Autor/in: Ingo K.

Salotugenese

1.Einleitung

Das Gesundheitswesen beschäftigt sich schon seit langem mit der Frage wie und warum Krankheiten entstehen. So beschäftigen sich viele Wissenschaftler bereits mit den Fragen welche Ursachen eine Krankheit hat oder welches die geeigneteste Therapie für diese ist. Es gibt aber auch Wissenschaftler die sich mit der Frage beschäftigen, warum der Verlauf einer Krankheit von Mensch zu Mensch immer anders verläuft, wieso jemand eine Krankheit besser überwindet als eine andere Person welche aber die selben Voraussetzungen hat. Der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky hat sich diese Frage auch gestellt, nur dass er sich nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat, was jemanden krank machen könnte. Stattdessen hat er die Pathogenese außer Betracht gelassen und hat sich der Frage gewidmet wie es Menschen schaffen können auch unter schweren Bedingungen, wie zum Beispiel eine Krankheit, gesund zu bleiben. Herr Antonovsky hatte in den 70er Jahren die Theorie der Salutogenese. Ich möchte mich in dieser Hausarbeit mit der folgenden Frage beschäftigen, ob das Konzept der Salutogenese eine Perspektive für die Pflege ist. Interessant ist hierbei, dass eine andere Sichtweise auf erkrante Menschen eingenommen wird. Die Arbeit wird damit beginnen, den Begriff der Salutogenese und den Medizinsoziologen Aaron Antonovsky zunächst darzustellen. Der darauf folgende Hauptteil befasst sich mit dem Köhärenzgefühl und dem Zusammenhang mit generalisierten Widerstandsressourcen, Stressoren und Spannungszuständen unter Bezug auf das drei Säulen Modell der Salotugenese. Den Abschluss der Arbeit bildet das Fazit, welches die Präsentation der Ergebnisse beeinhaltet und die Fragestellung beantwortet, ob die Salotugenese eine Perspektive für die Pflege sein kann.

2.Begriff Salotugenese

Der Begriff der Salotugenese wurde von dem Medizinsoziologen Aaron Antonovsky eingeführt und bedeutet übersetzt „Gesundheitsentstehung“ (vgl.Antonovsky 1997). In diesem Konzept geht es vor allem um die Bedingungen zur Förderung von Gesundheit. Dieses Konzept bildet den Gegensatz zur Pathogenese, welches sich mit den Bedingungen von Krankeiten beschägtigt.
Eine salotugenetisch orientiert ausgerichtete Arbeit für Gesundheit kann dann als gültig erachtet werden, wenn sie folgende sieben Kriterien beeinhaltet:

  1. Orientierung an Stimmigkeit, Kohärenz, Verbundenheit und aufbauende Kommunikation,
  2. auf Gesundheit zielt,
  3. Ressourcenorientierung,
  4. Wertschätzung des Indiviuums
  5. Entwicklung der Evolution und Regulation,
  6. Aufmerksamkeit für Selbsorganisation und -regulation,
  7. Beachtung von Krankheit und Gesundheit in Zusammenhang. Diese Punkte können einen Ausgangspunkt bilden (vgl. www. Salotugenesezentrum.de).

3.Aaron Antonovsky

Aaron Antonovsky wurde 1923 in Brooklyn, New York, geboren und verstarb 1994 in Israel.Nach dem 2 Weltkrieg begann Er sein Studium in der Soziologie was er auch 1952 als Doktorgrad abschloss. Er zog mit seiner Frau Helen Antonovsky nach Jerusalem, wo er eine Stelle als Medizinsoziologe angenommen hat. Er beschäftige sich dort in Applied Social Research Institute mit Studien von Frauen die in Westeuropa in der Zeit von 1914-1923 geboren wurden. Es waren auch Frauen dabei, die in Konzentrationslagern geboren wurden und die trotz der Stressoren dort in einen guten mentalen gesunden Zustand waren. Antonovsky stellte sich darauf die Frage . Was einen Menschen eigentlich gesund hält. In den 70er Jahren stellte er dann seine Theorie der Salutogenese dar Antonovsky gilt daher als Vater der Salutogenese(vgl. Antonovsky 1997).

4.Kohärenzgefühl

Der Medizinsoziologe verwendet den Begriff Kohärenzgefühl um die Grundhaltung des Menschen gegenüber dem eigenen Leben und der Welt zu bezeichnen. In diesem Zusammenhang bedeutet Kohärenz Stimmigkeit. Je gesünder ein Mensch ist, desto ausgeprägter ist sein Kohärenzgefühl. Das Kohärenzgefühl bestimmt also den Gesundheits- beziehungsweise Krankeitszustand (vgl. Bichof 2010) und ist „eine globale Orientierung, die ausdrückt, in welchem Ausmaß man ein durchdringendes, überdauerndes und dennoch dynamisches Gefühl des Vertrauens hat, dass

  1. die Stimuli, die sich aus der inneren oder äußeren Umgebung ergeben, strukturiert, vorhersagbar und erklärbar sind;
  2. einem die Ressourcen zur Verfügung stehen, um den Anforderungen, die diese Stimuli stellen, zu begegnen;
  3. diese Anforderungen Herausforderungen sind, die Anstrengung und Engagement lohnen“ (vgl. Pielot 2009).

Insgesamt sind es also drei Komponenten aus welchem sie dieses Gefühl schließlich zusammensetzten. Dazu gehört zunächst das Gefühl der Verstehbarkeit um die Stimuli kognitiv zu verarbeiten. Die zweite Komponente bildet das Gefühl von Bewältigbarkeit, die Überzeugung Anforderungen und Probleme lösen zu können und den Glauben von Hilfe. Die letzte Komponente umfasst das Gefühl von Bedeutsamkeit. Ein Individuum schätzt sein Leben als sinnvoll ein und erkennt Probleme des Lebens als Herausforderung (vgl. Pielot 2009). Diese Komponenten zeigen, dass die Ausprägung des Kohärenzgefühl bei einem Menschen Auswirkungen auf die individuellen Fähigkeiten hat persönliche Herausforderungen und Probleme zu lösen. Je stärker das Kohärenzgefühl ausgeprägt ist, desto eher ist dieser in der Lage Probleme zu bewältigen (vgl. Bichof 2010). In einem Menschen entwickelt sich das Köhärenzgefühl in den ersten dreißig Jahren. Ein Faktor gilt als besonders ausschlaggebend für die Ausprägung dieses Gefühls: Die generalisierte Widerstandsressource.

Diese Ressource wird in allen möglichen Situationen wirksam und erhöht die Widerstandsfähigkeit eines Individuums. Unter diesen Ressourcen sind unter anderem die Aspekte Werte und Normen, das soziale Umfeld, die ökonomische Situaion, das Wissen, körperliche Verfassung und Fähigkeiten und das Selbstvertrauen einer Person zu zählen (vgl.Antonovsky 1997)Das Ziel dieser Ressource besteht darin Lebenserfahrungen zu machen und das Kohärenzgefühl zu stärken (vgl. Antonovsky 1997).Das Kohärezgefühl eines Menschen ist für die Bewältigung von Stress und Spannungen, welche im Leben auftreten können. Solche Stressoren müssen aber nicht zwangsläufig zur Krankheit führen. Erst wenn eine solche Bewältigung misslingt, entsteht eine Belastung für den Menschen (vgl. Lazarus 2014). Besitzt eine Person ein hohes Kohärenzgefühl, wird der Stressreiz als neutral bewertet, umgekehrt wird eine Person mit einem niedrigen Kohärenzgefühl diesen als Stressor empfinden. Desweiteren ist eine Person mit einem hohen Kohärenzgefühl in der Lage einen Stressor einzuschätzen ob dieser negativ zu bewerten ist. Wird ein Stressor letztlich als negativ definiert, wird sich eine Person mit einem hoch ausgeprägten Kohärenzgefühl nicht bedroht fühlen, weil diese darauf vertraut den Stressor bewältigen zu können und wird der Situation angemessen reagieren im Gegensatz zu Pesonen mit einer solch niedrigen Gefühlsausprägung (vgl. Lazarus 2014).

Das Drei-Säulen-Programm

Das Drei-Säulen-Programm der Salutogenese hilft, um das Kohärenzgefühl positiv zu stärken. Innerhalb des Programms geht es darum, Lebensgewohnheiten und körperliche Verfassungen zu untersuchen und diese positiv zu regeln. Jede Person verfügt über die Fähigkeit seine Lebensqualität durch Selbstmanagement zu beeinflussen. Stressoren, wie ein stressiger Arbeitstag, kann durch den Wechsel von Entspannung und Bewegung entgegengewirkt werden. Sport baut dabei beispielsweise Stress ab und hat die positive Wirkung von glücklichsein und erzeugt zudem Selbstbewusstsein. Diese Zufriedenheit und gewonnene Stärke führt dazu, dass sich das Kohärenzgefühl und die Widerstandsressourcen ausprägen.

Dies zeigt insgesamt, dass die Salotugenese Gesundheit nicht als Zustand, sondern einen Prozess bewertet, welcher sich beeinflussen lässt. Demnach kann jede Person selber Einfluss auf ihren Gesundheitszustand nehmen. Dadurch, dass jeder Mensch Einfluss auf das Kohärenzgefühl haben kann, zeigt dies, dass jeder selbst Möglichkeiten besitzt, seine Gesundheit positiv zu fördern. Die Pflege kann dieses Konzept dazu verwenden, Menschen dabei zu unterstützen, dieses Gefühl zu steigern. Das kann Sie tun indem Sie zum Beispiel bei der Pflegeplanung darauf achtet das die individuellen Bewältigungsstrategien aus der Biografie mit einbezogen werden .Das Pflegepersonal sollte aber auch eine Basis des Vertrauen aufbauen damit das Kohärenzgefühl gestärkt werden kann (vgl.Pielot 2009). Die Pflege kann dieses Konzept dazu verwenden, Menschen dabei zu unterstützen, dieses Gefühl zu steigern. Das kann Sie tun indem Sie zum Beispiel bei der Pflegeplanung darauf achtet das die individuellen Bewältigungsstrategien aus der Biografie mit einbezogen werden .Das Pflegepersonal sollte aber auch eine Basis des Vertrauen aufbauen damit das Kohärenzgefühl gestärkt werden kann (vgl.Pielot 2009).
xt der Ausarbeitung

5.Fazit

Salotugenese bedeutet übersetzt „Gesundheitsentstehung „ und wurde durch Aaron Antonovsky der Vater der Salotugenese bekannt. In meiner Hausarbeit habe ich mich gefragt ist das Konzept der Salotugenese eine Perspektive für die Pflege. Auf mein Ergebniss möchte ich jetzt im Fazit eingehen. Wie ich schon im Hauptteil beschrieben habe, ist es wichtig bei der Pflegeplanung die individuellen Bewältigungsstrategien aus der Biografie mit einzuziehen aber auch eine Basis des vertrauen aufbauen ist unersetzlich um das Kohärenzgefühl besonders bei Menschen die kein ausgeprägtes Kohärenzgefühl haben zu stärken. Aber von was für einen Menschen müsen wir ausgehen nach der Theorie von Aaron Antonovsky. Die Theorie von Antonovsky ist ja schon Jahrzente alt und die Menschen besonders die alten Alten und die Hochbetakten die in der Pflege ja eine große Rolle spielen, haben sich ja verändert. Für mich haben sich zwei weitere Fragen aufgebaut. Die erste Ist die Salotugenese heute noch genauso eine Perspektive wie in den 70er Jahren. Die zweite Wie ist das Kohärenzgefühl bei Demenzerkrakten und wie kann ich dieses stärken wenn ich nicht auf die Biografie zurückgreifen kann. Aber auf diese Fragen habe ich keine Antwort finden können. Durch meine Recherche in der Literatur sowie im Internet bin ich zum Schluss gekommen das ich die Frage: Ist das Konzept der Salutogenese eine Perspektive für die Pflege nicht genau beantworten kann, da sich meinerseitz weitere Fragen gestellt haben die ich oben benannt habe. Es gibt zwar Lösungsmöglichkeiten wie die in den Buch von Anna Pielot „Salutogenese im Pflegeprozess“ Aber meiner Meinung nach besteht da noch weiterer Forschungsbedarf.


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