Autor/in: Cordula

AZ = Allgemeinzustand

Definition: Der AZ ist eine Aussage über körperliches und seelischen Befinden.

Faktoren, die eine Einschätzung des körperlichen Zustandes ermöglichen:

  • Mobilität
  • Erscheinungsbild
  • Haut, Schleimhaut, Haare
  • Ernährungszustand
  • Vitalzeichen
  • Ausscheidung
  • Haltung, Gang

Faktoren, die eine Einschätzung des seelischen Zustandes ermöglichen:

  • Stimmung
  • Orientierung
  • Verbale und nonverbale Äußerungen
  • Mimik und Gestik


EZ = Ernährungszustand

Definition: Der EZ ist eine Aussage über das Verhältnis zwischen Körpergröße und Körpergewicht, abhängig vom Geschlecht, Alter und Konstitution.

Wichtig zur Ermittlung des EZ ist also die Bestimmung des Körpergewichtes und der Körpergröße.

Dicke der Hautfalte (Hautturgor)

Merkmale, die auf verschiedene Ernährungszustände hinweisen, sind z. B.

Normaler EZ:

  • Gewicht entspricht der Körpergröße, Alter, Geschlecht usw.
  • Subkutanes Fettgewebe ist vorhanden
  • Elastische Haut, Hautfalten verschwinden wieder (Turgor)
  • Normale Leistungsfähigkeit

Reduzierter EZ:

  • Untergewicht, der Patient ist mager
  • Subkutanes Fettgewebe ist ungenügend vorhanden
  • Wenig Leistungsfähigkeit
  • Müdigkeit, Mattigkeit

(Ursachen sind z. B. vorübergehende psychische und/ oder physische Belastungen)

Schlechter EZ:

  • Starkes Untergewicht, Kachexie
  • Fettpolster fehlen ganz
  • Haut ist schlaff und faltig
  • Extrem verminderte Leistungsfähigkeit
  • Anfälligkeit für Infektionen

Ursachen sind z. B. auszehrende Krankheiten wie Karzinome; Infektionskrankheiten wie Tbc, Typhus, Meningitis; Erkrankungen des Magen/ Darm Traktes mit; Störungen der Nahrungsverwertung, Stoffwechselerkrankungen wie schwere Hyperthyreose oder Diabetes Mellitus Typ1; psychische Erkrankungen wie Anorexia nervosa.

Übergewicht:

  • Normalgewicht wird um mindestens 20 % überstiegen (Adipositas)
  • Überdurchschnittliche Ausbildung des Fettpolsters
  • Haut ist gespannt
  • Beim Eindrücken bleibt keine „Delle“ zurück, wie beim Ödem
  • Der Organismus ist übermäßig belastet, das äußert sich z. B. durch Bluthochdruck, Rücken- und Gelenkschmerzen.

Ursachen sind z. B. falsche Ernährung, Alkoholmissbrauch, Hypothyreose, also hormonell, Medikamente wie Cortison, psychisch bedingte Esssucht

Bei welchen Patienten müssen Gewichtskontrollen durchgeführt werden?

  • Bei Patienten mit Herzinsuffizienz (zur Kontrolle des Flüssigkeitshaushaltes)
  • Bei Dialysepatienten
  • Bei Patienten, die eine Diät führen müssen
  • Bei Säuglingen, Kleinkindern
  • Bei schwer erkrankten Patienten, z. B. Tumor, Aids
  • Bei Aszites (Wasseransammlung in der Bauchhöhle)
  • Zur richtigen Dosierung der Anästhesie
  • Bei Anorexie respektive Bulimie

Größe messen

Im Stehen:

  • Messlatte
  • Patient-Info
  • Schuhe aus
  • Unterlage
  • Gerade hinstellen (Gesäß, Fersen, Kopf an die Wand)
  • Doku

Im Liegen:

  • Kopfteil flach stellen
  • Von der Ferse bis zum Scheitel
  • Doku

Wiegen:

  • Waage tarieren
  • Patient Informieren
  • So wenig wie möglich wenig Kleidung
  • Morgens nüchtern
  • Darm, Blase entleeren
  • Patient muss komplett auf der Waage sein
  • Nicht auf der Waage abstützen
  • Doku (Uhrzeit, Gewicht, Kleidung)
  • Evtl. Unterlage

Einteilungen des Körpergewichtes

  • Adipositas (starkes Übergewicht)
  • Kachexie (starkes Untergewicht)
  • Normalgewicht
  • Idealgewicht (gibt es nicht mehr)

BMI

BMI = Körpergewicht (kg) : Körperlänge (m) 2

Normalwerte des BMI liegen zwischen 18 und 25; unter 18 ist untergewichtig, über 26 ist übergewichtig.

Broca

  • Normalgewicht (Sollgewicht) = Körperlänge in cm-100
  • Idealgewicht = Normalgewicht-10 % für Männer

Normalgewicht-15 % für Frauen

  • Untergewicht = Normalgewicht – 15 % und weniger
  • Kachexie (starkes Untergewicht) = Normalgewicht – 20 % und weniger
  • Übergewicht = Normalgewicht + 10–20 %
  • Adipositas (Fettsucht) = Normalgewicht + 20 %   und mehr

Wünschenswertes Körpergewicht = Normalgewicht + 10 %; größte Lebenserwartung = Idealgewicht + 20–30 %

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