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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Nele
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Wohnen im Alter

 

Wohnsituation im Alter:

85 % leben alleine
10 %  leben in Mehrgenerationsfamilien
1% in Altenwohnungen
3 % in Altenheimen
1% in Pflegeheimen

Selbständiges Wohnen im Alter ist abhängig vom

  • Gesundheitszustand
  • Der Miete und weiterer Kosten für Hilfe
  • Ausstattung der Wohnung
  • Erreichbarkeit der Wohnung
  • Wohnumfeld, Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten
  • Soziale Netzwerke
  • Möglichkeiten eines ambulanten Pflegedienstes

Selbständiges Wohnen wird erschwert, wenn mehrere Probleme gleichzeitig auftreten

  • Gesundheitliche Probleme
  • Wenn man schlecht gehen kann
  • Wohnungsmängel
  • Hochgelegende Wohnungen ohne Fahrstuhl
  • Mangelhafte soziale Netze, keine Freunde, Bekannte oder Verwandte.

Besonders von der aufgeführten Problematik sind betroffen:

  • 1 Personen Haushalte
  • Hochbetagte ab 75 Jahre
  • allein lebende ältere Frauen
  • Miethaushalte
  • Pflegebedürftige Menschen

Besondere Einschränkungen bei den Alltagsaktivitäten ergeben sich im Bereich:

  • Bad/Dusche
  • Toilette
  • Zugang zur Wohnung
  • Treppen steigen

Die unterschiedlichen Wohnformen im Alter:

Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten sein Alter zu verbringen. Hier eine Auflistung. Die Wichtigsten werden dann kurz erläutert.

  • Altersgerechte Wohnungen
  • Angepasste Wohnungen
  • Betreutes Wohnen
  • Integriertes Wohnen
  • Siedlungsgemeinschaften
  • Altendorf
  • Betreutes Wohnen zu hause
  • Wohnstift
  • Pflegeheim
  • Alten- und Seniorenheim
  • Ambulante Pflege
  • Sozialstationen
  • Wohngemeinschaften
  • Selbstorientierte Wohn- und Hausgemeinschaften

Pflegeheim

In einem Pflegeheim werden die Bewohner mit der Hilfe versorgt, die Sie benötigen. Sie können einziehen und zunächst noch keine Pflegestufe besitzen; sind also noch sehr selbständig. Dies kann zum Beispiel nach dem Tod des Ehepartners sein, wo die alte Wohnung einfach zu groß geworden ist. Sie müssen umziehen und um einen nochmaligen Umzug zu umgehen, ziehen sie gleich in eine Einrichtung, wo sie dann auch bleiben können. Sie haben sich ein Zimmer gesucht in dem Sie dann auch versorgt werden können, wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, schwerst pflegebedürftig werden. Genau so können aber Menschen dort einziehen die schon eine Pflegestufe haben, bis her zu hause versorgt wurden und vielleicht nach einem Krankenhausaufenthalt nicht mehr in ihre eigenen vier Wände zurückkehren können. Oder oftmals ist es leider auch so, dass die Angehörigen die alten Menschen überreden oder bedrängen, in eine Einrichtung zu ziehen.

Betreutes Wohnen

Es gibt aber ja schon, wie Anfangs erwähnt, nicht nur das Pflegeheim, sondern auch das Betreute Wohnen. Unter Betreuten Wohnen versteht man:
Es ist eine Wohnform in denen alte, physisch Kranke, Behinderte oder Jugendliche, von Sozialberarbeiterinnen, Erziehern, Therapeuten oder Pflegekräften dahingehend betreut werden, das bei gleichzeitiger Unterstützung zur Bewältigung der individuellen Probleme die größt mögliche Autonomie gewährleistet wird.  In diesem Haus befinden sich Ein-  und Zweizimmer Wohnungen die Behinderten- und Seniorengerecht sind. Dazu gehören Türschwellen ohne Hindernis, Badewannen oder Duschen mit gutem Einstieg und alle Stockwerke sind mit einem Fahrstuhl erreichbar. Auch die Küche ist so eingerichtet, dass ein Leben mit und im Rollstuhl gut zu bewältigen ist.  Im Betreuten Wohnen bekommt man die Hilfe die man braucht meist durch einen ambulanten Pflegedienst. Dies können nur kleine medizinische Dinge sein, wie z. B. Insulin spritzen oder auch Thrombosestrümpfe anziehen. Es kann aber auch sein, dass der Pflegedienst nur zum Staubsaugen und Einkaufen kommt. Es ist ganz unterschiedlich. Viele Bewohner in Einrichtungen des Betreuten Wohnens machen noch sehr viel alleine und haben auch Hilfe von Angehörigen. In Einrichtungen des Betreuten Wohnens gibt es oft einen oder auch mehrere Notrufknöpfe, so das im Notfall jemand kommen kann.

Alten– Seniorenheim

Ein Alten- und Seniorenheim wird oft mit einem Pflegeheim verwechselt. Diese Einrichtungen  sind ähnlich wie das Betreute Wohnen. Im Alten- und Seniorenheim gibt es ähnlich wie im Pflegeheim Einzel- oder Doppelzimmer, ganz selten Mehrbettzimmer. Der Unterschied zu einem Pflegeheim besteht darin, das die ständige Anwesendheit von Fachpflegepersonal fehlt. Im Notfall ist jemand schnell da. Die Voraussetzung ist also das die Bewohner noch sehr selbständig sind.  Das soziale Umfeld ist etwas anders, wie z. B. im Betreuten Wohnen. In einem Seniorenheim oder Altenheim wird in Speisesälen gemeinsam gegessen. Es gibt normaler weise auch mehr Veranstaltungen als beim Betreuten Wohnen. Dies ist von Haus zu Haus oder von Bundesland zu Bundesland doch sehr unterschiedlich.

Integriertes Wohnen

Verschiedene Bewohnergruppen leben meist in größeren Wohnkomplexen zusammen. Initiatoren sind nicht die Bewohner, sondern meist spezielle Träger. Ziel ist nachbarschaftliche Hilfe zwischen den Generationen. Gegenseitige Unterstützung steht im Mittelpunkt. Teilweise gibt es Unterstützung durch Fachpersonal.

Ambulante Pflege

Unter Ambulanter Pflege versteht man die häusliche Versorgung von pflegebedürftigen Personen. Diese kann durch einen Ambulanten Pflegedienst oder durch Angehörige oder auch durch beide durchgeführt werden durch. Meist kommt es auf den Pflegeaufwand an. Das wichtigste Ziel der Ambulanten Pflege ist, nicht in ein Pflegeheim zu müssen. Auch dazu gehören die Sozialstationen

und Sozialstation 

Sozialstationen sind Einrichtungen von Trägern der freien Wohlfahrtspflege, z.b Caritas,  Diakonie oder auch Rotes Kreuz. Diese Institutionen haben sich zur Aufgabe gemacht, betreuungsbedürftigen Menschen, Alten- und Krankenpflege in der jeweils eigenen Wohnung gegen Entgelt zukommen zu lassen.

Wohngemeinschaften

Die Möglichkeit der Wohngemeinschaften gibt es auch im Alter. Dort leben meist zwischen 5 bis 8 Personen unter einem Dach. Diese haben dann eine gemeinsame Küche, ein gemeinsames Wohnzimmer und ein gemeinsames Badezimmer. Ansonsten hat jeder sein kleines eigenes Reich.
Wohngemeinschaften gibt es nun ganz verschiedene. Es gibt zum Beispiel welche, wo die Bewohner sich irgendwann zusammen getan haben und gesagt haben, wir wollen zusammen alt werden. Wenn wir nicht mehr können, dann nehmen wir uns gemeinsam eine Hilfe, die einkauft und saubermacht. Außerdem gibt es ja auch noch die ambulante Pflege. Dann gibt es auch eingerichtete WGs für bestimmte Krankheitsbilder, wie z. B. die Demenz. Dort ist dann immer jemand anwesend und die Bewohner werden Tag und Nacht versorgt. Auch gibt es WGs wo Alt und Jung unter einem Dach wohnt.

Altendorf

Bekannt durch die „Sun Citys“, wie ja auch schon im Unterricht gehört, wird im Altendorf nach dem selben Prinzip gehandelt. Hier werden auf einem separaten Areal Wohnmöglichkeiten nur für ältere Menschen geschaffen. Das Umfeld, die Freizeitaktivitäten  und die Einkaufsmöglichkeiten sind extra auf ältere Menschen angepasst. In diesen Altendörfern ist dann auch die fachliche Hilfe, wenn nötig, vorhanden.

Wohnstift

Hier sind Wohn- und Betreuungsangebote gekoppelt. Die Bewohner haben eine abgeschlossene Wohnung innerhalb einer Wohnanlage. Vergleichbar etwa mit anderen Atenwohnheimen, was bedeutet dass die Wohnungen auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Dies gilt auch für die bauliche Gestaltung.

Selbstorganisierte Wohn- und Hausgemeinschaften

Darunter versteht man eine Wohnform, wo entweder nur ältere Menschen oder aber Alt und Junge zusammen lebt. Diese wohnen entweder in einem Haus oder in einer Wohnung zusammen. Meist werden diese Wohnprojekte von privaten Personen in eigener Regie gegründet, verwaltet, organisiert und geführt. Bei Bedarf werden ambulante Pflegedienste in Anspruch genommen oder es mieten sich einfach Fachkräfte mit ein.

Schichtabhängiges Wohnen

Leider ist die Wohnsituation auch im Alter sehr schichtabhängig.  Um so höher das Vermögen, um so besser ist auch meist die Wohnsituation. Lebt man in einem eigenen Haus, was durchaus in beiden Schichten möglich ist, kann die höhere Schicht es sich vielleicht noch leisten Veränderungen im Haus vorzunehmen. Voraussetzung ist natürlich, dass das Haus bauliche Veränderungen zulässt. Z.B. Umbau des Bades, Einbau eines Treppenlifters oder auch Verbreiterung der Türen. So etwas ist in einem kleinen, einfachen Haus meist nicht möglich und es bleibt nur noch der Umzug in ein Alten-, Senioren- oder Pflegeheim.

Autor: Nele
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