Autor/in: Anonym

Psychologie Klausur über Stress, Mobbing, Burn-out und Ich-Botschaften

Mobbing:

1. Erläutern Sie den Begriff Mobbing.

Der Begriff Mobbing heißt übersetzt anpöbeln, attackieren, angreifen.
Definiert wird Mobbing als das schikanöse Handeln einer oder mehrerer Personen, das gegen eine Einzelperson oder eine Personengruppe gerichtet ist. Diese Handlungen werden meist über einen längeren Zeitraum wiederholt.

2. Nennen Sie die Ursachen für Mobbing.

Es gibt zwei verschiedenen Arten von Ursachen:
Strukturelle Ursachen z. B.: keine ausreichenden Kommunikationsstrukturen vorhanden, mangelnde Führungsfunktionen, Ausüben von Leistungsdruck zur Erfüllung von Zielvorgaben und unfähige, überforderte und missgelaunte Vorgesetzte.
Individuelle Ursachen z. B.: mangelnde Konfliktfähigkeit, schwache Leistung und Arbeitsabsprachen werden nicht eingehalten.


3. Nennen Sie die Auswirkungen von Mobbing.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Auswirkungen:
Strukturelle Auswirkungen z. B.: Intrigen, Angst und Arbeitsklima.
Individuelle Auswirkungen z. B.: Krankheit, Lustlosigkeit, Erschöpfung, Frust, Aggressionen und Stress.

Stress:

1. Definieren Sie den Begriff Stress.
Stress ist eine Belastung, die der Körper durch zu lange dauernde oder ihm unangemessene Reize und schädigende Einflüsse erfährt.

2. Welche Stressreaktionen gibt es? Nennen Sie jeweils zwei Beispiele.

Kognitive Reaktion z. B.: Leere im Kopf, Konzentrationsmangel und Denkblockaden.
Emotionale Reaktion z. B.: Angst, Nervosität und Ärger.
Vegetative-hormonelle Reaktion, z. B.: schneller Atem und Blutdruckanstieg.
Muskuläre Reaktion, z. B.: Zittern und Spannungskopfschmerzen.

3. Was ist der Stressor? Nennen Sie ein Beispiel.

Der Stressor ist ein Reiz, das Stress erzeugende Ereignis, z. B.: der Säbelzahntiger, vor dem man flüchten muss, Lärm, Chef und Patient.

4. Erklären Sie den Unterschied zwischen Distress und Eustress.

Distress ist der negative Stress, der das Burn-out-Syndrom hervorruft, hierbei sollte man Ursachenforschung betreiben.
Eustress ist der positive Stress, dieser geht von selbst weg.

5. Nenne die beiden Grundaussagen von Lazarus.

a.) Stressempfinden ist sehr individuell, abhängig von der Bewertung einer Situation.
b.) Es liegt eine starke Betonung auf Bewältigungsstrategien.

6. Nenne Bewältigungsstrategien gegen Stress.

  • Ausschalten des Stressors (Lärm ausschalten, sich nicht unter Zeitdruck stellen)
  • an der Person ansetzen (sich streßresistenter machen)
  • Abbau von Stressenergie (Sport)
  • Für ruhige Momente und Entspannung sorgen (Yoga, Buch lesen, ein Bad nehmen)

7. Was ist die Funktion von Stress?

Die Funktion ist die Aktivierung körpereigener Energien, z. B.: zur Flucht und zum Angriff, hilft zum Überleben. Es werden Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin, Testosteron und Cortisol ausgeschüttet.

Burn-out:

1. Nennen Sie die Definition und die Beschreibung vom Burn-out-Syndrom.

Burn-out bedeutet übersetzt Ausbrennen. Dieses ist der psychische und physische Abbau eines Menschen.

2. Was sind Warnsignale von einem Burn-out? Wann und wie macht es sich bemerkbar?
Warnsignale sind:

Körperliche Erschöpfung:

  • Energiemangel
  • häufige Kopfschmerzen
  • Verspannung der Hals- und Schultermuskulatur
  • Rückenschmerzen
  • Anfälligkeit gegen Krankheiten

Emotionale Erschöpfung:

  • Gefühl der Niedergeschlagenheit
  • Wunsch in Ruhe gelassen zu werden
  • Gefühl der inneren Leere
  • Erhöhte Reizbarkeit und Nervosität

Geistige Erschöpfung:

  • negative Einstellung der eigenen Leistungsfähigkeit (man fühlt sich den Anforderungen nicht mehr gewachsen)
  • kranke Menschen werden nur noch als „Jemand“ wahrgenommen
  • Entwicklung negativer Einstellung von Kollegen

3. Nennen Sie Möglichkeiten im Vorfeld, damit es erst gar nicht zu einem Burn-out kommt.

  • Öfters mal „NEIN“ sagen
  • die Zeit besser einteilen
  • Besprechung im Team
  • innere Warnsignale betrachten
  • stärker auf das eigene Befinden eingehen
  • mal einen Termin absagen
  • Entspannungsübungen machen

4. Nennen Sie drei Belastungsquellen.

Belastungsquellen sind z. B.: der Beruf, die Familie, die Umwelt, das soziale Umfeld und der Freundeskreis.

5. Wie entwickelt sich ein Burn-out? (Typische Entwicklungsmuster)

  • Freundlichkeit und Idealismus
  • Überforderung
  • geringer werdende Freundlichkeit
  • Schuldgefühle
  • vermehrte Anstrengung, tüchtig und freundlich zu sein
  • Erfolglosigkeit
  • Hilflosigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Erschöpfung, Abneigung gegen Klienten-Burn-out: Selbstbeschuldigung, Flucht, Zynismus, Sarkasmus, psychosomatische Reaktion, Fehlzeiten, Unfälle, hastige Liebschaften, plötzliche Kündigung.

6. Burn-out und Altenpflege: Was sind die berufstypischen Belastungsquellen?

Berufstypische Belastungsquellen sind:
Zeitdruck, Zeitnot, Personalmangel, Kommunikationsprobleme bei Demenz, Wissensdefizite durch zu wenig Weiterbildung, kein Lob, keine Anerkennung, Schuldgefühle und überhöhte Ideale.

Ich – Botschaften:

1. Nennen Sie die Definition von Ich-Botschaften und nennen Sie Beispiele.
Die Ich Botschaft übermittelt genau die Empfindung, die durch das Verhalten von Mitmenschen ausgelöst worden sind. Sie spiegelt damit auch wider, dass man selbst ein Problem hat und nicht der Gegenüber.
Bsp.: Ich bin enttäuscht!
Nennen Sie die Definition von Du – Botschaften und nennen Sie Beispiele.
Mit der die Botschaft vermittelt man häufig Vorwürfe, bevorzugt sie aber, um eigene Gefühle nicht direkt zu offenbaren.
Bsp.: Du bist rücksichtslos!

2. Was ist der Unterschied zwischen ich – Botschaften und Du – Botschaften?
Bei ich Botschaften spricht man seine eigenen Gefühle und Empfindungen aus.
Die Botschaften sind oftmals Schuldzuweisungen und Vorwürfe.

3. Welche Funktion haben die Ich – Botschaften?
Der andere erkennt, dass ich ein Problem habe, ausgelöst durch sein Verhalten. Er bekommt die Wirkung seines Verhaltens übermittelt, ohne durch einen Vorwurf oder Angriff zu provozieren. Dieses führt dazu, dass er darüber nachdenkt und sein Verhalten ändert.

4. Was sind die Fehler und die Grenzen von ich – Botschaften?

Es gibt verschiedene Fehler von ich Botschaften:

1. Falsche Ich Botschaften:

Hierbei handelt es sich um Aussagen, die etwas über den Gesprächspartner, nicht jedoch über den Sprecher beinhalten. Beispiel: „Ich habe das Gefühl, dass Sie …“. Es handelt sich also eigentlich um eine Du Botschaft.

2. Generalisieren:

Verallgemeinern von Beobachtungen und Gefühlen, anstatt sich auf die konkrete Situation zu beziehen. Beispiel: „Immer wenn ich Sie sehe, fühle ich mich bedrängt.“

3. Gefühle begründen:

Eigene Gefühle auszusprechen, ist zunächst ungewohnt, weshalb erste Ansätze mit langen Begründungen und Erklärungen verwässert werden. Wir haben aber ein Recht auf unsere Gefühle und brauchen sie daher nicht zu begründen.

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