Autor/in: Nicole

Das Blut

Wichtige Aufgaben:

  • O 2 / CO 2 Transport/Austausch
  • Nährstofftransport
  • Blutgerinnung
  • Immunabwehr
  • Wärmeregulation
  • Blutgruppen

Transportfunktionen:

Respiratorische Fkt. :

  • O₂ und CO₂
  • O₂ /CO₂ Transport: im Hämoglobin der Erys ; in den darin enthaltenen Eisenmolekülen (Fe=kann O₂ binden)
  • CO 2 entsteht in der Zelle durch O 2 Verbrauch und verschiedene Grundnährstoffen (Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette), Energieumwandlung.

Ernährungsfunktion:

Nährstoffe

  • Eiweiße; in Form von Aminosäuren
  • Kohlenhydrate in Form von Monosacchariden
  • Fette in Form von Fettsäuren = Glycerine


Entschlackung-Funktion:

  • Transportiert CO 2 / H 2 O, Harnstoff zu den entsprechenden
  • Ausscheidungsorganen (Lungen/Nieren)
  • Harnstoff = Rest von Eiweißen = NH 3 (Ammoniak)

Humorale Funktion:

  • Transport von Vitaminen, Fermenten, Hormonen, Antikörper
  • Vitamin D = für Knochen / Melaninbildung.
  • Vitamin K = Blutgerinnung.
  • Vitamin A = für gute Augen, sehen
  • Vitamin B = für Nerven:
  • Fermente = Enzyme (z. B. Verdauung) = Biokatalysatoren

Regulationsfunktion:

  • Wärmehaushalt
  • Wasserhaushalt
  • Mineralhaushalt
  • Osmotischer Druck

Eigenfunktion:

  • Gerinnung
  • Pufferung = Ausgleich des pH-Wertes (normal: 7,4) 0,5)

Abwehrfunktion:

  • Phagozytose
  • Antikörperbildung

Volumen:

Normovolämie = Normale Blutmenge im Körper

  • Ï < 7–8 % des Körpergewichts
  • Ï < 80-85ml /kg beim Neugeborenen
  • Ï < 75ml /kg KG nach 6Wo. – 2 Jahren
  • Ï < 72ml / kg KG von 2 bis 15 Jahren

Hypovolämie = Geringere Blutmenge als Normal

  • Bis 10 % akzeptabel
  • Bis 30 % Schock
  • Bis 50 % und mehr führt unweigerlich zum Tode

Hypovolämie = Zu hohe Blutmenge im Körper

  • z. B. in Form von Ödemen / Stoffaufnahme in Gefäßen gestört.

Blutbestandteile

Erythrozyten:

Bildung = Erythropoese:

Rotes Knochenmark; platte Knochen (Sternum, Scapula, Beckenknochen, Wirbelkörper, Rippen, Schädeldach)

Pränatal (vor Geburt) = Leber, Milz, Markhöhlen

Aussehen und Aufbau:

    Form = bikonkav, Scheibenförmig in der Mitte eingedellt, Lebensdauer ca. 100 – 120 Tage. Ca. 4,5 – 5 Mio. / µl Ï mm 3 reife Erys haben keinen Zellkern mehr. Vorstufe Retikulozyten haben noch Zellkernreste O₂/ CO₂-Transport wichtig bei Blutgruppen sind elastisch verformbar, wichtig bei der Diffusion in den Kapillaren enthält den roten Blutfarbstoff Hämoglobin (98 %) Hb Abbau hauptsächlich in der Milz, aber auch im Gewebe (z. B. bei Hämatomen)

Der Abbau in der Milz(ca. 0,8 %/24h) erfolgt durch die netzartige Struktur des retikulären BG, an dem die alten Erys, deren Oberfläche rau ist, hängen bleiben und so ausgefiltert werden. Der weitere Abbau erfolgt durch den Weitertransport der in die Leber, wo die Erys dann zu Bilirubin umgewandelt werden und so über den Magen-Darm-Trakt zur Ausscheidung(Harn) gelangen. Abbau auch geringfügig im Knochenmark und im Gewebe (Hämatome)

Hämoglobin menge bei Frauen: 12–16 g/dl Ï 120 – 160 g/l Ï 12 -16 g%

bei Männern: 14 – 18 g/dl
BSG Normwerte bei Frauen 8/20 mm NW (nach Westergren)
bei Männern 5/15 mm NW
Erythropoetin (Hormon der Niere); Ery steigernder Faktor (ESF) aus der Niere steigert (steuert) die Eryreifung im Knochenmark

Leukozyten:

Leukozytose: Erhöhung der Leukos im Blut, Auslöser z. B. Entzündungen; Erhöhung der BSG
Leukopenie: Verminderung der Leukos im Blut, z. B. Schädigung der Bildungsstätten(KM)
Leukämie: Bösartige Veränderung der Leukos im KM. Meist erhöhte Zahl „Blutkrebs“
Agranulozytose: Mangel von Granulozyten

Anzahl : 6000 – 8000 / µl Grenzwerte: 4000 respektive 10000 / µl

Eigenschaften:

    amöboide Bewegung = können die Form verändern Diapedese = Durchgängig = Können Zellzwischenräume durchdringen Phagozytose = Fressvorgang bei Monozyten Pseudopodien = Scheinfüßchen der Amöben, können so AG aufnehmen

Es ist alles aufeinander angewiesen = Abwehrmechanismus

    Leben nur Stunden bis Tage, können aber in Gedächtniszellen auch Jahre leben

Lymphozyten: im Knochenmark und den lymphatischen Organen; Spez. Abwehr

B-Lymphos (B= Bone): Antikörperbildung

T-Lymphos (T=Thymus): Zelluläre Abwehr

Monozyten: Makrophagen ; Phagozytose ; unspez. Abwehr

Granulozyten: Teilung in basophile ; eosinophile, neutrophile.

Eosinophile Granulozyten: Auch Audiofile genannt; können Rot angefärbt werden = sauer, sind zur Phagozytose fähig, binden und inaktivieren Histamin, enthalten aggressive Enzyme um Zielzellen zu schädigen (bei Bedarf)

Neutrophile Granulozyten: haben neutrale Färbung, schwach blau/rot. Auch Fresszellen genannt, da zur Phagozytose fähig, dienen der unspez. Immunabwehr, enthalten lysosomale Enzyme, die Krankheitserreger und Zelltrümmer abtöten.

Basophile Granulozyten: Sie können blau angefärbt werden = basisch, enthalten Histamin, Serotonin und Heparin.

Histamin: Gewebshormon, Auslöser der Sofortreaktion bei Allergien; kommt in Lungen, Magen-Darm-Trakt, Speichel, Blut vor. Es ist an Heparin gebunden.

Heparin: wirkt der Blutgerinnung entgegen, fördert die Fibrinolyse und Fettklärung. Wird in Mastzellen gebildet und wirkt zusammen mit Histamin.

Serotonin: kommt in Lungen, Milz und Darmschleimhaut vor, wird in Thrombos gespeichert, hat Einwirkung auf die Gefäßstellung

Peptidasen: Eiweißenzyme

Lipasen: Fettenzyme

– ase -: Enzym

Altersabhängige Einteilung der Granulozyten (Leukos) anhand veränderter Kernform:

5 Zeichen einer Entzündung:

Rötung = Rubor = verstärkte Durchblutung

Schwellung = Tumor = vermehrte Ansammlung von Wasser im Gewebeabschnitt
Schmerz = Dolor = Schmerzrezeptoren werden gereizt
Wärme = Calor = intensive Stoffwechselvorgänge
Funktionsverlust = Functio laesa = eingeschränkte Funktion

Thrombozyten:

    Das sind kernlos flache, unregelmäßig geformte Zellbruchstücke (1 – 4 µm) leben etwa 10 Tage werden in Leber und Milz abgebaut zuständig für die Blutgerinnung enthalten Enzym Thrombokinase (Teil der Blutgerinnung) ca. 200.000 – 300.000 / µl

Hämostase:

Blutstillung vom Körper initiierte Mechanismen zum Schutz vor Blutverlust

primäre Hämostase:

direkte Wundheilung durch Verkleben der Wundränder und Ausfüllung des Defekts mit BG

sekundäre Hämostase:

verzögerte Wundheilung mit Granulationsgewebe und Narbenbildung

roter Thrombus:

durch Erythrozyten rot gefärbter Thrombus

weißer Thrombus:

Ein an der Gefäßwand entstehender Thrombus, der außen von einer weißgrauen Leukoschicht umgeben ist.

Retraktion = zurückziehen, einziehbar

Polymerisation:

Vorgang, bei dem mehrere Einzelmoleküle zu einem Molekül zusammentreten.

Serum:

Blutplasma ohne Fibrinogen, ist ungerinnbar

Blutplasma:

Besteht zu 90 % aus Wasser, übrige Anteile sind gelöste Stoffe, ist gerinnbar.

Antikoagulantien (Gerinnungshemmer)

Natriumcitrat: bindet Ca. ++

Heparin: inaktiviert Thrombin (wirkt sofort, aber nicht lang anhaltend)

Marcumar: blockiert Vitamin K (in der Leber); Prothrombin wird auf- und abgebaut, Wirkung setzt sofort ein – aber messbarer Spiegel erst nach 2-3Tagen!

Acetylsalicylsäure (ASS) : TAH = Thrombozyten Aggregation Hemmer ; Blutplättchen können dadurch nicht aneinander haften.

Fibrinolytisches System

Zusammensetzung von Blutplasma

Funktionen:

Vehikel – transportieren

Cholesterin an Globulin Fettsäuren teilw. an Albumin Bilirubin an Albumin fettlösliche Vitamine an Eiweiß

Fe gebunden an Transferrin

Viskosität = Fließeigenschaft

Wasserhaushalt – osmotischer Druck

Immunisierung – Immunglobuline

Nicht eiweißhaltige, stickstoffhaltige Substanzen

Harnstoff vom Eiweißabbau — 25–40 mg% Maßstab der Leber und Nierenfunktion
Harnsäure vom Abbau der Kernsäuren (DNS — ZKabbau), bis 7 %

Nährstoffe: Glukose (80-100 mg% / 4,4-5,5mmol/L)

Fette als Chylomikronen (Transportform von langkettigen Fetten) oder gebunden an Eiweiß
Gesamtlipide 380 – 670 mg%
Cholesterin 120 – 340 mg% (als Grundstoff für Steroidhormone – z. B. Kortison, Testosteron, Östrogene)
Triglyceride 70 – 170 mg% (Quelle für Reserveenergie; Bildung in Zellen aus freien Fettsäuren und Glycerin)

Pufferung: Plasma Reaktion leicht alkalisch (pH-Wert 7,4 +/- 0,05)

F 7,4 = Acidose E 7,4 = Alkalose

Pufferung vorwiegend durch Hb,

daneben Phosphate, Bikarbonate, Plasmaeiweiß

(CO₂: HCO3 = 1: 20) Normbereich

HCO3 = Hydrogencarbonat -Hauptträger der alkalischen Seite

Abwehrfunktion des BlutesAbwehrfaktoren des Blutes

Abwehrfunktionen des Blutes

Blutgruppen

Die Blutgruppen werden bestimmt durch:

Antigene (AG) = Agglutinogen = agglutinabel (Fähigkeit zu agglutinieren)

Antikörper(AK) = Aktivator für AG = Agglutinin = agglutinierend

Rhesusfaktor

Rhesusfaktor = Antigen D auf Erys
Wenn AG D vorhanden = Rh+ (D+)
Wenn nicht vorhanden = rh- (d-)

Perinatal

  1. Kommt es zum Kontakt von Rh+ (Kinderblut) und rh-(Mutter)
  2. 2bildet die Mutter AK gegen Rh+ Blut
  3. Hat dann Auswirkungen auf die 2. Schwangerschaft, indem die Mutter AK in den kindlichen Kreislauf überträgt. Dies ist tödlich für den Embryo. Bei wiederholter Gravidität, wenn keine Therapie erfolgt. AK sind in der Plazenta durchgängig, Antigene nicht. Erythroblastose (Zerstörung der Erys) = Morbus Hämolyticus Neonatorum.

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