Autor/in: Kathrin

Vorstellung des Altersheims, Biografie und Informationssammlung

Vorstellung des Altersheims und mein Arbeitsbereich

Altenheim Bild

Mein Praktikum absolvierte ich im Altenheim ******, Mustermann Str. 0 in 00000 Musterstadt.

Das Pflegeheim liegt zentral und ist ca. 500 m von der Altstadt entfernt.

Das Altenheim ****** ist seit 1891 im Besitz der Musterstadt. Es diente zu der Zeit als Werkhaus, wo Handwerker und Arbeiter ohne festen Wohnsitz und Familien eine Unterkunft fanden.

Im Jahre 1903 befanden sich alle Einrichtungen der Armenpflege der Musterstadt auf diesem Anwesen.

Zu einem Altenheim wurde es 1928 umgebaut, ein neues Gebäude kam 1956 dazu, wo zu diesem Zeitpunkt nur Männer lebten.

1969 entstand aus dem Altbau durch Um- und Erweiterungsarbeiten das bestehende Gebäude des Altenheim ******.

In der Trägerschaft des Altenheim ******befindet sich das Alten- und Pflegeheim seit 1995.


Durch umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen wurde das Hehlentorstift in der Zeit von 1998 bis 2002 auf den aktuellen fachlichen Standard einer zukunftsorientierten Altenhilfe gebracht.

Die Einrichtung des Altenheim ******, versteht sich als Versorger im Wohnumfeld von Musterstadt mit der eindeutigen Priorität der Altenpflege als Aufgabe. Sie bieten allerdings – nach genauer Prüfung der Bedürfnisse und Anforderungen – im Einzelfall auch jüngeren Menschen die Möglichkeit zum Einzug. Es werden Menschen betreut, wenn sie pflegebedürftig sind. Diese Menschen haben in der Regel einen Hilfebedarf, dessen Ausmaß es ihnen nicht mehr erlaubt, ihr Leben eigenständig zu bewältigen. Als Leitfaden für die Pflege dient das Pflegemodell der Monika Krohwinkel.

Die Bewohner/ innen stehen im Altenheim ****** im Mittelpunkt und bestimmen mit ihren jeweils individuellen Gegebenheiten die inhaltliche Arbeit.

Das Heim sieht die Aufgabe Hilfe anzubieten, um die Bewohner/innen bei der Auseinandersetzung und Bewältigung ihrer Erkrankungen, den körperlichen Gebrechen und dem Umgang mit Sterben.

Am pflegerischen Geschehen sind kranke Menschen, deren Angehörige und pflegende Menschen gleichermaßen beteiligt.

Das Leben in der Gemeinschaft erfordert ein hohes Maß an Toleranz und Rücksichtnahme aller dort lebenden und arbeitenden Menschen. Über die sich veränderte Wohnsituation werden die zukünftigen Bewohner/innen im Vorfeld informiert. Das Leben in der Einrichtung ist nicht vergleichbar mit dem bisher gewohnten Leben zu Hause, deshalb ist das Heim bemüht, den Bewohner/ innen eine möglichst häusliche Atmosphäre zu bieten. Die Interessen der Betreuten werden durch die Heimbeiräte der einzelnen Einrichtungen vertreten.

Das Anliegen des Heimes ist es, die Angehörigen der Bewohner/ innen in das Heimgeschehen einzubinden und sie sind zu den Veranstaltungen willkommen.

Das Altenheim ******, bietet 96 Bewohner/innen ein offen orientiertes neues Zuhause. Zurzeit wohnen 78 Bewohner/innen im Heim.

Das Haus besteht aus zwei aneinander liegenden Häusern (Haus 70 und 68), die durch einen Empfangsbereich,

Praktikums Bericht Altenheim  Bild vom Altenheim  Bild vom Altenheim

dem Flur zum Speisesaal

Bild vom Altenheim  Bild vom Altenheim

Und der Verwaltung miteinander verbunden sind.

Haus 70 hat 1 Wohnbereich auf 3 Etagen verteilt.

Im Haus 68 befinden sich 3 Wohnbereiche, verteilt auf 5 Etagen und das Erdgeschoss. Im Erdgeschoss befindet sich ein Speisesaal, Friseur, Andachtsraum, Leseraum   und die Information.

Der Speisesaal verfügt über ein Klavier und 140 Sitzplätze, in dem auch Feste stattfinden.

Die Bewohner/innen, die noch gut zu Fuß sind oder in Gemeinschaft essen möchten, z. B. Rollstuhlfahrer, nehmen hier gemeinsam das Frühstück, Mittagessen und das Abendessen ein.

Bild vom Altenheim  Bild vom Altenheim

Vom Speisesaal aus gelangt man in den Garten, dort befinden sich Parkbänke, ein Springbrunnen und eine Voliere.

Bild vom Altenheim  Bild vom Altenheim

Der Friseur hat einmal die Woche geöffnet.

Im kleinen Andachtsraum finden für die Bewohner/innen Andachten mit einem Pastor statt. Eine enge Zusammenarbeit mit Seelsorgern, kirchlichen Trägern und Hospizdiensten vor Ort, aber auch der Einsatz engagierter Angehöriger trägt dazu bei, dass das Sterben in der Einrichtung kein Tabuthema ist.

Der Leseraum steht den Bewohner/innen zu jeder Zeit zur Verfügung zum Lesen, Fernsehen oder zum Entspannen. Aktivitäten in kleinen Gruppen, z. B. Spielnachmittage oder auch Ausstellungen finden hier ebenso statt. Für kleine Familienfeierlichkeiten wird dieser Raum ebenso genutzt.

Bild vom Altenheim  Bild vom Altenheim

Eine Cafeteria befindet sich auf der 6. Etage, die eine große Dachterrasse hat.

Die Küche im Haus verteilt die angelieferten Mahlzeiten vom AKH auf den Stationen und im Speisesaal.

Die Haus- und Bewohner wäsche wird außerhalb vom Haus gewaschen und von Hausangestellten in den Zimmern und auf den Stationen verteilt.

Ich arbeitete auf der 1. Station, wo auch das Erdgeschoss zuzählt. Zurzeit wohnen 19 Bewohner/innen auf diesen Stationen.

Im Erdgeschoss befinden sich 3 Apartments, 2 Einzelzimmer und 1 Gästezimmer mit jeweils einer Nasszelle. Für alle Bewohner/innen des Erdgeschosses gibt es 1 Badezimmer.

Bild vom Altenheim

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Auf der 1. Etage befinden sich 7 Einzelzimmer und 3 Doppelzimmer. Jedes Zimmer verfügt über eine Nasszelle, ein Balkon oder eine Terrasse.

Zu der Grundausstattung eines Einzelzimmers gehören ein Kleiderschrank, ein höhenverstellbares Pflegebett, ein Nachtschrank, ein Tisch und Stühle oder Couch.

Bild vom Altenheim

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Alle Zimmer haben eine Dusche und ein höhenverstellbares Waschbecken.

Bild vom Altenheim  Bild vom Altenheim

Jede/r Bewohnerinnen/ Bewohner bekommt Bettwäsche und eine Tagesdecke gestellt. Natürlich kann man auch sein eigenes Mobiliar mitbringen.

Außerdem findet man auf der 1. Station ein Empfangsbereich, Dienstzimmer, Wäscheraum, Getränkeraum, Desinfektionsraum, Personalraum, die Wohnküche und ein Badezimmer.

Bild vom Altenheim

Der Empfangsbereich ist ausgestattet mit zwei Stühlen, einem Schreibtisch, PC, Videoüberwachung und Telefon, wo der Besucher des Hauses Auskunft erhält.

Im Getränke- und Wäscheraum befinden sich Getränke, Bettwäsche, Handtücher und das IKM der Bewohnerinnen/ Bewohner.

Die Medikamente/ Verbandsmaterial und Unterlagen der Bewohner/rinnen und die Dienstpläne für die Mitarbeiter befinden sich im Dienstzimmer.

Bild vom Altenheim

Die Wohnküche wird von den Bewohner/innen genutzt, die nicht in den Speisesaal gehen können.

Sie ist eingeteilt in Küche, Essbereich und Wohnstube.

Dieser Raum wurde gemütlich mit Pflanzen und einem Aquarium eingerichtet und wird genutzt, um gemeinsam zu essen, fernzusehen, sich zu unterhalten oder für kleine Aktivitäten, wie basteln oder Gesellschaftsspiele.

Bild vom Altenheim  Bild vom Altenheim

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Das Miteinander der einzelnen Bereiche des Altenheims ****** (Pflege, Therapie, Sozialdienst, Hauswirtschaft, Hausmeister und Verwaltung) wird durch regelmäßige Dienstgespräche gefördert. Tägliche Übergabe zwischen den Schichten sollen reibungslosen Informationsaustausch gewähren und Probleme reduzieren. Die Kooperation zwischen Mitarbeiter/rinnen und Ärzten, Krankengymnastik usw. wird auch durch persönliche Gespräche der   Heimleitung gestärkt.

Die Arbeitszeiten eines Mitarbeiters wechseln wöchentlich in Früh- und Spätschicht und danach 2 Tage frei.

Die Schichten teilen sich wie folgt auf:

Frühschicht von 6.15 Uhr bis 13.15 Uhr, Spätschicht von 13.00 Uhr bis 20.00 Uhr und Nachtschicht von 19.45 Uhr bis 6.30 Uhr.

Bild vom Altenheim

Das Altenheim ****** hat zurzeit insgesamt 72 Mitarbeiter, davon sind 15 examinierte Altenpflegekräfte inklusive zwei männliche Altenpflegekräfte, Krankenschwestern, Altenpflegehelferin und 5 Altenpflegeschüler.

Auf jeder Station befindet sich immer 1–2 examinierte Fachkräfte.

 

Weitere Mitarbeiter sind in folgenden Abteilungen:

Verwaltung 6 Mitarbeiter,

Wäscherei 3 Mitarbeiter,

Küche 7 Mitarbeiter,

Hausmeister, 1 Mitarbeiter und 2 Gehilfen,

Reinigungskräfte 12 Mitarbeiter,

Therapie 1 Mitarbeiter für die wöchentliche Gruppenarbeit,

Pflegedienstleitung   1 Mitarbeiter,

stellvertretende Pflegedienstleitung   1 Mitarbeiter und

Zivildienstleistende zurzeit 1 Mitarbeiter, der Botengänge zu den Ärzten, mit den Bewohnern durchführt oder andere Arbeiten, die anfallen.

Durch Fortbildungsangebote in den verschiedenen Bereichen – intern sowie extern-sollen die Mitarbeiter/ innen geschult werden, um den Aufgaben gewachsen zu sein. Die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen wird ergänzt durch Fachliteratur und durch Erfahrungen in Facharbeiterkreisen des Altenheim ******.

Hilfebedarf von Frau M. bei der Selbstpflege

Persönliche Daten

•  geboren:                         21.02.1920 in Zadelow

•  Religion:                        evangelisch

•  Staatsangehörigkeit:         deutsch

•  Familienstand:                 verwitwet

•  Krankenkasse:                IKK Musterstadt

•  Pflegestufe:                     2

•  Heimaufnahme:               17.08.2004

•  Kostform:                       Zuckerfreie Kost

•  Größe/ Gewicht:              1,53 m / 76,2 kg

•  BMI:                               33 (25-30 Übergewicht)

Diagnosen

Frau M. hat eine kompensierte Niereninsuffizienz, ist Diabetes Mellitus Typ II, Marcumar-Patientin, wegen eines Aortenklappenersatz 1991 und hat Gicht. Sie hatte auf der Flucht eine Hüftfraktur, die nicht behandelt wurde und somit eine Kontraktur rechts hinterließ.

Biografie

Frau M. wurde am 21. Februar 1922 als zweites Kind ihrer Eltern, Frau L. B. und Herrn F. B.   Als Samstagskind   in Zadelow in Pommern geboren. Ihr Bruder ist 2 Jahre zuvor geboren 1920. Er lebt heute in Musterstadt und ist gelernter Stellmacher. Ihre Mutter, geboren am 27.07.1883, war gelernte Schneiderin. Sie übte ihren Beruf bis zum 36. Lebensjahr aus, danach war sie Hausfrau. Ihr Vater wurde am 07.11.1879 geboren und hat   bis 1956 den erlernten Beruf als Stellmachermeister (baut Räder für Kutschen) ausgeübt. Die Familie ist evangelisch und Frau M. ist kein großer Kirchengänger. Frau M. kam mit 6 Jahren 1928 in die Volksschule und besuchte diese 8 Jahre. Mit 12 Jahre wurde Frau M. konfirmiert. 1937 wurde der Bruder von Frau M. zum Militär eingezogen, sie war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt.

Frau M. brauchte nicht in den Arbeitsdienst, sie war zu Hause und half bei der Landwirtschaft. Vor dem Krieg hat sie ihre Lehre als Schneiderin begonnen. Frau M. war zweimal verheiratet. Mit dem ersten Ehemann ist Frau M. groß geworden und hat ihn mit 22 Jahren geheiratet. 1945 ist Frau M. mit der Familie nach Schwerin zum Cousin in die Kirche geflüchtet. Der Cousin hat ein Schild an die Kirchentür gehängt, wo darauf stand „Typhus“ und somit waren sie sicher. Im selben Jahr ist der Ehemann von Frau M. in Danzig gefallen.

Mit 30 Jahren 1952 hat Frau M. ihren zweiten Ehemann geheiratet, er kam 1950 aus der Gefangenschaft zurück. Im selben Jahr gebar sie ihre erste Tochter. 1955, mit 33 Jahren bekam sie ihre zweite Tochter und 1 Jahr später zogen sie nach Musterstadt. Als sie 38 Jahre alt war, verstarb ihr Vater mit 81 Jahren in Musterstadt und im gleichen Jahr gebar sie einen Sohn, der nur ½ Jahr alt wurde. Mit 49 Jahren hat ihre erste Tochter geheiratet und mit 51 Jahren wurde sie Großmutter von einer Enkeltochter. Ihre zweite Tochter heiratete, als Frau M. 52 Jahre alt war. 1976 verstarb ihre Mutter im Alter von 94 Jahren in Musterstadt. Frau M. hat ihre zweite Enkeltochter mit 60 Jahren bekommen, sie ist bei Ihr groß geworden. 1984 ist Frau M. zum dritten Mal Großmutter geworden, eines Enkelsohnes. Als Frau M. 70 Jahre alt war, ist ihr zweiter Ehemann an Brustkrebs verstorben.

Frau M. ist am 17.08.2004 ins Altenheim ******, in ein Einzelzimmer, eingezogen.

Informationssammlung anhand der AEDL’s

1. Kommunizieren

Frau M. hat keine Einschränkungen, kann gut hören und sehen, mithilfe einer Brille, unterhält sich gerne mit anderen Menschen.

2. Sich bewegen.

Bewohnerin hat eine recht seitige Hüftfraktur und somit eine Einschränkung beim Laufen. Im Zimmer nimmt sie eine Gehilfe zur Hilfe, weitere Wege mit dem Rollstuhl und in Begleitung, da die Belastbarkeit sehr eingeschränkt ist durch den Aortenklappenersatz.

3. Vitale Funktionen aufrechterhalten.

Durch den Aortenklappenersatz ist die Bewohnerin nicht stark belastbar. Sie hat Diabetes Mellitus und benötigt Medikamente und bekommt zuckerfreie Kost.

Frau M. ist Marcumar-Patient und benötigt Marcumar.

4. Sich pflegen.

Bewohnerin benötigt Hilfe bei der morgen- und abendlichen Versorgung, sie kann sich selbstständig Gesicht, Hände, Arme und Oberkörper waschen. Sie benötigt Hilfe beim Waschen des Rückens, des Genitalbereich, der Beine und Füße.

5. Essen und Trinken.

Frau M. wird zu allen Mahlzeiten in den Speisesaal gebracht und erhält zuckerfreie Kost. Sie hat einen guten Ernährungszustand und es sind keine Hilfsmittel erforderlich. Bewohnerin hat einen BMI von 28,6.

6. Ausscheiden

Sie geht regelmäßig und selbstständig zur Toilette, hat keine Urin und Stuhlinkontinenz und eine intakte Haut. Frau M. benötigt keine Hilfsmittel.

7. Sich kleiden.

Bewohnerin richtet und wählt selbstständig jahreszeitgerechte Kleidung aus. Benötigt Hilfe beim An- und Auskleiden durch das Pflegepersonal. Sie hat ein gepflegtes Aussehen und hat saubere und ordentliche Kleidung.

8. Ruhen und Schlafen.

Frau M. benötigt ein Schlafmittel, hat einen ruhigen Schlaf und einen normalen Schlaf- und Wachrhythmus.

9. Sich beschäftigen.

Bewohnerin hat gerne gestrickt und gehäkelt, sie schaut gerne fern und nimmt an Aktivitäten und Feiern teil, die im Hause stattfinden.

10. Sich als Mann / Frau fühlen und verhalten.

Frau M. bewohnt ein Einzelzimmer und hat ein normales Schamgefühl. Bewohnerin ist selbstbewusst und fühlt sich als Frau. Sie trägt gerne Kleider, Röcke und Blusen.

11. Für sichere Umgebung sorgen.

Sie ist orientiert zu Raum, Zeit, Ort und Situation. Bewohnerin kann Gefahren erkennen. Im Zimmer benötigt sie eine Gehilfe zum Laufen und für weitere Wege einen Rollstuhl.

12. Soziale Bereiche des Lebens sichern.

Bewohnerin hat einen guten Kontakt zu ihren Kindern, Pflegepersonal und anderen Bewohnern. Sie hat ein eigenes Telefon und ist sehr kontaktfreudig.

Frau M. ist gerne mit anderen Menschen zusammen.

13. Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen.

Frau M. ist sehr selbstbewusst und hat keine Angst. Sie kämpft gegen ihre Krankheit an und hat keine Angst vor dem Sterben.

Tatsächliche Selbstdefizit von Frau M. und unterstützende Maßnahmen

1. Kommunizieren

Sie hat sich gut und schnell in den Heimalltag integriert und fühlt sich wohl. Bewohnerin hat Kontakt zu anderen Heimbewohnern, Pflegepersonal und zu ihren Kindern. Frau M. ist nicht isoliert, hat ein eigenes Telefon. Kann gut sehen mit ihrer Brille.

Maßnahme:

Kontrolle der Augen durch den Augenarzt 2x im Jahr.

Bewohnerin in den Speisesaal oder auf eine andere Station begleiten, damit sie in Gesellschaft ist und ihren Kontakt festigen kann.

2. Sich bewegen.

Bewohnerin nimmt im Zimmer ihren Rollator, für weitere Wege den Rollstuhl.

Frau M. versucht so viel wie möglich selbst zu laufen, soweit es ihr möglich ist.

Maßnahme:

Kurze Wege mit der Bewohnerin laufen, 1-2x am Tag z. B. über den Flur gehen, durch das Pflegepersonal. Längere Wege nur mit Rollstuhl und Begleitung, z. B. zum Speisesaal.

3. Vitale Funktionen aufrechterhalten.

Frau M. ist durch ihre Vorerkrankung (Aortenklappenersatz) nicht stark belastbar. Durch Diabetes Mellitus Typ II ist eine Blutzuckerkontrolle erforderlich. Sie bekommt Medikamente, um den Blutdruck zu senken und ist Marcumar-Patientin. Die Bewohnerin hat eine normale Verdauung.

Maßnahme:

Durchführung einer Blutzuckerkontrolle 2x im Monat. Längere Wege mit dem Rollstuhl 3x täglich durch das Pflegepersonal. Bewohnerin erhält zuckerfreie Kost durch die Küche. Regelmäßige Gabe der blutdrucksenkenden Mittel, 1x am Tag, nach Verordnung des Arztes durch das Pflegepersonal. 1x im Monat oder bei Problemen RR-Kontrolle durch das Pflegepersonal. Verabreichung und Kontrolle der Marcumar Einnahme durch das Pflegepersonal. Blutabnahme alle 14 Tage durch den Hausarzt, zur Quickwert Kontrolle. 1x im Jahr zum Kardiologen zur Kontrolle der Aortenklappe.

4. Sich pflegen.

Bewohnerin benötigt teilweise Hilfe bei der morgendlichen Versorgung, sie kann sich selbstständig Gesicht, Hände, Arme und Oberkörper waschen. Sie benötigt Hilfe beim Waschen des Rückens, des Genitalbereich, der Beine und Füße. Die abendliche Versorgung erledigt sie selbstständig. Frau M. kann nicht selbstständig Fuß- und Nagelpflege durchführen, duschen oder baden, äußert ihre Wünsche und badet sehr gerne. Mund – und Prothesen pflege führt sie selbstständig durch, sowie Haare kämmen oder bürsten, geht regelmäßig zum Friseur im Hause.

Maßnahme:

1x tägliche Hilfen bei der Körperpflege und 1x pro Woche baden oder duschen durch das Pflegepersonal. Alle 6- 8 Wochen Fußnagelpflege durch eine Fußpflegerin. Nagelpflege durch das Pflegepersonal 2x im Monat und auf Wunsch. Alle 3- 4 Wochen Begleitung zum Friseur im Hause. 1x Jährlich zum Zahnarzt zwecks Prothesen-Kontrolle.

5. Essen und Trinken.

Frau M. wird zu allen Mahlzeiten in den Speisesaal gebracht, da sie gerne in Gesellschaft isst. Sie benötigt keine Hilfestellung, kann selbstständig essen und trinken.

Bewohnerin trinkt jeden Tag ihre Kanne Tee auf dem Zimmer und erreicht so eine Trinkmenge von ca. 2 Liter. Hat einen hervorragenden Ernährungszustand und bekommt die Kostform zuckerfrei. Bewohnerin hat einen BMI von 33.

Maßnahme:

Information an die Küche, zwecks zuckerfreier Kost und auf Vitamin K achten.

Täglich die Teekanne der Bewohnerin füllen oder andere bevorzugte Getränke anreichen durch das Pflegepersonal. Wegen des Übergewichtes kalorienarme Kost anbieten.

6. Ausscheiden

Bewohnerin hat keine Urin und Stuhlinkontinenz, sie geht selbstständig zur Toilette. Benötigt zur eigenen Sicherheit und zum Wohlbefinden kleine Einlagen.

Maßnahme:

Genügend Einlagen im Zimmer aufbewahren und 1x monatlich auffüllen durch das Pflegepersonal.

7. Sich kleiden.

Frau M benötigt morgens Hilfe beim An- und Auskleiden. Die Kleiderwahl trifft sie selbstständig und richtet sich selbst die Bekleidung.

Maßnahme:

Bewohnerin benötigt auf Wunsch 1x am Morgen Hilfe beim An- und Auskleiden durch das Pflegepersonal.

8. Ruhen und Schlafen.

Frau M. hat einen geregelten Wach- und Schlafrhythmus, benötigt zur Nacht ein Schlafmittel. Bewohnerin legt sich nach dem Mittagessen gerne hin, um ihre Beine hochzulegen und sich auszuruhen. Nächtliche Toilettengänge erledigt sie selbstständig.

Maßnahme:

Regelmäßige Einnahme des Schlafmittels, 1x täglich zur Nacht laut Verordnung des Arztes durch das Pflegepersonal.

9. Sich beschäftigen.

Bewohnerin nimmt gerne an Aktivitäten und Feiern, die im Haus stattfinden, teil.

Sie schaut gerne fern, hört Radio und liest täglich die Tageszeitung.

Sie kann sich selbstständig beschäftigen. Frau M. kann frühere Hobbys wie stricken und häkeln nicht mehr ausführen zwecks Vorerkrankung (Gicht).

Maßnahmen:

Veranstaltungen oder Aktivitäten durch das Pflegepersonal an Frau M. herantragen und zu den Veranstaltungen begleiten. 2x wöchentlich Bewohnerin durch das Pflegepersonal zur Beschäftigungstherapie begleiten.

10. Sich als Mann / Frau fühlen und verhalten.

Die Intimsphäre von Frau M. ist gewahrt und sie kann ihr Sexualleben ausleben, lebt ihn einem Einzelzimmer. Bewohnerin kann Gefühle zeigen.

11. Für sichere Umgebung sorgen.

Frau M. ist in allen Bereichen orientiert, kann dadurch Gefahren einschätzen und benutzt im Zimmer einen Rollator zur eigenen Sicherheit. Sie trägt festes Schuhwerk und ist nicht absturzgefährdet.

12. Soziale Bereiche des Lebens sichern.

Bewohnerin hat guten Kontakt zu ihren Angehörigen und eine Verwandte, die auch hier im Hause lebt. Sie ist mit ihrer neuen Umgebung / Wohnung zu Frieden. Frau M. kann auf Menschen zugehen, ist nicht isoliert und nicht depressiv.

Maßnahme:

Kontakt aufrechterhalten.

13. Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen.

Frau M. akzeptiert ihre Krankheit und kämpft dagegen an. Sie schöpft verbliebene Fähigkeiten aus und erhält Hilfe. Sie hat vertrauen, fühlt sich angenommen und nutzt Unterstützungsangebote.

Reflexion meines Praktikums

In meinem Praktikum im Altenheim ****** auf der Station 1 hat mir die Arbeit und der Umgang mit den alten Menschen sehr viel Freude bereitet. Da ich schon vorher im Altenheim tätig war, ist mir diese Arbeit nicht unbekannt.

Das Erlernte aus der Schule konnte ich oft anwenden, z. B. das Heben eines Bewohners vom Bett auf einen Stuhl oder beim Betten machen, habe ich sooft es möglich war rückenschonend gearbeitet. Ebenso konnte ich mein Wissen über die Dekubitus und Kontrakturprophylaxe einsetzen.

Durch die Mitarbeiter der Station wurde es mir ermöglicht, rasch einen guten Kontakt zu ihnen und den Bewohnern zu bekommen.

Die Zusammenarbeit war gut, da die Arbeit untereinander gerecht verteilt wurde. Man unterstützte einander und wenn Hilfe nötig war, bekam.

Man sie auch.

Vor Arbeitsbeginn wurden mir die Aufgaben und Tätigkeiten erklärt, gezeigt und dann unter Anleitung durchgeführt.

Etwa Grundpflege, baden oder duschen eines Bewohners, Mahlzeiten auf der Station vorbereiten und verteilen, Medikamente und Tropfen vor den Mahlzeiten vorbereiten, Bewohnern Essen anreichen und Betten respektive Nachtschränke desinfizieren.

Später durfte ich diese Arbeiten auch selbstständig durchführen.

Auf die Bedürfnisse der Bewohner bin ich so gut ich konnte und soweit es mir zeitlich möglich war eingegangen. Die Bewohner waren schon nach kurzer Zeit sehr zugänglich und vertrauten mir ihre Probleme sowie ihre Wünsche ohne Hemmungen und Ängste an. Man konnte an den Gesichtern und Augen hervorragend erkennen, dass sie sich freuten, wenn ich in ihre Zimmer kam.

Nach Beendigung des ersten Praktikums fragen die Bewohner/innen, wann ich wieder ins Heim komme und durch das Personal wurde mir erzählt, dass die Bewohner/innen mich vermissen.

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