Autor/in: Savas

Hausarbeit über Hygiene

Begriffsbestimmung:

Hygiene ist die wissenschaftliche Lehre von der Verhütung der Krankheit und der Erhaltung und Festigung der Gesundheit.

Ziele der Hygiene:

  • Gesundheit zu erhalten (körperlich, seelisch, geistig und sozial)
  • Krankheit vorzubeugen
  • sowie die Entstehung uns Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern
  • Einflüsse der Umwelt auf die Gesundheit des Menschen zu prüfen und Maßnahmen zu ergreifen, die ihr Wohlergehen fördern

Kontaminationswege der Magen-Darm-Virus

Mit einer winzigen Infektionsdosis von gerade einmal zehn bis hundert Viruspartikeln ist die Übertragbarkeit der Noroviren extrem hoch. Die Übertragung geht von Mensch zu Mensch entweder über den Körperkontakt, den Kontakt mit infizierten Objekten oder über die Luft. Das Norovirus wird bei Stuhlgang oder Erbrechen ausgeschieden. Die Ansteckung kann auch über infizierte Getränke und Speisen erfolgen.



Besonders in abgeschlossenen Gebieten z. B. in Altenheimen ist eine Ausbreitung sehr wahrscheinlich.
Auch in öffentlichen Gebäuden mit viel Personenverkehr ist eine Ansteckung, auf den öffentlichen Toiletten, den Mensen oder einfach durch die Luft möglich.

Mögliche Infektionswege bei einem Bewohner in einem Heim sind:

  • Körperpflege des Pflegepersonals
  • ­Nagelpflege (lange Fingernägel)
  • Bekleidung und Schuhe (kontaminierte Arbeitskittel und Schuhwerk)
  • Haarhygiene (offenes Haar)
  • Tragen von Schmuck und Armbanduhren
  • Händehygiene (Hände desinfizieren, Handschuhe wechseln)

Unter Individualhygiene versteht man:

Individualhygiene

Ein gepflegtes Äußeres sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Individualhygiene umfasst die allgemeine Körperpflege als auch persönliche Verhaltensregeln, die nicht nur Höflichkeit ausdrücken sollen, z. B. das Handvorhalten, wenn man niest, das Händewaschen nach einem Toilettenbesuch, vor dem Essen und Trinken und dient damit dem Eigen- und Fremdschutz. Personalhygiene beinhaltet auch den korrekten Einsatz von Privat-, Dienst- und Schutzkleidung. Geregelt werden außerdem das Tragen von Schmuck, die korrekte Nagel-, Haar- und Bartpflege sowie Hinweise auf Risiken bezüglich Piercing und Tätowierungen.

Händehygiene und aseptische Arbeitstechniken

Die Hände des Personals sind die wichtigsten Keimträger im klinischen Betrieb. Konsequente Händehygiene ist deshalb eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vermeidung nosokomialer Infektionen. Beachten Sie dazu bitte die Merkblätter Aseptische Arbeitstechniken und Händehygiene in der Hygienemappe!

Fingernägel

In der Medizin Tätige sollen ihre Nägel kurz und gepflegt halten. Lange Fingernägel sind Schmutz- und Keimträger, perforieren Handschuhe und können Verletzungen setzen. Künstliche Fingernägel sind bei medizinischem Personal unerwünscht. Durch wissenschaftliche Studien ist gut belegt, dass diese Form des Hand schmuckes mit erhöhten Kontaminations- und Infektionsrisiken behaftet sind.

Nagellack ist nur bei optimaler Haftung und Pflege und nur in unkritischen Tätigkeitsgebieten diskutabel. Ungepflegter Nagellack macht ähnliche Probleme wie künstliche Fingernägel. In infektiologisch sensiblen Situationen sollte daher grundsätzlich auf Nagellack verzichtet werden.

Schmuck

Wenn Schmuck getragen wird, dann nur an Körperstellen und in solchen Applikationen, die einen unbeabsichtigten Kontakt mit Patienten sicher ausschließen. Armbänder jeglicher Art, Armbanduhren oder Fingerringe haben in Situationen mit unmittelbarem Patientenkontakt nichts verloren. Ganz besonders gilt dies für operative oder andere invasive Tätigkeitsbereiche.

Tätowierung

Tätowierungen sind bis zum vollkommenen Abschluss der Wundheilung ein potenzielles Risiko sowohl für die betreuten Patienten als auch für einen selbst. Noch nässende oder mit Blutkrusten bedeckte Hautareale dürfen bei der Tätigkeit keinesfalls frei getragen werden. Generell ist jeder, der sich tätowieren lässt, an die damit verbundenen Infektionsrisiken (Eitererreger, Blut übertragene Viren wie HBV, HCV oder HIV) zu erinnern. Träger derartiger Krankheitserreger dürfen eventuell bestimmte medizinische Tätigkeiten nicht mehr durchführen.

Kopf- und Barthaar

Haare akkumulieren aus der durch streifenden Luft und durch Kontakt Keime, die von der eigenen Haut, von Oberflächen der Umgebung oder aus der Umgebungsluft stammen. Haare sollten daher stets gepflegt sein und so getragen werden, dass unnötiges Berühren oder Ausfallen unterbleibt. Langes Kopfhaar bei medizinischer Tätigkeit stets im Nacken zusammenbinden. Kritischen Bereichen (z. B. Zentralküche) ist während der Tätigkeit ein Haarschutz zu tragen, der das gesamte Kopf- und gegebenenfalls Barthaar abdeckt. Lange Bärte und insbesondere auch Bartzöpfe dürfen während der Arbeit nicht frei getragen werden. Spezielle Haarstyling wie Dreadlocks, bei denen sich eine normale Haarpflege verbietet, sind als potenzielle Keimreservoire grundsätzlich problematisch und auf jeden Fall unter einer Haube zu tragen.

Reinlichkeit und Körperpflege

Vermeiden unnötiger Kontakte mit Schmutz, Unrat u. a. Medien, von denen Krankheitserreger ausgehen könnten. Umgehendes gründliches Reinigen nach solchen Kontakten sowie regelmäßiges Waschen und Duschen, regelmäßiger Kleiderwechsel, hygienisch richtiges Wäschewaschen, hygienische Zubereitung und Lagerung von Nahrungsmitteln, Essgeschirr und Essbesteckhygiene sind nur Schlagworte für eine Auswahl von Verhaltensweisen, die zur Gesunderhaltung nötig sind. Durch solche Verhaltensweisen schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch die anvertrauten Patienten vor Infektionen. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang der richtige Umgang mit den eigenen Ausscheidungen. Freies Husten, Niesen oder gar Ausspucken sind im Allgemeinen, speziell aber im Krankenhaus nicht diskutabel. Zum Husten und Niesen muss zumindest die Hand, besser aber ein Tuch vorgehalten werden. Zum Schnäuzen sind geeignete saubere Tücher zu verwenden, die man nach Gebrauch geordnet entsorgt. Schon im Allgemeinen, speziell aber im Krankenhaus, sollten die Hände nach dem Husten, Niesen oder Schnäuzen gewaschen und desinfiziert werden. Händewaschen sollte nach dem Besuch der Toilette selbstverständlich sein, aber auch vor dem Essen und Trinken zum Selbstschutz.

Umgang mit Privat- und Dienstkleidung

Die Kleidung soll stets sauber und gepflegt sein. Hinsichtlich der Trennung von Dienst- und Privatkleidung in Garderoben sowie hinsichtlich der richtigen Benutzung der im Altenheim vorgesehenen Primär- und Sekundärgarderoben sind die Regelungen des Erlasses zu beachten.

Hygienemaßnahmen im Pflegealltag:

  • Händedesinfektion, weil man mit den Händen immer den Bewohner versorgt und arbeitet.
  • Tragen von Schutzkleidung  (Mundschutz), weil die Krankheit sich über Tropfen anstecken kann.
  • Umgang mit der Schmutzwäsche, damit sich die Keime nicht weiter verbreiten.
  • Hygiene im Umgang mit Pflegehilfsmitteln, nach Benutzung der Hilfsmittel müssen die Geräte desinfiziert werden damit sich die andere Heimbewohner nicht anstecken.

Sofortige Maßnahmen:

  • Isolierung der Patienten (Einzelzimmerpflege oder Kontaktisolierung mit Schutzkittel, Handschuhen und Mundschutz)
  • Hygienische Händedesinfektion mit geeignetem Desinfektionsmittel.
  • Freistellung von erkranktem Personal 2 bis 3 Tage nach Ende akuter Symptomatik.
  • Reinigung, Flächendesinfektion aller kontaminierten Räume und Kontaktflächen (z. B. Türklinken) mit aldehydhaltigen Reinigungsmitteln (einschließlich separate Wäscheentsorgung und Reinigung bei über 60 Grad)
  • Beschränkung der Personalbewegung (keine Rotation zwischen betroffenen und nicht betroffenen Bereichen)
  • Verlegung von Patienten in nicht betroffenen Bereichen bis 3 Tage nach Ende der akuten Symptomatik vermeiden oder frühzeitige Vorinformation bei nicht vermeidbaren Verlegungen-Transporten
  • Gegebenenfalls zeitweilige Schließung der betroffenen Station für Neuaufnahme

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