Autor/in: Vincenzo Rätscher

Aufgaben zum Thema Hypertonie

Wie ist die Hypertonie definiert?

>140/90 mmHg

Wie häufig ist die Hypertonie, welche Formen unterscheidet man, welche Ursachen kennt man?

Das bedeutsamste gesundheitliche Problem in den Industrieländern, 40–50 % der Menschen >65 Jahre leiden schätzungsweise an Hypertonie
Primäre (essenzielle) Hypertonie: Urs unklar
Sekundäre Hypertonie: Nierenveränderungen (Nierenentzündungen, Nierenarterienstenose); Hormonstörungen (Hyperthyreose); Medis („Pille“, Kortison)

Welches sind die Symptome und Folgeerkrankungen der Hypertonie?

Meistens keine Beschwerden, Kopfschmerzen (häufig frühmorgens), Ohrensausen, Tachykardie, Sehstörungen
Herz: Linksherzhypertrophie, KHK, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt Arterien: Arteriosklerose
Gehirn: Hirnleistungsstörungen, Apoplex infolge Ischämie oder Blutung
Auge: Netzhautschäden bis hin zur Erblindung
Niere: arteriosklerotische Schrumpfniere mit Niereninsuffizienz (bis zum Nierenversagen mit Dialysepflicht)

Inhaltsverzeichnis


Was versteht man unter einer hypertensiven Krise?

Plötzliche Blutdrucksteigerung auf Werte >230/120 mmHg

Wie wird die Hypertonie diagnostiziert?

Wiederholt erhöhte Werte, Langzeitblutdruckmessung (über 24 Std.) Ausschluss einer sekundären Hypertonie und von Folgekrankheiten

Wie wird die Hypertonie therapiert (allgemein/diätetisch/medikamentös)?

Allgemein: regelmäßiger Schlafrhythmus, Stress vermeiden, regelmäßige Bewegung, keine Genussmittel (Zigaretten, Kaffee, Tee, Alkohol), Gewichtsnormalisierung
Diät: kochsalzarm (keine Konserven oder Fertiggerichte, kein zu salzen)
Antihypertonika: ACE-Hemmer, Diuretika, Betablocker, Ca-Antagonisten

Was versteht man unter „Compliance“, warum ist sie bei der Behandlung der Hypertonie ein Problem?

Zuverlässigkeit des Patienten bei der Medikamenteneinnahme; erhöhte Blutdruckwerte verursachen an sich keine Beschwerden

Fragen zum Thema „Herzinsuffizienz“ (S. 194 – 197)

Wie ist die „Herzinsuffizienz“ definiert?

Unfähigkeit des Herzens, die vom Organismus benötigte Blutmenge zu fördern

Welches sind die Ursachen der Herzinsuffizienz?

  1. Hypertonie, KHK, chronische Lungenerkrankungen (z. B. chronische.
  2. Bronchitis); seltener: Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen,
  3. Kardiomyopathie
  4. Was versteht man unter einer Hypertrophie des Herzmuskels?

Durch langjährige Belastung wird der Herzmuskel dicker

Welche Formen der Herzinsuffizienz unterscheidet man?

Links-/Rechts-/Global-/akut/chronisch

Welches sind generelle Symptome einer Herzinsuffizienz?

Tachykardie, Nykturie

Welches sind die Symptome der Linksherzinsuffizienz?

Belastungs (Ruhe-)Dyspnoe, Orthopnoe, Tachypnoe, Lungenödem

Welches sind die Symptome der Rechtsherzinsuffizienz?

  1. Ödeme (Füße, Körperstamm=Anasarka), Blutstauung in den
  2. oberen Halsvenen, vergrößerte Leber, Appetitlosigkeit und
  3. Übelkeit
  4. In welchen Stadien wird die Herzinsuffizienz eingeteilt?
  1. Nach NYHA I bis IV: Keine Beschwerden, Nachweis durch
  2. technische Untersuchungen; leichte Beschwerden bei normaler
  3. Belastung; erhebliche Leistungsminderung bei normaler
  4. Belastung; Ruhedyspnoe

Welches ist das beste diagnostische Verfahren zum Nachweis des Schweregrades einer Herzinsuffizienz?

  1. Echokardiografie (Verdickung des Myokards, Erweiterung
  2. der Herzkammern)
  3. Was versteht man unter einer „dekompensieren Herzinsuffizienz“,

 wodurch kann sie verursacht werden?

  1. Therapeutische und physiologische Kompensationsmechanismen
  2. zur Aufrechterhaltung einer ausreichenden Herzleistung reichen
  3. plötzlich nicht mehr aus. Mögliche Ursachen: Fieberhafte Infekte,
  4. Anämie, Überwässerung des Körpers durch Nierenversagen.
  5. Welches sind allgemeine therapeutische Maßnahmen bei chronischer

Herzinsuffizienz?

  1. Bekämpfung der Risikofaktoren, Normalisierung des Körpergewichts,
  2. kochsalzarme Kost, Trinkmengenbeschränkung, leichte Kost, kleine
  3. Mahlzeiten, leichtes körperliches Training
  4. Mit welchen Medikamenten wird die chronische

 Herzinsuffizienz therapiert?

  1. Herzglykoside (Digitalis), Diuretika, ACE-Hemmer,
  2. Betablocker (niedrig dosiert)
  3. Worauf ist bei der Krankenbeobachtung bei einem

Bewohner mit chronischer Herzinsuffizienz besonders zu achten?

  1. Puls, Blutdruck, Körpergewicht (Veränderungen >500g/Tag
  2. pathologisch), Atmung (Dyspnoe, Rasseln), Sputum (hellrot,
  3. schaumig), Zyanose (Haut, Lippen, Fingernägel)
  4. Wie ist die Prognose der chronischen Herzinsuffizienz?

Schlecht (in Stadium III und IV); 40 % bis 50 % Letalität/Jahr

1.   Wie ist die Koronare Herzkrankheit (KHK) definiert?

Von einer KHK oder Koronarsklerose spricht man bei einer Verengung der Herzkranzgefäße. Die Folge ist eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff.

2.   Wie häufig ist die KHK?

20 % aller Männer zwischen 40 und 60 Jahren. Geschlechterverhältnis
2:1. Die KHK ist in den Industrienationen die häufigste Todesursache.

3.   Welches ist die (häufigste) Ursache der KHK?

Arteriosklerose. Ablagerung von LDL-Cholesterin und Kalk. Gefäßeinengung. Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot im Herzmuskel.

4.   In Form welcher Krankheitsbilder kann sich die KHK äußern?

Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Angina pectoris, „plötzlicher Herztod“

5. Wodurch kann eine Angina pectoris (AP) ausgelöst werden?

Körperliche Anstrengung, Aufregung (psychischer Stress), schwere Mahlzeiten, Fieber, Kälte

6. Welches sind die typischen Symptome eines AP-Anfalles?

Krampfartige, starke Schmerzen in der Herzgegend, die in den linken Arm, Rücken oder Hals ausstrahlen können, verbunden mit Angst oder Atemnot

7. Was versteht man unter einer „stabilen Angina pectoris“,

stabile Angina pectoris: Schmerzen (ausgelöst in Situationen,
die der Patient meist kennt) bessern sich durch körperliche
Ruhe und Nitrospray rasch
instabile Angina pectoris: Häufung der Beschwerden, sie treten
schon bei geringer Belastung (oder in Ruhe) auf, sprechen
schlechter auf Therapiemaßnahmen an

8. Wie wird die KHK diagnostiziert?

Belastungs-EKG, Koronarangiografie („Herzkatheter“),
Stressechokardiografie („Herz antreibende Mittel“, Bewegungsstörungen des Herzmuskels)

9. Welches sind die Risikofaktoren 1. Ordnung für die KHK?

Rauchen, Fettstoffwechselstörung, Hypertonie, Diabetes mellitus

10. Auf welchen Prinzipien basiert die Therapie der KHK?

Besserung der Risikofaktoren, medikamentöse Therapie, invasive Verfahren

11. Welche Medikamente kommen bei der KHK zum Einsatz?

Nitrate, Betablocker, Kalzium-Antagonisten, Aspirin

12. Welche invasiven Verfahren werden bei der KHK angewendet?

Ballondilatation (Stents), Bypass-Operation

13. Welches sind die Sofortmaßnahmen bei einem AP-Anfall?

Oberkörperhochlage, beengende Kleidung entfernen, Nitropräparat (wenn vom Arzt angeordnet), beim Patienten bleiben, Ruhe und Sicherheit vermitteln (auf NW der Medis achten), tritt keine Besserung ein, Arzt informieren

Fragen/Aufgaben zum Thema „Myokardinfarkt (Herzinfarkt)“

14. Wie ist der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) definiert?

Eine Herzkranzarterie ist durch einen Thrombus (Blutgerinnsel) vollständig verschlossen. Ein Teil des Myokards (Herzmuskel) wird deshalb nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und stirbt ab.

15. Wie häufig ist der Herzinfarkt?

Weltweit häufigste Todesursache, Männer: Frauen 2:1

16. Welches sind die Ursachen des Herzinfarktes, welches sind die Folgen?

KHK (Arteriosklerose), Plaques reißen auf, Anlagerung von Blutgerinnseln, plötzlicher vollständiger Gefäßverschluss, entsprechender Herzmuskelanteil wird nekrotisch, Narbenbildung, Minderung der Herzleistung

17. Wodurch kann ein Herzinfarkt ausgelöst werden?

Plötzliche körperliche oder psychische Belastungen, frühe Morgenstunden

18. Welches sind die Symptome des Herzinfarktes?

Starke, lang andauernde Brustschmerzen, häufig mit Ausstrahlungen ähnlich AP, keine Besserung auf Nitroglyzerin Gabe; Todesangst; vegetative Begleitsymptome (Übelkeit, Erbrechen, Kaltschweißigkeit); Luftnot; Verwirrtheitszustände (infolge herabgesetzter Hirndurchblutung)

19. Was versteht man unter einem „stummen Infarkt“?

Keine Schmerzen (bes. bei Diabetikern und Alkoholikern)

Welches sind die Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf einen Herzinfarkt?

Erste Pflegeperson löst Alarm aus und bleibt beim Patienten; zweite Pflegeperson ruft sofort Notarzt; beruhigen, beengende Kleidung öffnen oder entfernen; bei Herz-Kreislauf-Stillstand Reanimation; andernfalls Oberkörperhochlagerung; Vitalzeichen (Puls, Blutdruck, Atmung) beobachten; Nitropräparat (wenn angeordnet, nicht bei systolisch RR < 100 mmHg) Sauerstoff (2-4l/min)

22. Welches sind die möglichen Komplikationen eines Herzinfarktes?

Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern), Herzinsuffizienz, Aneurysma (verminderte Herzleistung, Thrombenbildung), Myokardruptur bei großen Infarkten; plötzliches Pumpversagen des Herzens mit kardiogenem Schock

22. Wie wird der Herzinfarkt diagnostiziert?

EKG-Veränderungen, herzspezifische Enzyme, Echokardiografie (lokale Herzwandveränderung)

23. Wie wird der Herzinfarkt therapiert?

Heparin/Aspirin (Verhinderung weiterer Thrombenbildung); starke Schmerzmittel (meist Morphin), Beruhigungsmittel (Valium), Betablocker (schützen das Herz vor Stress), Nitroglyzerin, Lysetherapie, Dilatation, Bypass

23. Wie ist der Krankheitsverlauf und die Prognose des Herzinfarktes?

Abhängig vom Infarkt ausmaß, verbleibender Herzmuskelschwäche,
Risikofaktoren. Zweiter Infarkt: schlechte Prognose,

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