Autor/in: Katja Lübs

Gewalt und Hilfslosigkeit

Was ist Gewalt?

Ist jedes Verhalten, was den anderen schädigt `/gezieltes, ungezieltes, psychisches, körperliches Verhalten

Folgen für die Altenpflegekraft?

  • Schuldgefühle

Folgen für die Pflegeperson?

  • Erlernte Hilflosigkeit

Einteilung der Gewalt

– das Opfer (Opfer) bestimmt, ob es Gewalt ist

  1. erfolgen von Personen (zb. Pflegekraft, Opfer)
  2. durch Handlung –Misshandlung (aktiv)
  3. Psychische Gewalt, z. B.. Anreden mit du!
  4. Körperliche Gewalt, z. B.. Jemanden festhalten
  5. Durch keine Handlung-Vernachlässigung (passiv)
  6. Psychische Gewalt z. B.. Nicht besuchen
  7. Körperliche Gewalt zb. zu wenig zu trinken geben
  8. Indirekte Gewalt entsteht durch Strukturen, an den sich der Opfer anpassen muss (z. B.. Hausordnung) (strukturelle Gewalt)


Gewalthandlungen

  1. waschen gegen den Willen des Opfers
  2. gegen den Willen am Tisch setzen
  3. Beschäftigung gegen den Willen
  4. Bettgitter hoch
  5. Fernseher ausschalten

Die beiden Seiten der Gewalt

  1. die Pflegekraft zieht das Bettgitter hoch, weil sie Sicherheit für das Opfer haben möchte, ist ein positives Ziel (Sicherheit erreichen)
  2. Der Pflegebedürftige fühlt sich in seiner Selbstbestimmung eingeschränkt.
  3. Jeder sieht das eigene Verhalten nur als Reaktion auf das Verhalten des anderen, nicht als die Ursache

Gewaltspirale

Gewalt fördert Gegengewalt, bis sich ein neues Gleichgewicht einstellt. Daraus folgt: Es gibt keine Opfer /Täter Beziehung, sondern es bedingt einander.

Einflussfaktoren

1. in der Pflegekraft begründet:

  • Freiheitsentzug
  • Eindringen in die Intimsphäre

2. im Opfer. Begründet Hilflosigkeit, Angst, Verzweiflung.

  • Zwang, Misshandlung, Gewalt

3. im strukturellen Zwängen begründet

  • hoher zu hoher Zeitdruck
  • für zu viele Bewohner/ Patienten zuständig

Wie Gewalt normalisiert wird

  • angepasstes Verhalten wird belohnt (Gewalthandlung) und später nicht mehr hinterfragt
  • unangepasstes Verhalten wird bestraftz. B.: Das Bettgitter einfach unten lassen wird kritisiert

Gewaltfreie Kommunikation

  1. das konkrete beobachtbare Verhalten äußern
  2. das daraus resultierendes Gefühl bei der Pflegekraft
  3. das Ziel von der Pflegekraft
  4. die gewünschte Verhaltensänderung von Opfer

Gewaltpräventionen

– angenehmes Milieu schaffen bzw. erhalten

  1. eigenes verhalten und Umgebung der Krankheit anpassen
  2. Zwang, Misshandlung, Gewalt so weit wie möglich vermeiden
  3. Bedürfnisse und Gefühle wertschätzen

Gewalthandlungen beenden

– die auslösende Ursache beseitigen

  1. Situation ändern
  2. Hinterher Situation taktvoll besprechen
  3. Verhalten spiegeln
  4. Situation vorübergehend verlassen
  5. Schuld auf sich nehmen
  6. Das hinter dem Verhalten liegende Gefühl ansprechen
  7. Tonfall ändern

5 allgemeine verringernde Verhaltensweisen

  1. Belastung der Pflegekräfte reduzieren (mehr und besseres Personal)
  2. Mitwirkung. Mitentscheidung von Pflegebedürftigen / Angehörigen.
  3. Keine Scheinlösungen akzeptieren (z. B.. Pflegebedürftiger wurde überredet)
  4. Gewalthandlungen wahr nehmen
  5. Sensibilisierung für Gewalthandlungen
  6. Gesprächstechnik

Hilflosigkeit was ist das

Ist das Ergebnis einer Handlung und als nicht beeinflussbar gesehen

Ursachen der Hilflosigkeit

  1. Belohnung von Unselbständigkeit z. B. Pflegekräfte sind länger bei Opfer mit höherem Pflegebedarf
  2. Bestrafung von Selbständigkeit (kann durch die Pflegekraft mit beeinflusst)
  3. Überforderung der Pflegebedürftigen

Symptome

  1. emotionale Depressive Verstimmung
  2. kognitiv z. B.. Erfolge werden nicht als die eigenen gesehen, sondern der Erfolg der anderen
  3. Motivation, z. B.. der Opfer. Zeigt keine Initiative, reagiert häufig nur auf Anforderung.

Wie kann man es verringern?

  1. Die Handlung ist durch Lob oder Bestrafung zu verstärken
  2. die Handlung ist in Einzelschritten aufzuteilen
  3. es bedarf keiner ständigen Verstärkung, aber einer gezielten
  4. langjährig gelerntes ist sehr schwer zu verlernen
  5. BSP: h. p. liegt im Bett und er soll wieder in den Rollstuhl.
  6. Ziel : 1. Hinsetzen (Loben)
  7. 2. Hinstellen
  8. 3. Und sich in den Rollstuhl setzen.

Die Hilflosigkeit der Altenpflegekraft

Ursache:

Entsteht durch keine oder überhöhte Ziele

Wie kann ich die Hilflosigkeit der Altenpflegekraft verringern?

  1. Realistische Ziele
  2. Fachwissen
  3. Stressbewältigung
  4. Soziale Unterstützung suchen

Soziale Verstärker – Lächeln
Informativer Verstärker – Heim interne Informationen geben
Aktivitätsverstärker – Kaffee trinken
Materielle Verstärker – Geld

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