Autor/in: Anonym

Dissoziale Persönlichkeitsstörung

» Persönlichkeitsstörung = charakterliche Störung
Grundstruktur / Qualitäten einer Person

» Neurose = Erkrankung auf der Konfliktebene
Autonomie / Abhängigkeitskonflikt

» dissoziale Persönlichkeitsstörung = große Diskrepanz zwischen dem Verhalten
und den geltenden sozialen Normen

» weitere Begriffe:
1.
Soziopathie
2. amoralische Persönlichkeitsstörung
3. antisoziale Persönlichkeitsstörung
4. asoziale Persönlichkeitsstörung
5. psychopathische Persönlichkeitsstörung

  • » Leitsymptom:– dauerhafte Neigung zu Devianz (abweichen) und Delinquenz

» charakterliche Besonderheiten:

  • geringe Selbstkritik und Introspektion ( = Einsicht)
  • Mangel an Empathie ( = Einfühlungsvermögen)
  • Gefühlskälte
  • Egozentrizität
  • überhöhter Anspruch
  • paradoxe Anpassungserwartung
  • Unter- / Fehlbesetzung sozialer Normen

» weitere Merkmale:

  • Impulsivität
  • Unzuverlässigkeit
  • Bindungsschwäche
  • aggressives und gewaltsames Verhalten
  • Alkohol- / Drogenmißbrauch

» Entstehungsbedingungen / Faktoren:

  • “ broken -Home – Situation“ (zerrüttete Familienverhältnisse, tiefenpsycholog. Annahme)
  • anlagebedingter Persönlichkeitsdefekt (Psychopathielehre)
  • Kindheit: weglaufen / Diebstähle / Schule schwänzen
  • Alkohol- / Drogenmißbrauch und Abhängigkeit

Soziopathen leiden kaum unter den nachteiligen Konsequenzen
ihres sozialen Fehlverhaltens !!

» Pflegerischer Umgang:

  • Herausholen aus der Isolierung und ihnen einen befriedigerenden Sozialstatus verhelfen
  • Reduktion der Aggressivität

Fallbeispiel:

Hr. R., 45 Jahre alt

1945 Heirat der Mutter, ist zu dem Zeitpunkt mit dem Pat schwanger
1. Ehemann verstarb im Krieg

1950 Mutter –> Rückenmarkstumor –> verstarb 1962
Hr R. pflegte sie mehere Jahre gemeinsam mit dem Stiefvater

Stiefvater: Bergman von 1945 – 1960, Alkoholkrank
Heiratat ein Jahr später nach dem Tod der Ehefrau erneut

1955 Schulprobleme in der 4. Klasse, häufiges Schule schwänzen,
Heimaufenthalt für ein Jahr mit Entweichungen,
sexuelle Übergriffe durch Mitarbeiter

1956 Rückkehr ins Elternhaus, Besuch der Sonderschule

1960 KFZ – Lehre –> Abbruch der Lehre nach 6 Monaten
Schulabgang nach der 8. Klasse

1962 Verkehrsdelikt: Fahren ohne Fahrerlaubnis

1963 / 64 Diebstähle, Jugendstrafe
Gelegenheitsarbeiten

1965 Unterschlagung

1966 Eheschließung, Geburt des 1. Kindes (Sohn)
Körperverletzung, ein Jahr Gefängnis

1967 Geburt des 2. Kindes (Tochter)

1968 Geldstrafe wegen Verkehrsdelikt,
Geburt des 3. Kindes (Tochter)

1975 Scheidung

1976 schwerer Raub

1978 Diebstahl

1979 Vollrausch, 3 Monate Führerscheinentzug

1982 / 83 9 x in Polizeigewahrsam jeweils mit psychiatrischen KH – Aufenthalten
Bedrohung / Nötigung / Mißbrauch der Familie mit Waffengewalt

1987 Haftentlassung,
Bedrohung des Sohnes mit der Waffe,
Einweisung per Psych – KG in die Klinik nach Bielefeld
gesteigerter Alkoholkonsum, Aggressionen,
nach WE-Beurlaubung: Vergewaltigung / Nötigung / Mißhandlung einer
ehemaligen Mitpat, der er in ihrer Wohnung auflauerte

1987 – ‚ 92 Maßregelvollzug (Forensik)

1993 Allgemeinpsychiatrie: – Erstellung eines Gutachtens
– AT im Pat.-Cafe
– seit 7 Monaten Beziehung zu einer geistig minder-
begabten Mitpat.

Diesen Beitrag teilen auf...

Twitter Facebook Google+