Autor/in: Cordula



Urologische Pflege Seite 2

Harnableitung aus den Nieren (Nephrostomie, Nierenfistel)

Definition:

  • Anlegen einer Fistel durch das Nierenparenchym mittels Katheter, zur künstlichen Harnableitung aus dem Nierenbecken (z. B. bei einer Hydronephrose)

Indikation:

  • Abflussbehinderung in der Niere
  • Eine Nierenfistel wird vorübergehend oder dauerhaft angelegt

Man unterscheidet:

  • Operativ angelegte Fistel
  • Perkutane Fistel (unter Ultraschall oder Rö.- Kontrolle durchgeführte Punktionsfistel des Nierenbeckens über einen Führungsdraht)


Lage der Katheter spitze:

  • im Nierenbecken
  • Katheter wird (teilweise) geblockt, um ein Verrutschen zu vermeiden
  • Katheter wird sicher fixiert, um ein Verrutschen zu vermeiden
  • Ist ein Katheter herausgerutscht, muss er sofort neu gelegt werden.

Katheter wechsel

  • Alle 4 – 6 Wochen

Merke:

  • Das Nierenbecken fasst nur eine Menge von 3- 5 ml Flüssigkeit.
  • Der Katheter muss kontinuierlich den Harn ableiten.
  • Ein Harnrückstau muss unbedingt vermieden werden.

Pflegeschwerpunkte bei Kathetern aus den Harnleitern und Nieren (die über die Blase nach außen geleitet werden):

Pflegeschwerpunkte: Umgang mit inneren Splints
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten: Keine besonderen pflegerischen Maßnahmen zu beachten

Pflegeschwerpunkte: Umgang mit äußeren Splints:

Flüssigkeit
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten: Bilanzierung

Urin Beobachtung

Urether Katheter nie abklemmen

Pflegeschwerpunkte: Besonderheiten bei der Mobilisation, Bettposition und Katheter Sicherung
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten:

  • – Strenge Bettruhe
  • – Fixierung: Splint wird an d. Blasenkatheter befestigt, liegt nicht ein zusätzliche Blasenkatheter muss der Splint mit einer Sicherheitsnadel und Pflaster versehen werden.
  • Rückenlage: Kopfteil bis 30°
  • – Liegedauer: 2 Tage wegen d. Infektionsgefahr

Pflegeschwerpunkte: Maßnahmen bei Harnverhalt
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten:

  • – Arzt-Info
  • – ggf. Sono, Rö., KM-Ablauf
  • – Katheter darf nicht abknicken, Überprüfung
  • – der Fixierung (evtl. zu fest fixiert?)
  • – darf nach AO mit geringer Flüssigkeitsmenge (0,5 – 2ml) gespült werden

Pflegeschwerpunkte: Infektionsprophylaxe
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten:

  • – auf Durchgängigkeit achten
  • – Antibiotika-Therapie
  • – hygienische Kö.- Pflege (Patient-Info: Wie und
  • – Warum, oder PP übernimmt die Kö.- Pflege)
  • – Katheter pflege nach Standard
  • – ausreichend Flüssigkeitszufuhr

Pflegeschwerpunkte: Höhe des Urin-Beutels
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten: – unter Blasenniveau

 Pflegeschwerpunkte bei Nephrostomien (Nierenfistel)

Pflegeschwerpunkte: Urinausscheidung
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten:

  • – Bilanzierung
  • – Urin Beobachtung (z. B. auf Blut)
  • – Bei Veränderungen Arzt-Info (Bsp. Aufhören d. Harnausscheidung.
  • – auf ungehinderten Abfluss achten

Pflegeschwerpunkte: Trinken (Flüssigkeit)
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten:

  • – auf Trinkmenge achten (3 – 5l)
  • – Invasionsprogramm kontrollieren/bilanzieren (AO) zum Auffangen der Trinkmenge

Pflegeschwerpunkte: Infektionsprophylaxe

und Erkennen einer

Infektion
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten:

  • – regelmäßig Beobachtung d. Punktionsstelle
  • – auf ungehinderten Abfluss achten = keine Schlaufen und Knicke
  • – 2 x tgl. Oder bei Bedarf VW (steril nach Standard)
  • – Vitalzeichen und Antibiotika
  • – auf Infektionszeichen achten

Pflegeschwerpunkte: Verband
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten:

  • – VW 2x tgl. Und b. Bedarf.
  • – gleichzeitige Wund- und Hautbeobachtung
  • – Rasur
  • – Nierenfistel in S-Form Richtung Bauchnabel legen
  • – bei Herausrutschen der Fistel Doc-Info
  • – Haltefäden an der Haut, später Gummiplatten
  • – Sicherheitsnadel und Heftpflasterstreifen

Pflegeschwerpunkte: Umgang mit dem Auffangbeutel und dem Katheter
Pflegerische Maßnahmen, Besonderheiten:

  • – bei Verlegung mit 3- 5 ml NaCl spülen (AO)
  • – bei Herausrutschen des NFK aus der Befestigung muss sofort ein
  • – neuer Katheter eingelegt werden → Wunde schließt sich sehr
  • – schnell
  • – auf ungehinderten Abfluss achten
  • – unter Patient-Niveau aufhängen
  • – wird auf der Ausgangsseite aufgehängt
  • – PATIENT HAT BETTRUHE!—-

Pflege eines Patienten mit einem Urostoma

Definition:

  • Ein Urostoma ist die operative Eröffnung eines Hohlorgans zur Ableitung von Harn, wenn eine physiologische Entleerung nicht möglich ist.
  • Das Urostoma ist eine künstliche Fistel zwischen Harnwegen und Hautoberfläche zum Urin ableiten.

Indikationen:

  • Blasenkarzinom
  • Tumoren in Nachbarorganen (z. B. Gebärmutter)
  • Fehlbildungen
  • nach Strahlenschäden

Welche Harnableitungen und Urostomien gibt es?

Instrumentelle Harnableitungen:

  • Katheter (Blasenkatheter)
  • Nephrostomie (Nierenfistel)
  • Suprapubische Katheter

Urostomien:

  • Inkontinente Urostomien
  • Kontinente Urostomien

Präoperative Vorbereitung

  • Rasur nach Standard
  • Allgemeine OP-Vorbereitungen
  • Abführmaßnahmen mittels Klistier am Vorabend reicht meist aus (oder nach AO)
  • Kann die intraoperative Darmeröffnung nicht ausgeschlossen werden, ist eine längere Nahrungskarenz notwendig

Bei einer Urostoma – Anlage:

  • Kost Abbau
  • Orthograde Darmspülung

Ziel bei der Urostoma-Pflege:

  • Absolute Dichtigkeit
  • Sicherer Geruchsschutz
  • Hohe Hautfreundlichkeit

Reinigung eines Urostomas

  • Von außen nach innen
  • Wasser mit pH-neutraler Seife verwenden
  • Seifenreste mit einer Wassergetränkten Kompresse gut entfernen (keine Waschlappen oder Schwämme benutzen → Nistplatz für Keime)
  • Haut gut trocknen
  • Keine Anwendung von Benzin, Äther, Alkohol → zerstört den Säureschutzmantel der Haut
  • Achtung: manche Reinigungsmittel enthalten Alkohol → trocknet die Haut aus

Wie sehen Hautirritationen aus?

  • Leicht gerötete Haut
  • Nässende Flächen
  • Brennende, schmerzende Stellen

Wodurch kann es zu Hautirritationen kommen?

  • Die Öffnung der Hautschutzplatte ist zu groß
  • Zu häufiges Wechseln der Versorgung
  • Falsche Reinigungsmittel
  • Falten oder Narben → Undichtigkeit
  • Allergie gegen die Materialien
  • Fehlende Rasur

Warum muss die Haut trocken rasiert werden?

  • Durch das Abnehmen der Platte können Härchen ausgerissen werden → Gefahr der Haarbalg Entzündungen
  • Verletzungsgefahr durch die Nassrasur

Warum muss ich das Aussehen des Stoma beobachten?

  • Die Schleimhaut sollte die gleiche Farbe wie die Mundschleimhaut haben
  • Bei Veränderungen muss sofort der Arzt benachrichtigt werden
  • Gefahr der Ödembildung
  • Bläuliche Verfärbungen

Wodurch kann es zu Harnwegsinfektionen kommen?

  • Mangelnde Hygiene
  • Rückfluss des Urins (normalerweise gibt es eine Rückflusssperre)

Besteht eine Schwerbehinderung, wo stellt man den Antrag?

  • 50 – 80 %
  • beim Versorgungsamt

Harnableitung bei einem Urostoma

ATL: Kommunizieren

Problem/Ressourcen:

  • Patient hat Ängste, seine
  • Probleme, Fragen und Bedürfnisse zu äußern

Ziel:

  • Patient kann seine Probleme, Fragen äußern

Maßnahme:

  • Aufklärung der Patient und der Angehörigen
  • Selbsthilfegruppen
  • Gespräche anbieten
  • Broschüren
  • Anleiten der Stoma pflege

ATL: Sich bewegen

Problem/Ressourcen:

Patient ist in der Bewegung eingeschränkt

  • – verändertes Körperbild
  • – Angst
  • – ggf. Schmerzen post OP

Ziel: Patient ist mit dem Urostoma frei beweglich
Maßnahme:

  • Physiotherapie
  • Patient-Info
  • Kinästhetische Anleitung
  • Patient mit anderen Patienten zusammen legen
  • Anbringen des Stomabeutels mit d. Spiegel
  • Analgetika nach AO (post-OP)

ATL: Waschen und

Kleiden
Problem/Ressourcen: Patient fühlt sich nicht gesellschaftsfähig

durch den veränderten

Körper
Ziel:

  • Patient ist gesellschaftsfähig
  • Patient fühlt sich sauber

Maßnahme:

  • richtiger Umgang mit d. Urostoma
  • Stomatherapeuten
  • Broschüren
  • keine einengende
  • Kleidung
  • Patient darf duschen oder baden

ATL: sich als Mann/

Frau fühlen
Problem/Ressourcen: Patient fühlt sich unattraktiv→> Lustblockaden in der Partnerschaft
Ziel: Der Patient ist bereit, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen
Maßnahme:

  • angemessene Kleidung
  • Kataloge für Kleidung
  • Partner mit in die Aufklärung integrieren

ATL: Sinn finden
Problem/Ressourcen:

  • Patient hat keinen Lebenssinn, er fühlt sich ausgeschlossen

Ziel:

  • Patient hat Interesse am Leben, er ist integriert

Maßnahme:

  • Selbsthilfegruppen
  • Familie integrieren

ATL: Arbeiten und spielen

Problem/Ressourcen:

  • Patient hat berufliche Sorgen
  • Einschränkungen in Beruf, Freizeit und Sport
  • Patient darf kein Gewicht heben

Ziel:

  • Patient kann mit der Situation umgehen
  • Patient kann u.U. seinen Beruf weiter ausführen

Maßnahme:

  • gute Prä-operative Aufklärung
  • evtl. Umschulung
  • geeignete Sportarten aussuchen

ATL: Ruhen und Schlafen

Problem/Ressourcen:

Ablaufsystem stört beim Liegen → Patient schläft nicht

Ziel:

  • Der Patient ist durch die Nachtruhe erholt.

Maßnahme: Lagerung des Patienten

Polsterung mit Kissen

ATL: Regulieren der Kö.- Temperatur
Problem/Ressourcen:
  • – Infektionsgefahr
  • – Gestörte Nierenfunktion

Ziel:

  • Normaler Urinabfluss
  • Intakte Nierenfunktion
Maßnahme:
  • regelmäßiger, hygienische Wechsel
  • Abflussbeobachtung
  • Urin Beobachtung
  • 2- 3 l Flüssigkeitszufuhr (Ziel: 2l Ausscheidung)
  • Vitalzeichen Kontrolle

ATL: Ausscheiden
Problem/Ressourcen:

Stenose Gefahr durch:

  • – post-OP-Schwellung
  • – Zunahme des Körpergewichtes
  • – narbig abgeheilte
  • Hautentzündung

Ziel:

  • normaler Urinabfluss
  • intakte Nierenfunktion
Maßnahme:
  • quantitative und qualitative Urin Beobachtung
  • regelm. Laborkontrolle
  • Bilanzierung
  • KBO (Kö.- Gewicht, Schmerzen)
  • auf pH-Wert < 6,5
  • achten

ATL: Für Sicherheit sorgen
Problem/Ressourcen:

  • – Patient kann sich nicht alleine versorgen
  • – Stomaplatte löst sich häufig
  • – Hautirritationen

Ziel:

  • – Patient kann sich alleine versorgen
  • – d. Stomaplatte hält 2–3 Tage
  • – guter Sitz, der Stomaplatte
  • – intakte Haut

Maßnahme:

  • Informationen Stomatherapeut
  • Anleitung auch vom PP
  • Hilfe nach Notwendigkeit
  • Wechsel der Platte mit Haftgelatine (anwärmen)
  • Größe d. Plattenloches
  • Waschen mit pH-neutraler Seife
  • Hautbeobachtung

Prostatahypertrophie

Anatomie und Physiologie sowie komplettes Krankheitsbild siehe Skript Dr. Jungklaus und Cordis Skript

Symptome:

  • Miktion-Störungen
  • Verzögerter Miktionsbeginn
  • Verminderter Harnstrahl
  • Längere Zeit des Wasserlassens
  • Nachträufeln
  • Ständig vermehrter Harndrang (auch nachts)
  • Restharnbildung → Infektionsgefahr
  • Evtl. akuter Harnverhalt (in jedem Stadium möglich)

Verlauf:

Vermehrte Beanspruchung der Blasenmuskulatur

  • Verdickung der Blasenmuskulatur
  • Dadurch wird die Blase nicht mehr vollständig geleert →Restharnbildung
  • Durch die Restharnbildung entsteht die Gefahr einer aufsteigenden Infektion
  • Gefahr der Niereninfektion, -stau oder -versagen

Vorsorgeuntersuchung:

  • Ab dem 45. Lebensjahr

Therapie:

Je nach Stadium: TUR-P mit Einlage eines Katheters in die Prostataloge und ein Katheter Ballon in die Blase

Ballonkatheter in der Prostataloge:

  • Nach der Prostata Entfernung entsteht eine innere Wundhöhle (Prostataloge), die in der Regel mit dem Blockballone eines sogenannten Tamponadenkatheters komprimiert wird
  • Da es trotz dieser Komprimierung aus der Wundhöhle nachbluten kann, wird die Blase kontinuierlich gespült
  • Somit wird mögliches Blut sofort verdünnt, dass es nicht gerinnen kann und es zu keiner Koagel Bildung kommt
  • Der Spülkatheter respektive die gesamte Blase können durch Blutkoagel verstopfen (Blasentamponade)
  • Dadurch wird die Blase überdehnt → der Patient spürt einen fast unerträglichen Blasen druck → das Wundgebiet wird weiter ausgedehnt, es kommt zu weiteren Nachblutungen und zu einem schmerzhaften Rückstau in die Nieren
  • Die Spülflüssigkeit kann auch über einen SPK angeschlossen werden
  • Tropfgeschwindigkeit so einstellen, dass der Urin rosa- oder Fleischwasser Farben ist
  • Körperwarme Lösungen verwenden, um ein Auskühlen des Patienten zu verhindern
  • Bei Zunahme der Blutung Arzt-Info (Blockungsvolumen d. Katheters erhöhen
  • Der Katheter kann zusätzlich mit einem Gewicht von ca. 200 – 500 g unter Zug (mithilfe einer Extensions-Vorrichtung am Katheter ende) gesetzt werden, wenn die Blutung trotz max. Spülung und Katheter Blockung nicht zum Stehen kommt. Dadurch wird der Kompressionsdruck im Wundgebiet verstärkt.
  • Patient hat Bettruhe (nach AO)
  • Koagel, die nicht durch den Tamponadenkatheter passen, müssen manuell vom Arzt ausgespült werden. (sterile Blasenspülung vorbereiten, mit 50-100ml Spüllösung, zügige Installation, um die Koagel zunächst aus d. Katheter in die Blase zurückzutransportieren und anschließend zügige Aspiration, um sie aus Blase und Katheter zu entfernen)

Nierenfunktion

  • Regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion
  • Die Blutung, Gefahr, Kreislaufverhältnisse und Laufgeschwindigkeit der Spüllösung bestimmen das Zeitintervall der Kontrolle der Flüssigkeit (=Urin und Spüllösung), die aus der Blase wieder herausläuft
  • Ein- und Ausfuhrkontrollen

       Katheter Ballon in der Blase

  • Der transurethrale Blasenkatheter dient nicht nur der Urin-Ableitung, sondern auch zur Schienung der Wundnaht zwischen Urethra und Blasenhals
  • Zur Entlastung der Anastomose kann er zusätzlich unter Zug gesetzt werden
  • Da die Zugkräfte auf den Blasenboden wirken, unterstützen sie die notwendigen Heilungsvorgänge um die ehemalige Prostataloge herum
  • Weitere Unterstützung kann erreicht werden, indem der Patient die Beine leicht anwinkelt

       Katheter Entfernung

  • wenn die Nachblutung steht
  • wenn das Blockungsvolumen bis auf ca. 10ml reduziert werden konnte

•  nach dem Entblocken verbleiben Wulstbildungen und Falten an der zuvor max. gedehnten Ballonmembran, sie reiben an der Harnröhrenschleimhaut → durch eine Restfüllung von ca. 1ml Blockflüssigkeit sind die Falten nicht mehr so unelastisch, die Entfernung a-traumatischer, reibungsarmer und schmerzfreier

Unterstützung bei den ATL’s

Mann sein:

  • Unsicherheiten in Bezug auf Intimität und Geschlechtsverkehr
  • Auseinandersetzung mit der retrograden Ejakulation
  • Durch die mögliche Einnahme von Hormonpräparaten kann es zur Gynäkomastie und zum Libidoverlust kommen

Maßnahmen:

  • Gesprächsbereitschaft zeigen
  • Gespräche mit dem Arzt anbieten
  • Patient versichern, dass die Richtungsumkehr des Samenflusses bei der Ejakulation keine Beeinträchtigung seiner Potenz oder des Orgasmus nach sich zieht → es unterbleibt lediglich der Samenerguss, der fließt in die Harnblase
  • Selbsthilfegruppen

Für Sicherheit sorgen:

  • Nachblutungen machen dem Patienten und den Angehörigen Angst
  • Patient hat in Bezug auf den Geschlechtsverkehr mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen, er wird evtl. Masturbation versuche mit noch liegendem Tamponadenkatheter unternehmen

Maßnahmen:

  • Patient und Angehörige über die Färbe Kraft des Blutes informieren, um ihnen die Angst zu nehmen
  • Patient während seines Masturbation Versuches nicht beobachten
  • Bei 100%iger Sicherheit (Spermaflecken in der Bettwäsche, leichte Harnröhren Mündung-Blutungen) Patient-Info, dass die Manipulation die Wundheilung beeinträchtigt und es zur Nachblutung aus dem Wundgebiet und größeren Harnröhrenverletzungen kommen kann

Vor der Entlassung

  • Durch mögliche Blasenschließmuskelverletzungen als Komplikation kann es zur Inkontinenz kommen
  • Vor der Entlassung wird nochmals ein Uroflow mit anschließender Restharnbestimmung durchgeführt (Werte sollten 100 ml nicht überschreiten)
  • Wird der Wert überschritten, muss erneut Prostatagewebe entnommen werden
  • Patient-Info über die Untersuchung
  • Auf Ängste des Patienten eingehen
  • Über Ablauf der Untersuchung informieren
  • Patient sollte während der Untersuchung entspannte Sitzposition einnehmen, gefüllte Blase haben ohne unangenehmen Harndrang zu haben, geleertes Rektum
  • Weitere Betreuungsangaben an die Ausprägung der einzelnen körperlichen Funktionsstörungen und an die Bedürfnisse des Patienten anpassen
  • Schmerzen, Atmung, Körperpflege, Mobilisation, zu und Ableitungen (Wunddrainagen, Venenkatheter) erhöhte Aufmerksamkeit schenken

Beratung zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit zu Hause

  • Wundheilungsvorgänge erst nach 6- 8 Wochen abgeschlossen
  • Patient-Info über die Ziele der Ruhigstellung des inneren Wundgebietes
  • Körperliche Belastungen können Nachblutungen auslösen:
  • Starke Erschütterungenz. B. durch Reiten, Dauerlauf, Arbeiten mit dem Presslufthammer, Trecker fahren.
  • Temperaturschwankungen: Sauna, Wechselbäder
  • Muskelanspannungen: (hier insbesondere Blasenhals und Harnröhre) durch eine Erektion respektive Ejakulation
  • Abdomineller Pressdruck zur Darmentleerung
  • Patient-Info, dass bis zur vollständigen Wundheilung dysurische Beschwerden normal sein können
  • Patient-Ratgeber mitgeben und auf Selbsthilfegruppen verweisen
  • Verlaufskontrollen empfehlen
  • Bei Kinderwunsch des Patienten kann eine Samenaufbereitung hingewiesen werden

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