Autor/in: Ulrich Scharte

Depression – Prävention

1. Was ist Prävention?

Vorbeugung von Krankheiten; man unterscheidet:

– Primäre Prävention: Ausschaltung schädigender Faktoren noch vor einer Erkrankung (z. B. Rauchen aufgeben, Aktivitäten aufnehmen wie z. B.: Basteln, neue / alte soziale Kontakte pflegen / aufnehmen, Freunde usw.).
– Sekundäre Prävention: Möglich frühzeitige Diagnose und Therapie von Krankheiten (Vorsorgeuntersuchungen). Aber auch die genaue Beobachtung und Wahrnehmung früher Krankheitssymptome (bei z. B. : Depression, Demenz, Koronare-Herzerkrankungen).
– Tertiärer Prävention: Bekämpfung der Krankheitsfolgen und Verhinderung von Rückfällen durch Rehabilitations-Maßnahmen.
– Vereinfacht gesagt: Einmal haben wir noch die Chance eine drohende Depression abzuwehren / respektive zu vermeiden helfen, im anderen Fall können wir nur helfen, die Depression zu heilen oder zu mindestens kleine Heilerfolge zu erreichen.


Wichtig für erfolgreiche Präventionsmaßnahmen ist, alle Verhaltensauffälligkeiten und Symptome einer drohenden oder bestehenden Depression zu kennen, frühzeitig wahrzunehmen und zu dokumentieren, um sie anschließend objektiv zu analysieren. Im Anschluss daran wird aus den Ergebnissen ein klar strukturierter Therapie- und Pflegeplan entwickelt.

Um die präventiven Maßnahmen erarbeiten zu können, befassen wir uns erst kurz mit wichtigen Grundlagen zur Depression, um in Folge präventive Maßnahmen aufzuzeigen. Diese Vorgehensweise ist wichtig, um die präventiven / vorbeugenden Maßnahmen zu verstehen.

Die folgend genannten Punkte und Maßnahmen sind bis auf kleine Einschränkungen für die im Arbeitsauftrag benannten Personengruppen gleich und müssen beachtet werden.

2. Was sind häufige / was können Motive für Depressionen (auch im Alter) sein?

  • Vereinsamung – soziale Isolation. Kontaktmangel durch Verlust des Ehepartners. Kontaktverlust zu früheren Freunden / Bekannten.
  • Verlust der Selbstständigkeit durch somatische Erkrankungen, körperliche Behinderungen und psychischen Störungen.
  • Inaktivität infolge Pflichtenlehre. Mangel an neuen Zielsetzungen. Fehlen von Aufgaben.
  • Entwurzelung durch Umzug in kleinere Wohnungen, in fremde Umgebung. Eintritt in das Pflegeheim.
  • Verlust der Arbeit durch Rentenalter von Ansehen und Macht. Finanzielle Sorgen. Verlust religiöser Bindungen oder alten religiösen Ruhepunkten des gewohnten Umfelds.
  • Frühkindliche Trennungs- und andere Negativerfahrungen des Lebens, die sich in Verbindung mit anderen Motiven zum Depressionsauslöser addieren.
  • Frühere Unselbstständigkeit in der Ehe und die nach Partnerverlust jetzt bestehende Selbstständigkeitsfördernd.
  • Mischmotive, d. h. das Zusammenkommen / die Addition mehrerer Ereignisse

3. Symptomatik

Aufgrund der genannten Motive / Ereignisse können bei Betroffenen in Altenheimen oder bei möglichen Betroffenen depressive Verhaltensauffälligkeiten oder die Neigung zur Depression festgestellt werden.

Grundsätzlich gilt: Leichte Depressionen sind schwer zu erkennen und im Gegensatz zu vielen anderen Krankheiten hat die Depression keine „typischen Zeichen“. Depression kann sich hinter vielen Krankheitsbildern verstecken.

Körperlichen Beschwerden Schlafstörung, nervliches Missempfinden
Denken und Fühlen – gedrückte Grundstimmung, Rückzug, Suizidgefahr,
Verhalten – verminderte Leistungsfähigkeit, kein Interesse an Freunden, menschenscheu, liegt viel im Bett, ist lichtscheu
Auftreten – Massive äußere Veränderungen und Vernachlässigung, eingefrorener Gesichtsausdruck,

wichtig für die Prävention!

Niemals treten alle Symptome und Verhaltensauffälligkeiten gleich auf. Sie können umfangreicher als genannt und sehr vielschichtig sein.

4. Die Prävention (Oder wie mache ich es)?

  • Jeder Tag ohne Therapie der drohenden oder bestehenden Depression ist ein verlorener Tag!
  • Erwarte keine sofortige Wunderheilung.
  • Nehmen Sie z. B. die Aussage des Bewohners „Ich kann ja nichts mehr, meine Kinder wollten das ich in ein Altenheim ziehe. Eigentlich in ich ja selbst schuld das ich häufig gefallen bin, und ich bin ja nichts und nur eine Last, ich habe auch keine Lust mehr“ sehr ernst.

– Dazu kommt die charakteristische Einstellung vieler depressiver alter Menschen:

  • Hilflosigkeit: „Ich kann nichts daran ändern“
  • Hoffnungslosigkeit: „Nichts wird sich zu positiven ändern. Jetzt bin ich hier allein im Heim“
  • Das sind – kurz gefasst – die psychologischen Grundpfeiler depressiven Leids und gleichzeitig die psychotherapeutische Richtung, mit der versucht werden muss, diese Krankheit, die psychosozialen Folgen oder gar den Suizid zu vermeiden.

Was können Ärzte und Pflegekräfte tun?

Nachfolgend eine Kurzfassung der bekannten Grundregeln und Empfehlungen

– Zuhören,

sich Zeit nehmen, vorwiegend der depressiven Zeit lassen. Aber nicht zu viel Zeit.

– Bedingungsfrei akzeptieren,

was und wie es von ihm dargestellt wird, auch wenn es dem eigenen Verständnis mitunter zuwiderläuft.

– Freundlich-zugewandtes Annehmen

des ganzen kranken Menschen und nicht nur das Interesse für einzelne Problemkreise wie bestimmte Krankheitszeichen, zwischenmenschliche Auslöser usw. Seien Sie dem Betroffenen eine feste Bezugsperson (Stichwort: Bezugspflege).

– Vorbehaltloses Verständnis

Für die Situation des Leidens. Diese nicht einfach zu erfüllende Einstellung gegenüber dem Bewohner soll frei von Vorbedingungen, wie sie ansonsten den zwischenmenschlichen Kontakt zwischen Gesunden regeln. D. h. die emotionale Zuwendung und das Gefühl des Annehmens ist an keinerlei Bedingungen oder Leistungen gebunden. Der Bewohner / Patient muss entgegen seiner Befürchtungen sicher sein, dass er mit der gleichen Wärme und Hilfe rechnen kann, auch wenn er sich krankheitsbedingt mal nicht an Absprachen zu halten vermag. Zeigen Sie ihm aber hier auch seinen Grenzbereich, wieweit sie vorbehaltliches Verständnis gewähren.

– Positive Verhaltensweisen und Äußerungen verstärken.

d. h. Nehmen Sie nicht nur das depressive Verhalten war. Greifen Sie es gezielt auf und verstärken Sie es behutsam. Der Patient soll trotz aller Mühsal -zunehmend aktiviert und zu konsequenter Eigeninitiative aufgefordert werden. – d. h. im Alltag bedeutet dies, dass jene Äußerungen und Verhaltensweisen, Wünsche und Vorstellungen verstärkt werden sollen, die einen positiven Aspekt beinhalten. Damit wird das Vertrauen in eigene Fähigkeiten auf- und ausgebaut. Mit der Zeit erkennt der Betroffene verlorene positive Ressourcen wieder und versucht sie zu nutzen. Lassen Sie ihn und verstärken Sie ihn sich aus der Depression heraus zu bewegen oder es gar nicht so weit kommen zu lassen. Er wird seine Fähigkeiten mit ihrer Unterstützung mehr und mehr auf- und ausbauen. Das heißt aber auch, dass ein klar definierter und strukturierte Tages- und Wochenplan aufgestellt wird. Generell ist für Betroffene im Altenheim oder für den allein lebenden betroffenen Menschen die geordnete Tagesstruktur essenziell. Bestimmte positive Aktivitäten, die gern gemacht werden oder auch mal der kontrollierte Rückzug als Ruhepunkt helfen z. B. Depressionssymptome wie „den ganzen Tag teilnahmslos im Bett liegen“ zurück zu dämmen und durch neue Aktivitäten zu ersetzen.

– Oberflächlich wirkenden Versprechungen vermeiden

d. h. Dazu gehören gut gemeinte, aber den tief verunsicherten u. ratlosen Kranken wenig hilfreiche Aufmunterungen wie „Das Leiden werden wir schon heilen“ oder „Dazu braucht man nur die notwendigen Medikamente“.

– Ein ausreichendes Maß an Anforderungen / Aufgaben organisieren und festlegen

Das nicht in Überforderung, vor allem aber nicht in Unterforderung münden darf. Wichtig ist der gezielte und klar definierte Aufforderungscharakter für den Depressiven selbst. Bewerten Sie daher auch kleine Erfolge positiv und verstärken Sie diese. Die kann insbesondere für die häusliche und Altenheimsituation erfolgreich arrangiert werden. (Blumenpflege im Wohnbereich, Falten von Patienten- oder Station wäsche, Mithilfe beim Abend-Tischdecken, Gartenarbeit, Malen, Basteln, soziale Kontakte, Besuch einer Gaststätte, regelmäßig Skatabend, Spaziergang in der Sonne, mit anschließender Beschreibung der z. B. gesehenen Blätter usw.)

– Gemeinsam ein therapeutisches Ziel setzen. Positives Denken weiter verstärken.

Wichtig sind kleine, überschaubare und erreichbare Zwischenziele, die in kleinen Schritten erreicht werden können. Verstärken Sie erreichte Ziele. Machen Sie z. B. einen Bildkalender, wo erreichte Ziele aufgeschrieben werden. Das hilft, das positive Denken zu verstärken. Trotz allem können typische Ermüdungserscheinungen / Einwände auftreten, die in ihrer Beharrlichkeit entmutigen: „Ich kann nicht mehr“; „Ich will nicht mehr“  „Was soll das alles“ „Ich habe keine Kraft mehr“ „Für wen tue ich das überhaupt“. Das soll man nicht als Widerstand oder Faulheit abtun, den Mattigkeit, Erschöpfung, Kraftlosigkeit und ein Gefühl des Elends sind typische Depressionszeichen. Man kann und soll den kranken Menschen aber auch nicht seiner Apathie überlassen. Trotz aller Nachsicht müssen deshalb Verbindlichkeiten eingehalten werden, die diesem Trainingsverlust entgegenwirken und dem Leben zumindest äußerlich den Eindruck von Normalität vermitteln. Wie z. B.: rechtzeitiges Aufstehen, selbstständiger Gang zum Frühstück in den Speisesaal (und nicht im Rollstuhl, weil „man“ ja so schlecht laufen kann). Große Selbstständigkeit bei der Grundpflege und dabei ein hygienisches Mindestmaß einhaltend, Kontakt-, Bastel- und Hobbyaktivitäten, den tägliche Spaziergang „Gesund Marsch“ mit anderen Bewohnern bei Tageslicht. Einfach die kleinen Aktivitäten und vielen kleinen therapeutischen Schritten.

– Pflegeplanung mit dem Bezug zur Depression / Person und Umfeld erstellen.

(Quelle: „Praktische psychiatrische Pflege“ 2. Auflage Psychiatrie Verlag) Erstellen Sie einen detaillierten, nach Symptomatik und Maßnahmen geordneten Pflegeplan. Prüfen Sie die erstellte oder noch zu erstellende Biografie auf mögliche die Depression auslösende Ereignisse. Stellen Sie dem Betroffenen behutsam Fragen zu Unklarheiten in der Biografie. Definieren Sie erreichbare Ziele und nicht unrealistische, um bei der Pflegedienstleitung gut dazustehen. Diese und der Betroffene werden es möglicherweise bei Nichterreichen des Zieles mit Misstrauen danken. Überprüfen Sie die Planung regelmäßig und pflegen Sie diese. Sorgen Sie, für eine Bezugspflege. Das ist mit das Wichtigste für die erfolgreiche Präventionsmaßnahme.

– Geduld aufbringen

Man will den Betroffenen sicher aufheitern oder ablenken, also schlagen wir ihm gemeinsame Besuche eines Kaffees, Kino, Theater, Bastelkursen, öffentlichen Veranstaltungen usw. vor, alles unter dem Motto: „Das hat ihnen / dir früher doch immer so viel Spaß gemacht!“ Setzen Sie ihn aber nicht einer positiven Reizüberflutung aus. Wenn der, der in eine Depression abzugleiten droht, oder der bereits Depressive mit einer künstlichen Heiterkeit konfrontiert wird, wirkt sich das auf alle Präventivmaßnahmen negativ aus. d. h. Geduld bewahren. Der Heilungsprozess ist sehr langwierig. Manchmal geht es auch wieder einen Schritt zurück. Der Betroffene signalisiert seine Bereitschaft zu den genannten Besuchen meist zwischen den Zeilen. Und ohne Geduld überhört man das leicht.

– Positives Denken

Menschen mit Ängsten denken negativ. Denkmuster wie diese sind die Regel: „Ich schaffe das nicht“ ; „Ich muss hier weg“ ; „Ich bin dem hier nicht gewachsen“. Zur Bewältigung muss der Betroffene erst wieder lernen, positiv zu denken. Vertrauen zur Pflegekraft oder Therapeuten und das Vorbild sind hier gute Ansatzpunkte.

– Bewegung / Mobilisation / Aktivität

Diese uralte und einfache, aber oft erstaunlich wirksame Regel / Methode hilft Depressionen / Angst usw. abzubauen. Körperliche Aktivität / Bewegungstraining stärkt immer das Selbstwertgefühl und die Bereitschaft, sich Angst und Depression zu stellen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung und Vorbeugung.

– Mit dem Arzt eine unterstützende medikamentöse Therapie einleiten und betreuen. Er

wird nach Fallbeurteilung und je nach Ausprägung und Ursachen, der Lebenssituation des Depressiven sowie aufgrund seiner Erfahrung entscheiden, welches Antidepressivum sinnvoll und einsetzbar ist. Dabei stehen ihm heute neben den alten bekannten Medikamenten wie Johanneskraut, Lithium-Präparate, Momooxidase Hemmer (MAO-Hemmer) auch neue selektive Antidepressiva wie die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer zur Verfügung. Verstärkt wird heute auch im Altenpflegebereich wie in anderen Bereichen die Lichttherapie eingesetzt.

– Wahl und Unterstützung durch andere präventive Maßnahmen sind z. B.:

Verhaltenstherapie d. h. Lernen, mit belastenden Situationen umzugehen. Also das Lernen der Verhaltensänderung.
Gesprächstherapie d. h., mit der Pflegekraft / dem Therapeuten über belastenden Situationen reden und nach Auslösern und Möglichkeiten der positiven Veränderung zu suchen
Ergotherapie d. h. sogenannte Beschäftigungstherapie widmet sich hauptsächlich bei stationärem Aufenthalt – dem Lernen von neuen musischen, künstlerischen oder handwerklichen Tätigkeiten. Diese werden aktiv betreut. Überlastung soll vermieden werden. Der alte und junge Depressive lernt so völlig neue Ressourcen bei sich kennen, die er positiv nutzten, kann.
Sozialberatung d. h. Mithilfe und Beratung bei der Lösung von Lebenssituationen, Wohn- und Rehabilitationsproblemen. Manchmal auch nur der kleine Tipp.
Psychotherapie d. h. Geistig-seelische Therapie / Stützung und Weiterführung.

5. Was kann der Betroffene für sich selbst tun? Was können wir ihm raten?

Folgend nennen wir einige sich selbst erklärende Punkte, zu dem, was er selbst tun kann, um nicht in eine Depression abzugleiten, respektive die Therapie bei einer bereits bestehenden Depression zu unterstützen:

  • Sich wertschätzen
  • Sich als depressiv zu akzeptieren
  • Sich Entlastung gönnen
  • Seine Wirkung auf andere beobachten
  • Sich bewegen / Gymnastik betreiben
  • Soziale Kontakte beibehalten und aufbauen
  • Verantwortung für sich übernehmen
  • Sich ärztliche u. therapeutische Hilfe gönnen
  • Geduldig sein
  • Gesünder und positiv denken
  • Aktiv werden statt abwarten
  • Probleme an- und aussprechen
  • Nicht nur andere machen lassen
  • Offener auf andere Menschen zugehen
  • Freunde haben und Freundschaft erhalten
  • Auch mal nein zu sagen

6. Falsche Ratschläge / Oder was kann mir die ganze Prävention verderben?

Es ist wichtig, im Umgang mit Depressiven einige immer wieder beobachtete Ratschläge zu vermeiden, die zwar gut gemeint, aber ggf. von ungünstiger oder verheerender Wirkung sein können. Diese kommen sowohl von Angehörigen wie vom Pflegepersonal und Therapeuten. Nachfolgend ein Auszug aus den wichtigsten Fehlerquellen:

– Appelle:

Es ist falsch ihn aufzufordern er solle sich doch zusammenreißen, sich nicht so gehen zu lassen, er solle doch Haltung bewahren, er solle sich durchbeißen usw. Das verstärkt den Kranken umso mehr. Er wird sich weiter zurückziehen.

– Überredungsversuche:

Es ist falsch, dem Bewohner / Patienten einzureden, es gehe ihm im Grund doch gut. Wenn es ihm gut geht, dann ist er nicht mehr depressiv und kann das selbst empfinden. Es ist zwar richtig behutsam Erfolge und Ziel (also das Gutgehen) zu zeigen, aber niemals den Betroffenen zu etwas Falschem überreden.

– Unrichtige Versprechungen:

Man sollte nichts versprechen, was auch nicht einhalten kann. Das ist essenziell, denn der Bewohner verlässt sich auf den Therapeuten in diesem Punkt. Das essenzielle Vertrauen in der Therapie wird damit möglicherweise verspielt und damit der Erfolg der Prävention.

– Entscheidungen in der Depression fällen lassen.

Es ist falsch, während einer Depression wichtige Entscheidungen vom Betroffenen fällen zu lassen. Auch wenn z. B. Angehörige im Moment dieses vielleicht wollen und darauf drängen. Häufig geht es um tiefgreifende Entscheidungen, die den Bewohner / Patienten überfordern können.

– Wahnideen nicht ausreden

Es ist falsch, mögliche Wahnideen in der Prävention ausreden zu wollen. Dieses betrifft z. B. Aussagen, wie z. B. „Mein Leiden ist unheilbar“. – Sie können machen, was sie wollen, hier werde ich noch wahnsinnig. Usw. Der Depressive ist auch mit logischen Argumenten oder Gegenbeweisen in dieser Situation nicht zu korrigieren oder überzeugbar. Also warten Sie auf einen passenden Moment, der günstig und frei von Wahn ist. Denn lässt man sich auf nutzlose Auseinandersetzungen ein, läuft man Gefahr, das Wahnsystem zu vertiefen. Auch kann ein solches Misstrauen des Therapeuten oder der Pflegekraft das Vertrauensverhältnis gegenüber dem Betroffenen untergraben.

Quellen:

  • Quellen: „Depression / Krankheit verstehen“ Broschüre der Pfizer Pharma GmbH
  • „Depressionen erkennen und helfen lernen“ Prof. V. Faust, Hoffmann La-Roche AG
  • „Depression Wege aus der Krankheit“ Hexal-Ratgeber
  • „Wege aus der Depression“ Dr. Dr. H. Mück Psycho therapeutische Uni-Klinik, Köln
  • „Bilder einer Depression“ Kreuz-Verlag
  • „Praktische psychiatrische Pflege“ Psychiatrie-Verlag
  • „Knaurs großes Gesundheitslexikon“ Dr. med. K. Pollak Verlag Weltbild
  • „Unsere eigenen Kenntnisse und Erfahrungen“
  • „Geriatrie – Kohlhammer-Krankenpflege“ Füssgen / Summa 3. Auflage.

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