Autor/in: Debbi

Allgemeine Wahrnehmung

Definition
Wahrnehmungssysteme
Wahrnehmungssinne
Wahrnehmungsgesetze

Definition Wahrnehmung ist ein aktiver Prozess, durch den der Mensch mit seiner Umwelt in Beziehung tritt.

› Definition soziale Wahrnehmung:

Soziale Wahrnehmung ist ein Produkt aus Erfahrungen, Erwartungen, Meinungen, Wünsche, Bedürfnissen, körperlichen und psychischen Befindlichkeiten.

Wahrnehmungssysteme:

Physiologisch = körperliche Verarbeitung der Reize, z. B. von Kälte, Wärme, Aufnahme durch unsere Sinnesorgane: Gehörsinn, Geschmackssinn, Gleichgewichtssinn


Psychologisch = geistige Verarbeitung der Reize, Reize werden bewertet, verarbeitet, beurteilt, ein Reiz wirkt auf unsere Sinnesorgane, z. B.Kälte auf der Haut, wird bewertet: gut oder schlecht, wird verarbeitet im Gehirn, wird beurteilt: angenehm oder zu kalt

› Entstehungsfaktoren: äußere Umgebung, Politik, Mode …

Wahrnehmungssinne:

5 Sinne: hören, sehen, riechen, schmecken, tasten

Im Alter können die Sinne eingeschränkt sein, z. B. das Hören fällt schwer. Deshalb sollte das Pflegepersonal laut und deutlich sprechen – die Lautstärke mit dem Bewohner abklären, sich sichtbar vor dem Bewohner hinstellen, langsam reden, der Bewohner sollte ein Hörgerät tragen ……
Sehen – farblich gestaltete Wände, Kontraste schaffen, Symbole an Wände und Türen, Gesichtsausdruck, Essen appetitlich servieren – im Uhrzeigersinn auf den Teller platzieren, Sehhilfe benutzen (dokumentieren) – auf dessen Sauberkeit achten …..

riechen und schmecken – Geschmacksrezeptoren werden Funktionsschwäche: Süßes, salziges (alles schmeckt gleich), Nahrung würzen, Düfte riechen lassen ….
tasten – Hand geben, Druck verspüren lassen, die Wassertemperatur fühlen lassen (Pflege) …

Bedeutung für den alten Menschen, wenn Sinne eingeschränkt sind: Er hat Angst, ist deprimiert, weiß nicht, was mit ihm passiert …..

Weitere Aufgaben des Pflegepersonals: Basale Stimulation

Taktiler-haptischer Bereich = Bälle greifen, in der Pflege Gegenstände ertasten wie z. B. Seife, Wassertemperatur fühlen …..

Visueller Bereich = sehen, z. B. Farbbeispiele

Auditiver Bereich = hören von Musik, Fenster / Türen öffnen nach Absprache = Geräusche wahrnehmen.

Geruch / Geschmack = durch Gewürze

Vibratorischer Bereich = Wasserbett, elektrische Zahnbürste, Rasierer

Vestibulärer Bereich = Gleichgewichtssinn, Schuhe im Bett anziehen, Rückenteil im Bett hoch …

Somatischer Bereich = die Psyche hat Auswirkung auf das Körperliche z. B. Mit dem Haarwuchs streicheln – beruhigend, gegen den Haarwuchs streicheln – anregend …

› Wahrnehmungsgesetze:

1. Gesetz der Strukturierung.

Wir sehen die einzelnen Elemente der Wahrnehmung nicht isoliert für sich, sondern immer in einer übergeordneten Beziehung zueinander, die wir Struktur nennen, suche nach einer guten Gestalt.

2. Gesetz von Figur und Hintergrund.

Personen und Ereignisse werden immer vor einem Hintergrund wahrgenommen, der seinerseits die wahrgenommene Figur bestimmt.

3. Gesetz der Bedeutung.

Wir nehmen nicht nur Gestalten und Dinge wahr, sondern ordnen ihnen auch immer eine Bedeutung zu (Beurteilung, Interpretierung, Bewertung)

4. Gesetz der Vervollständigung.

Unsere Wahrnehmung hat die Tendenz, unvollständige Gestalten und Dinge zu vervollständigen (Gespräch)

Diese 4 Punkte laufen während der Wahrnehmung alle zusammen ab!

Weitere Quellen zu allgemeine Wahrnehmung
Allgemeine Wahrnehmung

Visuelle Wahrnehmung
Wahrnehmung 2

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