Autor/in: Fibula

PEG Verbands Wechsel

Kurzbiografie

Frau K. wurde im August XXXX in XXXXXXXX geboren (demnach ist sie nun 87 Jahre alt).
Sie wuchs in Weinheim auf, hatte 3 Geschwister.
Die Familie K. ist römisch-katholisch.
8 Jahre lang besuchte sie die Volksschule.
Danach arbeitete sie viele Jahre lang in der Küche einer Heidelberger Klinik. Anschließend arbeitete sie in der Firma Freudenberg.
XXXX heiratete Frau K.
XXXX brachte sie ihre einzige Tochter Lilly zur Welt, welche sie heute täglich im Heim besucht.
XXXX ist der Mann von Frau K. im Krieg gefallen.
Seither lebte sie allein.
XXXX bekam sie einen Schlaganfall, was auch der Grund für ihren Heimeinzug war.


Ist – Zustand

Frau K. liegt meist im Bett, wird aber mittags immer in den Rollstuhl gesetzt. Sie kann körperlich nicht mehr viel machen, hilft aber beim Waschen, An- und Auskleiden mit den Armen mit. Sie hat einen suprapubischen Katheter und eine PEG – Sonde (durch welche sie allerdings nur Tee bekommt, denn mittags und abends ist sie!). Frau K. ist Harn- und Stuhl inkontinent, leidet unter arterieller Hypertonie, Herzinsuffizienz, Grauer Star, Zustand nach Apoplex und rezidivierenden Harnwegsinfekten. Frau K. ist persönlich und zeitlich desorientiert. Sie spricht sehr selten, ist aber nicht unfreundlich. Kontakte hat sie nur mit dem Personal und ihrer Tochter, zu anderen Heimbewohnern sucht sie keinen Kontakt. An Festen und Feiern im Haus nimmt sie teil, allerdings nicht auf eigenen Wunsch.

Medikamente/Diagnosen

Medikament: Braunovidon Salbe
Darreichungsform: Bei Verbandswechsel
Begründung: zum Desinfizieren bei PEG oder Katheter verband-wechsel, sofern Punktionsstelle
entzündet

Medikament: Chibro – Timoptol 0,1%Augentropfen
Darreichungsform: morgens & abends
Begründung: Grauer Star

Diagnosen:

  • Zustand nach Apoplex
  • Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Arterielle Hypertonie
  • Rezidivierende Harnwegsinfekte
  • Herzinsuffizienz

Begründung der Pflegemaßnahme

Um eine saubere perkunte endoskopische Gastrostomie zu erhalten.
Um Entzündungen vorzubeugen.

Vorbereitung

Vorbereitung der Pflegekraft

  • Hände waschen
  • Hände desinfizieren
  • Schürze anlegen

Vorbereitung des Materials

Auf einem Tablett wird gerichtet:

  • 1 Paar unsterile Handschuhe
  • Flächendesinfektionsmittel
  • Hautdesinfektionsmittel
  • Fixostretch und Kugelschreiber  (um Datum zu notieren)
  • 1 steril eingeschweißte Klemme
  • Steril pack mit folgendem Inhalt:
    2 Nierenschalen (eingewickelt in einem Tuch)
    In der 1. Nierenschale befindet sich:
  • 1 Klemme
  • mehrere Watteträger
  • mehrere Kugeltupfer

In der 2. Nierenschale befindet sich
– 1 Klemme
– 2 Schlitzkompressen
– Eine normale Kompresse.

Vorbereitung des Raums

  • Anwesenheit Taste einschalten (normalerweise, an Prüfungen aber nicht!)
  • Fenster schließen
  • Angenehme Zimmertemperatur
  • Für gute Lichtverhältnisse sorgen

Vorbereitung des Heimbewohners

  • Den Patienten begrüßen
  • Den Patienten über Tätigkeit informieren
  • Ggf. entsprechend lagern
  • Verbandsstelle entkleiden

Durchführung des Verbandswechsels

  • Mülleimer bereitstellen
  • Nachttisch mit Flächendesinfektionsmittel absprühen
  • Steril pack öffnen
  • Sterile Extraklemme öffnen
  • Mithilfe der sterilen Klemme den Inhalt der 1. Nierenschale auf das Tuch legen, sodass   die Klemme und die Watteträger griffbereit am Rand liegen.
  • Mithilfe der Klemme, die 1. Nierenschale aus dem sterilen Bereich nehmen und auf der   unsterilen Seite des Nachttischs ablegen, wo sie als Instrumentenabwurf dienen soll.
  • Aus der 2. Nierenschale wird die andere Klemme entnommen und ebenfalls griffbereit an   den Rand des sterilen Tuchs gelegt.
  • Extraklemme in Nierenschale abwerfen
  • Steril gut mit den Tuchecken abdecken (Schutz vor Kontamination)
  • Den Patienten vorbereiten (siehe oben)
  • Alten Verband mit Hautdesinfektionsmittel einsprühen, damit er sich besser ablösen lässt
  • Handschuhe anziehen (Hygiene/Eigenschutz)
  • Alten Verband abziehen
  • Handschuhe über den alten Verband stülpen und in den Mülleimer abwerfen
  • Hände desinfizieren (Hygiene)
  • Punktionsstelle und Halteplatte mit Hautdesinfektionsmittel besprühen
  • Das sterile Tuch wieder öffnen
  • Watteträger greifen und damit die Punktionsstelle von innen nach außen reinigen (Wunde   nicht septisch) dabei wird der Sonden-Schlauch mit der linken Hand angehoben
  • Nächste Klemme nehmen, damit Kugeltupfer greifen und die Wunde nochmals von innen   nach außen reinigen/trocknen
  • Vorgang wiederholen so oft wie nötig
  • Tupfer immer in den Mülleimer abwerfen
  • Klemme in Nierenschale abwerfen
  • Letzte Klemme nehmen damit Schlitzkompresse aus der 2. Nierenschale greifen und um   die Punktionsstelle legen.
  • Das Gleiche mit der 2. Schlitzkompresse, diese wird jedoch in entgegengesetzter Richtung   aufgelegt
  • Mithilfe der Klemme die normale Kompresse aus der Nierenschale nehmen, auf die   Schlitzkompressen legen
  • Klemme abwerfen
  • Fixomull mit Datum beschriften und auf den Verband kleben

Nachsorge

  • Den Patienten wieder ankleiden, lagern, zudecken
  • Mülleimer leeren
  • Instrumente (Nierenschalen, Klemmen, steriles Tuch) an Schwester Nicole Klebing reichen   (sie ist für die Sterilisation zuständig)
  • Restliche Materialien aufräumen
  • Persönliche Hygiene
  • Dokumentation

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