Autor/in: Ewels

Geschichte der Psychiatrie

›Geschichtsüberblick:

1825:

Gründung einer Reformpsychiatrie fand in Ostpreußen statt

1775 – 1858:

Jacobi, Karl Wiegand Maximilian (dt. Psychiater)
Reorganisierte das Sanitätswesen in Bayern
1811–1813 Vorstand des St. Johann-Spitals in Salzburg
ab 1816 preußischer Medizinalrat
erbaute und leitete 1825 die Irrenanstalt Siegburg
gilt zusammen mit Nasse als Hauptvertreter der Somatiker

1817 – 1868:

Griesinger, Wilhelm
Professor der Psychiatrie in Berlin
Leitete mit seinem Lehrbuch Pathologie u. Therapie der psychischen Krankheiten die naturwissenschaftlich-positivistische Epoche der Psychiatrie ein, die bis in die Gegenwart andauert (1845)
Fazit seiner Lehre wird in dem Zitat Geisteskrankheiten sind, Gehirnkrankheiten zusammengefasst
führte die pathologische Anatomie in die klinische Psychiatrie ein
ab 1868 begründete Griesinger das Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten

1856 – 1926:

Kraepelin, Emil
Professor der Psychiatrie in Dorpat (1886), Heidelberg (1891) und München (1903)
arbeitete mehrere Jahre unter Gudden
führt zahlreiche experimentelle und naturwissenschaftliche Methoden in die Psychiatrie ein
Begründer der Psychopharmakologie
schrieb das Lehrbuch der Psychiatrie über die Einteilung der psychiatrischen Erkrankungen
gründete die dt. Forschungsanstalt für Psychiatrie und leitete diese bis zu seinem Tode (1917)
führte den Begriff Dementia praecox ein

1856 – 1926:

Kraepelin, Emi
Professor der Psychiatrie in Dorpat (1886), Heidelberg (1891) und München (1903)
arbeitete mehrere Jahre unter Gudden
führt zahlreiche experimentelle und naturwissenschaftliche Methoden in die Psychiatrie ein
Begründer der Psychopharmakologie
schrieb das Lehrbuch der Psychiatrie über die Einteilung der psychiatrischen Erkrankungen
gründete die dt. Forschungsanstalt für Psychiatrie und leitete diese bis zu seinem Tode (1917)
führte den Begriff Dementia praecox ein

1857 – 1939:

Bleuler, Eugen
Professor für Psychiatrie in Zürich
prägte den Ausdruck Schizophrenie, der seitdem anstelle von Kraepelins Bezeichnung Dementia praecox verwendet wird
unterstützte die Psychoanalyse Freuds, der er dadurch Eingang verschaffte in die Universitätspsychiatrie

1868 – 1948:

Bonhoeffer, Karl
Professor der Psychiatrie in Königsberg, Heidelberg, Breslau und Berlin
stellte das Prinzip der exogenen Reaktionstypen auf
zahlreiche Arbeiten auf dem Gebieten der forensischen Psychiatrie

1867 – 1947:

Simon, Hermann
Anstaltsdirektor in Gütersloh,
trug mit konsequenter Anwendung von Arbeitstherapie zur Verbesserung der Behandlung von psychisch Kranken bei

1870 – 1953:

Graupp, Robert
Leiter der Universitätspsychiatrie in Gütersloh
stammte aus einer Beamtenfamilie
in Breslau begegnete er Bonhoeffer, es entwickelte sich ein Vertrauensverhältnis
Paranoia lehre
arbeitete in Heidelberg unter Kraepelin
führender Wahn forscher und Repräsentant

1759 – 1813:

Reil, Christian
Professor der Medizin und Stadtphysikus in Halle (an der Saale)
Trat gegen die Missstände der Unterbringung Geisteskranker auf
trat für eine Psychiatrie als selbstständige Disziplin neben Chirurgie und Medizin ein
Vorkämpfer für Beschäftigungstherapie und psychotherapeutische Maßnahmen Hayner,
Schüler von Pinel
gründete die Festung Sonnenschein in Sachsen
entwickelte Nachsorge für psychisch Kranke

1920:

Grundgedanke zur Freigabe unwertes Leben

1937:

erste EKT – Behandlung
wurde bei endogenen Depressionen und katatonischen Zuständen durchgeführt
ohne Anästhesie =→ führte zu schweren Verletzungen

1953:

erste Psychopharmaka
•Megafen (ruhig stellende, sedierende Wirkung)

1971:

Enquete-Kommission
vom Bundestag eingesetzte Gruppe unter Vorsitz von
C. Kulenkampff zur Bearbeitung einer Psychiatrie-EnqueteVersorgungssystem für psychisch Kranke, wie es aus den in der Psychiatrie-Enquete entwickelten Vorstellungen hervorgegangen ist
Kernpunkte: klinische Betteinheiten mit 120 Betten,
Sektorisierung,
mehr Krisenintervention als Langzeitbehandlung
ambulante Versorgungssysteme etc.

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