Autor/in: Menderes Can

Schichtablauf

Frühdienst

Der Dienst in unserem Hause ist in drei Schichten aufgeteilt. Der Frühdienst geht von 6.00 Uhr bis 14.30 Uhr, der Spätdienst von 13.30 Uhr bis 22.00 Uhr und der Nachtdienst von 21:30 bis 06:15 Uhr. Die Küche wird von Zivildienstleistenden und Praktikanten von 06:00 Uhr bis 12:30 Uhr 12:30 Uhr bis 21:00 Uhr besetzt. Der Dienst der Schichtleitung beginnt um 6.00 Uhr mit der Übergabe durch die Nachtwachen. Die Tropfen und die Medikamente werden vom Nachtdienst dosiert und zur Verabreichung vorbereitet. Der Frühdienst nimmt die jeweiligen Medikamente aus dem Schrank (die Insulinspritzen aus dem Kühlschrank) und im Anschluss werden die zur Pflege der Bewohner notwendigen Materialien zurechtgelegt.

Von 6:30 Uhr bis 8:00 Uhr beginnt der „erste Durchgang“. Einige Bewohner werden gewaschen – entweder im Bett oder am Waschbecken – andere Bewohner waschen sich selbst und wünschen nur geweckt zu werden. Neben der Grundpflege fällt auch die Behandlungspflege an. Sie wird zusammen mit der Grundpflege durchgeführt. Dies beinhaltet z. B. Insulin spritzen oder Medikamente verabreichen, wiegen (einmal monatlich), Vitalwertzeichen kontrollieren (z. B. Körpertemperatur messen), BZ-Kontrolle und Verbände wechseln. Da mehrere Bewohner in den Saal gehen, um zu frühstücken, werden sie nach oben in den Saal begleitet. Ein Teil der Bewohner möchten noch nicht aufstehen   und wünscht länger zu schlafen; dies wird berücksichtigt. Die Bewohner, die im Zimmer ihr Frühstück einnehmen, gehen später in den Saal, um bei der Ergotherapie mitzumachen. Bewohnern, die nicht in der Lage sind, selbstständig zu essen, wird das Frühstück gereicht. Bevor das Zimmer verlassen wird, wird noch Zimmerpflege (z. B. Aufräumen der Pflegemittel u. s. w.) durchgeführt.

Von 8:00 Uhr bis 11:15 Uhr wird – in einem „zweiten Durchgang“ die restliche Grundpflege gemacht. Die Bewohner, die nicht so früh aufstehen wollten, werden um diese Uhrzeit versorgt. Das Waschen erfolgt am Waschbecken durch aktivierende Pflege. Schwerstpflegebedürftige werden im Bett gewaschen und entsprechend gelagert. Ab 9:00 Uhr fängt die Ergotherapie an.

Von 11:15 bis 11:45 Uhr ist Pause.

Von 11:45 Uhr bis 13.30 Uhr gibt es Mittagessen. Wir teilen das Mittagessen an die jeweiligen Bewohner aus, diejenigen die nicht selbstständig essen können, wird das Mittagessen gereicht. Nach dem Essen wird das gesamte Geschirr aus den Zimmern der Bewohner getragen und in die Küche gebracht. Danach werden alle Bewohner zur Toilette geführt. Schwerstpflegebedürftige werden aus den Betten geholt und auf den Toilettenstuhl gesetzt. Die Pflegeperson ist in der Regel mit dabei, weil die Bewohner sich nicht mehr alleine aufrecht halten können. Die anderen Bewohner, die im Saal sitzen, werden von den Zivildienstleistenden und von der Ergotherapeutin zur Toilette geführt. Zum Mittagsschlaf kommen einige Bewohner aus dem Saal und werden in ihre Zimmer begleitet bzw. bleiben im Saal und legen sich in eine Sesselliege und machen dort ihren Mittagsschlaf.

Von 13:30 Uhr bis 14:30 Uhr finden Arbeiten statt wie Betten herrichten, Baden, Duschen und Schwerstpflegebedürftige versorgen, z. B. PEG-Sonde neu einstellen, RR-Kontrolle, BZ-Kontrolle, Schleim aus dem Rachenraum absaugen, etc.

Von 14:00 Uhr bis 14:30 Uhr findet die Dienstübergabe an den Spätdienst statt. Die Dokumentation findet zeitnah dazu statt. Sie soll nachvollziehbar für Mitarbeiter bzw. den MDK u. ä. sein. Pflegeplanungen werden zu dieser Zeit auch geprüft und vervollständigt. Alle 2 Wochen am Donnerstag gibt es eine Dienstberatung, zu der jeder Mitarbeiter erscheinen muss.

Spätdienst

Der Dienst beginnt um 13:15 Uhr. Zu dieser Zeit werden Vorbereitungen für die anstehenden Arztvisiten gemacht und Akten sowie die Krankenkassen-Karten   zurechtgelegt. Eine Pflegekraft begleitet die Konsultation und dokumentiert die Anordnungen in die jeweilige Akte und der Arzt unterschreibt sie. Die anderen Mitarbeiter machen treffen die Vorbereitungen für die Abendmedikation.

Um 14:15 beginnt die Dienstübergabe an den Spätdienst.

Um 14:30 Uhr wecken wir die Bewohner begleiten sie auf die Toilette. Einige Bewohner gehen hoch in den Saal und machen bei den Beschäftigungen mit. Bei sommerlichen Temperaturen findet die Beschäftigung auch im Garten statt.

Von ca.15:00 Uhr bis ca. 15:30 Uhr wird Vesper ausgeteilt, bei sieben Bewohnern wird diese Zwischenmahlzeit gereicht. Nach der Nahrungsaufnahme wird das Geschirr wieder eingeräumt und in die Küche gebracht.

Um 15:30 Uhr bis 16:00 Uhr ist Pause.

Von 16:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr beginnen wir die Teilwaschungen. Die Teilwaschung beinhaltet Gesicht, Hände und Intimbereich. Einige Bewohner werden vom Saal in ihre Zimmer gebracht; dort findet die Teilwaschung statt. Gleich danach helfen wir den Bewohnern beim Anlegen der Nachtkleidung. Viele Bewohner möchten sich im Anschluss daran noch etwas in ihren Sesseln sitzen. Diesem Wunsch wird selbstverständlich entsprochen. Andere Bewohner möchten zu dieser Zeit gebadet werden, weil sie es nicht möchten, früh gebadet zu werden. Das Baden und Duschen findet mindestens einmal wöchentlich statt. Im Normalfall werden die Bewohner gebadet, außer die Verschmutzungen sind sehr stark, z. B. wenn eingekotet wurde, in diesem Fall werden sie geduscht. Jeder Grundpflege (Frühdienst und Spätdienst) beinhaltet das Baden oder Duschen, Haarpflege und Nagelpflege.

Von 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr verteilt die Küchenkraft das Abendbrot.

Von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr machen wir den ersten Rundgang. Sieben Bewohnern muss das Essen gereicht werden. Nach der Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme, wird das Geschirr weggeräumt und in die Küche gebracht. Die anderen Bewohner, die oben im Saal gesessen haben, werden zur Toilette begleitet, hinunter in ihre Zimmer gebracht, gewaschen, umgezogen und ins Bett gebracht. Mehrere Bewohner wünschen, um diese Zeit noch nicht ins Bett zu gehen, sondern noch etwas Fernsehen zu schauen. Die Wünsche der Bewohner werden respektiert und akzeptiert. Sie klingeln, wenn sie ins Bett möchten. Wir sehen in regelmäßigen Abständen (ca. alle ein bis eineinhalb Stunden) nach, ob alles in Ordnung ist.

Von 20:30 Uhr bis 21:00 Uhr wird der zweite Rundgang gemacht. Da werden die Bewohner, die im Bett liegen und sich nicht bewegen können, gelagert und neues Inkontinenzmaterial angelegt. Eine Bewohnerin möchte erst um 21:00 Uhr versorgt werden. Sie wäscht sich alleine, aber zu Bett gehen kann sie alleine nicht, hierfür braucht sie Unterstützung.

Ca. 21:00 Uhr bis 21:30 Uhr findet die Dokumentation der bisherigen Ereignisse im Spätdienst statt. Außerdem werden erste vorbereitende Maßnahmen für den nächsten Tag getroffen. Frische Wäsche wird bereitgelegt, Handtücher und Waschlappen werden Sonntag abends zurechtgelegt.

Von 21:30 Uhr bis 22:00 Uhr ist Dienstübergabe an den Nachtdienst.

Diesen Beitrag teilen auf...

Twitter Facebook Google+