Autor/in: Rolf Axmann

Klausurfragen zum Thema spezielle Arzneimittellehre Seite 2

75.) Nennen Sie verschiedene Untergruppen von Antidepressiva!

Trizyklische Antidepressiva (TCA)
Selektive Serotonin-Wiederaufnahme Hemmer (SSRI)
Monoaminooxidase (MAO-Hemmer)
Reversible selektive MAO-A-Hemmer (RIMA)
Andere Antidepressiva(Mirtazapin, Trazodon, Tolvin, Nefadar)

76.) Was liegt zwischen zwei Nervenzellen?

Der synaptische Spalt

77.) Was bedeutet Re Uptake?

Wiederaufnahmehemmer = Re-Uptake-Hemmer

Inhaltsverzeichnis


78.) Nennen Sie ein altes Antihistaminika!

Fenistil (macht müde)

79.) Nennen Sie neue Antihistaminika!

24h Fenistil
Zyrtec
Lisino

Machen alle nicht müde!

80.) Was wurde früher zur Behandlung von manisch-depressiven Psychosen eingesetzt?

Lithiumsalze (z. B.Quilonom)

81.) Wie wirken Tranquilizer?

Vorsicht: Abhängigkeitspotential

anti neurotisch
teilweise Muskelrelaxierend und anti epileptisch
angstlösend und hypnotisch/sedativ

82.) Bei welchen Erkrankungen werden Tranquilizer eingesetzt?

Bei leichten psychotischen Erkrankungen

83.) Nach welchem Zeitraum sollten Tranquilizer ausgeschlichen werden?

Nach 2–3 Wochen

84.) Woran sind Tranquilizer schon an der Packankaufschrift zu erkennen?

An der Endung „zepam“

85.) Nennen Sie Beispiele für Tranquilizer!

Oxazepam
Diazepam
Adumbran
Lexotanil
Valium

86.) Welchen Neurotransmitter verstärken Tranquilizer?

Gaba

87.) Was kann bei der Einnahme von Tranquilizer, gerade bei älteren Menschen passieren?

Das Mittel kann paradox(gegenteilig) wirken
durch die muskelrelaxierende Wirkung können sie nachts leicht fallen

88.) Was sind Nebenwirkungen der Tranquilizer?

Müdigkeit
Einschränkung des Denkvermögens

89.) Nennen Sie Psychostimulanzien!

Koffein (aufputschend)
Appetitzügler (Guarana), z. B. Recatol
Ritalin (BTM) für hyperaktive Kinder

90.) Wie viel Stunden Schlaf reichen für den alten Menschen in der Regel aus?

5-6 Stunden

91.) Wie ist der Schlaf, unter dem Einsatz von Hypnotika?

Er ist nicht zu vergleichen mit dem physiologischen Schlaf (gestörtes Schlafmuster)

92.) Was ist der Biorhythmus?

Der Wechsel Schlafen / Wach sein

93.) Nennen Sie die zwei Schlafphasen und in welchem Verhältnis diese zueinander stehen!

Orthodoxer Schlaf (der normale ruhige Schlaf)
Paradoxer Schlaf (REM = Schnelle Augenbewegungen)
Diese beide wechseln sich immer gegenseitig ab

94.) Sind Benzodiazepine auch im Bereich Hypnotika zu finden?

Ja, z. B. Rohypnol, Dormicum

95.) Was bedeutet Halbwertzeit?

Der Wirkstoff ist zur Hälfte abgebaut

96.) Was bedeutet Hang Over?

Die unerwünschten Nachwirkungen von zentral dämpfenden Arzneimitteln

97.) Nennen Sie ein ganz neues Schlafmittel

Sonata

98.) Was passiert beim Parkinson?

Das Gehirn kann nicht mehr genug Dopamin (Neurotransmitter) herstellen
die Gehirnzellen, die Dopamin herstellen, gehen zugrunde
Acetylcholin (auch Neurotransmitter) ist zu hoch
Zu viel Acetylcholin und zuwenig Dopamin führen zur Muskel steife (Rigor)

99.) Wie kann beim Parkinson eine Diagnose erstellt werden?

Nur aufgrund der Symptomatik, nicht anhand von Laborwerten

100.) Wie heißt die gestörte Bewegung beim Parkinsonkranken?

Akinese

101.) Nennen Sie Symptome beim Parkinson!

Tremor = Zittern
Er schreibt zittrig und immer kleiner
Gestörter Bewegung
Trippelnder, kleinschrittiger Gang, schlurfend, gebeugt gehend
Gestörte Reflexe
Psychische Veränderungen in depressiver Richtung
Veränderung der Stimme(leiser, monotoner, heiser)
Salbengesicht, versteifte erstarrte Mimik

102.) Wie heißt das Medikament zur Behandlung vom Parkinson?

Madopar = Levodopa(Vorstufe des Dopamin) + Benserazid (Behilfsstoff)

103.) Warum muss neben dem Madopar noch Benserazid verabreicht werden?

Weil Dopamin selbst hier nicht arbeiten kann
Es erreicht nicht die Gehirnzellen
Es kann nicht die Gehirnblutschranke passieren

104.) Welche Arzneimittelgruppe dämpft den Botenstoff (Neurotransmitter) Acetylcholin? 3 Beispiele

Anticholinergika
Z. B. Akineton, Tremarit
Artane

105.) Nennen Sie Dopaminabbau Hemmer!

COMT-Hemmer
MAOB – Hemmer (Selegilin / Movergan

106.) Nennen Sie zwei Dopamin-Agonisten(holt die letzten Reserven raus) und bei welchem Patienten werden diese zuerst angewandt?

Reyuip
Sifrol
Beim jüngeren Patienten

107.) Welches Parkinson-Mittel gibt es seit 1999 und wogegen wirkt es besonders?

Parkinsan
Besonders wirksam gegen Tremor

108.) Nennen Sie ein Beispiel für einen Dopaminabbau Hemmer(COMT-Hemmer)

Comtess (das einzige Mittel)

109.) Wie heißen die ältesten Parkinson Medikamente?

Anticholinergika (Akineton / Artane)

110.) Was wurde zufällig für die Parkinson-Therapie entdeckt?

Amantadine (bremsen Glutamat)(z. B. PK-Merz)

111.) Zu welcher Gruppe gehören die Dopamin-Agonisten?

Mutterkornalkaloide

112.) Nennen Sie Nebenwirkungen von Madopar!

Schwankungen
Müdigkeit
Fluktuation der Beweglichkeit

113.) Was ist absolut wichtig, bei der Behandlung mit Parkinson-Medikamenten?

Niemals einfach absetzen
Dosierungsschema muss auch wirklich durchgezogen werden(auf die Stunde genau)

114.) Was ist eine Demenz?

Nachlassende Hirntätigkeit aufgrund absterbender Hirnzellen

115.) Was sind Antidementiva?

Medikamente gegen Demenz

116.) Was sind Nootropika?

Arzneimittel, denen eine günstige Beeinflussung auf die Hirnfunktion zugeschrieben wird

117.) Was ist der Alzheimer?

Krankheit des Gehirns
Der Beginn ist schleichend

118.) Symptome beim Alzheimer?

Vergesslichkeit
Reizbarer
Psychische Veränderungen
Unter Umständen aggressiv
Endphase geht mit starkem körperlichem Verfall einher

119.) Nennen Sie die drei Alzheimer-Medikamente

Cognex
Aricept
Exelon

120.) Die drei genannten Medikamente bewirken beim Alzheimer was?

Sie versuchen die Krankheit aufzuhalten, indem sie Acetylcholin hochsetzen

121.) Was versuchen Nootropika?

Die psychische Leistungsfähigkeit zu verbessern, bei Patient, die altersbedingt etwas abbauen
die normalen Abbauprozesse des Gehirns lassen sich nicht aufhalten

122.) Nennen sie drei Nootropika-Medikamente!

Nootrop
Piracetam-ratio
Encephabol

123.) Welches pflanzliche Mittel kann die Durchblutung verbessern und somit die Durchblutung?

Ginkgo (z. B. Tebonin)

124.) Was ist die wichtigste Ursache für KHK?

Verengung der Herzkranzgefäße

125.) Welche Medikamente (Koronar mittel) werden bei der Koronar-Sklerose genommen?

Nitrate
Z. B. Nitrolingual
Isoket
ISDN (Iso-Sorbit-Dinitrat)

126.) Was bewirken Nitrate?

Sie bewirken eine Gefäßerweiterung(die wichtigste Wirkungsart)
Blutdruck wird gesenkt
Das Herz wird entlastet

127.) In welche zwei Gruppen wird bei den Koronar mitteln unterschieden?

Kurzfristige Hilfe (akuter Anfall / Nitrolingualspray)
Dauertherapie(langfristige Hilfe)(z. B. ISDN)(Wirkungseintritt ca. nach 1 Std., hält sehr lange vor!)

128.) Welcher Blutdruck gilt heute als zu hoch?

Systolisch über 140 mmHg
diastolisch über 90 mmHg

129.) Was sind Antihypertonika?

Medikamente gegen Bluthochdruck

130.) Was ist eine essentielle Hypertonie?

Bluthochdruck ungeklärter Ursache

131.) Was bedeutet TTS?

Transdermales therapeutisches System (Nitropflaster)

132.) Ein anderer Begriff für Diuretika?

Saluretika

133.) Welche Diuretika kennen Sie?

Thiazide und Abkömmlinge (Esidrix)
Schleifendiuretika(Furosemid, Fusid, Lasix)
Kalium sparende Diuretika (Jatropur)

134.) Was sollen Diuretika bewirken?

Salze ausschwemmen
Ödeme, Flüssigkeit ausschwemmen

135.) Anderer Begriff für Beta-Blocker

Beta-Sympatholytika

136.) Wo setzen Alpha-Blocker, wo Beta-Blocker an?

Alpha: an den Blutgefäßen
beta: am Herzen und an den Bronchien

137.) Wofür steht der Sympathikus?

Aktion (Adrenalin), Blutgefäße verengen sich, der Blutdruck steigt

138.) Wofür steht der Parasympathikus?

Für Ruhe, Entspannung (Acetylcholin)

139.) Was bewirkt der Betablocker?

Er schirmt das Herz ab vor dem anregenden Einfluss des Sympathikus
das Herz arbeitet ruhiger
die Herzfrequenz wird gesenkt

140.) Bei welchen Patienten dürfen keine Betablocker genommen werden?

Bei Asthmatikern

141.) Welche Endungen deuten auf Betablocker hin?

„olol“

142.) Was sind ACE-Hemmer?

Sind Substanzen, die Blutdrucksenkend wirken
sie hemmen das Angiotensin-Conversions-Enzym, das die Umwandlung von Angiotensin I. in Angiotensin II. bewirkt

143.) Wie heißt der stärkste Vasokonstriktor, der bisher im Organismus gefunden wurde?

Angiotensin II.

144.) Wo ist die Angiotensin II. – Konzentration besonders hoch?

Bei der essentiellen Hypertonie

145.) Wo erzielen die ACE-Hemmer eine besonders gute Wirkung?

In Kombination mit Diuretika, bei schwerer Hypertonie

146.) Was bewirken Angiotensin-Antagonisten?

Hemmen die Wirkung von Angiotensin II. am Rezeptor

147.) Welche Endungen deuten auf Angiotensin.-Antagonisten hin?

„artan“

148.) Welche Wirkung haben Alpha-Blocker?

Gefäßerweiternd
dadurch blutdrucksenkend

149.) Was bewirken Calciumantagonisten?

Hemmen dosisabhängig am Herzen und an der glatten Muskulatur den Calciumstrom ins Zellinnere
gefäßerweiternd, blutdrucksenkend

150.) Ein Beispiel für einen Calciumantagonisten und welche Endung deutet auf diesen hin?

Adalat
Endungen „ipin“ (z. Nifedipin)

151.) Wie wirken zentrale Alpha-Sympathomimetika? Ein Beispiel!

Blutdrucksenkend
z. B. Catapresan

152.) Wie wirken direkte Vasodilatatoren?

Starke, schnelle Gefäßerweiterung
stark und schnell wirksam
blutdrucksenkend
speziell bei Blutdruckkrise

153.) Nennen Sie Antihypertonika

Diuretika
Betablocker
ACE-Hemmer
Angiotensin-Antagonisten
Alpha-Blocker
Calciumantagonisten
Zentrale Alpha-Sympathomimetika
Direkte Vasodilatatoren

154.) Was sind Antiarrhytmika?

Medikamente gegen unregelmäßigen Herzrhythmus
Man unterscheidet zwischen Tachykardie und Bradykardie

155.) Nennen Sie zwei Antiarrhytmika

Rytmonorm
Cordarex
Isoptin

156.) Teilen Sie die Herzinsuffizienz auf

Rechtsherzinsuffizienz
Linksherzinsuffizienz
Chronische Herzinsuffizienz

157.) Beschwerden bei der Herzinsuffizienz

Ödeme
Erschwerte Atmung
Nicht belastbar

158.) Medikamente bei der Herzinsuffizienz

Diuretika
ACE-Hemmer
Herzglykoside

159.) Was bewirken Herzglykoside?

Sie verbessern die Kontraktionskraft und die Durchblutung
sie schwemmen Ödeme aus
sie verlangsamen die Schlagfrequenz
Erschwerung der Erregungsleitung
Aus schwemmende Wirkung

160.) Was ist das Besondere bei Herzglykosiden?

Sie haben eine geringe therapeutische Breite
Optimale Dosierung erforderlich
Falsche Dosierung (1 Tbl. Zu viel kann tödlich sein)
Ständige Übelkeit könnte ein Zeichen für eine Überdosierung sein.

161.) Was bedeutet therapeutische Breite?

Dosierungsintervall zwischen wirksam und toxisch ist sehr klein

162.) Nennen Sie Beispiele für Herzglykoside

Lanicor
Digimerck
Lanitop

Weitere Quellen zu spezielle Arzneimittellehre
spezielle Arzneimittellehre

Spezielle Arzneimittellehre I
Pharmakologie

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