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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Cordula
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Nuklearmedizin

=> zur Funktionsdiagnostik mit Gamma- Strahlen

=> Medizinisches Fachgebiet, das sich mit dem Einsatz von Radionukliden im Rahmen

    diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen befasst.

Prinzipien der Nuklearmedizin

  • Das Radiopharmakon (radioaktiv markierte Substanz)
  • ist der Spürhund
  • physiologischer und
  • pathophysiologischer
  • Prozesse.

Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen (z.B. Szinti ) werden Substanzen mit gering radioaktiven Stoffen verbunden.

Injiziert man dies dann, kann man die Verstoffwechselung von außen mit einer speziellen Kamera verfolgen.

Bei Substanzen, die über die Niere ausgeschieden werden, verringert man die Strahlen-

belastung für den Pat., indem man ihn viel trinken und häufig die Blase entleeren lässt.

Bei Babys sollte häufig die Windel gewechselt werden.

Zur Beschleunigung der Ausscheidung der Radiopharmaka über die Nieren soll der Patient bereits vor der Untersuchung ca. 1 Liter Flüssigkeit trinken.

Das Radiopharmakon verteilt sich nach der Aufnahme im Körper des Pat.

Die von den Radionukliden ausgehende Strahlung wird mit speziellen Messgeräten

(Gamma- Kamera) registriert.

Die Strahlung kann sowohl in Abhängigkeit von der Lokalisation als auch von der Zeit oder beidem gemessen werden.

Strahlenschutzverordnung

".das generell Untersuchungen mit ionisierenden Strahlen zu unterbleiben haben, wenn die med. Fragestellung auch durch Verfahren ohne Strahlung-   mit vertretbarem Aufwand- beantwortet werden kann."

PET- Scanner ( Positronen- Emissions- Tomographie)

  • Ist der "Mercedes" unter den Nuk- Geräten (lt. Dr. Aurisch )
  • Schichtaufnahmeverfahren, bei dem die Aktivitätsverteilung des untersuchten Organs durch schrittweises Erfassen der austretenden Strahlung ermittelt und in einem Computer   zu einem Gesamtbild zusammengesetzt wird

•  Haupteinsatzgebiet der PET => Tumor- und Metastasensuche

          => misst den Zuckerstoffwechsel (Pat. bekommt radioaktiven markierten Zucker gespritzt, muss anschließend eine Stunde warten und sich ausruhen, bevor die Aufnahmen gemacht werden)

  • Dient z.B. der auch zur Untersuchung der Durchblutung und der Stoffwechsel-vorgänge in einzelnen Hirnabschnitten
  • Erfolgt unter Anwendung von Gamma- oder Positronenstrahlern
  • Pat. muss für diese Untersuchung nüchtern sein!

Was kann die Nuk untersuchen?

  • SD
  • Lunge ( Perfusion =Durchströmung   und Ventilation)
  • ZNS ( Hirnperfusion und Dopamin- Rezeptoren)
  • Niere ( Perfusion , Funktion, Abfluss, NAS -?)
  • Leber ( Perfusion , Galleabfluss, Raumforderungen)
  • Tumor- Szinti
  • Skelett und Knochenmark
  • Myocardperfusion und Vitalität

Welche Substanzen werden genommen?

  • SD                 => mit Tc- 99m -> Technetium (SD meint es wäre Jod)
  • Lunge             => Ventilationsszinti => 133 Xenon, Perfusionsszinti => 99m Tc-Makroaggregate
  • Niere             => nierenpflichtige Substanzen
  • Leber             => Substanzen, die über die Galle ausgeschieden werden
  • Skelett           => Substanzen, die der Knochen als Baustein abfängt, also nur dort wo der Stoffwechsel anläuft kann sich die Substanz anhäufen

Lungenszintigraphie

  • ist eine Notfalluntersuchung
  • die Lungenperfusionsszinti macht die Lungendurchblutung sichtbar
  • wird in erster Linie bei V.a . Lungengefäßerkrankungen angewandt, z.B. Embolie
  • Pat. bekommt i.v . eine radioaktive Substanz gespritzt die sich in durchbluteten Lungenkapillaren absetzt
  • Die Radioaktivität über der Lunge wird z.B. mit einer Gammakamera registriert
  • Manchmal wird eine zusätzliche Lungenventilationsszinti erforderlich, da auch eine mangelnde Belüftung der Lunge reflektorisch zu einer Minderdurchblutung der betreffenden Lungenabschnitte führt
  • Die Lungenventilationsszinti wird zur Belüftungsdarstellung angewandt
  • Der Pat. muss die radioaktive Substanz einatmen
  • Während bei einer Embolie die Durchblutung, aber nicht die Belüftung der Lunge gestört ist, fallen z.B. bei einem zentral sitzenden BC beide Untersuchungen pathologisch aus
  • Einem jungen gesunden Menschen könnte man 50 - 70% der Lungendurchblutung "klauen", ohne das er es merken würde!
  • Eine Vorbereitung des Pat. für die Untersuchung ist nicht erforderlich
  • Das scherzhafteste an der Untersuchung ist die Spritze, ansonsten nicht schmerzhaft.

Herzszintigraphie

  • Pat. bekommt eine radioaktive Substanz unter Belastung (Ergo) injiziert
  • die Substanz wird im Herzmuskel angereichert
  • die Verteilung der Flüssigkeit bis zur Anreicherung schaut sich der Arzt an
  • die Herzszinti wird z.B. bei Herzinfarkt durchgeführt
  • man unterscheidet Myocard- und Ventrikelszintigraphie

•  Myocardszinti => zur Beurteilung von Herzmuskeldurchblutung und Ventrikelfunktion

                                       => Erfassung der Ventrikelmasse zur Infarktdarstellung mit markiertem

                                            Technetium oder Thallium           

•  Ventrikelszinti => zur Darstellung der Herzhöhlen und der Binnenräume der

                                               herznahen Gefäße

                                         => Bestimmung von Größe und Konfiguration sowie Beurteilung der

                                               Pumpleistung beider Herzkammern

Pflegerische Aufgaben:

  • Pat. am Untersuchungstag nüchtern lassen
  • Wenn möglich keine Herzmedis einnehmen lassen
  • Kein LZ- EKG anlegen lassen
  • Bilder des Bel.- EKG´s wenn vorhanden mitgeben

Nierenszintigraphie

  • Ein mit einer radioaktiven Substanz markiertes nierenpflichtiges Medikament wird injiziert und die Menge und Zeit der Ausscheidung gemessen.
  • zur Einschätzung der Nierenfunktion => Funktionsszintigraphie
  • niedrige Strahlenbelastung
  • auch Säuglinge können untersucht werden
  • Lasixstudie => Lasix wird gespritzt um zu sehen ob eine Abflussbehinderung besteht

Pflegerische Aufgaben:

  • Pat. mindestens drei Tage vor der Nierenszinti keine Untersuchung mit KM- Gabe, da auch dies über die Nieren ausgeschieden wird (würde das Ergebnis verfälschen)
  • Ca. eine Stunde vor der Untersuchung sollte der Pat. eine Flasche Wasser trinken
  • Nach der Untersuchung auf ausreichende Blasenentleerung achten (Strahlenschutz)

Leberszintigraphie

  • Szintigraphie des Lebergewebes (=> Hepatogramm )
  • Zur Größen- und Formbestimmung der Leber, sowie zum Nachweis umschriebener Prozesse (Zyste, Abszess, Tumor, Metastasen etc.)
  • Pat. muss nüchtern bleiben => Pat. frühstückt zwischendurch

Hirnszintigraphie

•  Statische Hirnszinti : Topographische Darstellung der gespeicherten Strahlungsaktivität im Gehirn nach intravenöser Injektion eines Gamma- Strahlers

•  Dynamische Hirnszinti : ermöglicht Rückschlüsse auf Hirngefäße und Hirndurchblutung

  • Zur Diagnostik von Hirndurchblutungen, Tumoren, M. Alzheimer
  • Diagnostik beim Hirntumor durch Überlagerungen von Strukturen im CT und der Funktion dargestellt durch PET (F- 18- Glucose- PET)
  • Somatostatin- Rezeptor- Szinti wird ebenfalls zur Tumordiagnostik eingesetzt, da das Karzinoid ein hormonaktiver Tumor ist
  • Somatostatin kommt im oberen Intestinaltrakt vor und senkt auch den Blutzucker- spiegel und Glucagon- und Insulin- Sekretion

Skelettszintigraphie

  • Pat. erhält i.v . eine radioaktiv markierte Substanz, die sich im Knochen abgelagert wird
  • nach 2- 3 Std. erst werden die Aufnahmen angefertigt
  • zur Diagnostik von Knochenentzündungen , aber auch zur Metastasensuche

Pflegerische Aufgaben:

  • Direkt vor der Untersuchung die Blase entleeren, Katheter oder Windeln wechseln
  • Nach Untersuchung auf ausreichende Blasenentleerung (Windeln) achten
  • Schwangeres PP oder Kinder am Untersuchungstag nicht zu lange mit dem Pat. zusammenbringen (Strahlenschutz)

Schilddrüsenszintigraphie

  • Eine radioaktive, jodähnliche Substanz wird injiziert und von der Schilddrüse aufgenommen
  • Nach 20 Minuten werden die Bilder angefertigt
  • Zur Diagnostik der Schilddrüsenüber- oder - unterfunktion , kalte oder heiße Knoten, Schilddrüsenvergrößerungen

Pflegerische Aufgaben:

  • Keine jodhaltigen Medis oder KM vor der Untersuchung (deshalb Rö.- Untersuchungen mit KM, z.B. i.v.- Niere, i.v.- Galle, Angiographie erst nach der Schilddrüsenszinti
  • Einnahme von SD- Medis fortsetzen

Nuklearmedizinische Therapien

Radiojodtherapie

  • Ist eine nuklearmedizinische Strahlentherapie
  • Sie ist bei bestimmten Formen der Hyperthyreose und bei differenzierten Schilddrüsenkarzinomen angezeigt.
  • bei Jodmangel vergrößert sich die SD => Knoten
  • die meisten Knoten sind gutartig
  • wenn Knoten überaktiv sind, speichern sie zuviel Jod => heißer Knoten
  • kalter Knoten => sind Tumore
  • wenn ein heißer Knoten keine Beschwerden macht wird erstmal nichts gemacht, später dann OP
  • die Hauptangst der Pat. wenn operiert werden muss ist: die Stimme zu verlieren oder lebenslange Heiserkeit
  • der Pat. darf nach der OP nicht raus => im Franz- Haus nur auf den Balkon
  • wenn ein heißer Knoten Beschwerden macht wird eine Radiojodtherapie durchgeführt => dadurch wird aus dem heißen Knoten ein "kühler" Knoten
  • Als Radionuklid wird 131 Jod benutzt
  • Die Radiojodtherapie beruht darauf, dass von außen zugeführtes Jod fast zu 100% im SD- Gewebe gespeichert wird und kaum etwas in die übrigen Organe des menschlichen Körpers gelangt.
  • Dies bedeutet, dass bei Zufuhr radioaktiven Jods die SD und funktionell aktive, jodspeichernde SD- Karzinome einschließlich ihrer Metastasen mit sehr hohen Dosen bestrahlt und so zerstört werden können.
  • Die Strahlenbelastung des Knochenmarks und der Keimdrüsen ist dabei relativ gering.
  • Im Vergleich zu einer perkutanen Strahlentherapie werden die Nachbarorgane geschont, da die durch das Jod verursachte Strahlung im Gewebe mit der Entfernung rasch abnimmt.
  • Eine zusätzliche Strahlenbelastung entsteht allerdings durch den zur Dosisberechnung notwendigen Radiojodtest.
  • Dabei wird nach Gabe radioaktiven Jods eine SD- bzw. Ganzkörperszinti zur Berechnung des Jodumsatzes und zur Lokalisation etwaiger Metastasen angefertigt.
  • Beim SD- Karzinom erfolgt die Radiojodtherapie einige Wochen nach der vollständigen Entfernung der SD.
  • In der Zeit zwischen OP und Radiojodtherapie dürfen keine SD- Hormone oder Jodpräparate gegeben werden, da die Metastasen sonst nur wenig oder gar kein (radioaktives) Jod aufnehmen.
  • Die Radiojodtherapie wird aus Strahlenschutzgründen nur in speziellen nuklear-medizinischen Stationen mit Strahlenschutzeinrichtungen durchgeführt. (Bleiwände, Sammelbehälter für Ausscheidungen der Pat.)
  • Die Pat. bleiben so lange in der Klinik, bis die von ihnen ausgehende Radioaktivität unter den gesetzlichen Grenzwert gefallen ist.
  • Nach der Radiojodtherapie sollten die Pat. für mindestens 6 - 12 Monate eine zuverlässige Methode der Empfängnisverhütung wählen.

M. Basedow

  • Überfunktion der Schilddrüse

•  Anzeichen: Unruhe, starke Erregbarkeit, laufende Gewichtsabnahme, Zittern, Herzklopfen, Haarausfall

•  Die drei typischen Hauptsymptome: beidseitiger Exophthalmus , Kropf, Pulsbeschleunigung

•  Diagnostik: SD- Szinti

•  Therapie: Radiojodtherapie, SD- OP (SD entfernen)

SD- Karzinom

  • Die SD- Tumoren lassen sich in gutartige Neoplasien und SD- Malignome unterscheiden.

•  Diagnostik:   Anamnese, SD- Szinti

Bestimmung des Tumormarker => Thyreoglobulin

•  Therapie: OP und Radiojodtherapie (= um Reste des CA zu zerstören)

Knochenmetastasen

  • Bei Knochenmetastasen kann man radioaktive Substanzen spritzen und dort wo sie sich im Knochen anlagert kann man dann bestrahlen.

•  Diese Behandlung dient nicht als Therapie, sondern ist lediglich zur Schmerzlinderung geeignet.

Autor: Cordula
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