht sie keinen Kontakt. An Festen und Feiern im Haus nimmt sie teil, allerdings nicht auf eigenen Wunsch.

Medikamente/Diagnosen

Medikament: Darreichungsform: Begründung:
Braunovidon Salbe Bei Verbandswechsel Zum Desinfizieren bei PEG- oder Katheterverband-swechsel, sofern Punktionsstelle
entzündet
Chibro - Timoptol 0,1%Augentropfen Morgens & Abends Grauer Star
Isoton Kochsalz Blasenspülung 1-0-0-0 Kristallisierung im suprapubischen Katheter
Nitrofurantoin Tabletten 0-0-0-1 Herzinsuff.
Unat Cor Tabletten 1-0-0-0 Herzinsuff.

Diagnosen:

  • Zustand nach Apoplex
  • Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Arterielle Hypertonie
  • Rezidivierende Harnwegsinfekte
  • Herzinsuffizienz

Begründung der Pflegemaßnahme
 
Um eine saubere perkunte endoskopische Gastrostomie zu erhalten.
Um Entzündungen vorzubeugen.

Vorbereitung
 
Vorbereitung der Pflegekraft

  • Hände waschen
  • Hände desinfizieren
  • Schürze anlegen

Vorbereitung des Materials
 
Auf einem Tablett wird gerichtet:

  • 1 Paar unsterile Handschuhe
  • Flächendesinfektionsmittel
  • Hautdesinfektionsmittel
  • Fixostretch und Kugelschreiber  (um Datum zu notieren)
  • 1 steril eingeschweißte Klemme
  • Sterilpack mit folgendem Inhalt:
      2 Nierenschalen (eingewickelt in einem Tuch)
      In der 1. Nierenschale befindet sich:
  • 1 Klemme
  • mehrere Watteträger
  • mehrere Kugeltupfer

In der 2. Nierenschale befindet sich
- 1 Klemme
- 2 Schlitzkompressen
- 1 normale Kompresse
 
Vorbereitung des Raums

  • Anwesenheitstaste einschalten (normalerweise, an Prüfungen aber nicht!)
  • Fenster schließen
  • Angenehme Zimmertemperatur
  • Für gute Lichtverhältnisse sorgen

Vorbereitung des Heimbewohners

  • HB begrüßen
  • HB über Tätigkeit informieren
  • Ggf. entsprechend lagern
  • Verbandsstelle entkleiden

Durchführung des Verbandswechsels

  • Mülleimer bereitstellen
  • Nachttisch mit Flächendesinfektionsmittel absprühen
  • Sterilpack öffnen
  • Sterile Extraklemme öffnen
  • Mit Hilfe der sterilen Klemme den Inhalt der 1. Nierenschale auf das Tuch legen, so daß   die Klemme und die Watteträger griffbereit am Rand liegen
  • Mit Hilfe der Klemme die 1. Nierenschale aus dem sterilen Bereich nehmen und auf der   unsterilen Seite des Nachttischs ablegen, wo sie als Instrumentenabwurf dienen soll
  • Aus der 2. Nierenschale wird die andere Klemme entnommen und ebenfalls griffbereit an   den Rand des sterilen Tuchs gelegt
  • Extraklemme in Nierenschale abwerfen
  • Sterilgut mit den Tuchecken abdecken (Schutz vor Kontamination)
  • Hb vorbereiten (siehe oben)
  • Alten Verband mit Hautdesinfektionsmittel einsprühen damit er sich besser ablösen läßt
  • Handschuhe anziehen (Hygiene/Eigenschutz)
  • Alten Verband abziehen
  • Handschuhe über den alten Verband stülpen und in den Mülleimer abwerfen
  • Hände desinfizieren (Hygiene)
  • Punktionsstelle und Halteplatte mit Hautdesinfektionsmittel besprühen
  • Steriltuch wieder öffnen
  • Watteträger greifen und damit die Punktionsstelle von innen nach außen reinigen (Wunde   nicht septisch) dabei wird der Sondenschlauch mit der linken Hand angehoben
  • Nächste Klemme nehmen, damit Kugeltupfer greifen und die Wunde nochmals von innen   nach außen reinigen/trocknen
  • Vorgang wiederholen so oft wie nötig
  • Tupfer immer in den Mülleimer abwerfen
  • Klemme in Nierenschale abwerfen
  • Letzte Klemme nehmen damit Schlitzkompresse aus der 2. Nierenschale greifen und um   die Punktionsstelle legen
  • Das Gleiche mit der 2. Schlitzkompresse, diese wird jedoch in entgegengesetzter Richtung   aufgelegt
  • Mit Hilfe der Klemme die normale Kompresse aus der Nierenschale nehmen, auf die   Schlitzkompressen legen
  • Klemme abwerfen
  • Fixomull mit Datum beschriften und auf den Verband kleben

Nachsorge

  • HB wieder ankleiden, lagern, zudecken
  • Mülleimer leeren
  • Instrumente (Nierenschalen, Klemmen, steriles Tuch) an Schwester Nicole Klebing reichen   (sie ist für die Sterilisation zuständig)
  • Restliche Materialien aufräumen
  • Persönliche Hygiene
  • Dokumentation
Autor: Fibula
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