Autor/in: Christian88

Dyspnoe
Dyspnoe und die Schweregrade der Dyspnoe.

  • Text: Dyspnoe bedeutet Atemnot, in der Regel aufgrund eines akuten Sauerstoffmangels, bei noch funktionierender Motorik der Atmung.

Schweregrade der Dyspnoe (Einteilung)

1. Grad:

  • Atemnot nur bei größeren körperlichen Anstrengungen wie z. B. bei schnellem Gehen auf gerader Strecke, Berg aufgehen oder Treppensteigen, dies kann man bei langjährigen Rauchern aufmerksam beobachten.

2. Grad:

  • Atemnot schon bei geringer körperlicher Anstrengung z. B. beim langsamen Gehen auf ebener Strecke.

3. Grad:

  • Atemnot bereits bei geringen körperlichen Anstrengungen wie An- und Auskleiden oder leichten Verrichtungen im Haushalt.


4. Grad: Atemnot in Ruhe beim Sitzen liegen(Ruhedyspnoe).

  • Es gibt sehr viele Ursachen einer Dyspnoe, die meisten sind die Pulmonale und Kardiale Ursachen. Nicht zu vergessen sind die psychischen Ursachen, z. B. die emotionalen Faktoren.

Pulmonale Ursachen:

  • Pneumonie
  • Lungenfibrose
  • Pleuraerguss
  • Lungenemphysem
  • Lungentumor
  • Pneumothorax

Kardiale Ursachen:

  • Myokardinfarkt
  • Perikarditis, Perikarderguss
  • angeborene Herzerkrankungen (z. B. Herzklappenfehler)
  • Lungenödem
  • Asthma cardiale
  • Mitralstenose
  • Aortenstenose

Psychische Ursachen:

  • Panikattacke
  • Angststörungen

Maßnahmen bei Atemnot

  • Patienten nicht allein lassen!
  • Hilfe anfordern!
  • Bei Atemwegsverlegung durch Fremdkörperaspiration oder übermäßige Sekretion:
    manuelle Entfernung oder Absaugen
  • Atem erleichternde Positionen:
    Oberkörper hoch
    Kutschersitz (Arme auf Oberschenkel stützen = nimmt die Last vom Schultergürtel)
    Päckchen (auf Knien und Ellenbogen stützen)
    Torwart (Arme hoch)
  • beengende Kleidung entfernen
  • Frischluftzufuhr
  • Anleitung zur Atemtechnik: dosierte Lippenbremse
  • O2-Gabe
    nach Anordnung
  • evtl. Bedarfsmedikation
  • Vitalzeichen Kontrolle

Pflege bei einer Dyspnoe

Betroffene mit schwerer Dyspnoe empfinden Todesangst, da sie keine Luft bekommen. Erregung und Hilflosigkeit verstärken die Atemnot und die Angst zu ersticken. Das oberste Pflegeziel soll hierbei sein, den Betroffenen die Angst zu nehmen und Situationen zu vermeiden, die eine Dyspnoe auslösen oder verstärken könnten.

Schon bei der Aufnahme einen möglichst geeigneten Raum als Patientenzimmer wählen: hell, geräumig, eher hohe als niedrige Decke, mit Fenster (was sich weit öffnen lässt), nicht zu warm, ohne Hektik arbeiten und Ruhe bewahren (in brenzligen Situationen den Betroffenen beruhigen und keinen Stress verursachen). Aufgeregte Mitpatienten, -bewohner oder Besuch aus dem Zimmer schicken.

Ruhige Kommunikation mit dem Betroffenen und ihm das Gefühl vermitteln, dass man ihm in seiner schweren Situation beisteht. Die Lage des Betroffenen verändern, um die Atmung zu erleichtern (Unterstützen der Oberkörperhochlagerung, s. o.: Atem erleichternde Positionen). Für Frischluft sorgen, ggf. Ventilator aufstellen. Nonverbale Kommunikationsformen zulassen, da es vorkommen kann, dass der Betroffene sich nicht verbal äußern kann.

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