Autor/in: Stefanie Obster

Validation

Erläutern Sie die Konzeption von N. Feil

Wer ist Naomi Feil?

Naomi Feil ist die Begründerin der Validations-Methode und geschäftsführende Direktorin des Validation Training Institute VTI, Inc., Cleveland/Ohio, USA.

In München geboren, musste sie schon mit vier Jahren mit ihren Eltern nach Amerika emigrieren. Diese Tatsache ist direkt verantwortlich für zwei ihrer unschätzbaren Eigenschaften: ihre eigene Multikulturalität, die sie befähigt, ihre Methode in verschiedenen Kulturkreisen zu praktizieren und zu lehren, und ihre im ganzen deutschsprachigen Europa bekannten Vorträge, die mitunter zweisprachig, amerikanisch und deutsch, in einem sind. Fügt man hinzu, dass sie eine erträumte Broadway-Karriere ganz in den Dienst der Verbreitung der Validations-Methode gestellt hat, wird verständlich, warum sie eine gesuchte Vortragende ist, die es versteht, andere von ihrem Konzept der einfühlenden Kommunikation mit sehr alten verwirrten Menschen zu begeistern.

Feil entwickelte 1963 Theorie d. Validation (Kommunikationsform u. Therapie), nachdem sie gemerkt hatte, dass ROT nur aggressiver macht, oder BW sich zurückziehen› nur negative Auswirkungen


Erkenntnis› Demente bleiben in ihrer eigenen Welt gefangen› Hilfe› Diese Welt annehmen, wertschätzen, validieren

Grundannahme:

Theorie d. Lebensphasen von Erikson› Säuglingsalter› Vertrauen lernen› über Verhalten der Bezugsperson› wird misstrauisch, wenn Bezugsperson unzuverlässig ist, › im Alter Demente beschuldigen andere bei Verlusten› Augen sind schlecht› aber Hausmeister hat schlechte Glühbirne installiert

Jugendliches Alter› Aufgabe: eigene Persönlichkeit bilden› wer nicht rebelliert› Gefahr sich immer anzupassen› im Alter› BW beklagen sich› kein Besuch› jammern› klammern

Mittlerem Alter› älter werden führt zu Verlusten und Krisen› wer nicht kontaktfähig ist, findet keinen neuen Partner, idealisiert verlorenen Partner› wer perfekt ist u. z. B. schlecht hört› lehnt Hörgerät ab› im Alter› BW d. berufliche Handlungen ständig wiederholen› Maler Streichbewegungen, Mutter wiegt Puppe …

Wenn Demente in einer oder mehreren Lebensphasen Aufgaben nicht bewältigt haben› gärende Gefühle sammeln sich übers Leben an› Gehirn explodiert› Multi Infarkt Demenz› Demenz› deshalb über 6 Phasen v. Erikson› 7 Phase müsste die Aufgabe des hohen Alters sein› Aufgabenbewältigung ›, um in Ruhe zu sterben

Demente› Mostfässer› Gefühlsdruck› Aufgabe d. Validation› Druckentlastung, beistehen, trösten d. Dementen

Ziel d. Validation› Dementen helfen bei Offenlegung d. Gefühle› wenn nicht offengelegt› gären sie stärker› rumoren› äußert sich durch aggressive Verhaltensweisen

Ausarbeitungsphasen:  

1. Phase› mangelhafte Orientierung ›.

Merkmale

Bekommen die Bedrohung z. B. Vergesslichkeit mit
› geistige Fähigkeiten intakt
› können lesen, schreiben

Psychische Merkmale: verleugnen Gefühle› benötigen dringend Möglichkeit Gefühle zu äußern› Technik d. Gesprächs› tun so, als ob alles in Ordnung ist, haben alles Wichtige bei sich, bei Gedächtnislücken › konfabulieren, Tendenz z. Horten (Bsp. Alles Wichtige in Handtasche) wollen Distanz, keine Berührungen.

2. Phase› Zeitverwirrtheit› Merkmale› zunehmende Demenz› äußere Wirklichkeit verschwimmt, sehen u. hören schlechter, werden vergesslicher,            Leben im Heim ist langweilig, PP keine Zeit› Rückzug in Vergangenheit› Vermischung v. Vergangenheit + Realität› Personen werden verkannt.

Körperlich› entspannt, Zugang zu Gefühlen› sind ansprechbar› tolerieren Berührungen

geistig› abstraktes Denken lässt nach, können noch singen

sprachlich› Abbau

3. Phase› sich wiederholende Bewegungen› Merkmale ›.

Fortschreitender Sprachzerfall› Wortfindungsstörungen …, kehren auf einen vorsprachlichen Zustand zurück› stellen sich über Bewegungen dar, wiederholen berufliche Handlungen, zunehmend komplett werdender Kontrollverlust, Persönlichkeitszerfall› frustriert› ärgert sich› schlägt zu› Kontrollverlust

4. Phase› vegetieren› Merkmale ›

Ziehen sich zurück, liegen, sitzen, mit geschlossenen Augen, fehlendes Körpergefühl› Embryostellung.

lt. Feil hat Validation positive Auswirkungen› Gesprächstechniken verzögern Abbau, ausagierende Verhaltensweisen werden schwächer, kommen nicht ins Vegetieren

Gesprächstechniken:

vor jeder Gesprächstechnik› zentrieren› eigene Gefühle u. Gedanken zurückstellen, zur Ruhe kommen, mit einigen Entspannungsübungen kann man sich besser auf d. BW einstellen

1. Phase(mangelnde Orientierung)› sachliche Fragen› darstellen, wer, was, wann, aber nie warum! Demente haben kein Bedürfnis, Gründe zu erfahren, nie direkt nach Gefühlen fragen.

Wiederholen› mit eigenen Worten gesagtes wiederholen, eventuell mit gleichem Tonfall› fühlt sich verstanden

Wann war es besonders schlimm oder besser› nach Extremen fragen, soll Geschichte lang und breit erzählen können› fühlt sich verstanden› nach Biografie fragen› wie war es früher› Problemlösung, bevorzugte Sinnesorgan erkennen u. ansprechen (jeder Mensch hat bevorzugtes Sinnesorgan, erzählen lassen, Biografie fragen …)

2. Phase (Zeitverwirrtheit)› berühren› Augenhöhe, Blickkontakt, teilnahmsvoll ansprechen lassen, sich berühren› nach Feil sollen bestimmte Berührungen bestimmte Gefühle hervorrufen (z. B. leicht kreisende Berührungen an d. Wange› erinnern Demente an Berührungen durch d. Mutter)

Validation› Druckentlastung› Trost u. Beistand        

Musikeinsatz› Lieder aus d. Biografie, bei Sprachzerfall mehrdeutige Wörter(Fürwörter wie er, sie, jemand … Oder Zahlen oder Verhältniswörter, wie nach oben, nach unten, hinein, hinaus) verwendet man in einem Gespräch als Platzhalter, wenn das, was der demente BW gesagt hat, scheinbar keinen Sinn ergibt

3. Phase: sich wiederholende Bewegungen› spiegeln= Handlungen nachzumachen› BW soll sich verstanden fühlen und sich öffnen. Das Verhalten mit einem Grundbedürfnis in Verbindung bringen, Musik einsetzen.

4. Phase (vegetieren)› berühren, anschauen, Einsatz von Musik,

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