Autor/in: MRM

Psychohygiene

» Def:

  • die Praxis und Lehre vom seelischen Gesundheitsschutz
  • ist eine Sammlung präventiver und kurativer Maßnahmen gegen äußere und innere Belastung und Schädigung im Leben von Helfer/innen

1.) Belastungsgruppen (psych. Und phys.)

  • psych. Belastung (ständig konfrontiert sein mit dem Leid und Sterben) Hoffnungslosigkeit
  • hohe fachliche Anforderung
  • Arbeit unter Zeitdruck
  • Wechselnde Arbeitszeit und Schichtdienst

2.) Belastung durch die Organisation

  • ungünstige Zusammensetzung des Teams
  • direktive Leitung
  • hierarsche Struktur
  • institutionsbedingte Belastung (Personalknappheit, fehl. Unterstützung der Arbeit durch Hilfsmittel)

3.) Belastung durch die Berufsrolle

  • Beruf Berufung karitativer Helfer

4.) Überforderung durch das eigene Berufsideal

  • immer alles optimal können zu müssen

» Stress
Ob Stress zum Problem wird hängt nicht davon ab, ob wir Stressoren ausgesetzt sind, sondern vom Ausmaß und Dauer der Einwirkenden Stressoren und von der Art wie wir damit umgehen
Einteilung von Stressoren (Stressfaktoren)
1. Persönlichkeit: Perfektionismus sehr anfällig für Stress
2. Arbeitswelt: Stress wird durch die Arbeit selbst ausgelöst
3. Familie: Konflikte innerhalb der Familie, Mehrfachbelastung

» Burn-Out-Syndrom
Schleichend beginnender oder abrupt einsetzender Erschöpfungszustand, körperlicher, geistiger oder gefühlsmäßiger Art in Beruf, Freizeit, Freundeskreis, Partnerschaft und Familie oft verbunden mit Ekel oder Fluchtgedanken
» Warnsignale:

  • nicht zur Arbeit gehen wollen
  • fortgesetztes Klagen über Arbeitsunlust oder Überforderung
  • sich wie abgeschnitten von der Umwelt fühlen
  • das Leben schwer und dumpf erleben
  • Gereiztheit und Unduldsamkeit zu Hause
  • Häufige Erkrankung ohne erkennbare Ursachen
  • Flucht und Selbstmordgedanken

» Arbeitsbedingungen

  • ungenaue Informationen des Berufsanfängers darüber was ihn tatsächlich erwartet
  • Terminüberlastung und Zeit bei den ersten Schritten in der Praxis
  • Stumpfheit und Routine während der Arbeit
  • Reglementierung und Bürokratisierung der eigenen Tätigkeit
  • Schlechte Beziehung zu Kollegen und Vorgesetzten
  • Mangel an Gelegenheit zur Aussprache und Unterstützung

» Phasen des Burn-Out-Syndrom
1. Freundlichkeit und Idealismus
2. Überforderung
3. Geringer werdende Freundlichkeit
4. Schuldgefühle
5. Vermehrte Anstrengung
6. Erfolglosigkeit
7. Hilflosigkeit
8. Hoffnungslosigkeit (Fass ohne Boden)
9. Erschöpfung, Abneigung gegen die Bewohner, evtl. Wut
10. Burn-Out

»Helfersyndrom

Def nach Schmittbauer
Die Helferpersönlichkeit ist eine Person die unfähig ist eigene Gefühle und Bedürfnisse zu äußern, sie kann eigene Schwächen nicht akzeptieren und versteckt diese hinter einer Fassade übertriebener Hilfsbereitschaft
Das Helfersyndrom äüßert sich durch

  • übertriebene regressionsfördernde Pflege
  • Entmündigung des Pflegebedürftigen
  • Alleinvertreteranspruch für die Pflegebedürftigen
    Kollegen und Angehörigen sind lästig

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