Autor/in: Rolf Axmann

Fragenkatalog Gerontopsychiatrie Pflege

55.) Nennen Sie Ressourcen und Risiken im Bereich psychiatrische Notfälle!

Welche Kompetenzen sind vorhanden?
Wie ist die Kooperationsbereitschaft oder Bereitschaft
Sinnes Orientierung oder Orientierung in anderen Beziehungen
Selbstgefährdung/Fremdgefährdung/Sturzgefahr?
Reaktion von Angehörigen und Belastbarkeit.

55.) Was gibt es zum Thema zuhören zu sagen?

Den Betroffenen ausreden lassen
einfühlend verstehen
keine Korrekturen
Hier und Jetzt-Gefühle ansprechen
Gefühle akzeptieren

56.) Welche Handlungsstrategien gibt es?

Pflegende geben in respektvoller Weise Anweisungen kurz und klar
Soziale Netz aktivieren: Freunde, Angehörige, Betreuer
Klärung: Medikamente?
Ggf. Einweisung Psychiatrie.


57.) Was ist psychische Gesundheit?

Psychisch gesund ist, wer weitgehend:
Wohlbefinden erlebt
Sich positiv fühlt
Zufrieden und frei von Beschwerden und Angst ist
Sich selbst akzeptieren kann
Seine Bedürfnisse befriedigen kann
Psychisch kompetent Stress und Einbußen kompensieren und sich kontrollieren kann
Arbeits- und liebes fähig ist

58.) Was ist psychische Krankheit?

Wer in mehreren Bereichen gestört ist und verhaltensauffällig reagiert

59.) Was sind Psychosen?

Sind schwere psychische Erkrankungen mit Halluzinationen, Wahn und Realitätsverlust

60.) Was sind Neurosen?

Sind leichtere Erkrankungen ohne Realitätsverlust

61.) Wie viele alte Menschen haben psychische Alterskrankheiten?

25 %, d. h. jeder 4. alte Mensch ist psychisch gestört

62.) Nennen Sie organische, symptomatische psychische Störungen!

Demenz bei Alzheimer
Vaskuläre Demenz
Delir(akute Verwirrtheit)
Psychische Störungen
Schizophrenie und wahnhafte Störungen
Affektive Störungen(Depression, Manie)
Neurotische Belastungs- und somatoforme Störungen
Verhaltensauffälligkeiten und körperliche Störungen
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

63.) Schwere psychische Störungen?

Mit akuter Lebensgefahr: Delir, Vergiftungen, Suizidgefahr
mit schweren Verhaltensstörungen: akute Psychose mit Selbst/Fremdgefährdung, z. B.Wahn, Depression mit Stupor und Selbstbestrafung
mit hoher Chronifizierungsgefahr
schwer psychisch Kranke benötigen intensive Zuwendung in der Pflege

64.) Nennen Sie die Einteilung schwerer psychischer Störungen!

1/3 = 1x im Leben akut
1/3 = mehrfach im Leben akut
1/3 = chronisch

65.) Nennen Sie Bewusstseinsstörungen!

Bewusstseins-Verminderung(man nimmt weniger wahr)
Bewusstseins – Trübung(Dinge scheinen anders, falsche Wahrnehmung)
Bewusstseins – Einengungen(bestimmtes nimmt man klar wahr, anderes dafür ist weg)
Bewusstseins-Verschiebung(keine geraden Linien, Bruch in der Wahrnehmung)

66.) Nennen Sie die Orientierungsstörungen!

Zeitlich
örtlich
situativ
zur eigenen Person

67.) Was zählt zu den Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen

– Auffassungsstörungen
– Konfabulationen und Paramnesien(Erinnerungsverfälschung)
– Konzentrationsstörungen
– Merkfähigkeitsstörungen
– Gedächtnisstörungen

68.) Was sind formale Denkstörungen?

Gehemmt, verlangsamt, umständlich, eingeengt
perseverieren (haften bleiben), grübeln
Gedankendrängen, Ideenflucht, Vorbeireden, Gedanken abreißen
Inkohärent(unzusammenhängend) zerfahren, Wort-Neuschöpfungen

69.) Was sind Befürchtungen und Zwänge?

Misstrauen
Hypochondrie(Krankheitsbefürchtungen)
Phobien
Zwangs-Denken
Zwangs-Impulse
Zwangs-Handlungen

70.) Was zählt alles zum Wahn?

Wahnstörung, Wahnwahrnehmung,Wahneinfall, Wahngedanken,
Systematischer Wahn,Wahndynamik
Beziehungswahn, Beeinträchtigungswahn, Verfolgungswahn, Eifersuchtswahn
Schuldwahn, Verarmungswahn, hypochondrischer Größen-Wahn

71.) Was sind Sinnestäuschungen?

a. Illusionen
b. Stimmen hören
c. Optische Halluzinationen
d. Körperhalluzinationen
e. Geruchshalluzinationen
f. Geschmackshalluzinationen

72.) Was zählt alles zu den Ich-Störungen?

a. Derealisation
b. Depersonalisation
c. Gedanken-Austreibung
d. Gedanken-Entzug
e. Gedanken-Eingebung
f. Fremdbeeinflussung

73.) Was sind Störungen der Affektivität?

a. Rat und gefühllos, affektarm, vital gestört, deprimiert, hoffnungslos
b. euphorisch, dysphorisch, gereizt, innerlich unruhig, ängstlich
c. klagsam, jammernd, Insuffizienz, Schuld,Verarmungsgefühle
d. gesteigertes Selbstwertgefühl, Affekt-labil, starr
e. ambivalent, Parathymie(Gefühle widersprechen dem Denken)

74.) Was sind Antriebsstörungen?

a. antriebsarm, Antriebs-gehemmt, Antriebs-gesteigert, unruhig, Parakinesen
b. manieriert-bizarr, theatralisch, mutistisch, logorrhoisch

75.) Was ist die Circadiane Besonderheit(in einem bestimmten Kreis folgende Störungen)?

a. morgens oder abends schlechter
b. abends besser

76.) Nennen Sie andere Störungen!

a. Rückzug
b. Umtriebig
c. Aggressiv
d. Suizidal
e. Keine Krankheitseinsicht

77.) Was spricht für eine Depression? Was spricht für eine Demenz?

Für eine Depression spricht: Für eine Demenz spricht:
Rascher Beginn, schleichender Beginn
Schnelles Voranschreiten des Krankheitsbildes langsames Voranschreiten des Krankheitsbildes
Der Patient ist sich des Verlustes seiner Gedächtnisleistung
Schmerzlich bewusst und reagiert darauf resigniert der Patient ist sich des Verlustes von Gedächtnis,
Merkfähigkeit, Auffassungsvermögen und Urteilsvermögen nicht bewusst
Der Patient klagt sich selbst an und übertreibt seine
Fehler der Patient fühlt sich keinesfalls schuldig
Der Patient macht einen ratlosen Eindruck, findet sich
Aber in seiner Umgebung zurecht, der Patient kann sich auch in vertrauter Umgebung zunehmend schlechter orientieren
Der Patient zieht sich verunsichert zurück, der Patient verharmlost und beschönigt seine kognitiven
Einbußen

78.) Was sind die Grundvoraussetzungen für die gerontopsychiatrische Pflege(Umgang mit psychisch Kranken!)?

Zuwendung
Empathie
Akzeptanz
Kongruenz
Das bedeutendste Heilmittel ist die Person des Pflegenden und seine Beziehungsfähigkeit
Beziehungspflege

Speziell für die Klausur:

Was bedeutet Gerontopsychiatrie?
Die 10 Schlüsselqualifikationen nennen können
Die Unterpunkte der Fachkompetenz nennen können
Empathie(einfühlendes verstehen/in eine andere Person hineinversetzen können)
Was sind residual zustände?(nur noch teilweise vorhandene Krankheitsbilder)
Unterschied Demenz/Depression.

79.) Was benötigt man für eine Fallbesprechung?

Material:
Biografie
Krankheitsbilder/Geschichte
Pflegedokumentation
Pflegeplan
Personen:
Fallperson
Pflegepersonal
Angehörige
Sozialer Dienst
Ärzte
Seelsorge

80.) Welche Untersuchungen würden Sie bei dem Problem: „abgeflachte Symptome“ vorschlagen?

EEG
CCT
Kernspintomografie

81.) Was sind die Aufgaben einer Bezugsperson?

Sich kümmern
Beziehung
Schutz

82.) Was sind Maßnahmen gegen aggressives Verhalten?

Handlungsalternativen loben, helfen am Opfer gutzumachen
Konstante Bezugsperson
4-Augen-Gespräche über Ärger
Machtkämpfe vermeiden
Versagenserlebnisse vermindern
Durch individuelle Pläne aktivieren und dadurch Aggressionen ablenken oder umlenken
Licht, Bewegung, Handlungsspielraum, Tagesstruktur

83.) Pflegeanamnese bei aggressivem Verhalten?

Körper:

Schmerzen, Hunger, Atemnot, Austrocknung, Harndrang,
Verstopfung, hoher Blutdruck, Schilddrüsenüberfunktion
Nach Schlaganfall, Nootropika (fördern die Hirndurchblutung),
Antidepressiva, Koffein
Sind diese Faktoren Ursache aggressiven Verhaltens?

Psychiatrische Faktoren:

Wahn?
Angst?
Situationsverkennung?
Sucht?

Seelische Faktoren:

Biografie, Kränkung, Überforderung, Angst, Trauer
Macht, Zuwendung oder Mittelpunkt sein

Pflegeziel:

aggressives Verhalten reduzieren oder vermeiden

84.) Was sind weitere Maßnahmen nach aggressivem Verhalten:?

PDL, Heimleitung, Betreuer informieren
Informieren, dokumentieren
Notwehr(wenn es erforderlich ist), z. B.entwaffnen, andere in Sicherheit bringen
Umgebung:

i. ausreichende Helligkeit
ii. Abwechslungsreiche Gestaltung
iii. Ruhiges Umfeld(Dauerlärm vermeiden)
iv. Genug Bewegungsfreiheit.

Medikamente(vorbeugend:

i. Pflanzliche Mittel
ii. Magnesium
iii. Risperdal

85.) Was kann man machen bei Angst?

Konstante Bezugsperson
Achten auf Puls, Schweiß, Zittern und diese Symptome wahrnehmen
Bezugsperson bleibt anwesend oder gibt Zettel ab über die Dauer der Abwesenheit
Bezugsperson beruhigt, entspannt, lenkt ab mit Tätigkeiten, Sicherheit geben
Tagesstruktur: Bewegung, Singen, Ergotherapie, Besuche, Kontakte, Erfolge loben, Ermutigungen, Verhaltenstherapie

Fall:

Frau Müller sitzt am Frühstückstisch und wird mehrfach aufgefordert, zu essen und zu trinken. Sobald der Pfleger abwesend ist, sitzt sie verhaltensauffällig am Tisch und stöhnt. Sie steht ständig auf und wird immer wieder aufgefordert, Platz zu nehmen und weiter zu frühstücken. Frau Müller hat Bewusstseinsstörungen und ist dement, sie hat Residual zustände einer Psychose, die sie mit 50 Jahren erlitten hat und letztlich steht sie auf und läuft weg.

86.) Was benötigen wir, um an diesen Fall heranzugehen?

Schlüsselqualifikationen
Fachkompetenz

87.) Was muss sorgfältig geführt werden?

Die genaue Dokumentation

88.) Welche Untersuchungen werden wohl im Fall von Frau Müller gemacht?

EEG
CCT
Kernspintomografie

89.) Was wäre für Frau Müller am besten aus pflegerischer Sicht?

Eine Bezugsperson mit empathischem Verhalten

90.) Was ist bei diesem Notfall unbedingt einzuhalten(Frau Müller läuft weg)?

Ruhe bewahren
Keine Panik

91.) Was steht bei Frau Müller im Mittelpunkt, welche Faktoren stürzen auf sie ein?

Die Demenz steht im Mittelpunkt
sie wird Angst haben
es muss geklärt werden, ob es sich um eine Demenz oder um eine Depression handelt
die Residual zustände der Psychose sind zu berücksichtigen

92.) Was ist noch essenziell für Frau Müller?

Die Bezugsperson muss:
Kontakt suchen
Mit Frau Müller sprechen
Frau Müller schützen
= die 3 S!

93.) Was sind seelische Schwächen? Wie geht man damit um?

Traurigkeit
Antriebsschwäche
Konzentrationsschwäche

Behandlung nicht erforderlich
kurze Dauer

94.) Was ist eine krankhafte Veränderung?

Depression
Behandlung erforderlich

95.) Leitsatz bei der Schizophrenie?

Im Rahmen der Psychosen ist die Schizophrenie die häufigste Psychose!

96.) Durch was können seelische Störungen ausgelöst werden?

Schlaganfall
Karzinom
Kopfhaarverlust bei Frauen speziell
Verlust von Hören, sehen, riechen
Herzinfarkt(daraus resultierend: Sexualitätsprobleme, Leistungsfähigkeit Einschränkungen)
Bewegungseinschränkungen(die im Alltag sichtbar werden)

Weitere Quellen zur Gerontopsychiatrie Pflege
Gerontopsychiatrie Pflege

Gerontopsychiatrie
Gerontopsychiatrie > Psychiatrie im Alter

Diesen Beitrag teilen auf...

Twitter Facebook