Autor/in: Christine

Zytostatika

Schaut man im Lexikon nach, so findet man unter dem Begriff, dass es sich um Substanzen handelt, die den Eintritt der Kern- und Plasma Teilung verzögert. Sie greifen in die Verdopplung, Phase respektive die Synthese der DNS ein und beeinflussen deren Trennung von den nötigen Trägerstrukturen. Sie finden ihre Anwendung in der Krebstherapie.

› KREBS-WAS IST DAS?

Krebs ist eine Fehlsteuerung des Körpers, die sich auf alle Körperteile beziehen kann. Die Zelle ist als kleinste Organisationseinheit des Körpers DER elementare Bestandteil aller Knochen, Organe, etc…. Deshalb hat eine gestörte Zellneubildung verheerende Folgen für den Organismus. Krebszellen sind körpereigene Zellen, die aus bisher nicht vollständig geklärten Gründen, eine nicht mehr steuerbare Wucherung und Vermehrung beginnen. Sie können rasant wachsen und werden zu großen bis sehr großen Geschwulsten (Tumoren). Der Organismus verliert die Übersicht und malignes (bösartiges) Wachstum ist möglich.
Unter Malignität versteht man, dass es keine Gewebegrenzen mehr gibt, die beachtet werden. Die Tumore befallen umliegendes Gewebe und zerstören es. Das nennt man INFILTRATION. Das betroffene Gewebe ist nicht mehr fähig, seine Aufgaben zu erfüllen und diesen Vorgang nennt man DESTRUKTION. Es können sich auch bösartige Zellen abspalten und sich anderswo im Körper ansiedeln und Tochtergeschwülste (METASTASEN) bilden.

› GRÜNDE DER KREBSENTSTEHUNG KÖNNEN SEIN:

  • Chemische Belastungen, z. B. Rauchen
  • radioaktive Strahlung
  • Vireneinwirkung
  • genetische Faktoren
  • erhöhte Anforderungen an die Regenerationsfähigkeit des
    Körpers und altersbedingte Störungen des Immunsystems
  • hohes Lebensalter


› THERAPIEMÖGLICHKEITEN

  • CHIRURGIE
  • STRAHLENTHERAPIE
  • ZYTOSTATIKA THERAPIE
  • HORMONTHERAPIE
  • begleitende Therapie-Psychosoziale Betreuung

› ZYTOSTATIKA

Zytostatika sind Zellgifte, die das Zellwachstum hemmen und maligne Zellen abtöten sollen. Sie wirken hauptsächlich auf Zellen mit einer hohen Zellteilungsrate, also nicht nur auf Krebszellen, sondern auch auf das blutbildende System, die Schleimhäute etc. und schädigen das Immunsystem und die Organe. Zytostatika wirken nur bei selteneren Krebsformen, wie z. B. Lymphkrebs, Leukämie und Hodgkin-Lymphomen und werden aufgrund ihrer vielen Nebenwirkungen nur bei inoperablen respektive nicht bei Tumoren indiziert, die nicht bestrahlt werden dürfen. Bei Krebs im fortgeschrittenen Stadium verlängern sie kaum das Leben. Sie beeinflussen nicht nur die Teilungsrate, sondern auch den Zellstoffwechsel. Mit Dauer der Anwendung nimmt die Wirksamkeit ab.

› Nebenwirkungen:
Betroffen sind hauptsächlich, wie oben bereits erwähnt, Zellen mit einer hohen Teilungsrate. Deshalb kommt es im blutbildenden Knochenmark zu Anämien, Leukopenien, und zu einem gestörten Immunsystem mit einer erhöhten Blutung Bereitschaft.

  • Störungen des Magen-Darm-Traktes
  • Störungen der Haut Anhangs-Gebilde (Haarausfall)
  • Unfruchtbarkeit
  • Gichtanfälle
  • krebserregende Wirkung

Bei der Therapie mit Zytostatika unterscheidet man in Dauer- und Stoßtherapie.
So befasst sich die Dauertherapie mit der stetigen Unterdrückung von malignem Wachstum und versucht somit eine gezielte Hemmung der Teilungsrate (mithilfe von minimalen Einzeldosierungen).
Die Stoßtherapie ermöglicht die Gabe von höheren Dosierungen und somit eine gezielte Hemmung malignen Wachstums während der Verdopplung-Phase. Allerdings sind hier Therapiepausen vonnöten, um dem betroffenen Körper eine Erholungsphase zu geben.

› ZYTOSTATIKA GRUPPEN

Hier seien drei der gängigsten Produkte erwähnt.
Alkylanzien z. B. Cyclophosphamid

Sie reagieren mit vielen Zellbestandteilen und stören die Zellfunktionen. Die DNS-Bausteine werden nicht mehr richtig zusammengesetzt. Sie findet ihre Anwendung zur Behandlung bei Mamma-Karzinomen und Leukämie. Das bekannteste Produkt heißt Endoxan.
NEBENWIRKUNGEN:
Haarausfall
immunsuppressive Wirkung
Infertilität

› METHYLIERENDE SUBSTANZEN
Sie führen zu einer Chromosomenschädigung und somit zu einer angegriffenen Zellstruktur, was zu einer mangelnden Informationsweiterleitung der DNS und zu einer Hemmung des Tumorwachstums führt. Sie finden ihre Anwendung hauptsächlich bei Bronchialkarzinomen.

› NEBENWIRKUNGEN:
Übelkeit / Erbrechen
Anämien

› Antimetaboliten
Sie blockieren die Folsäure Verwertung, die wichtig zur Synthese von DNS-Bausteinen ist. Sie finden ihre Anwendung bei lymphatischer Leukämie bei Kindern.

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