Autor/in: Cordula

Pflege bei HERZ-KREISLAUF ERKRANKUNGEN Seite 2

Prähospital:

  • bei kardiogenem Schock OK hoch, Beine tief lagern, um Lungenödem vorzubeugen und Herz zu entlasten
  • O2-Zufuhr 2-4l/min
  • Nitrate (Nitrolingualspray) um Herz zu entlasten, nur wenn RR systolisch über 100 mmHg ist
  • Heparin: 5000 ie Bolus und Ass 250 – 500 mg i.V.
  • Analgesie (z. B.. Morphin) und Sedierung (z. B.: Diazepam 5-10 mg i.V.)
  • Prophylaxe von Herzrhythmus Störungen durch Gabe von ?-Blockern (wenn keine Herzinsuffizienz vorliegt)
  • sofortiger Transport mit Arztbegleitung zum Akutkrankenhaus

Intensivstation:
Ziel: Begrenzung der Infarkt-Größe + Verhinderung von Infarkt Komplikationen

  • Absolute körperliche Schonung? Entlastung der Herzkreislaufsituation, EKG und hämodynamisches Monitoring.
  • Nitrat Perfusor (meist 1–4 mg/h), ggf. zusätzlich CA-Antagonisten. ?- Blocker senken Frühletalität; ACE Hemmer
  • Sedierung zur Beruhigung, Abschirmung (Diazepam)
  • Analgetika (Morphium)
  • O2-Inhalation
  • Temperaturkontrolle alle 4–6 Stunden
  • ZVD 6 stündlich
  • Auf Symptome des kardiogenen Schocks achten (Rasseln, Brodeln beim Atmen, motorische Unruhe, Somnolenz, Koma, kalt schweißige/blasse Haut)
  • Stressfaktoren ausschalten
  • Rhythmusstörungen therapieren
  • Thrombolyse (wenn Beginn des Infarkt-Ereignisses nicht länger als 6–12 Stunden zurückliegt? Nach Buch)
  • Revaskulierung Maßnahmen so weit Verfassung erlaubt

1. Perkutane Transluminale Coronare Angioplastie im Rahmen einer Korangiografie, aber Restenosierungen regelmäßig (Ballonkatheter, Stentimplatation)
2. Bypass – OP (ACVB;IMA)
3. Transmyokardiale Laserrevalskularisation
4. Herztransplantation Zur Lysetherapie
nur in den ersten 4–6 Stunden nach HI (? Nach Jakobs)
Lokale Lyse: direkt bei Coro am Herzen 70 % Erfolgsrate
Systemisch: i.V. Gabe von Medi´s 90% Erfolgsrate
Substanzen: Streptokinase, Urokinase, RTPA

Komplikationen:

  • Erhöhte Blutungsneigungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Embolien
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Temperaturerhöhung

Spätkomplikationen:

  • Frische OPs
  • Gerinnungsstörungen
  • Patienten mit Blutungen
  • frische i.m Injektionen

Absolute Kontraindikationen:

  • frische OPs
  • Gerinnungsstörungen
  • Patienten mit Blutungen
  • Frische i.M. Injektionen
  • Thrombozytopenie (< 80 000 / ?l)
  • Innere Blutung, Schlaganfall, Hirnblutung/ OP < 6Wochen
  • Aortendissektion
  • Großer chirug. Eingriff, Trauma, Geburt < 10 d
  • Zerebraler Tumor
  • Intrazerebrales Aneurysma
  • Nekrot. Pankreatitis

Bypässe: Aortokoronarer Bypass; mammaria Bypass

Normalstation:

  • Mobilisation
  • Rehabilitation

Frühmobilisation nach Stufenplan, nach Akutkrankenhaus Verlegung in AHB
– Auf Symptome des kardiogenen Schocks achten (Rasseln, Brodeln beim Atmen, motorische Unruhe, Somnolenz, Koma, kalt schweißige/blasse Haut)
– Stressfaktoren ausschalten.

Arbeitsblatt: Mobilisation nach HI; Mobilisationsplan

Alltag:
Sekundärprevention

Frühkomplikationen.:
1) Herzrhythmusstörungen
2) Herzinsuffizienz
3) Herzwandaneurysma / Myocardruptur

Spätkomplikationen:
1) chron Herzinsuffizienz
2) Herzrhythmusstörungen
3) Arterielle Hypertonie
4) Re-Infarkt

Medikamentöse Langzeittherapie (aus Buch):
1. Acetylsalicylsäure: Thromocyten aggregationshemmer Dosis: 100 mg/d
2. Betablocker: ohne intrinsische symptomatische Aktivität
3. ACE-Hemer und Angiotensin-II Blocker: zur Verbesserung des Remodeling Prozesses des Ventrikels und zur Reduzierung des Ventrikelvolumens
4. Vitamin E: senkt das Risiko für Herzinfarkte Dosis: 400 mg/d
5. Antikoagulation: nur indiziert bei schlechter Ventrikelfunktion und oder Thrombem im Bereich der Ventrikel
6. Diuretika: bei manifester Herzinsuffizienz zur Kompensation von Wasser und Natriumretention
7. Nitrate zur symptomatischen Therapie einer Postinfarkt-Angina
8. Antiarrhytmika: routinemäßig nicht nach Infarkt indiziert; durch proarrhytmische Effekte evtl Verschlechterung der Prognose
9. Cholesterinsynthesehemmer: z. B.: Pravasin (Pravastatin), Mevonacor, Sortis (Atorvastin), Lipobay zur Senkung des LDL-Cholesterins unter 100 mg/dl; Minderung der Gesamtmortalität bei KHK Patienten und Postinfarktpatienten unter 30 %

Pflegerische Maßnahmen:
1. Beobachtung und Doku des Befindens
2. Vitalzeichen Überwachung
3. Überwachung der medikamentösen Therapie
4. Bilanzierung
5. Bettruhe nach Anordnung
6. Hilfe bei der Körperpflege
7. Prophylaxen (wichtig Obstipation + Thrombosepro)
8. Ernährung: leichte Kost
9. Auf Ausscheidungen achten
10. Psychische Entlastung
11. Atemgymnastik, Mobilisation über ca. 2 Wochen, Schulung des Patienten, Risikofaktoren ausschalten

Arbeitsblatt: Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Mobilisation nach Herzinfarkt + Regeln

Herzinsuffizienz

Definition: verminderte körperliche Belastbarkeit aufgrund einer ventrikulären Funktionsstörung

Unfähigkeit den Blutauswurf. Den in Ruhe (Ruheinsuffizienz) oder bei Belastung (Belastungsinsuffizienz) für den Stoffwechsel respektive den Energiebedarf der Organe und Körpergewebe erforderlichen Blutauswurf aufzubringen („Vorwärtsversagen“) respektive den venösen Rückfluss aufzunehmen („Rückwärtsversagen“)

Stellt keine eigenständige Krankheit dar!

Formen:
a) Örtlichkeit

  • Linksherzinsuffizienz
  • Rechtsherzinsuffizienz
  • Globalinsuffizienz

b) zeitlicher Verlauf

  • akute Herzinsuffizienz:
    Entwicklung in Stunden bis Tagen, symptomatisch durch den abrupten Abfall des Herzminutenvolumens
  • chronische Herzinsuffizienz.
    Entwicklung oft über Monate bis Jahre, die kompensiert oder dekompensiert sein kann

Ursachen einer chron. Herzinsuffizienz

  • KHK
  • Hypertonie (chronisch)
  • Herzklappenfehler (Spätstadium)
  • Dilatative Kardiomyopathie
  • Z. n. Peri-/Myokarditis
  • Z. n. konstruktiver Perikarditis
  • Herzrhythmusstörungen
  • Pulmonale Hypertonie
  • Hypovolämie
  • Schwere Anämie
  • Große Arteriovenöse Fisteln
  • Thyreotoxische Krise

Ursachen einer akuten Herzinsuffizienz

  • akute Ischämie des Myokards
  • Myokardinfarkt
  • Myokarditis
  • Hochdruckkrise
  • Perikardtamponade
  • Lungenembolie
  • Herzrhythmusstörungen
  • Intoxikationen
  • Medikamente

Komplikationen:
1) Herzrhythmusstörungen und plötzlich Herztod
2) Lungenödem
3) Thrombosen
4) Kardiogener Schock

Einteilung nach New York Heart Association:

Stadium 1: keine Symptome? Keine Einschränkung der körperlichen Aktivität
Stadium 2: Beschwerden bei starker körperlicher Belastung? Leichte Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit
Stadium 3: Beschwerden bereits bei leichter körperlicher Belastung? deutliche Einschränkung
Stadium 4: Beschwerden in Ruhe (kardiale Dekompensation und Bettlägerigkeit) ? hochgradige Einschränkung der Leistungsfähigkeit

Symptome:

Rechtsherzinsuffizienz

Halsvenenstauung

Stauungsleber
Stauungsmagen
Stauungsniere
Ödeme, Anarsaka
Aszites

Klinische Symptome

Druckgefühl im Oberbauch
Übelkeit, Erbrechen
Proteinurie
Nykturie
Gespannter Leib
Pleuraerguss
Dyspnoe

Linksherzinsuffizienz

Lungenstauung

(„Rückwärtsversagen“
„Vorwärtsversagen“

Klinische Symptome

Belastungsdyspnoe
Ruhedyspnoe
Orthopnoe
Asthma cardiale
Lungenödem
Zyanose
Hypotonie
ausgeprägteste Form? Kardiogener Schock.

Bei der globalen Herzinsuffizienz bestehen die Symptome einer Rechts- / oder Linksherzinsuffizienz!

Diagnose:

  • Anamnese: Vorerkrankungen
  • Klinik: Blässe, Zyanose, dritter Herzton, Ödeme, Aszites
  • Echo: Ventrikelgröße und –Funktion
  • Röntgen-Thorax: Herzvergrößerung, Randwinkelergüsse, Klappenverkalkungen
  • Rechts-/Linksherzkatheter: Bestimmung der Drücke und O2-Sättigung im großen und kleinen Kreislauf
  • EKG: ST-Änderung bei myokardialer Ischämie, Vorhofflimmer mit tachykardialer Überleitung bei Schilddrüsenerkrankungen…
  • Labordiagnostik: BGA, Blutbild, Serumelektrolyte, Serumkreatinin + TSH-Bestimmung liefern nur unspezifische Hinweise
  • Sprio-Ergometrie: max. O2-Aufnahme des Herzens unter Belastung wird bestimmt
  • PET (Nuk Sache?)

Arbeitsblatt: Ursachen der Herzinsuffizienz, chronische Herzinsuffizienz, Lungenödem, Stoffaustausch

Kompensationsmechanismen (bin ich mir nicht sicher mit mangels Nachschlagemöglichkeit)

1) neuroendokrinologische Mechanismen (Katecholamine)
Sympathicus bewirkt Ausschüttung von RAAS und ADH Flüssigkeitsausscheidung

2) Herzhypertrophie.
Akut› Dilatation (Herzmuskelzellen „rücken“ auseinander, Muskel wird größer bei gleichbleibender Anzahl an Zellen› Fiederung)
Chronisch› konzentrische Muskelverdickung (gleichmäßig)
Exzentrische Muskelverdickung (nur eine Seite verdickt)

Therapie:
Behandlungsziele sind:
a) Entlastung des Herzens
b) Stärkung der Kontraktionskraft des Herzmuskels
c) Elimination auslösender/unterhaltender Faktoren

Kausaltherapie (Therapie der Ursache):

  • Einstellung der Hypertonie
  • Therapie der KHK
  • der Myokarditis, Kardiomyopathie
  • der Herzrhythmusstörungen, gegebenenfalls. Schrittmacher Implantation.
  • operative Korrektur von Klappenvitien, einer konstruktiven Perikarditis, Revaskulierungs-maßnahmen

Symptomatische Therapie:

  • Allgemeine Maßnahmen; körperl. Und seelische Entlastung, vorsichtiges Ausdauertraining, Gewichtsnormalisierung, Thromboseprophylaxe, kochsalzarme, Kalium- und Magnesiumreiche Ernährung, Stuhlregulation, Flüssigkeitsbilanzierung.
  • Medikamentöse Therapie:
    a) Entlastung des Herzens (ACE Hemmer, Nitrate (Vor- und nach Lastsenkung) und Diuretika
    b) Steigerung der Kontraktionskraft durch positiv inotrope Medi´s wie Digitalispräparate
    Betarezeptoragonisten wie z. B. Dobutamin und Dopamin und Phosphodieesterasehemmer bei akuter Herzinsuffizienz
    c) Rhythmisierung und Frequenznormalisierung durch Gabe von Digitalispräparate, Antiarrhytmika oder Schrittmacher, Implantation
    Durch ACE Hemmer und ß-Blocker wird das Herz vor kardiodepressiven neuroendokrinen Einwirkungen geschützt
  • letzte Maßnahme: Herztransplantation

Pflegerische Ziele und Maßnahmen:

Ziele:

  • Linderung der Atemnot
  • Unterstützung bei körperlicher Tätigkeiten
  • Notsituationen beherrschen
  • Angst nehmen, Schmerzen linder
  • Überwindung von lebensbedrohlichen Situationen
  • Vitalzeichen Kontrolle, dadurch Früherkennung von Rhythmusstörungen, Blutungen etc.
  • Remobilisierung

Maßnahmen:

  • Oberkörper hochlagern
  • Beine tief lagern, Verminderung der Vorlast
  • Bettruhe nach AO, keine körperlichen Anstrengungen
  • Prophylaxen
  • Hilfe bei Körperpflege, gegebenenfalls. Bei Nahrungsaufnahme.
  • Gewichtskontrolle!
  • Flüssigkeitsbilanzierung
  • Überwachung der medikamentösen Therapie
  • Darmtätigkeit anregen
  • ATS nur nach AO, Beine nicht wickeln!
  • Überwachung der Vitalzeichen(Puls, Blutdruck, Atmung, ZVD)
  • Hautbeobachtung
  • Schlafregulierung (Nykturie, Dyspnoe)
Pflege bei Herz Kreislauf Erkrankungen
Weitere Quellen zu richtige Pflege bei Herz Kreislauf Erkrankungen

Pflege bei Herzinsuffizienz
Pflegerische Maßnahmen bei Herzerkrankungen
Herz- und Gefäß-Erkrankungen

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