Autor/in: Anonym

Wiederholungsfragen zum Thema Hygiene

Definieren Sie den Begriff Hygiene

Lehre von der Gesunderhaltung des Menschen und seiner Umwelt, durch Einsatz einschlägiger öffentlicher und privater – Vorkehrungen und Verfahren als Fachgebiet der Medizin mit den speziellen Richtungen ; Wasser, Boden, Luft, Umwelt, Sozialhygiene und Gesundheitsfürsorge

Definieren Sie den Begriff Gesundheit

Ist die Kraft, mit Einschränkungen zu leben. Körperlich, seelisch, physisch und soziales Wohlbefinden

Definieren Sie den Begriff Krankheit

Störung der Lebensvorgänge in Organ im gesamten Organismus mit der Folge von subjektiv empfundenen oder objektiv feststellbaren körperlich, geistig und seelischen Veränderungen

Beschreiben Sie physiologischen, psychischen und infektiösen Hospitalismus

1.) physiologischer Hospitalismus
Körperliche Veränderungen aufgrund von Bewegungsmangel, falscher Lagerung, fehlende prophylaktische Maßnahmen


2.) psychischer Hospitalismus
– Psyche. Störungen aufgrund mangelnder individueller Zuwendung.

3.) infektiöser Hospitalismus = Nosokomiale Infektion

Nennen Sie die Symptome der verschiedenen Hospitalismus arten

physiologischer Hospitalismus:

körperliche Veränderungen aufgrund Bewegungsmangel, fehlende Lagerung und fehlende prophylaktische Maßnahmen

Psychischer:

  • Passivität
  • Apathie
  • Vernachlässigung des äußeren
  • Depressionen
  • Einnässen und Einkoten

› Infektiöser

  • Harnweginfektion
  • Infektionen der unteren Atemwege
  • Postoperative Wundinfektion
  • Primäre Sepsis

Beschreiben Sie die verschiedenen Krankheitserreger

  • Bakterien (Protozoen)› sind einzellige Lebewesen. Sie pflanzen sich hauptsächlich durch einfache Querteilung fort.
  • Viren (Würmer)› bestehen nicht aus Zellen und besitzen auch keinen Zellkern. Haben keinen eigenen Stoffwechsel, sondern dringen in eine Wirtszelle ein und zwingen hier den Stoffwechselapparat der Zelle, neue Viren zu produzieren, die dann ausschwärmen und weitere Wirtszellen befallen.
  • Pilze (Ektoparasiten)› sind vielzellige Organismen. Sie besitzen einen echten Zellkern und ernähren sich von toten und lebenden Geweben des Menschen.

Wo leben Krankheitserreger und wo breiten sie sich aus?

  • Infektionsquelle› Mensch, Tier, unbelebte Stoffe
  • Eintrittspforten: Natürlich› Augen, Nase, Mundhöhle, Rachen, Bronchien, Lunge, Darm, Geschlechtsorgane, Haut
  • Eintrittspforte unnatürlich› Katheter, PEG, Schnittverletzung, Braunüle, Wunde

Definieren Sie den Begriff Desinfektion und Desinfektionsverfahren.

› abtöten von alten Pathogenen, Keimen
Die Desinfektion zieht darauf ab, Krankheitserreger auf einer Fläche oder einem Gegenstand so weit zu vernichten, dass eine Infektion davon nicht mehr ausgehen kann.

Desinfektionsverfahren

  • mechanische Desinfektion = Abwaschen, Abscheuern, Abspülen.
  • Physikalische „= Verbrennen, Auskochen, Abkochen, Dampfluft, Desinfektion mit UV-Strahlen.
  • Chemische „= Einsatz von Desinfektionsmittel (Haut, Hände, Instrumente)
  • Desinfektionsmethoden
  • wischen› Flächen und Haut
  • Sprühdesinfektion› Haut
  • Einlege-/ Tauchmethode› Instrumente
  • Einreiben

Definieren Sie den Begriff Sterilisation und Sterilisationsverfahren.

› Abtöten alter path., apath. Keimen!
– Durch eine Sterilisation werden sämtliche, Mikroorganismen, Viren und bakterielle Sporen abgetötet oder irreversible inaktiviert. Eine absolute Keimfreiheit wird angestrebt.
› Sterilisationsverfahren

Physikalisches Verfahren

  • feuchte Hitze (Dampf)› Hitze + Druck
  • Heißluft› (Metall, Glas, Porzellan, Silikon)
  • ionisierende Strahlung› Bestrahlung
  • chemisch physikalische
  • Niedrigtemperatur verfahren› Ethylenoxid (EO)
  • Gassterilisation› Formaldehyd (FO) › Gasster. + Dampf
  • Niedrigtemperatur Plasma

Umgang mit Steril gut

  • Kontrolle des Sterilisation Datum, Verfallsdatum
  • Kontrolle auf Unversehrtheit der Verpackung
  • erst kurz vor dem Gebrauch öffnen
  • Sterilverpackungen aufpellen und nicht mit dem Sterilgut die Verpackung durchstechen
  • Staub Aufwirbelungen beim Öffnen vermeiden
  • Berührungen mit den Verpackungsrändern vermeiden
  • falls das Sterilgut beschädigt ist, ist es dem Anwender mitzuteilen und es darf nicht mehr benutzt werden
  • nicht mit dem Rücken zum Sterilgut stehen

Beschreiben Sie Kriterien, die bei der Erstellung eines Desinfektionsplanes wichtig sind

  • Materialverträglichkeit
  • Wirtschaftlichkeit
  • Akzeptanz
  • Dosierbarkeit
  • Wann, wie, womit, warum, wer und was

Beschreiben Sie die einzelnen Schritte der hygienischen Händedesinfektion

1. Desinfektionsmittel auf Handflächen verreiben
2. rechte Handfläche über linken Handrücken linke Handfläche über rechten Handrücken
3. Handfläche auf Handfläche mit verschränkten, gespreizten Fingern
4. Außenseite der Finger auf gegenüberliegende Handfläche mit verschränkten Fingern
5. kreisendes Reiben des rechten Daumens in der geschlossenen linken Handfläche und umgekehrt
6. kreisendes Reiben hin und her mit geschlossenen Fingerkuppen der rechten Hand in der linken Handfläche und umgekehrt
BEACHTE: Hände über gesamte Einwirkzeit (30 Sek.) feucht halten.

Beschreiben Sie die Infektionskrankheiten, die im Altenheim am häufigsten als nosokomiale Infektion vorkommt (Bronchitis, Pneumonie)

AKUTE BRONCHITIS

Definition:
akute Entzündung der Bronchien (respektive Bronchialschleimhaut)
Ursachen: meist Viren

  • die akute Bronchitis tritt meist in Verbindung mit Erkältungskrankheiten, z. B. Schnupfen, Kehlkopfentzündung oder Luftröhrenentzündung auf, daneben aber auch bei anderen Infektionen, z. B. Masern, Scharlach u. v. a.
  • Einatmung giftiger oder die Atemwege reizender Gase (Ozon, Schwefeldioxid, Nitrogenase)

Symptome:

  • Husten mit Schmerzen im Brustkorb
  • Auswurf (zäh, spärlich weißlich; bei bakterieller Superinfektion eitriger Auswurf)
  • Leichte Temperaturerhöhung (nicht über 39 °C)

Pneumonie = Lungenentzündung

Definition
Entzündung des Lungenparenchyms
! Pneumonien stehen in der Todesursachen Statistik an 5. Stelle!
Ursache:

  • meistens Infektionen mit Bakterien (Pneumokokken, Influenza), Viren, Pilze (selten)
  • Andere Ursachen: z. B. Aspiration v. Magensaft, Lungenembolie

Klassische Leitsymptome einer typischen Bakteriellen Pneumonie:

  • plötzlicher Beginn mit Schüttelfrost u. hohem Fieber
  • schweres Krankheitsgefühl
  • Husten mit Auswurf: zunächst schleimig-eitrig, ab 2. Tag rotbräunliches Sputum durch Blutbeimengungen
  • flache, beschleunigte Atmung („Nasenflügeln“)
  • oft Brustschmerzen beim Atmen (durch mit entzündetes Brustfell)
  • süßlicher und übel riechender Mundgeruch

Impfung und Immunisierung

› Aktive Immunisierung: Durch eine Impfung mit abgeschwächten Krankheitserregern reagiert das Immunsystem mit einer künstlichen Infektion, auf die aber keine Krankheit entsteht. Danach kommt es zur Antikörperbildung.
› Passive Immunisierung: Bei der Impfung werden einem schon gebildete Antikörper gespritzt.

Allg. Regeln zum Ansetzen von Desinfektionsmittel

  • Handschuhe tragen
  • Erst Wasser, dann Wirkstoff
  • Kein warmes Wasser wegen des Geruches, Nebel oder Dampfbildung› Einatmung vermeiden
  • Dosierung genau einhalten (bei Überdosierung toxisch, bei Unterdosierung unwirksam)

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