Autor/in: Cordula

Antiarrhytmika

Definition: Unregelmäßiger Herzrhythmus, der auf einer Störung der Erregungsbildung und/oder der Erregungsleitung beruhen kann

Tachykardie: über 100 Schläge pro Minute

Bradykardie: unter 50 Schläge pro Minute

Ziel

  • Die Herzfrequenz steigern respektive erniedrigen
  • Durch Unterdrückung der nicht vom Sinusknoten ausgehenden Erregungsbildung (negative bathmotrope Wirkung)
  • Durch Erhöhung/Erniedrigung der Überleitungsgeschwindigkeit

Bradykardien

Normalerweise Herzschrittmacher

Bei Herzstillstand: beta-Sympathomimetika oder Atropin

Tachykardien

Klasse 1

  • Natriumkanalblocker
  • Mortalität wird erhöht

Klasse 2

  • Beta-Blocker
  • Herzfrequenz sinkt

Klasse 3

  • Kaliumkanal Blocker
  • Mortalität wird erhöht

Klasse 4

  • Calcium-Antagonisten
  • Herzfrequenz sinkt

Koronar Therapeutika

wichtigster Grund für Koronare Herzkrankheit: Koronarsklerose

Definition/Beschreibung:

  • Missverhältnis zwischen O 2-Angebot und O 2-Bedarf (aufgrund mangelnder Herzleistung); hoher O 2-Bedarf durch hohen Verbrauch

Symptome:

  • Symptomlos
  • Luftnot (pektanginöse Beschwerden)
  • Angina Pectoris
  • Herzinfarkt
  • Sekundenherztod

Risikofaktoren:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Stress/Hektik
  • Hypertonie
  • Erhöhte Blutfette (Cholesterin)
  • Diabetes mellitus

Ziel der Behandlung

  • Rasche Kupierung des Angina-Pectoris-Anfalls
  • Prophylaxe und Reduzierung der Anfallshäufigkeit
  • Verbesserung der Prognose, insbesondere Verringerung der Herzinfarkt Gefahr

Wirkweise:

  • O 2-Angebot
  • Myokardialer O2-Verbrauch
  • Koronarspasmen aufheben

Therapeutika:

  •  organische Nitrate
  • Beta -Blocker
  • CA-Antagonisten

1. Nitrate:

Prodrugs (inaktiv)› werden durch Abtrennung von NO (Stickstoffmonoxid) aktiv

Erweiterung der Gefäßmuskulatur im Venenbereich, Versacken des Blutes in den Venen

  • › Blutdrucksenkung
  • › Verbesserung der Hämodynamik
  • › Entlastung des Herzens
  • Rückstrom zum Herzen
  • O2-Verbrauch nimmt ab, da weniger Blut transportiert werden muss

Glyceroltrinitrat – Nitrolingualspray, -Infusion, Ampulle

  • Wirkungseintritt: 1 – 5 min
  • Akuter Anfall
  • Sublingual: als Zerbeiß kapsel, Spray, Tropfen
  • Als Pflaster: perkutan, Dauertherapie (nachts allerdings ohne Pflaster),
  • Wirkungsdauer: lässt schon nach 30 Minuten langsam nach

Isosorbiddinitrat – Isoket

  • Wirkungseintritt: 5 – 60 Minuten
  • Prophylaktisch
  • Teilweise akut
  • Wirkungsdauer: länger

Isosorbitmononitrat

Nur prophylaktisch

Molsidomin – Corvaton

  • Wirkungseintritt: 20 Minuten
  • Abspaltung von NO
  • Nur prophylaktisch
  • Geeignet um Nitrat pausen zu überbrücken
  • NW: Hautkrebs (karzinogenes Potenzial)

Nebenwirkungen der Nitrate

› als Folge der Gefäßerweiterung

Kopfschmerzen („Nitrat Kopfschmerzen“)

  • RR sinkt (Schwindel, Schwächegefühl)
  • Gesichtsrötung „flush“

› Nitrat Toleranz

Nitrat Toleranz

  • Bei hoher Dosis und bei längerer Gabe
  • › Wirksamkeit nimmt ab
  • GTN› nach 24 Stunden, Pausen 6 – 8 Stunden
  • Bei anderen reicht häufig retardierte Tablette

2. Beta Blocker.

  • Nur prophylaktisch
  • Schirmen das Herz gegen überhöhte sympatisch-adrenerge Impulse ab
  • Herzfrequenz sinkt:   negativ chronotrop
  • Negativ inotrop: Schlagkraft sinkt
  • › O₂-Bedarf des Herzens sinkt

Nebenwirkungen

  • Bronchien verengen
  • Korona Arterien verengen

3. Calciumantagonisten

  • Wirken im Arterienbereich
  • Kontraktionskraft nimmt ab

4. Sonstige

  • O₂-Bedarf wird ausgeglichen

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