Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde Seite 2
Erkrankungen des Mittelohres
Otitis media acuta (akute Mittelohrentzündung)
Pathophysiologie
- Meist bakteriell bedingte Mittelohrentzündung bei gestörter Tubenventilation
- Häufig infolge eines Schnupfens: aufsteigende Entzündung bei Infektionen der oberen Atemwege
- Seltener Einwanderung von Erregern von außen bei Trommelfellverletzungen
- Vor allem bei Kindern
- Sonderform: Grippeotitis
Klinik
- Akut einsetzende Otalgie, heftig, pulsierende Ohrenschmerzen
- Hörminderung auf der betroffenen Seite
- Evtl. Fieber, Kopfschmerzen, Krankheitsgefühl
Inhaltsverzeichnis
- 1 Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde Seite 2
- 1.1 Erkrankungen des Mittelohres
- 1.2 Otitis media acuta (akute Mittelohrentzündung)
- 1.3 Otitis media chronica, chronische Mittelohrentzündung
- 1.4 Cholesteatom
- 1.5 Otosklerose
- 1.6 Pathophysiologie
- 1.7 Morbus Ménire
- 1.8 Schwerhörigkeit
- 1.9 Altersschwerhörigkeit Presbyakusis
- 1.10 Lärmschwerhörigkeit
- 1.11 Entzündliche Innenohrerkrankungen Labyrinthitis
- 1.12 Pflege bei Ohrenerkrankungen
- 1.13 Otitis media
- 1.14 Morbus Ménire
- 1.15 Allgemeine Ohrenpflege
- 1.16 Reinigung des äußeren Ohres
- 1.16.1 Grundsätzliches
- 1.16.2 Ziel
- 1.16.3 Vorbereiten der Materialien
- 1.16.4 Durchführung
- 1.16.5 Nachbereitung
- 1.16.6 Ohrspülung
- 1.16.7 Ziel
- 1.16.8 Indikationen z. B.
- 1.16.9 Kontraindikation
- 1.16.10 Vorbereiten der Materialien
- 1.16.11 Durchführung
- 1.16.12 Nachbereitung
- 1.16.13 Verabreichung von Ohrentropfen oder Ohrensalben
- 2 Nase
Diagnostik
- Otoskopie: gerötetes vorgewölbtes Trommelfell
- Stimmgabelversuche
- Audiometrie
Therapie
- Antibiose (Amoxicillin)
- Abschwellende Nasentropfen
- Mukolytika (ACC)
- Analgesie
- Ggf. Parazentese (Trommelfellschnitt)
• damit der Mittelohrerguss abfließen kann
• verschließt sich nach ca. 1 Woche spontan, ggf. Parazentese (Trommelfellschnitt)
Pauken Röhrchen:
• Treten Komplikationen auf, wird es eingelegt
• Dieses Kunststoffröhrchen gewährleistet dauerhaft eine Drainage der Paukenhöhle
Komplikationen
- Trommelfellperforation: wenn Flüssigkeit aus dem Gehörgang austritt (Otorrhoe) und die Schmerzen schlagartig nachlassen
- Akute Mastoiditis
• Entzündung des Warzenfortsatzes
• Gefahr: Keime wandern ins Gehirn und bilden dort z. B. einen Hirnabszess
• Symptome: Ohren laufen, Schmerzen bei Druck auf das Mastoid, Schwellung hinter dem Ohr
• Diagnostik: Röntgenaufnahme nach Schüller
• Therapie: Parazentese, lokale Gabe von abschwellenden Nasentropfen, Antibiose i. v., in schweren Fällen: OP, um die entzündeten Warzenfortsatz Zellen auszuräumen
- Innenohrbeteiligung
- Und selten Fazialisparese
Otitis media chronica, chronische Mittelohrentzündung
Pathophysiologie
- Gekennzeichnet durch Störung der Tubenventilation und beeinträchtigte Funktion der Mittelohrschleimhaut
Klinik
- Rezidivierende Ohren laufen
- Schwerhörigkeit
- Schmerzen in der Regel nur bei einer gepfropften akuten Mittelohrentzündung
Diagnostik
- Abstrich zum Erregernachweis
- Hörtest
- Röntgenaufnahme nach Schüller
- Ohr Mikroskopie: Perforation des Trommelfells
Therapie
- Antibiotika im Akutstadium
- OP: Tympanoplastik: Trommelfelldefekt wird verschlossen
Cholesteatom
Pathophysiologie
- Chronische Entzündung der Mittelohrräume
- Durch fehlgeleitetes Wachstum von Gehörgangs und Trommelfellepithel werden die knöchernen Mittelohrstrukturen zerstört
Klinik
- Wiederkehrende, meist stinkende (fötide) Ohrsekretion
- Zunehmende Schwerhörigkeit
- Im akuten Stadium auch Schmerzen
Diagnostik
- Hörtest
- Röntgenaufnahme nach Schüller: zeigt Ausmaß der Knochenzerstörung
- Ohr Mikroskopie: ausgedehnte Perforation des Trommelfells und weißliche Cholesteatom-Schuppen
Therapie
- OP: Cholesteatom wird entfernt, Trommelfelldefekt verschlossen, die zerstörten Gehörknöchelchen werden rekonstruiert
Otosklerose
Pathophysiologie
- Mineralstoffwechselstörung des knöchernen Labyrinths
- Es kommt dabei zu einer Verknöcherung hauptsächlich im Bereich des ovalen Fensters
- › Steigbügelplatte wird fixiert und die Beweglichkeit der Gehörknöchelchen Kette eingeschränkt
Klinik
- Zunehmende Schwerhörigkeit
- Tinnitus
Diagnostik
- Verschiedene Hörtests
Therapie
- OP: Steigbügel wird durch eine Teflon-Platin-Prothese (Stapesplastik) ersetzt
Erkrankungen des Innenohrs
Hörsturz
Pathophysiologie
- Einseitige akute, also plötzlich eintretende Innenohrschwerhörigkeit bis Taubheit
- Wird oft mit Ohrgeräuschen (Tinnitus) begleitet
- Schwindelgefühle fehlen
- Ursache: Ätiologie weitgehend ungeklärt, wahrscheinlich Durchblutungsstörungen, virale Infektionen und autoimmun Prozesse
Klinik
- Akute Hörminderung ohne Schmerzen und Schwindel
Diagnostik
- Otoskopie
- Stimmgabelversuche
- Audiometrie
- Überschwellige Hörtests
- Vestibularisprüfung
- MRT-Schädel
- Serologie
Differenzialdiagnostik
- Labyrinthitis
- Akustikusneurinom
- Perilymphfistel
- Lärmtrauma
- Etc. …
Therapie
- Rheologische (Durchblutung verbessernde) Infusionstherapie über 10 Tage ggf. mit Cortison in absteigender Dosis (bei hochgradigen Hörsturz)
- Prognose umso günstiger, je früher die Therapie einsetzt
Komplikationen
Bleibende Innenohrschwerhörigkeit
Angeborene oder frühkindlich erworbene Innenohrerkrankungen
Pathophysiologie
Meist genetisch bedingt oder in Verbindung mit anderen Anomalien
• Pränatal erworben, z. B. durch Röteln Erkrankung der Mutter in der Schwangerschaft
• Perinatal erworben, z. B. bei Frühgeburt
• Postnatal erworben, z. B. nach Meningitis, Mumps, Masern
Klinik
- Durch Schwerhörigkeit kommt es zu einer Verzögerung der Sprachentwicklung
Diagnostik
- Elektrische Reaktionsradiometrie
Therapie
- Beginn so früh wie möglich (z. B. mit Hörgeräten), damit die Sprachentwicklung des Kindes nicht beeinträchtigt wird
Morbus Ménire
Pathophysiologie
- Innenohrerkrankung, die wahrscheinlich durch eine Elektrolytstörung zwischen Endo- und Perilymphe ausgelöst wird
Klinik
- Plötzlich anfallsweise einsetzender Drehschwindel
- Schwerhörigkeit
- Ohrgeräusche
Therapie
- Durchblutungsfördernde Substanzen als Infusion
- Ggf. Gabe von Antiemetika
Schwerhörigkeit
- Bei einer Schwerhörigkeit unterscheidet man nach dem Ort der Störung die Schallleitungs-Schwerhörigkeit mit einer Störung im Bereich des äußeren Ohres oder des Mittelohres (Ursache z. B.: Mittelohrentzündung) von der Schallempfindungs-Schwerhörigkeit mit Innenohrschädigung (z. B. Zerstörung der Haarzellen)
Altersschwerhörigkeit Presbyakusis
- Häufigste Form der beidseitigen Innenohrschwerhörigkeit
- Durch Altersprozesse bedingte, eine alters normale Erscheinung
- Beginn: meist im 50. bis 60. Lebensjahr
- Symptome: schlechtes Sprachverständnis hauptsächlich bei vielen Nebengeräuschen, es besteht jedoch noch eine Lärmempfindlichkeit
- Therapie: Hörgerät meist sinnvoll
Lärmschwerhörigkeit
- Tritt bei langfristigen Lärmexposition auf
- Prophylaktisch einen Lärmschutz tragen
Entzündliche Innenohrerkrankungen Labyrinthitis
Vorkommen
- im Rahmen eines Cholesteatom, und viralen Erkrankungen (Masern, Mumps)
Symptome
- Schwerhörigkeit
- Evtl. Schwindel, Tinnitus
Therapie
- Richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung
Pflege bei Ohrenerkrankungen
Otitis media
Verabreichung der Nasentropfen
• Nasentropfen müssen den Rachen erreichen (dort liegt die Öffnung der Ohrtrompete)
Deshalb soll der Patient die Nasentropfen in Rückenlage bei zurückgelegtem Kopf eintropfen und mindestens 2 Minuten in dieser Position verbleiben
Krankenbeobachtung
Zeichen einer Komplikation
• Wiederanstieg des Fiebers
• Verschlechterung des Allgemeinbefindens
• Druckschmerz hinter dem Ohr
• Rötung und Abstehung der Ohrmuschel
Hörsturz
• HNO-ärztlicher Notfall
Arzt unverzüglich verständigen
• Pat hat Bettruhe
• RR und Puls regelmäßig kontrollieren
• Stresssituationen sollten vermieden werden in Klinik als auch zu Hause
Morbus Ménire
• Um die Sicherheit des Patienten im Akutstadium durch den Drehschwindel zu gewährleisten
- Vitalzeichen kontrollieren
- Auf Erbrechen achten (Aspirationsgefahr)
- Patienten nicht allein stehen lassen
- Nierenschale und Zellstoff bereitstellen
- Bei Erbrechen auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
Allgemeine Ohrenpflege
Reinigung des äußeren Ohres
Grundsätzliches
Normalerweise reinigt sich der Gehörgang selbst
Ziel
• Reinigung der Ohrmuschel und des vorderen/sichtbaren Gehörgangs› Infektionen werden vorgebeugt
• Wohlbefinden des Patienten fördern
Vorbereiten der Materialien
• Wattestäbchen oder Wattebausch
• Ölige Lösung (Bsp. Babyöl)
• Abwurfbehälter
• Einmalhandschuhe.
Durchführung
• Hände desinfizieren
• Benötigte Gegenstände auf z. Bsp. Tablett richten und Vollständigkeit überprüfen.
• Patienten über geplante Maßnahme informieren
• Patient, wenn nötig unterstützen, den Kopf auf die Seite zu legen
• Reinigung des sichtbaren Teils des äußeren Gehörgangs und der Ohrmuschel mit ölgetränkten Wattebausch
• Krankenbeobachtung
• ! Einführen von Wattestäbchen in den Gehörgang ist verboten!
Nachbereitung
• Patient lagern
• Material sachgerecht entsorgen
• Hände desinfizieren
Ohrspülung
Ziel
• Durchgängiger, freier Gehörgang
Indikationen z. B.
• Reinigung des Gehörgangs
• Entfernen von Fremdkörpern, Zerumen bei Verlegung des Gehörgangs
Kontraindikation
• Trommelfellperforation
Vorbereiten der Materialien
• Ohr Spekulum
• Ohrenspritze (100 ml-250ml Janet-Spritze) mit stumpfer Kanüle respektive spezielles Spülsystem
• Schale mit körperwarmen Wasser
• Nierenschale
• Bettschutz
• Unsterile Kompressen
• Evtl. Materialien für Ohrverband vorbereiten
Durchführung
• Hände desinfizieren
• Benötigte Gegenstände z. B. auf einem Tablett richten
• Patienten über geplante Maßnahme informieren
• Patienten unterstützen, den Oberkörper hochlagern
• Bettschutz platzieren
• Arzt muss durch Inspektion eine Trommelfellperforation ausschließen
• Gehörgang strecken durch leichtes Ziehen an der Ohrmuschel von hinten außen
• Körperwarmes Wasser in die Spritze aufziehen respektive spezielles Spülsystem füllen
• Pflegeperson bringt Nierenschale unterhalb des Ohrläppchens und hält evtl. den Kopf des Patienten, wenn nötig
• Arzt spritzt Wasser mit mäßigem Druck in den äußeren Gehörgang ein
• Flüssigkeit ausfließen lassen und solange wiederholen, bis Flüssigkeit klar ist, oder der Fremdkörper entfernt ist
• nach Abschluss der Ohrspülung Ohr mit Kompresse abdecken, evtl. Ohrenverband anlegen
• Krankenbeobachtung während des Spülganges: Gleichgewichtsorgan könnte gereizt werden und Schwindel und Übelkeit auftreten
Nachbereitung
• Patienten lagern, evtl. abtrocknen
• Gebrauchte Materialien sachgerecht entsorgen
• Hände desinfizieren
Verabreichung von Ohrentropfen oder Ohrensalben
- Lagerung: Kopf zur Seite respektive Seitenlagerung
- Ohrentropfen/-salben auf Körpertemperatur anwärmen (z. B. in Hand anwärmen)
- Ohrentropfen/-salben beschriften mit Name und Datum, damit ist nicht zur Keimverschleppung kommen kann
- Tube oder Flasche nur für einen Patienten verwenden
- Lagerungshinweise beachten, Verfallsdatum!
- Kontamination von Tube/Pipette durch Hautkontakt unbedingt vermeiden: Gefahr der Re-Infektion bei erneuter Applikation
- Gehörgang leicht strecken, indem man an der Ohrmuschel von hinten außen zieht
- 15-20 Minuten sollte der Patient auf der Seite liegen bleiben, damit sie einwirken können und danach kann man erst mit Watte abdecken
• siehe Blatt: Ohrenmedikamente
Nase
Anatomie
Äußere Nase
• Knöchernen den Anteil: Nasenpyramide, die sich aus den Stirnfortsätzen des Oberkiefers, den Nasenfortsätzen des Stirnbeins, sowie dem sogenannten Nasenbein zusammensetzt
• Knorpeligen Anteil: Dreiecksknorpel und Flügelknorpel, die die Nasenspitze und die Nasenlöcher formen
•› Nasenskelett: gibt der Nase die äußere Form
Nasenhöhle: Innere Anteil der Nase
• Wesentlich größer
• Begrenzungen: unten: harter Gaumen, oben: Siebbein der Schädelbasis, seitlich: werden vom Oberkiefer gebildet
• Annähernd dreieckiger Hohlraum, der durch die
- Nasenscheidewand Septum nasi in die rechte und linke Hälfte aufgeteilt wird (zwei meist ungleiche Höhlen) (Die Nasenscheidewand ist aus Knorpel und Knochen (Lamina perpendikulares und Vomer) aufgebaut)
• Diese werden wiederum in den Nasenvorhof (Vestibulum nasi) und Nasenhaupthöhle (Cavum nasi) unterteilt
• Der Nasenvorhof ist mit Haut (Epidermis) ausgekleidet, hier findet man auch die Nasenhaare (Vibrissen), die das Eindringen großer Fremdkörper verhindern
• Hinteren Nasenöffnungen der Nasenhaupthöhle(Choane): zwei hintere Ausgänge der Nasenhöhle zum Nasenrachenraum (Nasopharynx)
• An beiden Seitenwänden der Nasenhöhle befinden sich je eine
• Untere (Concha nasalis inferior), mittlere (Concha nasalis media), und obere (Concha nasalis superior) Nasenmuschel (Conchae nasales): drei dünne Knochenlamellen, die die Oberfläche der Seitenwände der Nasenhöhle vergrößern. Unter diesen wulstartigen Vorwölbungen liegen links und rechts jeweils ein entsprechender.
• Unterer, mittlerer und oberer Nasengang: im Bereich des unteren Nasenganges findet der Hauptluftstrom statt; im Bereich des mittleren Nasenganges befindet sich der Zugang zu den Nasennebenhöhlen (mit Ausnahme der Keilbeinhöhle)
• Ausmündung des Tränennasenkanals (Ductus nasolacrimalis)
• Die innere Nase ist mit respiratorischer und olfaktorischer Schleimhaut (im Bereich der Regio olfactoria (der Riechspalte)) ausgekleidet
• Gefäßversorgung der inneren Nase: A. Karotis externa und interna
• Locus Kieselbachii: Geflecht kleinerer Blutgefäße im Bereich der vorderen unteren Nasenscheidewand› Nasenbluten
• Nervenversorgung: sensibel: N. Trigeminus (V. Hirnnerv)
Funktionen der Nase
Erwärmung, Vorreinigung und Anfeuchten der Atemluft = Schutzorgan
- Wand der Nasenhöhle mit einer Schleimhaut überzogen, mit mehrreihigen Flimmerepithel, dessen Flimmerhärchen sich rhythmisch in Richtung Rachen bewegen› so werden die auf der Schleimhaut abgefangenen Fremdkörper abtransportiert
- Zwischen den Flimmerhärchen befinden sich Schleim produzierende Becherzellen, deren Sekret u. a. für die Anfeuchtung der Atemluft sorgt
- Vorwärmung erfolgt durch ein dichtes Geflecht feiner Blutgefäße an der Nasenschleimhaut. Je kälter die Atemluft, desto stärker wird die Nasenschleimhaut durchblutete (–> stärkere Erwärmung)
• Beherbergung des Riechorgans
- Riechschleimhaut mit den Riechzellen befindet sich unter dem von der Siebbeinplatte gebildeten Dach
- Die Fortsätze dieser Riechzellen vereinigen sich zu den Fasern des Riechnerven (N. olfactorius = I. Hirnnerv). Sie ziehen sich durch die Siebbeinplatte in die vordere Schädelgrube und melden dort Geruchsänderungen an das Riechhirn weiter.
• Resonanzraum für die Stimme/Einfluss auf die Stimme
- Durch Nasennebenhöhlen
• Reflexorgan
• Ruheatmungsorgan
Nasennebenhöhlen
• Paarig angeordnet
• Ebenfalls mit Schleimhaut ausgekleidet
• Luftgefüllter Hohlräume im Schädelknochen, die mit der Nase in Verbindung stehen
• Stirnhöhlen Sinus frontales
• Kieferhöhlen Sinus maxillares
• Siebbeinzellen Cellulae ethmoidales/Sinus ethmoidalis
• Keilbeinhöhlen Sinus sphenoidales
• Aufgaben:
• Vermindern das Gewicht des knöchernen Schädels
• stellen einen weiteren Resonanzraum für die Stimme dar
Tränennasengang
• Mündet in den unteren Nasengang
• Tränenflüssigkeit aus dem inneren Augenwinkel fließt in die Nasenhöhle ab
• –> beim Weinen muss man sich immer die Nase putzen
Diagnostik
• Anamnese
• Inspektion: Beurteilung der äußeren Nasenform
• Palpation
• Vordere Rhinoskopie: vordere Nasenabschnitte können mit Stirnreflektor und Nasen Spekulum betrachtet werden
• Hintere Rhinoskopie: Betrachtung der hinteren Nasenabschnitte endoskopisch oder transorale
• Rhinomanometrie
• Geruchstest
• Subjektive Riechprüfung: verschiedene Substanzen, sogenannte Riechstoffe, werden getrennt vor jedes, der beiden Nasenlöcher gehalten und der Patient gibt an, was er riecht
• Objektive Riechprüfung: Reaktion auf ein Riechstoffangebot kann durch computergesteuerte Ableitungen der dadurch ausgelösten Hirnströme erfasst und beurteilt werden
• Röntgen
NNH-CT
• Endoskopie
Erkrankungen der Nase, der Nasennebenhöhlen und des Nasopharynx
Allgemeine Symptome
• Nasenatmungsbehinderungen
• Rhinorrhoe (laufende Nase, Schnupfen)
• Kopfschmerzen
• Nasenbluten
• Schnarchen (als Folge)
Verschiedene Krankheitsbilder
• Septumdeviation (verbogene Nasenscheidewand) und Conchahyperplasie (Vergrößerung der Nasenmuscheln) und Choanalatresie
Akute Rhinitis (Schnupfen)
• Vasomotorische Rhinopathie
Epitaxis nasi (Nasenbluten)
• Fremdkörper
• Rhinitis sicca
• Ozaena
• Akute Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
Chronische Sinusitis
• Polyposis nasi et sinuum (Nasennebenhöhlen Polypen)
• Tumoren
• Frakturen z. B. Nasenpyramiden Fraktur
• Formfehler
• Nasenfurunkel
Weiter lesen auf Seite 3 …
Weitere Quellen zur HNO, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
