Autor/in: Jutta

Wasserlösliche Vitamine:

B 1 = Thiamin
B2 = Riboflavin
Niacin
B6 = Pyridoxin
Folsäure
Pantothensäure
Biotin
B12 = Cobalamin
C = Ascorbinsäure

Die Vitamine B1, B6, Naicin, Folsäure, Pantothensäure, B12, Biotin und K finden sich vorwiegend in den Zellen vor und steuern den Stoffwechsel von Eiweißen, Fetten und Kohlehydraten. Sie spielen eine wesentliche Rolle als Bestandteile der Enzyme, als so genannte Co-Enzyme, ohne die das Enzym unvollständig wäre und seine Aufgabe nicht erfüllen könnte.
Die Vitamine A,E,C, und D haben keine Funktion als Co-Enzym. Sie kommen vorwiegend im Blut und in speziellen Zellen vor.

Durchschnittlich ist der Vitaminbedarf bei der Bevölkerung in der BRD gut gedeckt, verschiedene Aspekte, Einflüsse jedoch können zu Mangelerscheinungen bei Senioren führen.
Da seien beispielhaft die ggf einseitige Ernährung durch Kau- und Schluckbeschwerden erwähnt, schwerwiegende, langanhaltende Infektionen, Operationen, Immobilität, lange Bettlägerigkeit, Lichtmangel, Rauchen, hoher Alkoholkonsum sowie vor allem auch der Einfluss durch verschiedenen Medikamentegruppen: Antazida, Antibiotika, Antihypertensiva, Antirheumatika, Chemotherapie, Cholesterinsenker, Diuretika, Laxantien, Psychocharmaka sowie Schlafmittel.

Vitaminmangel äußert sich in relativ unspezifischen Symptomen wie Antriebsminderung, Appetitlosigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Anfälliger für Infekte sein, Konzentrationsstörungen und vieles mehr, das diesen Rahmen nun sprengen würde. Es sollte jedoch immer, bevor solche Symptome einfach nur dem Alterungsprozess zugeschrieben werden, die Art der Ernährung, die Krankheitsbedingten Einflussfaktoren, Art der Medikamente mit in die Überlegung, die Suche nach der Ursache mit einbezogen werden.

Beispieltabelle für Vitaminmangel:

Einseitige Ernährung
Mangel bei allen Vitaminen möglich
Lichtmangel oder bettlägerige MenschenVitamin D
Hoher AlkoholkonsumB1, Niacin
RauchenC
LebererkrankungenA,D
Langanhaltende InfektionenAlle Vitamine
Erhöhte SchilddrüsentätigkeitAlle B-Vitamine

Medikamenteneinfluss:

AntazidaB1, D
AntibiotikaB12, Folsäure, K
AntihypertensivaB6
Antirheumamittel gegen SchmerzenC
ChemotherapeutikaFolsäure
CholesterinsenkerA, K, B12
DiuretikaC, B-Vitamine
LaxantienWasserlösliche Vitamine
PsychopharmakaC, D, B2, Folsäure
SchlafmittelC,D

Mineralstoffe:

Sind in kleinsten Mengen für den Organismus essentiell, müssen deshalb zugeführt werden, liefern keine Energie
Wirken steuernd, schützend und aufbauend im Organismus

Mineralstoffe haben keine einheitliche Funktion und werden für verschiedene Aufgaben benötigt wie zum Beispiel:

  • zum Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen Calcium-Fluor-Phosphor Bindegewebe – Mangan Hämoglobien und Myoglobin
  • – Eisen
  • zum Aktivieren und als Bestandteil von Enzymen: Magnesium-Molybdaen, Mangan, Zink Kalium
  • als Bestandteil des Schilddrüsenhormons Jod
  • zur Aufrechterhaltung des osmotischen Druckes, des ph-Wertes, der Gewebespannung.

Ursachen und Auswirkungen bei Mangelerscheinungen liegen ähnlich wie bei den Vitaminen. Medikamente beeinflussen den Mineralstoffwechsel ebenso wie bei den Vitaminen und es sind vorwiegend Medikamentengruppen, die Senioren recht häufig benötigen.

Beispieltabelle:

Ursachen:Auswirkung/ Mangel wo:
Einseitige Ernährung, Verzicht auf Fleisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, SalateAuf alle Mineralstoffe
Meiden von Milch, MilchproduktenCalcium
Zu geringe Bildung von MagensäureEisen, Zink
Erhöhte Phosphataufnahme (zB viel Wurstwaren, Colagetränke)Calcium
Erhöhter AlkoholkonsumZink

Medikamentengruppen

AnalgetikaEisen
AntazidaCalcium, Phosphat, Eisen
CortisonCalcium, Kalium
DiuretikaCalcium, Kalium, Zink, Magnesium
LaxantienCalcium, Kalium
PhsychopharmakaCalcium
SchlafmittelCalcium

Ballaststoffe:

Ballaststoffe sind Anteile von Pflanzenfasern, die vom menschlichen Verdauungsvorgang nicht aufgespaltet werden können. Daher gelangen sie unverändert in den Dickdarm. Einige Ballaststoffe werden dort zu Gasen und Fettsäuren abgebaut.
Je natur belassener ein Nahrungsmittel ist, je höher ist sein Ballaststoffanteil erhalten.
Die Einteilung der Ballaststoffe ist wie folgt:

FüllstoffeQuellstoffe
– lösen sich nicht in Wasser aufsind wasserlöslich und bilden zusammen mit dem Wasser eine zähe Flüssigkeit
– binden das Wasser an sich und bleiben selbst dabei erhalten– werden im Darm abgebaut
– werden im Darm kaum abgebaut
Vorkommen:Vorkommen:
Cellulose in WeizenHemicellulose in Hülsenfrüchten
Lingin in MaisPektin in Obst, besonders Äpfel, Quitten, Zitrusfrüchte
ß -Glucane in Hafer, Gerste, Roggen
Gummi arabicum in Algen
Agar-Agar in Algen
Carubin in Johannisbrotkernen

Ballaststoffe haben ganz verschiedene Funktionen im Magen-Darm-Trakt. Sie verzögern die Magenentleerung, was zu einem längeren Sättigungsgefühl führt. Sie verzögern die Kohlenhydratverdauung, was sich positiv für Diabetiker auswirkt. Ballaststoffe binden die Gallensäure an scih, was sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt, da Gallensäuren aus Cholesterin gebildet werden.
Auf die Gallensäure haben Ballaststoffe einen ganz besonderen Einfluss:

  • sie binden toxische und cancerogene Abbaustoffe im Dickdarm, also vorbeugend gegen Dickdarmkrebs
  • durch ihr Quellvermögen und ihre Wasserbindungsfähigkeit vergrößern sie das Stuhlvolumen, der Stuhl wird aufgelockert und weich, was vorbeugend gegen Verstopfung wirkt.
  • Einige Ballaststoffe haben positive Effekte auf das Immunsystem.

Als Tagesbedarf wird eine Aufnahme von ca 30 g empfohlen. Äußerst wichtig ist die ausreichende Wasseraufnahme /Trinkmenge begleitend zur Aufnahme von Ballaststoffen!!

Wasser:

Wasser ist das lebensnotwendigste für den Körper überhaupt. Ohne Nahrung kann ein Mensch mehrere Wochen je nach Fettreserven überleben, ohne Wasser jedoch nur wenige Tage.
Der Wasserbestand des menschlichen Körpers liegt in % des Körpergewichtes etwa bei:
Neugeborenen bei 70 – 80 %
Erwachsenen bei 60%
Bei über 60-jährigen bei 50-55%
Bei über 85-jährigen bei 45-50%
Das Gesamtkörperwasser setzt sich zusammen aus 2/3 im Intrazellulärraum, also in Muskeln, Skelett, Organen und Fettgewebe sowie 1/3 im Extrazellulärraum, also Im Zwischenzellraum im Magen und Darmsaft, in der Gallenflüssigkeit, im Urin.

Wasser ist also absolut essentiell und erfüllt verschiedene Aufgaben wie zum Beispiel:

  • ist Zellbaustein jeder Zelle
  • ist Transportmittel für Nährstoffe
  • Transportmittel für Ausscheidungsstoffe
  • Lösungsmittel für Salze und Mineralstoffe
  • Lösungsmittel für Auerstoff und Kohlendioxid im Blut
  • Zur Bildung von Harn
  • Zur Wärmeregulation durch Schwitzen

Unter ganz normalen Bedingungen benötig der Körper etwa 20-45 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Dieser Bedarf ist jedoch von vielen Faktoren wie Klima, Art und Ausmaß von Betätigung, Art und Aufnahme von Nahrung sowie Art und Menge aufgenommener Salze abhängig.

Die Wasserregulation erfolgt durch das Durstzentrum im Hypotalamus.
Die dort gebildeten Hormone steuern zusammen mit der Niere das Durstgefühl. Wenn der menschliche Körper etwa 0,5% seines Wassers verliert entsteht im Normanfalle ein Durstgefühl. Dies nennt man Durstschwelle.
Ein Wasserverlust von 10% des Köpergewichtes bedingt schwere Krankheitserscheinungen wie Bluteindickung, Kreislaufversagen, Verwirrtheit. Ein Defizit von 15-25% ist tödlich.
Chronischer Wassermangel ist an folgenden Symptomen erkennbar:
Obstipation

  • Vermehrte Infektanfälligkeit
  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Gestörte Temperaturregulation
  • Schwäche, Schwindel, Apathie, Verwirrtheit
  • Trockene Zunge
  • Trockene Schleimhäute

Ebenso wirkt die Gabe verschiedener Medikamente wie Diuretika und Abführmittel stark beeinflussend auf den Wasserhaushalt. Ein generell erhöhter Wasserbedarf besteht bei Diabetes mellitus Typ 2 und Morbus Parkinson.
Bei verschiedenen Nierenerkrankungen sowie Dialysepflicht wiederum ist die genau Kontrolle der nicht zu hohen Wasserzufuhr zu beachten.

-Quelle: Ernährungslehre für die Altenpflege, Stam- sowie Notizen aus dem Unterricht


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