Autor/in: Michl69

Durchführen einer Gestaltungsarbeit/eines
Spieles

Inhaltsverzeichnis

1. Vorbereitung

1.1 Thema der Maßnahme
1.2 Zielgruppe: Beschreibung der Teilnehmer
1.3 Zielsetzung: motorisch, funktionell, kognitiv, perzeptiv,
sozio-emotional
1.4 Begründung
1.5 Material und Hilfsmittel
1.6 Arbeitsplatzbedingungen

2. Durchführung

2.1 Begrüßung
2.2 Einstimmung-Motivation
2.3 Gemeinsame Arbeit
(Arbeitsablauf in einzelne Schritte aufgliedern, Spielregeln)
2.4 Abschluss


3. Abschließende Bemerkungen.

3.1 Wie waren die Beteiligten zufrieden?
3.2 Waren Sie mit der Maßnahme zufrieden?
3.3 Wie haben Sie die Maßnahme empfunden?
Leicht? Mühsam?
3.4 Welche Ideen der Veränderungen haben Sie jetzt?
3.5 Wie haben sich Kollegen / Vorgesetzte zu der Maßnahme geäußert?

1. Vorbereitung

1.1 Thema der Maßnahme

Spielnachmittag – Vormittag/ „Mensch Ärgere Dich nicht“

1.2 Zielgruppe: Beschreibung der Teilnehmer

  • Frau B., ist 78 Jahre alt, 150 cm groß, 59 kg schwer,
    hat ein rundes Gesicht und zurückgekämmte Grau bis
    aschblonde Haare. Frau B. leidet an Diabetes und an angehender
    Altersdemenz. Seid Frau B. vor ca. 3 Wochen aus dem Krankenhaus
    zurück ins Altenheim kam, verschlechterte sich ihr Allgemeinzustand
    wesentlich, sie leidet an Sprachstörungen, die durch einen
    kleinen Schlaganfall verursacht wurden. Die Bewohnerin ist zwar
    noch in der Lage, Anweisungen in die Tat umzusetzen, aber erst
    nach mehrmaliger Aufforderung.
    Aufenthalt im BRK Altenheim seid März 2001
  • Frau M., ist 68 Jahre alt, 165 cm groß, 125 kg schwer,
    hat ein rundes Gesicht und glatte braune Haare. Frau M. ist aufgrund
    einer Nervenkrankheit seid 32Jahren im BRK Altenheim. Sie ist
    geistig und körperlich noch fit und besteht darauf vom PP
    mit Du angesprochen zu werden.
    Aufenthalt im BRK Altenheim seid April 1971.
  • Frau K., ist 79 Jahre alt, 160 cm groß, 64 kg schwer,
    hat ein
    schmales Gesicht und graue Haare. Sie hat keine körperlichen
    Einschränkungen, leidet unter Demenz und unter Alkoholabhängigkeit.
    Aufenthalt im BRK Altenheim seid Juni 1987.

1.3 Zielsetzung:

motorisch, funktionell, kognitiv, perzeptiv, sozio-emotional
Ziele der Übung:

  • Förderung der Konzentration
  • Förderung von Kurzzeit und Langzeitgedächtnis
  • Lernen von Geduld und Ausdauer
  • Besseres Kennenlernen der Bewohner untereinander

1.4 Begründung

Ich bin überzeugt, dass dieses Spiel dazu dient, die Beweglichkeit zu erhalten, die Denkfähigkeit zu fördern und die Motorik zu unterstützen. Außerdem ist es wichtig, die beteiligten BW in die Gemeinschaft einzubeziehen und Kontakte zu knüpfen. Durch das Zusammensitzen entwickeln sich Gespräche und die BW lernen sich untereinander besser kennen.

1.5 Material und Hilfsmittel

  • Mensch ärgere Dich nicht (Selbstgebautes „Mensch ärgere Dich nicht“ mit vorgebohrten Löchern, damit die BW die Spielfiguren nicht umschmeißen können, denn sie werden in die entsprechenden Löcher gesteckt)

1.6 Arbeitsplatzbedingungen

  • Gemütlicher, heller Aufenthaltsraum.
  • Tisch
  • 4 Stühle

2. Durchführung

2.1 Begrüßung

Jeden Bewohner mit den Nachnahmen ansprechen, bis auf Frau M., die darauf besteht, mit Du angesprochen zu werden. Da sich die Bewohner untereinander kennen, brauche ich nicht jeden miteinander bekanntzumachen.

2.2 Einstimmung – Motivation

Jeden Bewohner wird vor Spielbeginn ein Getränk angeboten und es wird bekannt gegeben, dass es nach dem Spielen Kaffee und Kuchen gibt.

2.3 Gemeinsame Arbeit

Das Spiel wird vorher mit den Bewohnern noch mal durchgesprochen, um Verständnisprobleme zu vermeiden. Kurze Beschreibung des Spieles: Zunächst setzt jeder Teilnehmer seine zwei gleichfarbigen Figuren auf die Startfelder des Brettes. Wer den höchsten Wurf erzielt hat, beginnt das Spiel und setzt eine seiner Figuren um so viele Felder vor, als Punkte gewürfelt wurden; bei 6 darf nochmals gewürfelt werden. Wer zuerst seine zwei Figuren in den Zielfeldern hat, ist Sieger. Ich habe bewusst die Anzahl der Figuren auf zwei Stück heruntergesetzt, da ich festgestellt habe, dass mit drei oder vier Spielfiguren die Konzentration der Bewohner erheblich nachlässt.

2.4 Abschluss

Gemeinsames Aufräumen, Lob und Anerkennung verteilen, Bedanken für die Mitarbeit als kleine Anerkennung habe ich für die Bewohner ein zweites Frühstück vorbereitet in Form einer Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen.

3. Abschließende Bemerkung.

3.1 Wie waren die Beteiligten zufrieden?

Die anfängliche Skepsis, ob sie der bevorstehenden Aufgabe noch gewachsen sind, änderte sich schnell durch Freude am Spiel

3.2 Waren Sie mit der Maßnahme zufrieden?

Das Gestalten eines Spiele vormittags/nachmittags finde ich gerade für ältere Menschen empfehlenswert, da es das Gedächtnis, die Fingerfertigkeit und je nach Spielauswahl auch noch die Kreativität fördert.

3.3 Wie haben Sie die Maßnahme empfunden?

Eigentlich halte ich die Maßnahme für leicht, aber es kommt auch immer auf die Auswahl der Bewohner an. Bei Frau M. hatte ich keinerlei Bedenken, bei Frau B. und Frau
K. muss Hilfestellung geleistet werden. Bei Frau B. ist es schwer durch ihre langsame Motorik das geforderte in die Tat umzusetzen. Bei Frau K. dagegen müssen immer wieder die Spielregeln wiederholt werden.

3.4 Welche Ideen für Veränderungen haben Sie
jetzt?

Man könnte das Spiel noch verlängern, indem man auch noch den zweiten respektive dritten Gewinner ermittelt.

3.5 Wie haben sich Kollegen/Vorgesetzte
zu der Maßnahme geäußert?

Meine Anleitung besuchte die Gruppe, unterhielt sich mit den
Bewohnern und freute sich darüber, dass das Spiel so gut
Angekommen ist.

Unterschrift der Anleitung:

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