Autor/in: B. Pafel

Myasthenia gravis pseudoparalytica

Das ist eine belastungsabhängige Muskelschwäche, bei der die Erregungsübertragung an den motorischen Endplatten zur quer gestreiften Muskulatur gestört ist. Autoantikörper blockieren die Acetylcholinrezeptoren. Folge ist eine abnorme Müdigkeit der quer gestreiften Muskulatur.

Ursache:

  • Unbekannt
  • Nicht erblich
  • Frauen sind 3 bis 4 Mal häufiger betroffen

Haupterkrankungsalter:

  • 20 bis 40 Jahre

Häufigkeit:

  • 0,5 bis 1 Fall auf 10.000 Einwohner

Symptome:

  • Allgemeine Muskelschwäche
  • Maskengesicht
  • Hängende Augenlider

Bei Myasthenischer Krise zusätzlich:

  • Verwirrtheit
  • Angst
  • Zunehmende Atemnot

Diagnostik:

  • Thorax-CT (Thymus Vergrößerung)
  • Nachweis von Antikörpern im Serum
  • Tensilon Test (ist ein Cholinesterase Hemmstoff, ca. 30 bis 60 Sekunden nach i.v. Gabe Symptomverbesserung)
  • EMG (Elektromyografie, die auch Elektromyogramm oder EMG heißt, ist ein technisches Untersuchungsverfahren, bei dem die elektrische Aktivität eines Muskels gemessen wird.)

Therapie:

  • Mestinon ®- Gabe (Cholinesterase Hemmstoff)
  • Krankengymnastik
  • Operative Thymus Entfernung
  • Immunsuppressive Behandlung
  • Cortisongabe
  • Plasmapherese (Autoimmunkörper aus dem Blut entfernen)

Prognose:

  • Meist chronisch
  • Schubweise

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