Hospiz
Referenten:
Anke Sell
Claudia Freidhof
Dozentin:
Frau Schmidt
Fach:
Ethik
Referatsdatum:
24.10.2001
Inhalt
1. Einleitung
2. Die Sterbephasen nach Elisabeth
Kübler-Ross
3. Gedicht
4. Definition des
Begriffs "Hospiz"
5. Die Geschichte
der Hospizbewegung
6. Prinzipien und
Ziele der Hospizarbeit
7. Grundsätze
der Hospizarbeit
8. Gedicht
9. Die Begleitung
Sterbender
10. Video "Leben dürfen
bis zum Tod"
11. Was brauchen
Sterbende?
12. Das stationäre
und ambulante Hospiz
13. Die Patientenverfügung
14. Das Projekt
der KASA
15. Schlußwort
16. Anhang Seite
» Einleitung:
Wir haben uns das Referat zum Thema Sterben und Tod ausgesucht,
weil wir schon oft in der Praxis damit konfrontiert wurden. Wir kamen
in Situationen, womit wir nicht so recht umzugehen wussten.
Das Referat begrenzt sich auf das Hauptthema "Hospiz", da der
Bereich Sterben und Tod so umfassend und schlecht einzugrenzen ist.
Beginnen möchten wir mit einer kurzen Wiederholung der Sterbephasen
nach Elisabeth Kübler-Ross. Zur Einstimmung haben wir ein kleines
Gedicht ausgesucht, sowie eine Definition für den Begriff "Hospiz".
Danach möchten wir gerne auf die "Geschichte der Hospizbewegung" eingehen.
Darauf folgen die Prinzipien, Ziele und Grundsätze der Hospizarbeit.
Zur Auflockerung zwischendurch haben wir noch ein Gedicht. Dann erzählen
wir von der Begleitung eines Sterbenden, bevor wir zum Video "Leben
dürfen bis zum Tod", kommen. Nach dem Video gehen wir auf das
Thema "Was brauchen Sterbende" ein. Als nächstes kommen
wir zum stationären und zum ambulanten Hospiz, in Verbindung mit
einem Erfahrungsbericht eines Seelsorgers im St. Christophers Hospiz
in London. Einen wichtigen Punkt fanden wir die Patientenverfügung,
worauf wir kurz eingehen werden. Danach sprechen wir noch das Projekt
der KASA an, ehe wir unser Referat mit einer kleinen Geschichte beenden.
» Die 5 Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross
PHASE |
KENNZEICHEN |
VERHALTEN |
HELFENDES BEGLEITEN |
1 |
» Nichtwahrhabens-Wollen, Verweigerung
- “Nicht ich”
- Konfrontation mit der Wirklichkeit des unabwendbaren Todes
|
- Wahrheit wird verdrängt, möglichen Bestätigungen
wird ausgewichen
- Auffallende Aktivitäten, Arztwechsel
- Rückzug und Isolation mit Suizidgefahr, wenn Wahrheit
nicht mehr zu verleugnen ist
|
- aufmerksames, einfühlendes Beobachten
- nicht mit “vernünftigen” Argumenten “unvernünftige” Reaktionen
kommentieren
- zum Gespräch bereit sein, erkannte Wahrheit einfühlend
bestätigen
|
2 |
» Zorn — Auflehnung
- heftiger Widerspruch “warum ich?”
|
- Aggressives Verhalten, bei alten Menschen oft nicht mehr
so deutlich
- Nörgelnd und unzufrieden, beschimpfen Angehörige
und/oder Pflegekräfte als Lügner
|
- Anschuldigungen und Beschimpfungen nicht persönlich
nehmen
- Einfühlende Zuwendung
- Viel Geduld
- Kranken nicht für sein Verhalten verantwortlich machen
- Helfen Ängste und negative Gefühle zu äußern
|
3 |
» Verhandeln
- “Jetzt noch nicht”
- subjektive Besserung Optimismus und Selbstenttäuschung
|
- sich abfinden mit der unabänderlichen Wirklichkeit
- Hoffnung auf eine günstigere Wende durch entsprechendes
Verhalten
|
- verstehen, aber Verhalten nicht unterstützen
- vorsichtige Realitätsarbeit, Hoffnung nicht nehmen
aber auch keine falschen Hoffnungen machen
|
4 |
» Depression
- “Was bedeutet das für mich?”
- Endgültigkeit der Situation wird erkannt
- Verdrängen und Ausflüchte werden aufgegeben
- Abschiedsschmerz, Todesangst
|
- Rückzug in die eigene Gedankenwelt
- Erinnern und bewusstes Abschiednehmen von Menschen und
Situationen
- Erkennen von Schuld
- Realitätsarbeit
- Nachlassregelung
|
- akzeptierende Haltung
- Trauer und Schmerz zulassen
- Wünsche nach Begegnungen mit Freunden und Verwandten
erfüllen
- Auf Wunsch Seelsorger hinzuziehen
- Notar und Angehörige verständigen
|
5 |
» Zustimmung
- wenn es sein muss, ja
- große Müdigkeit und Erschöpfung, ruhige
Gelassenheit
|
- Loslösung von sozialen Bindungen
- Letzte Anweisungen zum Begräbnis
- Sehr sensibel für die Umwelt, auch wenn kaum Reaktionen
wahrnehmbar sind
|
- Gewissenhaftes umgehen mit den Verfügungen
- Mit ihm sein, Dasein, Einfühlungsvermögen aufzeigen
- Hautkontakt und körperliche Nähe spüren
lassen, Hektik vermeiden
|
Wenn der Tod naht
"Wenn der Tod
naht,
so sollte er niemanden
überrascht antreffen.
Er sollte ein Teil
Dessen sein, was wir von einem
Vollen Leben erwarten."
(Muriel Spark)
» Definition des Begriffs "Hospiz"
Die Bezeichnung "Hospiz" steht nicht für krankenhausähnliche
Häuser für Sterbende, sondern für ein bestimmtes Konzept
medizinischer, pflegerischer und spiritueller Fürsorge, eine
bestimmte Einstellung zum Tod und der Fürsorge für den
sterbenden Menschen. Mit der tödlichen Krankheit wird so umgegangen,
dass der Patient bis zu seinem Tode angenehm leben kann, umsorgt
von Familie und Freunden. Die Angehörigen werden in der Phase
der Trauer weiterbegleitet.
Hospizarbeit will einerseits dem Sterbenden zu einem menschenwürdigen,
möglichst schmerzfreien sterben verhelfen, andererseits will sie
aber auch durch Öffentlichkeitsarbeit das Sterben als zum Leben
gehörend wieder in das Bewusstsein unserer Gesellschaft bringen.
» Geschichte der Hospizbewegung
Die Bezeichnung "Hospiz" knüpft bewusst an die mittelalterlichen
Herbergen an, die von den kirchlichen Ordensgemeinschaften geführt
wurden und Pilgern auf ihrer Reise Unterkunft, Pflege und Stärkung
anboten.
Mitte des 19. Jahrhunderts stellte Mary Akinhead ihr eigenes Haus in
Dublin als erstes Hospiz zur Verfügung. Sie gründete einen
Nonnenorden, der "Irish Sisters of Charity" (Irische Schwestern
der Barmherzigkeit). Eine der Aufgaben, die sie ihnen gab, war die Pflege
und Sorge sterbender Menschen. Mary Akinhead war es auch, die für
dieses spezielle Pflegeheim den Namen "Hospiz" fand. Sie fand
diesen Namen sehr passend, da Hospize einen Ort darstellen sollten, wo
Menschen alles finden konnten, was sie für ihre letzte Pilgerreise
in diesem Leben brauchten.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffneten einige ihrer Schwestern
ein ähnliches Haus in London, das "St. Josephs Hospice".
Gleichzeitig wurden zwei weitere Hospize eröffnet, wovon das eine
von anglikanischen Nonnen und das andere von der Methodistischen Westlondoner
Mission geführt wurde.
Während sich diese Entwicklung in Europa ausbreitete, erkannte man
auch in Amerika die Notwendigkeit dieser speziellen Pflegeheime. Rose
Hawthorne gründete einen Orden von Dominikanerinnen, die sich der
Pflege unheilbar kranker Menschen widmeten. Ihr erstes Hospiz eröffnete
sie 1899 in New York. Noch sechs weitere Hospize entstanden, als sich
dieser Orden weiter ausbreitete.
Eine Gruppe New Yorker Sozialarbeiterinnen gründete in den 50er
Jahren die Gesellschaft "Cancer Care Inc.", die Menschen halfen,
die zu Hause sterben wollten.
Doch damit war der Hospizgedanke noch nicht in seiner vollen Blüte,
denn zwei weitere Entwicklungen in den 50er Jahren brachten den nötigen
Schwung.
Die erste Entwicklung war die Errichtung der "Marie-Curie-Stiftung",
die daranging, die Folgen bösartiger Krankheiten zu bekämpfen.
Aus den Berichten dieser Stiftung ging die Notwendigkeit dieser Hospize
hervor.
Die zweite Entwicklung in den 50er Jahren wurde durch David Tasma angestoßen.
Er war ein polnischer Jude, Anfang Vierzig, der unheilbar an Krebs erkrankt
war. Das Schicksal dieses Patienten berührte die Krankenschwester
Cicily Saunders, die auf einer überfüllten Station in einem
Londoner Krankenhaus arbeitete, zutiefst. Beide kamen sich in vielen
Gesprächen näher und entwickelten die Vision von einem Ort
für Sterbende, an dem Menschen wie er besser leben und versorgt
werden könnten. Einen Ort, an dem sterbende nicht nur medizinisch
betreut werden, sondern wo man sich auch um ihre persönlichen Bedürfnisse
kümmert. Als David Tasma 1948 starb, hinterließ er Cicily
Saunders sein kleines Vermögen, mit der Bitte, einen solchen Ort
zu schaffen. " Ich will ein Fenster sein in ihrem Heim", so
Tasma. Als nächster absolvierte Cicily Saunders eine Ausbildung
als Sozialarbeiterin und studierte Medizin. Danach arbeitete sie als
Amtsärztin im St. Josephs Hospiz. Sie arbeitete dort mit der Überzeugung,
dass sterbende keine Schmerzen mehr haben sollten und machte sich daran,
dies zu beweisen. Sie entwickelte ein System für die Pflege unheilbar
kranker Menschen.
Knapp 20 Jahre später konnte sie ihren Traum verwirklichen und gründete
1967 das "St. Christoper`s Hospice" in London. Das Hospiz sollte
ganz auf die Bedürfnisse Sterbender und deren Angehörigen ausgerichtet
sein. Hier halfen die Erfahrungen aus ganz Europa und Amerika, die zusammengefasst
wurden.
1971 rief die Ärztin Sylvia Lack in New Haven die "Hospice
Inc." Ins Leben, worauf sich diese Dienstleistung in den USA in
Windeseile ausbreitete. Überall wurden Hospize und Hospizstationen
gegründet.
Inzwischen bestehen Weltweit über 2000 solcher Einrichtungen für
Sterbende, davon allein 1700 in den USA. In Deutschland konnte sich die
Hospizidee nur schwer durchsetzen. Vor allem von Seite der katholischen
Kirche wurde befürchtet, dass hier Stätten des organisierten
Sterbens oder gar der Euthanasie geschaffen wurden. 1985 gründete
sich in Deutschland der "Christopherus Hospiz Verein", die älteste
Hospizinitiative Deutschlands. Zu dieser Zeit war die Finanzierung in
keiner Weise gesichert. Von einem kleinen Büro, das der Caritasverband
zur Verfügung stellte, wurden Ehrenamtliche Helfer zu Einsätzen
geschickt. Zwei Jahre später wurde die erste Mitarbeiterin, eine
Sozialpädagogin, eingestellt. Bald wurde der Hospizverein als notwendiges
Glied in der Krankenversorgung akzeptiert.
1991 begann eine Schwester ihre Arbeit beim Christopherus Hospiz Verein.
Sie wurde für drei Monate nach Schottland in ein Lehrhospiz geschickt,
da es in Deutschland noch keine entsprechende Ausbildung gab. Inzwischen
hat sich die Hospizidee auch in Deutschland durchgesetzt. Spenden, Stiftungen
und Sponsoren sind heute die wichtigsten Geldquellen der Hospize.
» Entwicklung der Hospizidee in Hessen
Der erste ambulante Hospizdienst entstand 1974 in Marburg. Er machte
sich die Pflege und Betreuung von Tumorpatienten zur Aufgabe. Die
zweite hessische Hospizinitiative entstand 1988 in Wiesbaden. Seit
1990 befindet sich die Hospizbewegung in ihrer Wachstumsphase, die
ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat. Zur Zeit befinden sich
noch mehrere Hospizinitiativen in der Gründungsphase.
» Die Prinzipien des Hospizes
Das ursprüngliche Konzept des Hospizes hat sich organisatorisch
weiterentwickelt. Neben dem eigenständigen Hospiz gibt es Einrichtungen,
die zwar räumlich getrennt, organisatorisch aber an ein Krankenhaus
angeschlossen sind, sowie Hospiz- oder Palliativstationen innerhalb
einer Klinik. Vor allem in Großstädten gibt es auch zunehmend
ambulante Hospizprojekte.
» Grundsätzlich lassen sich drei Grundelemente
der Fürsorge benennen, die das Gemeinsame und eigentlich Besondere
der Hospizbewegung ausmachen:
1. Der sterbende Mensch und seine Angehörigen
sind gemeinsame Adressaten des Hospizdienstes. Was im Krankenhaus
und im Altenheim leider nur schwer zu verwirklichen ist, gehört
zu den Grundprinzipien der Hospize: die Bewohner eines Hospizes sollen
nach Möglichkeit im Beisein von Familien, Verwandten und Freunden
ihre letzte Lebensphase verbringen. Trennungen sollten möglichst
reduziert werden. Deshalb stehen die Türen des Hospizes für
Besucher offen. Auch wenn Angehörige Hilfe brauchen, wenn sie
z. B. Ängste und Unsicherheiten haben, oder wenn sie mit ihrer
Trauer nicht zurechtkommen, können sie sich an die Hospizhelfer
wenden. Hospize gewährleisten so ein hohes Maß an Kontinuität
und Betreuung. So können sich Angehörige und Freunde sicher
sein, dass sie rund um die Uhr Mitarbeiter des Hospizdienstes erreichen
können. Gerade für Angehörige, die den Mut aufbringen,
einen Sterbenden zu Hause zu pflegen, ist dies ein hohes Maß an
Sicherheit. Auch nach dem Tod ist die Betreuung durch das Hospizteam
nicht zu Ende. Zur Kontinuität der Hospizarbeit gehört
auch, die Hinterbliebenen in ihrer Trauer zu unterstützen. Durch
Hausbesuche, Gesprächskreise und andere Anregungen wird die
Isolation der Trauernden durchbrochen.
2. Die Betroffenen werden durch ein interdisziplinär
arbeitendes Team von Fachleuten und Laienhelfern unterstützt.
Dazu gehören mindestens ein Arzt, Krankenschwestern/Pfleger,
Sozialarbeiter und ein Seelsorger. Damit wird den Bedürfnissen
des Sterbenden und seinen Angehörigen nach Unterstützung
in medizinisch-pflegerischer, psychosozialer und spiritueller Hinsicht
Rechnung getragen. Die Teammitglieder unterstützen sich auch
gegenseitig in fachlicher und emotionaler Hinsicht. Ein liebevoller
Umgang mit den Teammitgliedern untereinander ist die Voraussetzung
für ihre tägliche Arbeit mit sterbenden Menschen. Bewusst
werden freiwillige Helfer in den Hospizdienst einbezogen. Die ausgebildeten
Laien sind ein entscheidender Bestandteil des Hospizteams. Sie repräsentieren
gewissermaßen die "Normalität" des Sterbens
im Hospiz und sollen dazu beitragen, den Hospizgedanken in die Gesellschaft
zu tragen.
3. Das Hospizteam verfügt über spezielle
Kenntnisse und Erfahrungen in der Schmerzbehandlung und lindernden
Therapie. Die größte Angst sterbender Menschen und deren
Angehörigen bezieht sich meist darauf, unter quälenden
Schmerzen leiden zu müssen. Moderne Behandlungsmethoden haben
dazu geführt, dass diese Angst fast immer unbegründet ist.
Die Schmerzbehandlung bei Sterbenden erfordert aber ein profundes
Wissen. Erfahrung in der Schmerztherapie hat dem Renommee der Hospize
im Gesundheitswesen beigetragen. Die entscheidende Basis für
alle Hospizarbeit neben der Schmerzbehandlung ist aber das liebevolle
und zärtliche Umgehen mit den Sterbenden. Es geht im Hospiz
nicht um das Sterben, sondern um ein erfülltes Leben bis zuletzt.
Dazu gehört z. B. das Glas Wein oder die Zigarette nach der
Mahlzeit wenn der Patient dies wünscht. Ebenso, dass die Körperpflege
nicht der Sauberkeit, sondern in erster Linie dem Wohlbefinden dient.
Dazu gehört schließlich, dem Sterbenden zu ermöglichen,
soviel als möglich am sozialen Leben teilzuhaben und das Versprechen,
dass er nicht allein sterben wird. Für den tätigen Arzt
im Hospiz bedeutet das, den Tod als natürlichen Endpunkt des
Lebens zu akzeptieren und den Menschen so würdevoll, schmerzfrei
und bewusstseinsklar sterben zu lassen. Jeder Mensch nähert
sich dem Tod auf seine Weise. Wir können ihn dabei nur unterstützen
und ihm ein Begleiter beim Übergang vom Leben zum Tode sein.
Das sollte uns bescheiden machen und helfen, jedem Menschen sein
eigenes Sterben, seinen eigenen Tod zu lassen. Aufnahme in ein Hospiz
finden Menschen, die unheilbar krank sind oder bei denen ein unabsehbarer
Tod absehbar geworden ist. Wichtig ist, dass Betroffene und Angehörige
das Prinzip der Pflege und Behandlung kennen und billigen. Sie müssen
also zustimmen, dass keine eingreifenden Untersuchungen und Therapieversuche
unternommen werden.
» Ziele der Hospizarbeit
» Ziel der Pflege Sterbender ist es, dem
Menschen so lange wie möglich ein Gefühl des Wohlbefindens
zu verschaffen
» Ziel ist es, Menschen das
Sterben zu Hause zu ermöglichen und ihnen zu
helfen, dass die Zeit des Sterbens auch eine Zeit
des Lebens ist, d. h. ein Leben mit eigenen Wünschen,
Bedürfnissen und auch Ängsten
Grundsätze der Hospizarbeit
1. Hospizarbeit bzw. Hospizerfahrung ist eine Station
auf dem Weg in eine erhoffte Zukunft. Sinn und Ziel der Hospizarbeit
ist die Begleitung von Menschen in der schwierigsten Endphase ihres
Lebens, unabhängig von Hautfarbe, Religion, Nationalität
und sozialer Herkunft.
2. Hospiz bezeichnet das Sterben als einen Teil
des Lebens und damit als einen Vorgang, der weder verdrängt,
noch künstlich verlängert werden muss. Liebevolle Zuwendung
kann diese Phase neu mit Sinn erfüllen und die Hoffnung stärken,
dass Sterben und Tod nicht das letzte Wort haben müssen.
3. Diese Lebensbejahende Grundhaltung schließt
eine aktive Euthanasie aus. Ziel ist es vielmehr, dass der Kranke
möglichst ohne Beschwerden bis zuletzt leben kann, umsorgt von
Familie, Freunden und Betreuern.
4. Zur Würde des Menschen gehört, dass
er bis zuletzt als Mensch ernstgenommen wird. Diese Haltung erfordert
Wahrhaftigkeit im Umgang mit dem Kranken, der als Gleichberechtigter
und als Lebenslehrer geachtet wird.
5. Hospiz/Sterbebegleitung achtet die religiöse Überzeugung
des kranken Menschen. Darum werden Hospizmitarbeiter ihre eigenen
religiösen Überzeugungen nicht aufdrängen, sie aber
auch nicht verleugnen, wenn sie nach ihnen gefragt werden.
6. Hospizarbeit schließt das soziale Umfeld
des Kranken mit ein und bietet Hilfestellungen an, um den bevorstehenden
Abschied zu bewältigen. Auf Wunsch wird die Familie über
den Tod des Kranken hinaus begleitet.
Jeder, der geht,
belehrt uns ein wenig
über uns selbst.
Kostbarster Unterricht
An den Sterbebetten.
Alle Spiegel so klar
Wie ein See nach großem Regen,
ehe der heutige Tag
die Bilder wieder verwischt.
Nur einmal sterben sie für uns,
nie wieder.
Was wüssten wir je ohne sie?
Ohne die sichtbaren Waagen,
auf die wir gelegt sind,
wenn wir verlassen werden.
Diese Waagen,
ohne die nichts sein Gewicht hat.
Wir,
deren Worte sich verfehlen,
wir vergessen es. Und sie?
Sie können die Lehre nicht wiederholen.
Dein Tod, oder meiner
Der nächste Unterricht?
So hell, so deutlich,
dass es gleich dunkel wird.
(Hilde Domin)
» Die Begleitung Sterbender
Weit über die körperliche Pflege und die Linderung der
Schmerzen hinaus ist die liebevolle Zuwendung, seelische Unterstützung
und auch die Hilfe bei der Auseinandersetzung mit Sinnfragen. Viele
Sterbende haben großes Bedürfnis auf die Rückschau
ihres Lebens. Wir können sie dabei unterstützen indem wir
Erinnerungen wachrufen. Wenn es Erinnerungen an gute Zeiten sind,
wird es dem Sterbenden helfen sein Leben als sinnvoll und erfüllt
anzusehen. Manchmal sind es aber auch Erinnerungen an schwere Zeiten.
Dies kann Gelegenheit geben, endlich Frieden mit diesen Erinnerungen
zu machen. Zur Rückschau auf das Leben des Sterbenden gehört
auch die Auseinandersetzung mit den nicht gelebten Anteilen. Nicht
ergriffene Chancen, nicht erfüllte Wünsche und Entscheidungen,
die viele andere Dinge ausgeschlossen haben, gehören unvermeintlich
zum Leben. Viele Menschen entwickeln an ihrem Lebensende große
Angst, ihr Leben sei unnütz gewesen. Hier können wir Anregungen
auf gute Zeiten geben.
Der heute eher altmodische Segen, den der Sterbende den Weiterlebenden
erteilt, ist die letzte Bestätigung, dass die gemeinsam gelebte
Zeit gut war und alles, was nicht gut war, vergeben ist. Zugleich ist
der Segen ein befreiender Akt, der besagt, dass alles, was die Weiterlebenden
tun, für gutgeheißen wird. Sich die gegenseitige Liebe auf
diesem Weg zu geben, hilft vielen Menschen leichter zu sterben. Eine
einfache Maßnahme, die Sterbenden hilft, ist das Vorlesen. Dies
kann aus jedem Buch, welches dem Sterbenden vertraut und lieb ist, geschehen.
Die Stimme und die vertrauten Worte helfen Schmerz und Unruhe zu lindern.
Wir sollten darauf achten, dass wir Sterbenden viele Hinweise zur Orientierung
von Ort, Person, Zeit und Geschehen geben.
Auch wenn der Sterbende nicht mehr sprechen kann sollte das Gespräch
fortgesetzt werden. Körperkontakt ist eine Möglichkeit, dem
Sterbenden weiterhin Liebe zu vermitteln. Angesichts des bevorstehenden
Todes sollten Ängste, etwas falsches oder lächerliches zu tun,
nur eine kleine Rolle spielen. Auch wenn ein Sterbender im Koma liegt
sollten wir ihm die Dinge, die uns wichtig erscheinen, sagen.
Die Begleitung eines Sterbenden muss nicht bedeuten, dass wir nur noch
für ernste Dinge und vorweggenommene Trauer Platz hätten. Viele
Menschen entwickeln in ihrer letzten Lebensphase tiefen Sinn für
Humor. Hier ist es gut, sich anstecken zu lassen und nicht die ganze
Zeit mit einer "Grabesmiene" herum zu laufen.
» Was brauchen Sterbende?
Was Sterbende brauchen wird unterschieden zwischen Bedürfnissen
und Wünschen, die je nach Mensch individuell sind und in bestimmten
Situationen des Lebens besonders an Gewicht erhalten. Um genauer
zu sein, sind die meisten der Bedürfnisse Rechte, die sich aus
der Würde des Menschen ableiten lassen.
Rechte:
» Das Recht auf den heutigen Tag
» Das Recht auf den eigenen
Tod
» Das Recht zu sein, wie
man ist
Bedürfnisse:
» Bedürfnisse des Körpers
» Bedürfnisse nach
Sicherheit
» Bedürfnisse nach
Liebe
» Bedürfnisse nach
Achtung
» Bedürfnisse nach
Selbstverwirklichung
Das Recht auf den heutigen Tag
Jeder Tag und jede Stunde sollte gerade im Angesicht des Sterbens
als Geschenk erlebt oder als Aufgabe begriffen werden, da es die
letzte Möglichkeit für ein gutes Wort, einen liebevollen
Blick oder für eine nötige Hilfe sein kann. Darum darf
nichts, worum der Sterbende bittet oder was er braucht verweigert
werden. Dies bedeutet für uns z. B. keinem Gespräch aus
dem Weg zu gehen, wenn der Sterbende dies wünscht. Für
beide, den Sterbenden und seinen Begleiter, gilt es so zu leben,
als ob das Ende jederzeit eintreten könnte.
Das Recht auf den eigenen Tod
In vielen Institutionen ist es schon schwer, sein eigenes Leben
zu führen, erst recht, wenn man behindert und auf Hilfe angewiesen
ist. Allzu häufig werden sterbende Menschen gestört. Einerseits
durch notwendige Pflegemaßnahmen, andererseits auch manchmal,
weil Pflegemaßnahmen verrichtet werden, die das Personal beruhigen,
dem Sterbenden aber nur wenig nutzen. Unter vielen Pflegekräften
gibt es klare Vorstellungen, wie ein Mensch zu sterben hat: sanft
und ruhig einzuschlafen. Kämpft ein Mensch dagegen bis zu seinem
Tod, muss etwas getan werden: Schmerzmittel und Beruhigungsmittel
werden verabreicht, die Türen verschlossen, damit Schreien und
Stöhnen nicht gehört werden. Diese Art des Sterbens belastet
das Empfinden der Pflegekräfte und Bewohner stark. Hier stößt
oft das Recht des Sterbenden an seine Grenzen.
Das Recht zu sein, wie man ist
Viele Worte und Handlungen, die für uns unverständlich
bleiben, haben für den Sterbenden eine große Bedeutung.
Es handelt sich um Lebensäußerungen, die wir akzeptieren,
aber auch ertragen müssen. Es steht keinem zu, einen alten oder
sterbenden Menschen zu erziehen. Nur wenn das Verhalten eines Menschen
das Leben der übrigen in unerträglicher Weise beeinflusst,
dürfen ihm Grenzen gesetzt werden.
Bedürfnisse des Körpers
Dies umfasst vor allem die Schmerzlinderung durch Medikamente und
Lagerungen. Außerdem gehören notwendige Hilfen, wie Hilfe
bei der Nahrungsaufnahme, Hilfe bei der Ausscheidung ,die Hilfe zur
Pflege und die Hilfe der äußeren Aktivitäten und
Anregung der Sinne dazu. Falls der Sterbende Ruhe wünscht, sollte
dies auf jeden Fall gewährleistet sein.
Bedürfnisse nach Sicherheit
Dies ist besonders wichtig für Sterbende. Sie verlassen sich
auf die Menschen in ihrer Umgebung. Sie möchten am vertrauten
Ort -ob im Heim oder zu Hause- sterben. Ebenso beruhigend ist für
sie die Sicherheit, dass wenn nötig, wichtige Menschen angerufen
werden. Wir erleichtern Sterbenden das Leben, indem wir ihnen das
Gefühl geben, nicht allein gelassen zu werden. Eine gelegentliche
Umarmung oder Berührung vermittelt dem Sterbenden Vertrauen
am Ende nicht fallengelassen zu werden.
Bedürfnisse nach Liebe
Dieses Bedürfnis umfasst einen sehr großen Bereich. Dazu
gehören vor allem erfahrbare Zeichen der Liebe durch zärtliche
Berührung und durch Wärme im Blick und in der Sprache.
Liebe kann in diesem Sinn nicht erzwungen, sondern nur gegeben werden.
Jeder Sterbende hat ein Recht darauf, dass Menschen, die er lieb
hat, bei ihm bleiben dürfen. Dies darf auf keinen Fall verhindert
werden. Zu diesen Menschen gehören nicht nur Angehörige,
sondern auch andere Bewohner, zu denen der Sterbende eine Beziehung
aufgebaut hat. Wir sollten uns hierbei überlegen, wie wichtig
uns der im Sterben liegende Mensch ist und ihn das bei Pflegemaßnahmen
spüren lassen. Denn jeder Mensch hat ein Gefühl dafür,
ob er als Last oder als wertvoller Mensch angesehen wird.
Bedürfnisse nach Achtung
Jeder Mensch hat das Recht auch Achtung, das auf jeden Fall zu erfüllen
ist. Der sterbende Mensch verliert unter Umständen die Achtung
vor sich selbst, was für ihn ein Problem darstellen kann. Darum
ist es besonders wichtig, den Menschen zu Achten, dass er für
seine Selbstachtung wieder gestärkt wird. Als Ausdruck von Achtung
gilt zunächst die regelmäßige Anrede mit Namen und
das reden mit und nicht über den Sterbenden. Achtung vor dem
Menschen heißt auch, sich für ihn, für seine Geschichte
zu interessieren und sich die Zeit für ein Gespräch zu
nehmen.
Bedürfnisse der Selbstverwirklichung
Viele Sterbende setzen sich mit dem Sinn ihres Lebens und des Sterbens
auseinander. Sie versuchen, eine für sie gemäße Art
des Sterbens zu finden. Dabei sollten sie beachten: In vielen Fällen
kommt es vor allem darauf an, nicht zu stören und nicht ständig
in Auseinandersetzung, die der Sterbende leistet, einzugreifen. Andererseits
können wir als Gesprächspartner in Anspruch genommen werden.
Wir bekommen dabei seine Lebensgeschichte, Ängste erzählt
und klare Fragen gestellt. Dabei kommt es nicht auf Antworten, sondern
auf unser Dasein an. Bei alledem geht es darum, dass der Begleiter
das, was er leisten kann auch wirklich leistet.
» Das stationäre Hospiz
Die Einrichtungen im stationären Hospiz orientieren sich an
dem Konzept des wohl berühmtesten Hospizes, St. Christophers
in London, das seinen Namen der Krankenschwester, Sozialarbeiterin
und Ärztin Dr. Saunders verdankt. Deren Ziel war es, einen Raum
zu schaffen, in dem Sterbende und schwerkranke während ihrer
letzten Lebenswochen ärztlich und pflegerisch gut versorgt,
möglichst ohne Schmerzen, zusammen mit Angehörigen leben
konnten. Diese Menschen sollten noch einmal die Chance bekommen,
ihre Wünsche und Gewohnheiten auszuleben. Sie knüpfte an
die mittelalterliche Tradition mancher Ordensgemeinschaften an, die
für Pilger und Menschen, die unterwegs waren, an besonders gefährlichen
Stellen Häuser errichteten. Alle Hospizgründungen in Europa
orientieren sich an diesem Konzept.
Im stationären Hospiz werden schwerkranke und sterbende Menschen
aufgenommen, die aus dem Krankenhaus entlassen werden, etwa weil sie
austherapiert sind, oder weil sie keine lebensverlängernden Maßnahmen
wünschen. Es werden Patienten aufgenommen, die keine Angehörigen
mehr haben, oder bei denen ein Sterben zu Hause, aus welchen Gründen
auch immer, nicht möglich ist. Die wichtigste ärztliche Maßnahme
für diese Patienten ist die PALLIATIVE MEDIZIN, eine Medizin, die
Schmerzen lindert und Maßnahmen zur Erleichterung anwendet. An
Kliniken und Krankenhäusern sind oft Palliative Abteilungen angeschlossen.
Hier werden die Patienten so lange mit schmerzlindernden Maßnahmen
behandelt, bis sie stabil sind. Ein bleiben bis zum Sterben ist aufgrund
der Konzeption auf diesen Stationen allerdings nicht möglich, im
Gegensatz zum Hospiz.
» Das ambulante Hospiz
In Deutschland liegt der Schwerpunkt der Hospizarbeit im ambulanten
Bereich, d. h. verschiedene Träger organisieren einen ambulanten
Hospizdienst. Ihm gehören hauptamtliche Fachkräfte und
ehrenamtliche Helfer und Helferinnen an. Viele Menschen möchten
am liebsten zu Hause sterben, aber oft fühlen sich die Angehörigen
damit überfordert. Hier will der ambulante Hospizdienst unterstützen.
Fachkräfte sorgen für die fachlich richtige Pflege und
Begleitung. Ehrenamtliche HelferInnen unterstützen die Angehörigen,
wo immer dies nötig ist. Sie übernehmen Hausarbeit, das
Kochen oder Einkaufen, oder auch die Betreuung von Kindern, damit
die Angehörigen sich ganz auf den Sterbenden konzentrieren können.
Sie sitzen am Bett, oder übernehmen eine Nachtwache, damit die
Angehörigen sich erholen können.
Die Ehrenamtlichen HelferInnen werden in speziellen Kursen auf diese
Arbeit vorbereitet. Auch nach Ende der Kurse treffen sie sich regelmäßig
um ihre Ängste und Erfahrungen auszutauschen. Ärzte und Pflegekräfte
sorgen für Schmerzfreiheit und eine 100 % fachliche Versorgung,
die Leiden lindert, ohne sie zu verlängern. In der ambulanten Hospizarbeit
ist die Begleitung der Angehörigen besonders wichtig. Ihnen gilt
die Aufmerksamkeit und Zuwendung der Hospizhelfer auch über den
Tod des geliebten Menschen hinaus.
» Die Patientenverfügung
Viele Menschen machen sich Sorgen und Gedanken über die letzte
Phase ihres Lebens. Sie stellen sich Fragen wie:
» Wie wird es mit mir zu Ende gehen?
» Werde ich zu Hause sterben
können?
» Oder doch im Krankenhaus?
» Oder gar auf der Straße?
» Werde ich allein sein?
» Oder werden die Menschen,
die mir lieb sind, bei mir sein?
» Werde ich Schmerzen haben?
» Werde ich ohne Bewusstsein
nur noch vor mich hindämmern?
Es sind schwere Fragen, aber es ist gut sich mit ihnen auseinander
zusetzen. Denn zu einem verantwortlichen Leben gehört auch das
bedenken des Todes und das annehmen der eigenen Sterblichkeit. Jeder
Mensch hat das grundgesetzlich geschützte Recht auf körperliche
Unversehrtheit. Daraus folgt, dass der Patient, solange er entscheidungsfähig
ist, selbst bestimmt, welche ärztlichen Maßnahmen er gestattet
oder ablehnt. Natürlich muss ein Arzt seinen Patienten vorher über
die Folgen aufklären. Auch wenn der Arzt anderer Meinung ist,
hat er den Wunsch des Patienten zu respektieren. Schwieriger wird
es, wenn der Patient nicht mehr selber über sich entscheiden
kann, etwa weil er verwirrt oder bewusstlos ist. Dann müssen
für ihn die gesetzlichen Vertreter eine Entscheidung treffen.
Sie müssen sich nach dem mutmaßlichen Willen des Patienten
richten. Mit Hilfe einer Patientenverfügung können wir
schon jetzt die Anwendung medizinischer Verfahren und damit die Qualität
der letzten Lebensphase mitbestimmen. Falls wir in eine Situation
geraten, in der wir nicht mehr selbst bestimmen können, ist
die von uns verfasste Patientenverfügung von dem Arzt als wichtige
Entscheidungshilfe zu berücksichtigen.
Die Berücksichtigung der Patientenverfügung muss
jedoch erst drei Voraussetzungen erfüllen:
1. Ich bin nicht mehr einwilligungsfähig
2. meine lebensbedrohende Krankheit wird in absehbarer Zeit zum
Tod führen
3. die Frage, ob auf eine mögliche Behandlung verzichtet, oder
eine begonnene Behandlung beendet werden soll
Es sollte in einem solchen Fall keine Unklarheiten über unsere
Wünsche geben. Der in der Patientenverfügung geäußerte
Wille kann jederzeit, auch formlos wieder rückgängig gemacht
werden. Es empfiehlt sich, die Patientenverfügung in regelmäßigen
Zeitabständen zu überprüfen und immer wieder mit Datum
und Unterschrift zu versehen. Der Inhalt der Patientenverfügung
kann individuell verfasst werden, z. B. keine lebensverlängernden
Maßnahmen. Es darf jedoch nicht verlangt werden, dass mich
ein Arzt bei einer lebensbedrohenden Krankheit tötet (aktive
Sterbehilfe).
» Das Projekt der KASA
KASA= Koordinations- und Ansprechstelle für Dienste der Sterbebegleitung
und Angehörigenbetreuung
Die KASA ist eine Maßnahme, die der Verbesserung der Sterbebegleitung
beitragen und die Hospizdienste unterstützen will.
Die meisten Menschen wünschen sich in der häuslichen Umgebung,
begleitet von den Menschen, die ihnen nahe stehen zu sterben. Da es jedoch
an der notwendigen Voraussetzungen der häuslichen Sterbebegleitung
mangelt, sei es in medizinischer, pflegerischer oder psychosozialer Art,
haben sich in den letzten Jahren vielerorts in Hessen Hospizdienste gegründet
oder befinden sich noch in der Gründungsphase.
Daraufhin wurde die KASA 1997 in Anregung des Landes Hessen und der Arbeitsgemeinschaft
für Gesundheitserziehung eingerichtet. Im Team der KASA arbeiten
eine Ärztin, eine Krankenschwester und eine Psychologin. Sie haben
sich zur Aufgabe gemacht, ambulante Hospizdienste zu beraten, Hilfestellungen
zu geben und Informationen und Fortbildungsangebote für ehrenamtliche
Helfer anzubieten. Ein weiteres Ziel der KASA ist es, dazu beizutragen,
dass Menschen ihre letzten Lebenstage bei bestmöglicher medizinisch-pflegerischer
Versorgung und psychosozialer Betreuung verbringen können und auch
die Trauernden nicht allein zu lassen. In einem zweijährigen Projekt
hat das jahreandauernde, vom Land Hessen finanzierte Forschungsprojekt
der KASA die Kooperationsstrukturen zwischen Krankenhäusern und
Hospizdiensten zur Verbesserung der Begleitung Sterbender erforscht und
dokumentiert.
» Schlußwort
Die Ausarbeitung des Referates zum Thema Hospiz hat uns sehr viel Spaß gemacht.
Auch wenn die Suche nach Literatur Anfangs kleinere Schwierigkeiten gemacht
hat, da wir zwischendurch im Praktikum waren. Dennoch haben wir unserer
Meinung nach die wichtigsten Punkte zu diesem Thema ausarbeiten können.
Uns hat das Ausarbeiten auch etwas geholfen, manche Situationen in der
Praxis besser zu verstehen und besser damit umgehen zu können. Um
wirklich ehrlich zu sein, sind wir sehr glücklich darüber,
dass wir unser Referat fertiggestellt und gehalten haben, da es einen
großen Druck auf uns ausgeübt hat, weil dies nicht die einzige
schriftliche Aufgabe war, die wir zu bewältigen hatten.
Abschließend möchten wir noch sagen, dass es Schade war, dass
Sie, Frau Schmidt, den Vortrag dieses Referates und damit auch die von
uns eingebauten Effekte nicht miterleben konnten.
» Anhang
Erfahrungsbericht eines Seelsorgers
Geschichte "Der Tod und der Gänsehirt"
» Quellen
» Sterben -eine Zeit des Lebens
Handbuch der Hospizbewegung
Helmuth Beutel/ Daniela Tausch
» Würdig leben bis zum letzten Augenblick
Gustava Everding/Angelika Westrich
» Sterbenden Freund sein
Richard Lamerton
» Sterbenden nahe sein
Daniela Tausch
» Betreuung von Sterbenden
Barney G. Glaser
» Begleitung lindert Leiden
Heike Goebel
» Sterben, Tod, Trauer
Stephanie Reuter
» Leben hat seine Zeit - Sterben hat seine
Zeit
Udo
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