Autor/in: Sandra R.

Die Zelle

Anatomie› Lehre vom Bau des Körpers
Physiologie› Funktion der Organe
Pathologie› Lehre von den Krankheiten
Zytologie› Lehre von den Zellen
-die kleinste selbstständige Lebens- und vermehrungsfähige Bau- und Funktionseinheit von Organismen.

Größe und Form:

  • Größe sehr unterschiedlich, größte Zelle ist die Eizelle und die kleinsten Zellen sind die Thrombozyten, längste Zelle ist die Nervenzelle (Ischiasnerv)
  • Es gibt kugelförmige (Eizelle), spindelförmige (glatte Muskelzelle), zylindrische (Flimmer Epithelzelle), sternförmige (Nervenzelle) laubische (würfelförmig, Deckepithel) und Plattenförmig (Deckepithel)

Bestandteile:

Zellkern:

a) Kernmembran: Abgrenzung zwischen Kern- und Zytoplasma, Doppelmembran mit Poren, dient dem Stoff- und Informationsaustausch zwischen Zellkern und Zytoplasma
b) Kerngerüst/Chromatin: es besteht aus Eiweißen, die sich anfärben lassen, diese liegen als Chromatin oder Chromosomen vor.

  • Chromatin: Grundsubstand der Chromosomen, Chromatin liegt, vor wen keine Zellteilung herrscht
  • Chromosomen liegen, vor wen die Zellteilung herrscht
  • Das Kerngerüst enthält die Nukleinsäure. 95 % DNS 5 % RNS, DNS Träger der Erbinformationen.

c) Kernplasma: liegt zwischen den Maschen des Kerngerüstes, enthält Nukleotide (Bausteine der Nukleinsäure)
d)Kernkörperschen: sind kleine kugelige Gebilde, bestehen aus Eiweißen und RNS, RNS kopiert die Erbinformation im Kern, danach transportiert sie Aminosäuren ins Zytoplasma zu den Ribosomen, an den Ribosomen erfolgt die Eiweißsynthese


Bedeutung des Zellkerns:

-Träger der genetischen Informationen (DNS), -Übertragung der Erbinformationen bei der Zellteilung, er ist an der Eiweißsynthese beteiligt, Steuerzentrum der Stoffwechselvorgänge in der Zelle

Zytoplasma: a)

Zellmembran (Plasmalemma) 7 bis 10 mm dick, besteht aus Eiweißen (Proteinen) Fetten (Phospholipide) und Kohlenhydraten. Fette liegen an einer Lipid Doppelschicht vor, Kohlenhydrate liegen an der Außenseite der Membran in Form von Kohlenhydratketten (Glykokalix), sind an Eiweiße (Glykoprotein) oder Fette (Glykolipid) gebunden.

Funktionen: Abgrenzung der Zelle, Stoff- und Informationsaustausch, Barriere oder Haut, die die Zelle umschließt (Verhinderung von Eindringen von Schädlingen) bestehen einer Permeabilität (auswählende Durchlässigkeit respektive Semipermeabilität (Halbdurchlässigkeit) sodass ein unkontrollierter Stoffaustausch verhindert wird

Alle Membranen der Zelle sind im Prinzip gleich aufgebaut. Innerhalb Zelle werden Kompartimente (Reaktionsräume) von Membranen umgeben. Membranen› spezielle Funktionbesondere Struktur, z. B. Mikrovilli (Dünndarmepithel) Flimmerhärchen (Epithel Atmungstrakt)

b) Grundplasma (Hyaloplasma):

Glasartig durchsichtige Masse von wechselnder Viskosität (Zähigkeit), besteht zu 75–95 % aus Wasser, weiterhin aus Eiweißen, Ionen, Nukleinsäuren, lösliche Kohlenhydrate, Enzyme – eingelagert: Zellorganellen, Zelleinschlüsse = Wichtig für zahlreiche Lebensvorgänge› „Inneres Milieu“ der Zelle (z. B. Glykolyse, Fettsäure Synthese, Stoff- und Informationsaustausch)

c) Zellorganellen

Zentriolen: paarig, winzige Körnchen, Hohlzylinder, in Kernnähe, Funktion:
Bedeutung bei Zellteilung (Mitose)
Lysosomen: Bläschenartige Gebilde, enthalten Enzyme, Funktion: Phagozytose

(Abwehrmaßnahmen)

Golgi-Apparat: Doppel maschiges fülliges Netzwerk, Kernnah, Funktion: beteiligt an Bildung von Drüsensekreten, Eiweiß- und Kohlenhydrat Synthese, Bildung von Zellmembranen
Ribosomen: zu 60 % aus RNS 40 % Eiweiß, kleine kugelige Gebilde, einzeln oder in Rosettenform, liegen frei in der Zelle oder an ER gebunden
Es gibt noch Endoplasmatisches Retikulum, Mitochondrien, Microbodies, Zytoskelett

d) Zelleinschlüsse = Zelleinlagerungen

Farbstoffe (Pigmente-Melanin), Eiweiße (Speicherprotein), Fette (Lipid tropfen), Kohlenhydrate (Glykogen=Speicherform der Glukose), Abbauprodukte
Zytoplasma+Karyo Plasma =Protoplasma (lebende Substanz der Zelle)

Zellteilung: Amitose: Direkte Zellteilung, einfache Abschnürung Zellleib und Zellkern, Halbierung in 2 gleiche Tochterzellen
Meiose: Reduktionsteilung oder Reifeteilung
Mitose: indirekte Zellteilung, Weitergabe des genetischen Materials von Zelle zu Zelle (Organismen können dadurch entstehen und sich entwickeln, betrifft Körperzellen)
Chromosomenanzahl der beiden Tochterzellen entspricht bei der Ausgangszelle (Mutterzelle) 46 Chromosomen, beide Tochterzellen haben sämtliche Eigenschaften der Mutterzelle
4 Phasen

Prophase:

  • aus Chromatine> Chromosomen (verkürzen und spiralisieren sich)
  • Auflösung der Kernmembran
  • Zentriolenpaar teilt sich
  • Wanderung zu den Zellpolen unter Ausbildung Spindel fasern

Metaphase

  • Anordnung der Chromosomen in der Äquatorialebene
  • Ausbildung der Kernspindel
  • Sichtbarer Spalt an Chromosomen und Längsspaltung beginnt

Anaphase

  • Chromosomen in 2 Spalthälften (Chromatide) völlig getrennt
  • Werden von den Spindel Fasern in Richtung Zellpole auseinandergezogen
  • Zelle beginnt sich in der Mitte einzuschnüren

Telophase

  • Auflösung der Kernspindel
  • Ausbildung einer neuen Kernmembran um die beiden Chromosomensätze
  • Einschnürung der Zelle zwischen beiden Kernen Bildung zweier identischer Tochterzellen
  • Chromosomen entspiralisieren und bilden sich zum Chromatin Gerüst zurück

Zwischen 2 Mitosen› Interphase (identische Verdopplung der DNS, Chromatide werden zu Chromosomen ergänzt, damit erst 46 Chromosomen vorhanden)
Ergebnis der Mitose: aus einer diploiden Zelle (2n= 46 Chromosomen)› zwei identische Tochterzellen mit diploiden Chromosomensatz
Bedeutung der Mitose:
Grundlage des Wachstums (ausgehend von der befruchteten Eizelle entstehen alle Körperzellen durch Mitose), der Wundheilung (bei Verletzung werden bestimmte Zellen zur Mitose angeregt), der Tumorbildung (unkontrollierte Mitosen).

Diesen Beitrag teilen auf...

Twitter Facebook