Autor/in: Andi

Therapie von Psychosen, Unruhe- und Angstzuständen

1. Definition

Psychosen sind Gemüts- und Geisteskrankheiten. Sie führen zu einer Persönlichkeitsänderung und einem Wandel des Erlebens.

2. Exogene Psychosen› körperlich
begründbare Ursachen (Hirntumor, Vergiftungen, arteriosklerotische oder degenerative Veränderung im ZNS, endokrine Erkrankungen)

3. Endogene Psychosen ›Störungen
bei den Überträgersubstanzen im ZNS Transmitter sind: Serotonin, Dopamin, Noradrenalin,


Aufgabe: Reizweiterleitung

Schizophrenie,
Depressionen, Neurosen› Angstneurosen, Zwangsneurosen

4. Benzodiazepine (Hypnotika und Tranquilizer)

Wirkung     =      sedierend bis hypnotisch

Indikation   =     Unruhen und Angstzustände, Schlaflosigkeit, Muskelverspannungen

Wirkstoffe   =     Valium® (Diazepam)› Alle Wirkstoffe wirken gleich, sie unterscheiden sich in Stärke, Wirkdauer und darin, welche Wirkung im Vordergrund steht.

Anwendung   =   So kurz wie möglich Dosis überprüfen wegen Kumulationsgefahr, ausschleichend absetzen wegen Entzugssymptomen.

Nebenwirkungen   =   Abhängigkeit, Wirkungsverlust mit Dosiserhöhung, Paradoxe Wirkung, bei Kumulation (Hang-over-Effekt mit Benommenheit) Muskelrelaxation mit Sturzgefahr, bei Langzeiteinnahme Gleichgültigkeit, Antriebsarmut.

5. Neuroleptika

Wirkung   =      antipsychotisch,
sedierend, rezidiv prophylaktisch

Wirkstoffe   =   Unterscheiden
sich nach neuroleptischer Potenz, d. h. antipsychotischer Wirkung.
(Promethazin in Atosil®)

Die individuelle Ansprechbarkeit auf Neuroleptika ist sehr unterschiedlich.

Indikation   =    schwach wirkende Neuroleptika› Erregungs-, Angst- und Spannungszustände, Schlafstörungen (sedierende Wirkung überwiegt). Mittelstark bis stark wirkende Neuroleptika› Psychosen, Schizophrenie, wahnhafte Depressionen (antipsychotische Wirkung überwiegt).

Nebenwirkungen

  •   extrapyramidal-motorische Störungen› Störungen
    des Bewegungsablaufs und des Muskeltonus,
    wie Dyskinesien, Parkinson Syndrom.
  • Vegetative
    Störungen› Obstipation
    , RR   ¯,
    Schweißausbrüche
  • hormonelle
    Störungen› Libidostörungen
    , Amenorrhö
  • psychische
    Störungen› Antriebsschwäche
    ,
    depressive Verstimmungen
  • Allergien

Definition Psychosen

Gemüts- und Geisteskrankheiten, sie führen zu einer Persönlichkeitsänderung und einem Wandel des Erlebens. Psychosen werden unterschieden in exogene Psychosen und endogene Psychosen.

1. Exogene Psychosen.

›   Sie haben körperlich begründbare
Ursachen, z. B.:

  • Hirntumor, Hirnverletzungen, Hirnentzündungen
  • Vergiftungen
  • Arteriosklerotische oder degenerative Veränderungen im ZNS
  • Endokrine (= hormonell bedingte) Erkrankungen

2. Endogene Psychosen.

Man vermutet Störungen bei den Überträgersubstanzen
(= Transmitter) im ZNS.

Transmitter sind: Serotonin, Dopamin, Noradrenalin.

Aufgabe der Transmitter: Reizweiterleitung

Endogene Psychosen sind:

  • Schizophrenie
  • Depressionen
  • Neurosen (z. B. Angstneurosen, Zwangsneurosen)

1.   Benzodiazepine (Hypnotika und Tranquilizer)

Wirkung

  • sedierend bis hypnotisch› beruhigend
    bis schlaffördernd
  • angstlösend
  • muskelentspannend (muskelrelaxierend)

Indikation

  • Unruhe- und Angstzustände (als Tranquilizer).
  • Schlaflosigkeit
  • Bei Muskelverspannungen.

Wirkstoffe (meistens Endung -zepam) und Präparate

  • Valium® (Diazepam)

Alle Wirkstoffe wirken gleich, sie unterscheiden sich in Stärke, Wirkdauer und darin, welche Wirkung im Vordergrund steht.

Anwendung

  • So kurz wie möglich!
  • Dosis überprüfen, wegen möglicher Kumulationsgefahr.
  • Ausschleichend absetzen wegen Entzugssymptomen (Angst, Schwitzen, Schlaflosigkeit, Tachykardie)› Rebound-Effekt.

Nebenwirkungen

  • Gefahr der Abhängigkeit!
  • Wirkungsverlust mit Dosiserhöhung (Toleranzentwicklung).
  • Paradoxe Wirkung (Erregungs- und Verwirrtheitszustände).
  • Bei Kumulation› Hang-over-Effekt mit Benommenheit, Schwindel und Koordinationsstörungen bei Älteren.
  • Muskelrelaxation mit Sturzgefahr.
  • Bei Langzeiteinnahme› Gleichgültigkeit,
    Antriebsarmut.

2.   Neuroleptika

Wirkung

  • antipsychotisch› Distanzierung von der Psychose ohne Beeinflussung des Bewusstseins und der geistigen Fähigkeiten.
  • Sedierend› Dämpfung von Erregungszuständen.
  • Rezidiv prophylaktisch› Vermindert die Anzahl der Rückfälle.

Wirkstoffe

›   Unterscheiden sich nach neuroleptischer
Potenz, d. h. antipsychotischer Wirkung.

  • Schwach wirkende Neuroleptika› Promethazin in Atosil ®
  • mittelstark wirkende Neuroleptika› Triflupromazin in Psyquil®
  • stark wirkende Neuroleptika ›   Trifluoperazi in Jatroneural®
  • sehr stark wirkende Neuroleptika› Haloperidol in Haldol ®

Die individuelle Ansprechbarkeit auf Neuroleptika
Das ist sehr unterschiedlich.

Indikation

  • schwach wirkende Neuroleptika› Erregungs-, Angst- und Spannungszustände, Schlafstörungen› sedierende Wirkung überwiegt.
  • Mittelstark bis stark wirkende Neuroleptika› Psychose, Schizophrenie, wahnhafte Depressionen› antipsychotische Wirkung überwiegt.

Nebenwirkungen

  • extrapyramidal-motorische Störungen› Störungen des Bewegungsablaufs und des Muskeltonus, wie Dyskinesien, Parkinson Syndrom.
  • Vegetative Störungen› Obstipation, RR   ¯, Schweißausbrüche
  • hormonelle Störungen› Libidostörungen, Amenorrhö
  • psychische Störungen› Antriebsschwäche, depressive Verstimmungen
  • Allergien

Mit Zunahme der neuroleptischen Potenz nehmen die extrapyramidalen Störungen zu und die sedierenden und vegetativen Wirkungen ab.

Dosierung

  • Individuelle Einstellung des Patienten.
  • Regelmäßige Einnahme notwendig! Deshalb: Depotpräparate.

3. Antidepressiva

Wirkung   =   antidepressiv (depressionslösend, stimmungsaufhellend und antriebssteigernd sowie antriebshemmend, angstlösend und beruhigend).
Indikation   =   Depressionen, Panikattacken, Zwangsstörungen, Entzugssyndrom bei Sucht.
Nebenwirkungen = vegetative Symptome (Schwitzen, Verstopfung, Mundtrockenheit), Appetitzunahme oder Appetitlosigkeit, Blutbildschäden

4. Psychostimulanzien

Wirkung   =   Steigerung der psychischen Aktivität, wie Konzentration- und Leistungsfähigkeit
Wirkstoffe   =   Koffein und Theophyllin, Amphetamine
Präparate   =

  • Captagon®,
    BTM
  • Ritalin®,
    BTM

Nebenwirkungen› Körperliche
Erschöpfungszustände durch Schlafdefizit und Sucht.

Überdosierung   = Wirkung als Krampfgift.

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