Autor/in: B. Pafel

Bandscheibenvorfall

Vorwölbung respektive Austritt der Bandscheibe in die Zwischenwirbellöcher oder in den Wirbelkanal mit Druck auf die Rückenmarksnerven respektive auf das Rückenmark selbst.

Man unterscheidet:

  • Protrusion (Es wölbt sich der äußere Teil der Bandscheibe vor.)
  • Prolaps (Es sind auch Teile des Bandscheibenkerns vorgefallen.)

Häufigste Lokalisation:

  • Lendenwirbelbereich

Lumbaler Bandscheibenvorfall

Es kann akut (Hexenschuss) oder chronisch auftreten. Tritt häufig beim Heben von Lasten oder ungewohnter Arbeit auf.

Symptome:

  • Bewegungseinschränkungen im LWS-Bereich. Man kann sich evtl. nicht aus gebückter Stellung erheben.
  • Schmerzen strahlen ins Gesäß, evtl. bis in den Fuß
  • Schmerzverstärkung durch Husten, Niesen und Pressen
  • Sensibilitätsstörungen
  • Evtl. Lähmungserscheinungen

Diagnostik:

  • Neurologische Untersuchung, z. B. der Sensibilität
  • Wirbelsäule röntgen
  • CT
  • MRT
  • Myelografie (Kontrastmitteldarstellung des Wirbelkanals)

Therapie:

  • zunächst Bettruhe (Stufenbett)
  • Schmerzmittelgabe
  • Medikament zur Muskelentspannung
  • Lokale Wärmeanwendung
  • Evtl. Streckbehandlung
  • Rückenschule
  • Evtl. operative Maßnahmen

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