Autor/in: Frank

Suizid und Suizidalität

Inhalte:

  • Definition Suizid
  • Definition Suizidalität
  • Erläuterung des Begriffs erweiterter Suizid
  • Erläuterung des Begriffs gemeinsamer Suizid
  • Erläuterung des Begriffs Suizidgefährdung
  • Suizid Prophylaxe
  • Suizidversuch

›Definition Suizid:

absichtliche Vernichtung des eigenen Lebens

synonym: Selbsttötung, Freitod, Selbstmord, Selbstvernichtung


›Mittel zum Suizid sind:

  1. Medikamentenendoxidation (z. B. Schlafmittel)
  2. Gasvergiftung
  3. Erhängen
  4. Erschießen
  5. Ertränken
  6. Überfahren lassen
  7. Öffnen der Pulsadern
  8. andere Schnittverletzungen

›Unterscheidung erfolgt nach „weichen“ und „harten“ Methoden

›Suizide kommen bei allen psychischen Krankheiten vor, insbesondere bei endogenen Depressionen

  • Suizid-Tendenz nimmt mit zunehmenden Alter zu
  • vor dem 10 Lebensjahr sind Suizide eher selten
  • unteren und oberen Schichten sind in Europa besonders gefährdet

› Definition Suizidalität:

Suizid Neigung

  • Neigung zur Selbsttötung
  • Das Ausmaß der bei einem Kranken bestehenden Tendenz, sein Leben zu beenden.
  • Die Beurteilung der Suizidalität ist die wichtigste Grundlage für Behandlungsmaßnahmen, insbesondere für die Entscheidung der Frage, ob eine stationäre Aufnahme notwendig ist.

›Suizidant:

Selbstmörder

›Suizident:

Person, die einen Suizidversuch unternommen hat

›Erläuterung des Begriffs:

›erweiterter Suizid:

Selbsttötung, der die Tötung meist naher Familienangehöriger (Kinder, Ehepartner) vorausgeht

Wichtig zur Begriffsbestimmung ist, dass der Entschluss zur Selbsttötung vor der Tötung der anderen gefasst wurde; andernfalls handelt es sich um einen Tötungsversuch mit anschließendem Suizid

synonym: Mitnahme Selbstmord

›gemeinsamer Suizid:

Unter zwei oder mehr Personen verabredete Selbsttötung Handlung

›Suizidgefährdung:
Gefährdung des Lebens durch Selbsttötungsabsichten. Es ist anzunehmen, wenn eine Person sich aufgrund ihres bisherigen Lebensverlaufs, der Lebenssituation und / oder des Vorhandenseins einer bestimmten Krankheit in einem Zustand befindet, in dem mit einer Selbsttötungs-Handlung zu rechnen ist. Die Gefahr ist besonders groß, wenn Vorbereitungen zur Ausführung der Handlung (Sammeln von Tabletten) getroffen werden.

›Suizid Prophylaxe:

  1. Ärztliche oder gesellschaftliche Maßnahmen für Menschen, bei denen eine Selbsttötung Gefahr besteht,
    die sich durch Suizidgedanken, -träume oder -phantasien ankündigt oder sich in einem misslungenen Suizidversuch gezeigt hat.
  2. Einrichtungen sind: lebensmüden Betreuung,
    Telefonseelsorge,
    psychiatrische Institutionen
  3. obwohl jeder Rettung willige lebensmüde sofort Hilfe und Unterstützung erhält, ist es aufgrund dieser Maßnahmen nicht möglich, die Suizidrate zu senken

›Suizidversuch:

  1. unvollendeter oder erfolgloser Versuch der Selbstvernichtung
  2. ca. 10-mal häufiger als der vollendete Suizid
  3. bei Frauen doppelt so häufig wie bei Männern
  4. Wahl des Suizids mittels lässt erkennen, dass ein Überleben einkalkuliert wurde,
    häufig kommt es zu Wiederholungen

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