Autor/in: Cordula

Psychologie eine Zusammenfassung

LERNTHEORIEN

a) Lernen am Modell
– Modelle verkörpern oder repräsentieren ein Verhaltensmuster / Verhaltensvorschriften
Es gibt symbolische Modelle » Spickzettel
lebende Modelle » Menschen
– unterschiedliche Auswirkungen auf Modelle
modelling Effect: Erlernen von neuen VHW durch Beobachtung
hemmende/enthemmende Effekte von Modellen: Der Lernende übernimmt das ihm vorgelebte Verhalten einer Person, welches ihm bereits in positiven(negativen Sinne bekannt war (es geht sich nur um sozial unerwünschte VHW, z.B: Effenberg)
auslösender Effekt von Modellen: bekannte VH-muster werden erneut durch Beobachtung aufgegriffen/vertieft (z.B: putzen sehen ? auch putzen)
– Modellvoraussetzungen

  • Anerkennung, Beliebtheit
  • Hoher sozialer Status
  • Gemeinsamkeiten

– Es werden nicht nur positive, sondern verstärkt auch negative VHW adaptiert (z.B: Effenberg) b) Lernen durch Belohnung / Bestrafung (operantes Konditionieren)
Definition: Konzentration auf die Zeit nach der Reaktion auf die Konsequenzen die einem VH folgen

Was? Positive Verstärker
Definition: VHW, welche vor der positiven Verstärkung gezeigt wird, wird verstärkt
Beispiel: Lob

Was? Negative Verstärker
Definition: Wenn ein unangenehmer Zustand (durch eigene Tat) aufhört
Beispiel: Nachlassen der Schmerzen durch Medi´s

Was? Bestrafung Typ 1
Definition: Durch Tadel, Hänseleien, Auslachen » VH-Wahrscheinlichkeit nimmt ab
Beispiel: Tadel, Strafe

Was? Bestrafung Typ 2
Definition: Wenn eine angenehme Konsequenz nach einem VH aufhört » VH-Wahrscheinlichkeit nimmt ab
Beispiel: Liebesentzug, Misserfolg, Materielles (z.B. bei Klingel warten lassen)

Was? Löschung
Definition: VHW hat keine Konsequenz
Beispiel: Randbemerkungen werden ignoriert

Primäre Verstärker:
Alle Reize, die für den Organismus bekräftigend wirken, ohne das je ein Lernprozeß stattgefunden hat; z.B: Wasser, Nahrung

Sekundäre Verstärker:
Reiz, der ursprünglich nicht verstärkend wirkte erst nachdem er mit primären Vertärkern zusammen dargeboten wurde

» primäre Verstärker sind effektiver als negativer
Verstärkerqualitiät ist nicht für alle Menschen gleich!

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c) Klassisches Konditionieren
Es wird eine positive bzw. negative Einstellung erlernt, indem man sie mit einem Reiz, der bereits eine positive/negative Einstellung angenehmen /unangenehme Gefühle oder ein bestimmtes Bedürfnis ausgelöst hat auftritt.

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Diskriminationsfähigkeit:
Ä hnliche Reize könne unterschieden werden und auf Reiz folgt Reaktion( z.B. Telefon- und Türklingeln oder das man Tabletten für Kopf- und Magenschmerzen unterscheiden)

Generalisation:
Verallgemeinerung von ähnlichen Reizen, oe das ein Lernprozess stattgefunden hat (z.B. bei Kindern: alle Tiere = Wau wau oder Pat ist Pilze, welche schlecht waren » Bauchschmerzen » Pat ist nie wieder Pilze)

Gegenkonditionierung:
Die gelernte Reaktion wird mit einer nicht vereinbarem weiteren Reiz geppart (z.B.: Glockenton und Stromschlag bei Pawlow)

Löschung:
NS wird ohne CS dargeboten » Lernprozess fällt weg

PROBLEM/-LÖSUNGEN

lern2

Strategien:

  • Trial and Error
  • Strategien anwenden
  • Umstrukturierung
  • Systematisches Denken
  • Kreativität

Phasen der Problemlösung:

  • Auftreten des Problems
  • Probierverhalten
    a) Algorithmen (Möglichkeiten ausdenken + Konsequenz z.B: Schachcomputer)
    d) Heuristiken (per Zufall probieren, willkürlich)
  • Umstrukturierung
  • Lösung: AHA – Erlebnis
  • Anwendung
  • Übertragung

Problemlösung:

  • Logisches denken
  • Konvergierend: Regeln anwenden, nur eine richtige Lösung, z.B Mathe-Aufgabe
  • Divergierend: keine allgemeine Regeln, verschiedene Lösungen, z.B: Flugzeugbau
  • Kreativität: schöpferisches Denken

Wie lernt der Mensch:

  • Nachahmung
  • Verstärkung/Strafe
  • Klas. Konditionieren
  • Kognitives Lernen

EMOTIONEN

Definition: körperl./seel. Reaktionen, die ein Ereignis verarbeitet oder interpretiert

Modell zur Entstehung von Emotionen

Bridges
Emotionen sind erlernt (nur neurales Netz als Grundlager vererbt) ? Emotion als Ergebnis von Erlentem, Erfahrung und Wahrnehmung

Izard
Ein Teil der Emotionen sind angeboren: Interesse, Überraschung, Scham, Leid, Widerwillen, Furcht, Freude, Verachtung, Zorn, Schuldgefühl

Das Lernen von Emotionen verläuft in der Gesellschaft unterschiedlich. Das Gefühl wird als solches vererbt, jedoch die Art und Weise es zu Äußern und er Zeitpunkt es zu zeigen ist erlernt.

FUNKTIONEN VON EMOTIONEN:

  • Regulierungsfunktion: Regulierung des psych. Gleichgewichts + Wohlbefinden
  • Wertungsfunktion: Möglichkeit, Lebenssituationen einzuschätzen, zu bewerten und angepasst zu reagieren
  • Motivationsfunktion: angenehme /unangenehme E. als Motivation

3 KOMPONENTEN:

  • Subjektive Komponente: individuelles erleben von E. (z.B. Klausuren)
  • Physiologische Komponente: körperliche Veränderung (z.B. Angstschweiß. Händezittern)
  • Verhaltens-Komponente: verändertes VH durch Emotionen

Angst:
Angstentstehung:
1) Lerntheorien
2) Kognitive Beurteilung
3) Tiefenpsychologie (Eriksson)

Auswirkungen:

  • physiologisch
  • psychologisch: (Neurosen, Vermeidungsverhalten, Mangelnde Denk- und Konzentrationsfähigkeit ? Realitätsverlust)

Angstbewältigung:
a) Impfmethode: Betroffener wird mit abgeschwächter Form konfrontiert und man nähert sich allmählich der Endsituation an (z.B. Aufklärung)
b) Konfrontationsmethode: die angstauslösende Situation wird so lange attackiert, bis die dabei auftretende Erregung nihct oder kaum mehr auftritt (z.B: physiotherapeutische Übungen vor OP schon üben)
c) Lernen am Modell: Zurückgreifen auf Erfahrungen anderer
d) Desensibilisierung: sukzessive Approximation durch therapeutische Behandlung (Angstpyramide)

Ekel
Scham
Freude, Liebe + Glück

Motivation

Motive sind psychische Kräfte, die uns bewegen eine Handlung durchzuführen. Motive sind teils angeboren (Hunger), zum teil erlernt (Partnersuche????)
1) Trieb
2) Instinkte
3) Höhere Bedürfnisse
4) Freier Wille

Zu einer Handlung motiviert ist ein Mensch dann, wenn er erwartet, dass dadurch ein für ihn wichtiges Bedürfnis befriedigt wird.

REGELKREISSYSTEM

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Bedürfnisse und ATL`s

primäre Bedürfnisse

  • Angeboren
  • beziehen sich auf Körper
  • lebensnotwendige Bedürfnisse
  • biologische Treibe
  • Befriedigung durch Prinzip der Homöostase (Zustand eines physiolog. Gleichgewichts im Körperhaushalt, z.B.: Blutzuckerregulation)

erworben/erlerntsekundäre Bedürfnisse

  • soziale Umgebung
  • allg. Prinzipien (Freiheit, Anerkennung)
  • Nicht-Befriedigung kann zu Störungen der gesunden psychischen Entwicklung eines Individuums führen

Ich- Bedürfnisse: Sinn finden
Soziale Bedürfnisse: reden/hören, sich kleiden
Existentielle Bedürfnisse: Atmen, Temperatur regeln, Essen/Trinken

Bedürfnispyramide (Abraham Maslow)
a) Mangelbedürfnisse
Veranlassen Menschen ihr physisches und psychisches Gleichgewicht zu halten bzw. wiederherzustellen

b) Wachstumsbedürfnisse
Veranlassen Menschen, neues zu wagen und das hinter sich zu lassen was sie in der Vergangenheit getan haben und gewesen sind

Text Grafik

Erfüllung der Motive ist nur in dieser Reihenfolge möglich!!!! (erst 1 .. dann 2 … ?)

Anmerkung: über Transparenz finde ich in keinem Buch etwas, weiß nicht was die hier damit meint…

KOMMUNIKATION

Def.: Austausch von Info´s, eine Weitergabe ist einseitige Kommunikation
Oder
wenn 2 oder mehr Individuen sich zueinander verhalten sei es im Spiel, Gespräch oder wieso auch immer so handelt es sich um Kommunikation/Interaktion

4 GRUNDTYPEN DER INTERAKTION:
a) Pseudointeraktion:
Wenn beide Interaktionspartner in Ihrem Verhalten nur durch ihre eigenen Verhaltensabsichten bzw. durch vorbestimmte Verhaltenschritte leiten lasen; keine gegenseitige Beeinflussung
Z.B.: Vereidigungen, religiöse Rituale, Rollen von Schauspielern, oberflächliche Grußrituale oder oberflächliche Grußformeln im Krankenhaus

b) asymmetrische Interaktion:
wenn lediglich ein Partner sein Verhalten nach einem festen Plan ablaufen lässt und der andere darauf reagiert
z.B.: Befehle einer Mutter an ihr Kind (Jetzt iss!), Anweisungen der Ärzte oder des Pflegepersonal im Krankenhaus

c) reaktive Interaktion:
beide Interaktionspartner reagieren aufeinander, aber verfolgen keine eigene Verhaltensziele, spontanes handeln aus der Gegebenheit der Situation
z.B.: Smalltalk zw. 2 Personen, schwer kranker Patienten in Interaktion mit Angehörigen (wenn Gespräch durch Gefühle bestimmt ist)

d) wechselseitige Interaktion:
wenn beide Interaktionspartner nach einem bestimmten Plan handeln und trotzdem aufeinander eingehen, echter Austausch in der Beziehung; jedes sachliche und zielorientierte Gespräch setzt eine wechselseitige Interaktion voraus

WEGE DER KOMMUNIKATION:
– sprachliche Kommunikation
– nonverbale Kommunikation
• Kommunikation mit dem menschl. Körper (Körperkontakt, Körperhaltung, Mimik und Gestik, Blickrichtung)
• Durch Objekte (z.B.: Berufskleidung, Namensschilder; signalisieren Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen)
• Durch räumliche Distanz
a) Intimdistanz: Beziehungen des physischen Kontaktes bei Körperkontakt, Sexualität…
b) Persönliche Distanz: Schutzsphäre die Menschen normalerweise um sich aufrichten, meist eine Armlänge
c) Soziale Distanz: keine körperl. Berührungen
d) Öffentliche Distanz: etwa 4m, noch formelller

GRUNDANNAHME ÜBER MENSCHL. KOMMUNIAKTION (NACH WATZLAWICK) = 4 AXIOME

– man kann nicht nicht kommunizieren
» jedes Verhalten hat Mitteilungscharakter
– jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, derart das der Beziehungsaspekt den Inhaltsaspekt bestimmt
– die Interpunktion der Partner bestimmt den Ablauf der Kommunikation
– menschliche Kommunikation beinhaltet digitale und analoge Kommunikation
digital: Wörter, Symbole (eindeutig) ?Infoweitergabe
analoge : Gestik, Mimik, Nähe, Bewegung, Kleidung ? Gefühlsweitergabe
– zwischenmenschliche Kommunikationshilfen können symmetrisch und/oder komplementär sein

MODELL DER KOMMUNIKATION (NACH SCHULZ VON THUN):

Text Grafik

jede Nachricht beinhaltet 4 Ebenen:
» Sachebene: bezieht sich auf die Darstellung der zu übermittelnden Sachinformation
» Appellebene: Versuch eine Reaktion hervorzurufen
» Beziehungsebene: es wird zum Ausdruck gebracht wie der Empfänger zum Sender steht
» Selbstoffenbarung: (un-)beabsichtigt, kann zu Fassadentechnik führen (man versucht sich zu verstellen)
Inkongruenz : Widerspruch zw. Verbal geäußertem und non-verbalen Verhalten
Kongruenz: Gleichheit zw. Verbalen + non-verbalen VH, Echtheit

Zwischenmenschl. Beziehungen :
Symmetrische Beziehung: gleichwertig (z.B Schüler – Schülerin)
Metakomplementäre Beziehung (asymmetrische B.): ungleiche Stellung (Schüler – Praktikant)
Komplementäre Beziehung: ungleiche Stellung, aber keine Kommunikationsbarrieren (beide benehmen sich gut!) z.B: Stationsleitung – Schüler

Apelle:
Offen » bringen eindeutig Wunsch zum Ausdruck, transparent, Infocharakter
Verdeckt ? bringt indirekt zum Ausdruck, nicht eindeutig, leicht zu überhören und oft gepaart mit Taktieren und Vorwürfen

Ursachen für Störung in der Kommunikation
1. Sachseite:
» klar, deutlich, verständlich?
» Sachlichkeit?

2. Apellseite
» verdeckt, versteckt
» Vorwürfe beinhaltend
» Überhört werden?

3. Beziehungsprobleme
» unausgesprochene Gefühle
» Projektion
» Übertragung

4. Selbstoffenbarung
» Fassadentechnik (sich verstecken)
» Imponiertechnik
» Selbstverkleinerung

Metakommunikation: Kommunikation über die Kommunikation

Wahrnehmung:

Definition: Prozess und das Ergebnis der Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und dem Körperinneren

– Wahrnehmung ist die Grundlage für jedes In-Beziehung-treten miteinander Umwelt und ein Hauptwerkzeug für die Krankenpflege
– Es ist ein psycho-physischer Prozess, der aus einem komplizierten Wechselspiel physiologischer und psychologischer Verarbeitungsmuster besteht.
– Reize sind Energien aus der Umwelt oder dem Körperinneren, die auf unsere Sinnesorgane und bestimmte Reaktionen hervorrufen. Empfindung ist die Folge der Einwirkung eines Reizes auf ein Sinnesorgan.

Absolute Schwelle: Reize müssen eine bestimmte Stärke aufweisen damit eine Wahrnehmung stattfindet
Schmerzwelle: stellt obere Grenze der Wahrnehmung dar

Begrenze Aufnahmekapazität für Reize ? als unwichtig erachtet Info´s gehen verloren, Reize die bedeutsam erscheinen oder im Einklang mit Erwartungen stehen, richtet sich die Aufmerksamkeit auf sie und es erfolgt eine weiter Verarbeitung

WAHRNEHMUNGSINSTRUMENTE:

  • Gehörsinn
  • Geschmackssinn
  • Geruchssinn
  • Tastsinn mit 4 Hautsinnen (Kälte, Wärme, Berührung, Schmerz)
  • Gleichgewichtssinn und Muskelsinn
  • Gesichtssinn

» Ganzheitliche Krankenpflege ist sinnen-volle Pflege!!

Wahrnehmung setzt sich aus Empfindungen, die in bestimmten Reizen durch das Bewertung dieser Empfindungen aufgrund bisheriger Erfahrungen zusammen. (z.T. unbewusst)

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Reize werden mit Gedächtnisrepräsentationen verglichen, Erkennen heißt vergleichen zwischen Reizrepräsentation und Gedächtnisrepräsentation.

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ORGANISATIONSPRINZIPIEN DER WAHRNEHMUNG:
– Vereinfachung und Selektion (ansonsten Flut von Info´s)
– Vordergrund und Hintergrund

1. Gesetz der Ähnlichkeit:
Ä hnliche Reize werden als zusammengehörig wahrgenommen (z.B.: Berufskleidung; Praktikanten und Stationsleitungen)
2. Gesetz der Nähe:
Reize die nah beieinander liegen, werden als zusammengehörig betrachtet (z.B.: Ordnungsprinzip im Schrank, 2 Personen treten immer zusammen auf -> Pärchen
3. Gesetz der Geschlossenheit:
Unvollendete Reize werden als vollkommen wahrgenommen (z.B.: trotz nur kurzem Kontakt mit Pflegeperson machen wir uns ein Bild über diese Person)
4. Gesetz der Kontinuität:
Reize die eine Fortsetzung vorrausgehender Reize zu sein scheinen, werden als zusammengehörig wahrgenommen (z.B.: 2 Stimmen die trotz Gleichzeitigkeit wahrgenommen werden, Telefon und Gesprächspartner)
5. Gesetz der gemeinsamen Bewegung:
Reize, die ich in dieselbe Richtung bewegen, werden las zusammengehörig wahrgenommen (z.B.: Schwestern die sich gemeinsam bewegen werden zusammengehörig wahrgenommen)
6. Gesetz der gemeinsamen Prägnanz:
Unsere Wahrnehmung bevorzugt Gestalten, die sich von anderen durch ein bestimmtes Merkmal abheben (Personen mit unnormalem Verhalten fallen auf, Unfreundlichkeit)

Der Mensch ordnet und vervollständigt unvollständige, ungeordnete Reize und ihm sinnlos erscheinenden Reize zu bedeutungsvollen sinnvollen Gestalten.

KONSTANZPHÄNOMENE:
= gleichbleibende, unveränderte Wahnnehmung trotz unterschiedlicher Gegebenheiten bezeichnet.

  • Größenkonstanz: Personen und Gegenstände werden trotz unterschiedlicher Entfernung als gleich groß wahrgenommen
  • Form-/Dingkonstanz: Personen und Gegenstände werden trotz unterschiedlicher Perspektive in ihrer Form als gleich wahrgenommen
  • Farb-/Helligkeitskonstanz: Personen und Gegenstände werden trotz unterschiedlicher Beleuchtung in ihrer Farbe als gleich wahrgenommen

WAHRNEHMUNG WIRD:

  • durch die Beschaffenheit der Sinnesorgane eingeschränkt
  • vom Individuum unterschiedlich interpretiert
  • durch individuelle und soziale Faktoren verändert
  • von bestimmten Erwartungen eines Individuums geprägt
  • durch die Gestaltungsgesetzte strukturiert
  • durch die Konstanzphänomene verbessert

Sie vermittelt keine objektive Wirklichkeit, sondern eine subjektive Welt.
Wir nehmen das wahr, was unseren Bedürfnissen, Erfahrungen, Erwartungen entspricht und nicht die objektiv gegeben Reize.

HYPOTHESENTHEORIE DER SUBJEKTIVEN WAHRNEHMUNG:
Individuelle Faktoren Was wird wahrgenommen?
Erwartungen / Hypothese
Soziale Faktoren Was wird interpretiert?

PRIMACY EFFECT (ERSTER EINDRUCK)
1) Info´s von anderen (der wahrgenommenen Person)

  • körperliches Aussehen
  • Kleidung
  • Körpersprache
  • Einstellung
  • Sprache
  • Geruch

2) Einflüsse von Außen (was man mir über die betreffende Person erzählt)
3) Erwartungen von mir, Selbstkonzept

» Bildung eines Bezugsrahmens, in dem alle späteren Informationen eingepasst werden
» Filterwirkung zwischen passend/unpassend
» Gegenseitige Beeinflussung (wie es in den Wald schallt….)

FEHLER IN DER PERSONENWAHRNEHMUNG:
1) Halo-Effekt (Hof-Effekt): Selektion in der Wahrnehmung (bei Fehlern durch Sympathie) eine hervorstrahlende Eigenschaft überstrahlt mögliche Fehler; z.B. Fan´s bei Promi´s
2) Logische Fehler (Analogieschlüssel, private Persönlichkeitstheorie) z.B. Menschen die ordentlich sind auch sauber; zweite Eigenschaft ist aber nicht beobachtbar
3) Sympathie-Antipathie-Wahrnehmung
4) Projektion = Übertragung: eigene (ersehnte) Eigenschaften, die nicht unbedingt bewusst sind, werden auf andere übertragen
5) Maßstabfehler: der Beobachter schließt von sich auf andere, wer sich selbst ähnelt wird positiv beurteilt
6) Mildefehler: aus Angst vor Konflikten tendieren Beurteiler zur zu positiven Beurteilung
7) Strengefehler: generell zu negativ
8) Häufungstendenz: Einheitsbeurteilungen, die negativ oder positiv sein können
9) Zentrische Tendenz: Beurteilungen die zur Mitte tendieren
10) Verallgemeinerungen: vom Einzelnen wird aufs Ganze geschlossen
11) Hierachieeffekt: Mitarbeiter in höheren Personen werden besser beurteilt
12) Alterseffekt: Ältere werden neg./pos. beurteilt
13) Adaptionsfehler: durchschnittliche Mitarbeiterinnen werden in einem guten Team schlechter beurteilt
14) Nähefehler: Neigung die auf dem Beurteilungsbogen eng beieinander liegen werden gleich beurteilt
15) Stimmungseffekt: in guter Stimmung wird positiv beurteilt
16) Unterschwellige Beeinflussungen: Kindchenschema oder ähnliches

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