Autor/in: MRM

Atemorgane Seite 2

› Pathophysiologie –Trias
Reiz Entzündung

  1. Schwellung (=Ödem) der Bronchialschleimhaut Obstruktion
  2. Krampf der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus) Obstruktion
  3. Dyskrinie: vermehrte Absonderung von besonders zähem Schleim, Obstruktion
  4. Bei älteren Menschen: Kollaps der Bronchiolen in Ausatmungsphase
    Obstruktion führt zur Atemnot und Angst (Teufelskreis)

Symptome:
Anfallsartige schwere Atemnot mit pfeifendem Atemgeräusch, Dyspnoe, Husten (v.a. nachts gegen 2.00 Uhr VNS) vorwiegend besonders zäher Auswurf, verlängerte Ausatmung, Menschen ganz auf Atmung konzentriert, blass, Schweiß bedeckt, Angst, Orthopnoe, Zyanose, Tachykardie
Beendigung des Anfalls durch heftiges Abhusten eines glasigen, zähen, faden ziehenden Schleims
In schweren Fällen: Status asthmaticus bes. schwere akute Symptomatik u./o. Besonders lang anhaltend,
evtl. zusätzlich Herzversagen immer lebensbedrohliche Notfallsituation akute Todesfälle möglich (selten
Diagnose: klinisches Bild, Eosinophile (Blut, Sputum), Lungenfunktionsprüfung (1–Sek–Kapazität, Peak–Flow–Meter, Vitalkapazität, residual Volumen), trockene Rasselgeräusche (Giemen, Brummen) oft auf Distanz hörbar, Röntgen (ohne Befund o. evtl. Überblähung der Lunge), Hauttests – bei Allergie (bei älteren Menschen geringer Bedeutung)


Therapie
Allergen Karenz (vermeiden der Asthma auslösenden Stoffen), evtl. Hyposensibilisierung (Immuntherapie), Spray –s. u. (nach Verordnung), Beruhigen, Fensteröffnen, tief durchatmen lassen, Lippenbremse, Atemgymnastik, Stärkung der Widerstandskraft, Abklatschen, Flüssigkeitszufuhr, Medis: (auch als Basistherapie), erst inhalieren, später evtl. zusätzlich oral, Inhalation (Dosier–Aerosole)

  1. Entzündungshemmend: Kortikosteroide, (Antiallergika – Antihistomatika)
  2. Vegetatives NS: Sympathikus (Parasympatikus) krampflösende Mittel
  3. Theophyllin (entspannt glatte Muskulatur, Schleimlösende Medikamente, viel trinken, Luftfeuchtigkeit, Antibiotika – bei Infekt –, Selbsthilfegruppe, psychische Betreuung vonseiten des Arztes und der Umgebung
    Volle körperliche Belastbarkeit in den anfallsfreien Zeiten –günstig Ausdauersport, regelmäßige eigene Kontrolle des Atemwiderstand (Peak–Flow–Meter) rechtzeitig medikamentöse Vorbeugung eines Anfalls möglich.

Verlauf / Prognose
Bei Kindern und Jugendlichen (bis zur Pubertät) häufig spontane Remissionen bei ca. 1/3 vollständig Ausheilung
Bei Erwachsenen meist chronischer Verlauf, Übergang in respiratorische Insuffizienz (v.a. obstruktives Lungenemphysem) chronische Cor pulmonale, akute Todesfälle möglich (selten)

› Lungenemphysem = Lungenblähung

Definition: Überblähung der Lunge durch irreversible Zerstörung
a) der Alveolen Struktur
b) der Lungensepten mit irreversibler Vergrößerung des Luftraumes und mit Verkleinerung der Atemfläche

Ursachen:

  1. bei älteren Menschen = Altersemphysem > 50, > 60 Lebensjahre, v.a. bei Frauen
    a) nach chronische obstruktive Atemwegserkrankung
    b) atrophisch = seniles Lungenemphysem = Altersemphysem, Dilatation, Atrophie, Elastizitätsverlust
  2. Enzym Mangelkrankheit (erblich), v.a. bei Rauchern (Alpha–1 Antitrypsinmangel) Gewebeabbau
  3. Kompensation nach OP, bei Narben
  4. angeborene Lungen– respektive Bronchialveränderungen

Krankheiten:

Obstruktion u./o. Elastizitätsverlust des Gewebes, Überblähung der Lunge, vermehrter Luftgehalt, Restluft, Ausatmung erschwert, Atemfläche ist verkleinert (=Gasaustausch) Atemnot.

Symptome:

  1. Atemnot a) zunächst bei Belastung b) später in Ruhe = Dauer Dyspnoe
  2. Fassthorax (Emphysem Thorax) = starrer Brustkorb fast ohne Atemkursion, mit
    eingeschränkte Atembreite; Weitstellung: Rippen, Brustbein, Hals: kurz und
    gedrungen
  3. bei Untersuchung hypersonorer Klopfschall, Lungengrenzen kaum atemverschieblich, Atemgeräusche abgeschwächt
    Rö.: Zwerchfell exspirationsstellung (nach oben), Luftgehalt in der Lunge, Labor: O₂, CO₂, CT: Typ. Veränderung
  4. zentrale Zyanose s. klein. Bild, s. Labor
  5. oft chronische Bronchitis

Therapie

  1. Vermeidung der auslösenden Faktoren – Rauchen –
  2. Therapie der begleitenden und auslösenden Obstruktionen: chronische Bronchitis, chronische Asthma bronchiales
  3. Eventuell. Sauerstoff Begleittherapie.
  4. Atemgymnastik! Kreislauftraining!
  5. Selbsthilfegruppen
  6. Ärztliche psychologische Betreuung.
  7. OP Lungenteilresektion, Lungentransplantation

Komplikationen

  1. chronische Cor pulmonale
  2. Pneumothorax: Emphysem, Blase an Oberfläche platzt, Luft im Pleuraraum, Lunge fällt teilweise oder ganz zusammen,
    Therapie: ständige Saugdrainage oder evtl. OP
  3.  Pneumonie

Hämatothorax

Ursachen: Tumore, Verletzungen (Messerstiche, Rippenbrüche) Blut zwischen Pleura blätter
Häufig chronische obstruktive Lungenkrankheiten
Durch: chronische Bronchitis und Lungenemphysem oft in wechselnder Kombination bei
jahrelangem Verlauf mit akutem Schüben

  1. Bronchitis Typ (blue bloater)
    Meist mehr oder weniger übergewichtige Patienten mit massivem bronchitischen Symptomen, ausgeprägte Zyanose, relativ geringe Dyspnoe und frühzeitige Entwicklung eines chronische Cor pulmonale.
  2. Emphysem Typ (pink puffer)
    Mit schwerem Lungenemphysem, erhebliche Dyspnoe, kaum Zyanose, häufig untergewichtig, oft wird Schwere des Krankheitsbildes unterschätzt (Patient Werder verkannt) wegen der geringen Zyanose
    Pneumonie = Lungenentzündung
    Definition: Pneu = akute oder chronische Entzündung des Lungengewebes

Einteilung

1.) nach Lage der Entzündung

histologisch Alveoläre Pneum. + interstitielle Pneum., lobäre~, Segment~, Herd~, diffuse Pneumonie

2.) nach Zustand der Lunge vor Erkrankung
a) primäre Pneum. Betrifft eine vorher gesunde Lunge
b) sekundäre Pneum. Vorher geschädigte Lunge, z. B. chronische Bronchitis, Bronchiektasen, Bronchien–Karzinom, Lungenemphysem, Lungenstauung, Lungeninfarkt, Lungenembolie + Stauungslunge
Verlauf: a) heilt: in der Regel aus, kann aber auch zu Lungenschäden führen
b) Gefahr nach Ausheilung der Pneumonie Verschlimmerung der Grunderkrankung.

3.) nach Verlauf

Akut Chronisch
= typisch
Beginn plötzlich mit schweren allgemeinen Symptomen (siehe 4.) Pneum > 6 – 8 Wochen andauernd trotz Therapie keine Abheilung

Bakterien als Ursache primäre Ursache

  • meist schleichende Symptomatik
  • besonders gefährdet: schlechte Abwehrlage z. B. Alkoholiker, Diabetiker, chronische Kranke (Krebs, Herz–Kreislauf, Gelähmte, AIDS, Kettenraucher, eitrige Bronchitis, bei Therapie mit Immunsuppressiva)
  • Gefahr einer neuen Pneumonie
  • Starke Belastung für Herz–Kreislauf, Tod möglich
  • = konsumierende Erkrankung verbraucht viel Energie

4.) nach Erregern

Typische Atypische
Erreger: v.a. Pneumokokken
Beginn: plötzlich, mit schweren Allgemeinerscheinungen
Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Atemnot, Tachypnoe, Brustkorbschmerzen, Husten zunächst trocken, Auswurf, evtl. blutig, evtl. Zyanose, starkes Schwitzen, evtl. Herpes labialis, schweres Krankheitsgefühl, Herz–Kreislaufbelastung, Tachykardie, RR, u.U. Schock, oft Pleuritis Erreger: Viren, Problemkeime, Pilze
Verlauf: schleichender (i. Rahmen eines grippalen Infektes) Gefahr späte Diagnose
Symptome: Atemnot, Husten, Fieber, Gliederschmerzen, Schwäche, Schwindel, nicht so ausgeprägt
Übliche Medis oft ungeeignet, Gefahr: Pilzinfektion
Sonderform: Legionellose = Legionärskrankheit
Urs: Legionellen – Kühlsystem, Wassersysteme
Verlauf: wie bei akuter Pneumonie, spezielle Antibiotika erforderlich, hohe Sterblichkeitsrate betr. Ältere Menschen.

5.) nach anderen Entstehungsarten

a) Aspiration Pneumonie
durch Einatmen respektive Ansaugen von Gasen, Flüssigkeiten oder festen Stoffen (in die Atemwege) z. B. Mageninhalte, Erbrochenes, Sondennahrung, Blut, Fremdkörper, Öl, Wasser, Nahrungsmittel
bei Schädigung des ZNS (Schutzreflexe); Bew mit Schluckstörungen; bei Bewusstlosen; bei Stoffwechselkoma (Leber~, Niere~, Diabetes); bei Volltrunkenheit (Alkoholvergiftung); bei Barbituratvergiftung; Apoplexie; Schädel – Hirn – Traumen; Ileus; Hiatushernie; bei Narkoseeinleitung bei nicht nüchternen Menschen

b) hypostatische Pneumonie
betrifft alte Menschen, v.a. bei herabgesetzter Herztätigkeit; zu flach atmende Menschen, Apoplektiker; Gelähmte; Bettlägerige; Rippenbrüche; frisch operierte (v.a. Oberbauch / Thorax) auch Herzkranke
Krankheiten: schlechte Belüftung der Lunge in den abhängigen, unteren Partien passive Blutfülle in den unteren Partien Luftfüllung Gasaustausch Gasent Durchblutung
Schleim wird nicht abgehustet, Nährboden für Keime

Allgemein

  • Pneumonie stellt v.a. für kleine Kinder eine große Gefahr dar und alte Menschen wegen der geringen Abwehrkräfte
  • Pneumonie stellt unter den Infektionskrankheiten die häufigste Todesursache in den Industrieländern

Diagnostik

  • kleine Symptomatik
  • Röntgen (Schatten)
  • Erregernachweis (mikrobiologische Untersuchung / Diagnostik), Anlegen einer Kultur
  • Abhören / Abklopfen
  • Allg. Entzündungszeichen im Blut
  • Lungenfunktionsprüfung, evtl. Blutgase

Therapie

  • Bettruhe (mind. 8 – 10 Tage nach Fieber Ende
  • AB (zunächst Breitband, evtl. spez. AB je nach Antibiogramm)
  • Expectorantien: schleimlösende Mittel, schleimverflüssigende Mittel, verstärkter Abtransport des Schleims
  • Evtl. Schmerzmittel
  • Evtl. Beruhigungsmittel (aber Vorsicht)–
  • Evtl. Antitussiva
  • Fiebersenkende Maßnahmen
  • Viel Flüssigkeit
  • Leichte Kost (Obstipation vermeiden)
  • Inhalation (befeuchten der Raumluft)
  • Atemgymnastik
  • Brustwickel, Einreiben, Abklatschen, Abklopfen
  • Evtl. Absaugen
  • Evtl. O₂ Zufuhr
  • Herz – Kreislauf stärken
  • Ggf. Vitalzeichen Kontrolle
  • Dekubitus und Thromboseprophylaxe
    Bei sekundärer Pneumonie zusätzliche Behandlung der Grundkrankheit

Komplikationen

  • Lungenabszess
    Bricht in der Regel im Bronchialsystem aus, eitriger Auswurf; Höhle (Kaverne) möglich, neue Pneumonie möglich; Symptome: siehe Pneumo Empyem + evtl. reichlicher, eitriger Auswurf
  • Bronchiektasen
  • Wanderpneumonie
  • Myokarditis Herz – Kreislaufversagen

Prophylaxe

  • Pneumokokken – Impfung
  • Stärkung der Abwehr
  • Prophylaxe der sek. Pneumonie

Exsudat = Flüssigkeitsansammlung in Gewebe oder Körperhöhle, die durch Entzündung entstanden ist, z. B. Pleuritis, reich an Zellen und Eiweiß
Transsudat = Flüssigkeitsansammlung in Geweben oder Körperhöhlen, die nicht durch Entzündung entstanden ist, z. B. bei Herzinsuffizienz; wenig Zellen und Eiweiß

› Lungenfibrosen

= Lungengerüst Erkrankung (Bindegewebserkrankung)
Definition: bindegewebige, narbiger Umbau des Lungengerüstes (meist als Endzustand chronische – entzündlich Lungenerkrankungen) fährt zur Entwicklung einer restriktiven Lungenfunktionsstörung Diffusionsstörung (Störung des Gasaustausch) Perfussionsstörung (Durchblutung der Lunge eingeschränkt)

Einteilung

1.) diffus: a) bekannte Ätiologie: Staublungenerkrankung (Silikose, Asbestose)
b) unbekannte Ätiologie: Sarkoidose = Boecksche Krankheit = Morbus Boeck
2.) herdförmig: z. B. nach abgeheilter Pneumonie, Lungenembolie, ~Infarkt, TBC und OP
kein Krankheitswert, da meist keine dauernden Lungenfunktionsstörungen, meist keine Therapie erforderlich

TBC (Schwindsucht)
Definition: meldepflichtige (Erkrankung oder Tod) Infektionskrankheit (durch Tuberkelbakterien), die im Körper zu knotigen Veränderungen führt.
Ursachen: Mykobakterien tuberculosis (säurefeste Stäbchen, hitzelabil)
Infektionsmöglichkeiten und Infektionswege für Erstinfektion = Übertragung
a) über Atemwege: Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch Speichel, Schwitzen, Auswurf
Staubinfektion selten
b) oral – intestinal: mit Nahrungsmittel (z. B. Kuhmilch)
Voraussetzung für Übertragung
a) ausreichend hohe Keimzahl und Virulenz
b) momentan geschwächte Resistenz
Primär – TBC = neu / Erstansteckung (heute in Deutschland relativ gering
Postprimäre TBC = Reaktivierung / Wiederaufflackern der TBC nach biologische Ausheilung des primär Infektes möglich, s. u.

Gefährdete Person

  • soziale Benachteiligte (schlechte hygienische Verhältnisse, enge Wohnverhältnisse, ungenügende Ernährungssituation, Verwahrlosung, Suchtverhalten
  • ältere Menschen, die früher eine TBC durchgemacht o. infiziert wurden, und bei denen jetzt durch Schwächung der Infektabwehr Reaktivierung der TBC
  • Patienten mit Immunschwächekrankheiten, z. B. AIDS – Kranke.
  • Säuglinge, die in einer Umgebung leben, in der TBC häufig

Inkubationszeit
= Zeit vom Eindringen der Bakterien bis zur Zeit des Pos. Tuberkulintests (4 – 6 Wochen)
Pathophysiologie und Verlauf.

Verlauf wird bestimmt von:

a) Menge + Virulenz der Erreger
b) Widerstandskraft des Organismus
Bei beiden sind die Verläufe sehr unterschiedlich
Einatmen des Erregers Festsetzen der Keime in der Lunge: umschriebene entzündliche Reaktion = Primärherd Lymphbahnen örtliche (regionale) Lymphknoten Primärkomplex
Im Primärherd: Knötchenbildung mit spez. Riesenzellen (+ Bakterien) = Tuberkelknötchen = Tuberkulom
Tuberkulom (Bakterien + Riesenzellen)
bei guter Abwehrlage
Abkapselung der Knötchen (Bindegewebszellen + Kalkeinlagen) Bakterien sind eingeschlossen, Krankheit ist inaktiviert, zum Stillstand gekommen, Ausbreitung ist gestoppt (v.a. im Lymphknoten) biologisch abgeheilt
Der verkalkte Primärherd enthält lebende, Infektion fähige TBC –Bakterien, die mehrere Jahre überleben können. Sollten sie heraus gelangen Reaktivierung Gefahr.

Infektion muss nicht zwangsläufig zum Ausbruch der Krankheit führen
Bei Zerfall eines großen Tuberkuloms: Kaverne (=Hohlraumbildung durch Abszess) (käsiger Gewebezerfall = Nekrose) Kaverne = Verkäsung Herd = best. Art von Gewebezerfall
bei schlechter Abwehrlage
Streuung von Tuberkelbakterien aus frischem Primärkomplex oder aus alten Herden
Lunge Pneumonie
Pleura Pleuritis
Darm, Bauchfell, Lymphsystem, Hals – Lymphknoten, Knochen, Gelenke, Haut, Augen, Gehirn, Hirnhäute, Niere und Harnableitende Systeme, Geschlechtsorgane, Milieu – TBC Lebensbedrohlich
Geschlossene TBC, offene TBC.

  • Keine Keime nachweisbar (im Sputum, Magensaft, Harn, Ausfluss, Stuhl
  • nicht ansteckend
  • ambulante Therapie – Keime nachweisbar (Sputum usw.), Keime gelangen durch Gewebezerfall ins Bronchialsystem und wird ausgehustet
  • Ansteckend
  • Stationäre Isolierung, Lungenheilanstalt
  • Akute TBC

Symptome:

Müdigkeit, Schwäche, Leistungsabnahme, ~Knick, Gewichtsabnahme, nächtliche Schweißausbrüche, Husten, Auswurf, Fieber (Subfebril) auch noch während Therapie, allg. Entzündungszeichen im Blut, Pleuritis (evtl.) v.a. bei Beginn der Erkrankung, v.a. bei jüngeren Menschen, je nach Organbefall (Magen –Darm – Beschwerden)

Diagnostik:

1.) klein. Bild
2.) Röntgen der Lunge
3.) Erregernachweis a) direkt b) Kultur
4.) Gewebeentnahme (Biopsie) feingewebliche Untersuchung
5.) Tuberkulin Reaktion Stempel (i.c.), Injektion, Pflaster, Einreiben von Tuberkulin (=TB – Bakterien Produkte) nach 24 – 28 – 72 Std.: Pos. = max. ausgeprägte Hautreaktion positiv bei BCG – Geimpften: 90 % 3 – 5 Jahre; natürliche Infektion = bei Erkrankten: sehr starke Reaktion
Bei Verdacht: 1. Test oft negativ, 2. Test (4 – 6 Wochen nach Erstinfektion)

Therapie

Ziel: Überführen einer offenen TBC in eine geschlossene TBC Langzeittherapie

1.) Medis:

Tuberkulostatika, Kombination von 2 o. 3 Präparaten stoppen der Vermehrung
Kombination Nebenwirkung geringer, alle Keime erfassen, da einige resistent gegen bestimmte
AB
Dauer mind. 6 – 9 Monate, 1 – 2 Jahre, strenge Kontrolle der Einnahme
2.) allg. Ruhe, körperliche Schonung, Bettruhe während Fieberschübe, ausgewogene Kost. Entlassung aus KH, wenn TBC geschlossen, ständige Verlaufskontrollen (Rö, Kultur) DURCH Gesundheitsämter über Jahre, evtl. Luftveränderung – Klimatherapie, Untersuchung des Umfelds des Betroffenen, evtl. OP heute kaum
Vorbeugen:

  • aktive Immunisierung BCG – Impfung (Bacille Calmette Guéri),
    Indikation zurzeit: Ansteckung-gefährdete, Tuberkulin negative Patienten; TBC – gefährdete Neugeborene (früher alle)
  • Rö. – Reihen – Untersuchung
  • Periodische Untersuchung TBC – gefährdeter Personen
  • Verbesserung der Lebenssituation, hygienische Verhältnisse, Wohnsituation, Ernährungszustand

Komplikationen respektive Folgekrankheiten

  1. chronische Krankheiten
  2. Befall weiterer Organe Tod
  3. Therapie der Nebenwirkungen, Hörschäden, BB – Veränderung, Sehstörungen, Magen – Darm – Störungen
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