Autor/in: Manuela Kunz

Wiederholungsfragen Puls und Blutdruck:

1. Geben Sie zur Pulspalpation (3) Alternativen zur Arteria radialis an!

  • Arteria carotis -Halsarterie
  • Arteria femoralis-Leistenarterie
  • Arteria poplitea-Kniekehlenarterie

2. Nennen Sie die lateinische Bezeichnung für eine physiologische und eine pathologische Pulsfrequenz Veränderung und geben sie jeweils ein Beispiel für deren Ursache an!

  • Tachykardie, z. B. körperliche Anstrengung.
  • Bradykardie, z. B.bei trainierten Sportlern(Sportherz).

3. Was ist mit einer vorgetäuschten Bradykardie gemeint?

  • Infolge Herzmuskelschwäche (mangelnde Kontraktion) wird nicht jede vom Herz ausgestoßene Blutwelle in der Peripherie als Pulsschlag tastbar. Kontrolle: zwei Pflegepersonen zählen gleichzeitig den Herzschlag (mit Stethoskop)und an der Arteria radialis.


4. Wann spricht man von einem Druckpuls?

– bei extrem lebensgefährlicher Verlangsamung des Pulses bis zu 20 Schläge pro Min. als Folge einer Reizung des Nervus vagus z. B. bei Hirndruckerhöhung(Hirntumor, Hirnödem etc.).

5. Wann spricht man von einer Arrhythmie? Nennen Sie bitte (2) Formen!

– Physiologisch Pulsschläge regelmäßig.

  • Weicht der Pulsschlag von regelmäßiger Schlagfolge ab>>Arrhythmie!

1)Physiologisch: Respiratorische Arrhythmie, Pulsfrequenz, Einatmung erhöht. Ausatmung verlangsamt.
2)Pathologisch: Extra systolische Arrhythmie „Herzstolpern“! Im Sinusrhythmus von Zeit zu Zeit vorzeitiger Schlag, dann ausgleichende Pause.

6. Beschreiben Sie kurz den Begriff Puls Qualität!

  • Füllungszustand der Gefäße, die beim Puls messen getastet werden (Übung und Erfahrung.)
  • Es hängt ab von: Füllung der Blutgefäße, der zirkulierenden Blutmenge, Schlagvolumen des Herzens, Elastizität der Arterien.

7. Machen Sie einige Angaben zur Technik der Pulspalpation.

  • Tasten mit 3mittleren Fingern der rechten Hand.
  • Niemals mit Daumen tasten(evtl. eigener Puls).
  • 15Sekundenzählen,mit 0 anfangen, mit 4 multiplizieren.
  • 1ertasten auf beiden Seiten.

8. Nennen Sie (5)Faktoren, von denen der Blutdruck abhängig ist.

  • Kontraktionskraft des Herzens (Muskel)
  • Menge des zirkulierenden Blutes
  • Elastizität der Arterien (Windkesselfunktion)
  • der Kontraktion
  • Lebensalter, Geschlecht

9. Welche physiologischen Ursachen für einen hohen oder einen niedrigen Blutdruck kennen Sie? Geben Sie bitte (2) Beispiele an.

  • Hypertonie=RR erhöht – Stress, Übergewicht

10. Beschreiben Sie kurz die Regulierung des Blutdrucks.

  • Erfolgt im Kreislaufzentrum des verlängerten Rückenmarks
    über das vegetative Nervensystem.
    Sympathikus>RR erhöht, Stoffwechsel erhöht, Energieverbrauch erhöht,
    Körper auf der Arbeit einstellen.
    Parasympathikus>RR niedrig, Stoffwechsel niedrig, Körper auf Ruhe
    einstellen.

11. Nennen Sie (5)Anzeichen für einen Blutdruckanstieg.

– hochroter Kopf, gestaute Halsvenen, harter Puls bei normaler Frequenz,
– Gut durchblutete Haut, Schweißausbruch.

12. Wann spricht man von einer Hypertonie?

  • RR höher als 160/90 unabhängig vom Alter.

13. Erklären Sie kurz den Begriff Orthostatische Hypotonie und nennen Sie jeweils (2) Begleitsymptome sowie (2)Ursachen.

Hypertonie durch Lageveränderung von der Horizontalen zur Vertikalen. Absacken des Blutes in den Venenbereich der Beine.
Begleitsymptome: Schwindel, Ohrensausen.
Ursachen: Immobilität(Bettruhe), Infektionen.

14. Nennen Sie (5)Anzeichen für einen Blutdruckabfall.

  • Kalter Schweißausbruch
  • Blässe, Zyanose der Lippen
  • Übelkeit
  • kühle Haut
  • verfallenes Aussehen, evtl. Bewusstseinseintrübung.

15. Was versteht man unter einem Kreislaufkollaps? Nennen Sie (2)Ursachen und (4)Symptome.

Ohnmacht/Synkope=akute, hypotone Dysregulation(Dys=fehl) des Kreislaufes mit kurz dauernden Bewusstseinsverlust.
Ursache: Herzrhythmusstörungen, starkes emotionales Erlebnis.
Symptome: kalter Schweiß, Blässe, Übelkeit, Schwindel.

16. Geben Sie bitte (5)Ursachen für einen Schockzustand an.

  • Kardiogener Schock=primäres Herzversagen
  • anaphylaktischer Schock=starke allergische Reaktion
  • traumatischer Schock=Schreckerlebnis, Verletzung
  • hypovolämischer Schock=plötzlicher Blut/Flüssigkeitsverlust
  • hypoglykämischer Schock=Blutzucker unter 50 mg%

17. Unterscheiden Sie bitte (4)verschiedenartige Stadien bei Bewusstseinsstörungen.

  • Apathie >Teilnahmslosigkeit
  • Somnolenz >Schläfrigkeit, Konzentrationsschwäche
  • Sopor > nur durch starke Schmerzreize weckbar
  • Koma >schwerste Art der Bewusstlosigkeit

18. Nennen Sie bittet (4)Indikationen zur Blutdruckmessung.

  • Ärztliche Anordnung
  • Bei Neuaufnahmen (Ausgangswert)
  • Verlaufskontrollen bei Blutdruckerkrankung
  • Medikamentöse Therapie (Hypo/Hypertonus 2tägl.)

19. Bei welchen Bewohnern (Extremitäten)dürfen Sie nicht Blutdruck messen?

  • Apoplex, gelähmte Seite
  • Offene Wunden
  • Shunt (Dialysepatient)
  • Intravenöse Infusion

20. Nennen Sie (6)Fehlerquellen, die beim RR-messen auftreten können.

  • Manschette zu schmal
  • Arm nicht Herzhöhe
  • Unruhe, Lärm
  • Zu schnell gemessen
  • Zu fest aufgepumpt
  • Verwickelte Schläuche
  • Nicht richtig angelegt.

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