Autor/in: Cordula

Diätetik Seite 2

Obstipation = Stuhlverstopfung, wenn der Darm seltener als 2-3 Tage entleert wird

  • Spastische Obstipation
  • Erhöhter Dauertonus der Colonwand
  • Während die für die Fortbewegung des Darminhaltes erforderlichen peristaltischen Bewegungen verringert sind
  • Rektale Form
  • Bei der die Reizwelle, der den Defäkationsreiz auslösenden Rezeptoren in der Rektumwand erhöht ist
  • Diese Rezeptoren werden durch die Dehnung des ins rektumübertretenden Darminhaltes gereizt.

Ursachen:

  • Psychische Fehlhaltungen
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Bewußte Unterdrückung des Defäkationsreizes
  • Vorzeitige Einnahme von Laxantion

Therapie:

  • Einsatz von Vollgetreideprodukte (Weizenkleie), dabei auf reichlich Flüssigkeit achten (2 L)

Laxantien:

  • Häufiger Gebrauch führt zur Gewöhnung
  • Meiste verkaufte rezeptfreie AZM
  • Führt zu Ka- und Na-Verlust

Alternativen:

  • Sauerkrautsaft
  • Getrocknete Pflaumen
  • Weizenkleie
  • Milchzucker
  • Lauwarmes Wasser auf nüchternen Magen
  • Buttermilch

Rezept für ballaststoffreiches Müsli (10 Portionen)

1.

  • 150g Weizenkeime
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 100g Leinsamen
  • 50g gehackte Haselnüsse
  • 200g getrocknete Aprikosen
  • 150g Rosinen
  • 350g Vollkornhaferflocken

2.

  • 150g Roggenflocken
  • 200g Weizenflocken
  • 200g Vollkornhaferflocken
  • 50g Weizenkeime
  • 50g gehakte Mandeln
  • 25g Sesam
  • 100g Backpflaumen
  • 100g getrocknete Aprikosen
  • 75g getrocknete Feigen

Divertikulose

  • kleine sackförmige Ausstülpungen der Colonwand
  • Entstehung wahrscheinlich in Folge eines Ballaststoffmangels

Häufigkeit:

  • Mit zunehmendem Alter
  • Besonders bei Männern

Therapie:

  • Ø therapeutischen Maßnahmen
  • Regelm. Verzehr von ballaststoffreicher Kost gilt als Prophylaxe

Morbus chron und colitis ulcersosa

Bilder/Pfeile/pfeil_unten1.gif“ alt=“Grafik“ width=“10″ height=“60″ />

Bilder/image002_0009.gif“ alt=“Textfeld: Chronisch, entzündliche Geschwür im Dickdarm Darmerkrankungen“ width=“445″ height=“80″ />

  • Erkrankung unbekannter Ursachen
  • Vermutet werden chemisch veränderte Fette (z.B. Lätta) und hoher Zuckerkonsum
  • Tritt öfters in westlichen Ländern auf
  • Krankheistbeginn ist meist schleichend, abdominelle Beschwerden, Diarrhoe, Gewichtsabnahme und Fieberschübe

Folgen:

  • Mangelversorgung mit essentiellen Nährstoffen als Folge einer gestörten Resorption

Therapie:

  • Verbesserung des Ernährungszustandes
  • Mit künstlicher Nahrung
  • Beeinflussung der Symptomatik und des Verlaufs durch das Meiden spezieller Lebensmittel
  • Behandlung mit Fischöl (reich an Omega 3 FS)

LM, die vermieden werden sollen

  • Hülsenfrüchte
  • Kohlsorten
  • Frittierte Speisen
  • Zucker

Die Bedeutung der Triglyzeriden mittelkettiger FS für diätische Behandlung

MCT-Fette:

  • 9,1 kcal – 1g Fett
  • 8,1 kcal – 1g MCT
  • MCT werden unter dem Einfluss von Pankreaslipase (Enzym der Pankreas) schneller im Dünndarm hydrolisiert als LCT (kurzkettig)
  • Die Gegenwart von Gallensäuren ist für die Resorption von MCT nicht erforderlich
  • MCT können als intakte Moleküle resorbiert werden.
  • Eine Chylomikronenbildung ist zum Abtransport von MCT aus der Darmwand nicht erforderlich
  • Triglyceride lagern sich zu diesem Zweck mit spez. Proteinen zusammen, diese Liproproteine heißen Chylomikronen
  • Der Dünndarm hat eine größere Reosrptionskapazität für MCT als für LCT

Einsatz von MCT:

  • Pankreatitis
  • Morbus Chron
  • Tumor Pat.

Harnwegsinfektion

  • Beschwerden beim Wasserlassen, Fieber, Schüttelfrost

Therapie:

  • 2½-3l Flüssigkeit in 24h (Wasser, Mineralwasser, Tee)
  • leichte ballaststoffreiche und kaliumreiche Kost zur Entlastung des MDT

Akutes Nierenversagen

  • klinisch, stationäre Behandlung ist erforderlich
  • meist ist in Folge der Grundkrankheit eine ausreichende orale Ernährung meist nicht möglich
  • Darum muss per Sonde bzw. parenteral ernährt werden

Chronische Niereninsuffizienz

  • Eiweißzufuhr muss bei der verbliebenen Restfunktion der Nieren angepasst werden
  • Harn: pH-Wert: 4,8-7,4
  • Bestandteile
  • Tagesmenge: 1-1,5l
  • Trockensubstanz: 50-70g
  • Davon Stickstoff: 10-18g
  • organische Stofe:
  • stickstoffhaltige Verbindungen
  • Harnstoff:20-35g
  • Harnsäure: 0,1-2g
  • Kreatinin: 1-1,5g
  • Ammoniak: 0,5-1g
  • Aminosäuren: 1g
  • Hippursäure: 0,7g
  • Phenole: 0,1-0,3g

Reduzierende Verbindungen:

Gesamtzucker: 0,5-1,5g

Ketonkörper:

  • Aceton und Acetessigsäure: 0,02g
  •  Betta- Oxybuttersäure: 0,02-0,03g
  • Freie FS: 0,01-0,05g
  • Oxalsäure: 0,2g
  • Zitronensäure: 0,15-0,3g

Anorganische Stoffe:

  • Kochsalz: 10-15g
  • Sulfate: 1,4-3,3g
  • Natrium: 4-6g
  • ! Kalium: 2,5-3,5g
  • Calcium: 0,01-0,3g
  • Magnesium: 0,2-0,3g

Eine eiweißreiche Kost hat einen Anstieg der Harnstoff-, Stickstoffkonzentration zur Folge. Um den Anstieg zu vermeiden muss die Eiweißzufuhr verringert werden. Dies lässt sich mit einer täglichen Eiweißzufuhr von 35-40g, das entspricht in etwa 0,5-0,6g E/kg Körpergewicht, erreichen. Ab einer Harnstoffkonzentration im Serum von mehr als 150mg % muss die E- Aufnahme auf jeden Fall beschränkt werden, da sonst der Übergang in die Urämie (Harnvergiftung) droht. Lässt sich mit 35-40g E/Tag keine Harnstoffkonzentration unter 150mg % erreichen und damit ein weitgehend beschwerdefreier Zustand erhalten, so muss das Nahrungsprotein weiterhin reduziert werden. Kreatinin, Harnstoff und harnsäure, deren Konzentration im serum dazu dienen das Ausmaß der Niereninsuff. Quantitativ zu erfassen, sind weitgehend untoxisch. Die Bildung von Urämie- Toxinen wird durch die Reduktion der Eiweißzufuhr verringert.

Es sollen Proteine und Proteingemische eingesetzt werden, die eine hohe biologische Wertigkeit aufweisen. Dadurch lässt sich eine ausgeglichene Stickstoffbilanz erreichen.

Kartoffeldiät:

  • 137%ige biologische Wertigkeit- sehr gut

Schwedendiät:

  • 20-25g E/Tag (Pat. können selber wählen aus Fleisch, Fisch und Wurst)
  • zusätzlich 6,5g essentielle Aminosäuren an Tabletten

Nieren können Kalium nicht mehr richtig ausscheiden.

Darum sollen stark kaliumhaltige LM gemieden werden.

(Sehr kaliumreich: Mandeln, Nüsse, Kartoffeln, Chips, getrocknete Hülsenfrüchte, Tomatenmarck, Weizenkleie, Rind-, Hammel- und Wildfleisch, Roggenmehl, Bananen, Kiwis, rote Johannisbeeren, Aprikosen, Tomaten, Mais, Erbsen, Schwarzwurzeln und Blumenkohl.

  • Um den Kaliumgehalt zu verringern, sollten die Kartoffeln mehrmals gewässert werden.
  • Natrium darf nicht eingeschränkt werden. Eine Natriumverarmung führt zur Minderdurchblutung der Nieren.
  • Die Wassermenge soll 500ml + die Menge des 24h Harnes nicht überschreiten. (Trinkmenge 2-2,5l)
  • Gabe von Polyvitaminen wünschenswert, aber nur wasserlösliche Vitramine, keine fettlöslichen V und kein Vit A, denn bei chronischer Niereninsuff. Finden sie Störungen des Vit A und D- Stoffwechsels.

Nierensteine= Nephrolithiasis

Kalciumoxalatsteine:

  • Wenig Milch trinken
  • Wenig Mineralwasser
  • Keine harnsäuernden Mineralwasser
  • Kein Pils oder Kölsch
  • Altbier bervorzugt
  • Nur mäßig Bohnenkaffee und schwarzer Tee
  • Unbeschränkt: konservierte Fruchtsäfte
  • Wenig Käse, Schokolade, Spinat, Spargel
  • Ausgewogene Mischkost ist empfehlenswert

Kalciumphosphatsteine:

  • Wenig Milch
  • Pils und Kölsch ist empfehlenswert
  • Altbier soll vermieden werden
  • Mäßig Bohnenkaffee und schwarzer Tee
  • Wenig konservierte Fruchtsäfte
  • Kein O- Saft
  • Wenig Käse und Zitrusfrüchte
  • Normale Mischkost

Harnsäuresteine

  • Wenig Mineralwasser, bevorzugt Heilwässer
  • Kein Pils und Kölsch
  • Bevorzugt Altbier
  • Wenig Bohnenkaffee und schwarzer Tee
  • Unbeschränkt konservierte Fruchtsäfte (Ausnahme: Johannisbeersaft)
  • Kost entspricht der Ernährung bei Gicht (purinarme Kost)


Seiten: 1 2

Diesen Beitrag teilen auf...

Twitter Facebook Google+