Autor/in: M. Heine

Soziale Netzwerke

Woraus besteht eine Familie?

  • Zeugungsfamilie
  • Herkunftsfamilie

Bedeutung und Funktion der Familie?

  • sozial und personale Identität
  • soziale Zugehörigkeit
  • Arena inter- und intragenerationellen Austausch
  • Sinnstiftender gesellschaftliche Rahmenbedingungen (auch umgekehrt)

Funktionswandel

  • Patchwork-Familien
  • Familienstand: ledig
  • LAT-Beziehungen

Gründe:

  • gestiegene Scheidungsraten
  • Bingularisierung/Individualisierung
  • Zunahme nicht ehelicher Partnerschaften

Zwei Mythen

  • früher war der alte Mensch in der Großfamilie aufgehoben und geachtet
  • alte Menschen werden heutzutage abgeschoben

clip_image001_0017 Illusion Großfamilie ►große Abhängigkeit
Heimaltrittalter ist gestiegen (ca. 80 Jahre)

  • 97% der über 60-jährigen lebt in Privathaushalten
  • 70% der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt

Wie wirkt die familiäre Situation im Lebenslauf auf die Lebenslage im Alter?

  • verwitwet/geschieden ►diskontinuierlicher Lebenslauf: soziale Netzwerke als protektiver Faktor
  • verheiratet ►durchschnittlich 45 Jahre verheiratet (erfordert eine Neuorientierung der gemeinsamen Lebenszeit ohne Kinder [Beruf])
  • ledig ►Quelle der Selbständigkeitserfahrungen und des Selbstwertgefühls: Erfahrungen bezüglich der Gestaltung; Gefahr: Probleme anzunehmen
  • Beginn-Häuser als Vorbild
  • Isolation, materielle Mangelversorgung

Wie verändern sich die Verwandtschaftsstrukturen?

  • Bohnenstangenfamilie (Ausdünnung auf die der horizontalen Ebene und Ausdehnung auf der vertikalen Ebene)
  • Verlust familiärer Kontakte und Zugewinn neuer familiärer Beziehungen (Fortsetzungsfamilien)
  • Alterslückenstruktur (große zeitliche abstände zwischen Familienangehörigen; Sandwich-Generation)
  • Ausländische Migranten
    • unterschiedliche Sozialisationserfahrungen zwischen den Generationen ►fehlende soziale Netzwerke
    • verschiedene Normen/Werte in bezug auf familiärer Unterstützung

Intimität auf Abstand

  • Wunsch beider Generationen, Vorraussetzung geglückter familiärer Beziehungen
  • keine Entsolidarisierung, sondern die Reziprozitätsnormen haben zwischen den Generationen nach wie vor Gültigkeit

clip_image002_0004Familiäres System

Grafik

Entwicklung der Familiensysteme

  • Sozialisation ist ein retroaktiver Prozess
  • familiäre Rollen müssen im Lebenslauf hinterfragt und verändert werden
  • ausgewogenes Verhältnis von Autonomie und Abhängigkeit

Ehe und Partnerschaften im Alter

  • Zwei Vorbilder für die „Alt-Ehen“
    • Systemische Beziehungen; Eintracht, Harmonie
    • Asymmetrische Beziehungen; Verschiebung des Machtgefälles zugunsten der Frau
  • zentrale Werte sind Loyalität, emotionale Sicherheit, sexuelle Intimität rückt in den Hintergrund
  • Männer sind zufriedener mit Ehe und Partnerschaft (höhere Erwartungen von Frauen), Wohlbefinden der Frau hängt stärker vom Verhalten des Partners ab

Drei Beziehungskonstellationen

  • Festungspaare
    • Eintracht nach außen; Kleinkrieg intern
  • Ambivalent-Kompensatorische Beziehungen
    • Ausbruchfantasien vs. Veränderungsängste ►Affären/psychomotorische Symptome
  • reife Beziehungsmuster
    • ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen-Sein und Gemeinsamkeit

Netzwerkpersonen

  • formelles Netzwerk (ambulanter Dienst)
  • informelles Netzwerk (Umfeld)
  • Focus-Person (Ich)

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  • Qualität ↔ Quantität
  • größeres soz. Netzwerk ►Gefahr der Unverbindlichkeit
  • kleineres soz. Netzwerk ►Gefahr der Abhängigkeit
  • Prävention ►differenziertes soz. Netzwerk, welches flexibel (den Bedürfnissen entsprechend) genutzt werden kann
  • Familiäre und Verwandtschaftlichen Verhältnisse (bei länger andauernden psychischen Belastungssituationen)
  • Freundschaftsbeziehungen (zur Vermittlung soz. Wertschätzung)
  • Nachbarn (kleinere Probleme im häuslichen Bereich)
  • Bekannte (Freizeitgestaltung und Erleben von Selbstbestimmung)
  • freundschaftliche außerfamiliäre Kontakte nehmen an Bedeutung zu.
  • soziale Situation im Aller kann nur lebenslaufbezogen betrachtet werden.

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