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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Teddy
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Soziale Gerontologie


FAMILIE

Das Konzept der "filiale" Reife

(Idealzustand, der niemals erreicht werden kann )

Die Kinder müssen akzeptieren, dass ihre Eltern eine eigenständige Persönlichkeit sind, ihr eigenes Leben führen und dies auch schon vor der Geburt der Kinder taten. Die Eltern sind Menschen, die eigene Bedürfnisse und wünsche haben.

Es gibt 3 Dimensionen der Filialen Reife, die für die Beziehung bedürftiger Eltern und Pflegender Kinder von entscheidender Bedeutung sind :

- Emotionale Autonomie

(Gefühlsmäßige Unabhängigkeit)

Trotz aller Liebe und Fürsorge um die Pflegebedürftigen Eltern darf man seine eigene Persönlichkeit mit Bedürfnissen und wünschen mit Außerachtlassen und vernachlässigen.

Beispiel: Mutter baut körperlich ab, Kind muss gefühlsmäßig damit klar kommen. Das Kind darf sein eigenes Leben weiterleben und nicht nur für die Mutter da sein.

Tür zu » mein Leben beginnt.

Man muss Grenzen ziehen, alte Konflikte klären, Distanz halten, mit Verlusterlebnissen klar kommen erst wenn das alles erfüllt ist, dann ist gute Pflege zu hause möglich. Man sollte sich nicht von anderen abhängig machen / lassen und sich nicht von der Außenwelt beeinflussen lassen.

- Schuldgefühle

Die wünsche und Bedürfnisse der Eltern sind nicht immer erfüllbar. Zwar sollte man sie so gut wie möglich berücksichtigen, aber es geht halt nicht immer. Man muss mit aufgebauten Schuldgefühlen umgehen können / lernen. Man sollte sich keine Schuldgefühle machen / lassen.

Wenn die Pflegekraft Schuldgefühle hat, so kann sie eine professionelle Pflege durchführen.

Trotz aller Pflege, wird der zu Pflegende sterben und ich darf mir deswegen keine zusätzlichen Schuldgefühle machen.

- Fürsorgliche Autorität

(Fürsorgliche Beziehung) zwischen zu pflegenden und Pflegekraft

" sich nicht gefühlsabhängig machen sondern sich selbstständig fühlen "

Sich nicht von Schuldgefühlen leiten lassen.

- fürsorglich, liebevoll zugewandt und trotzdem befehlerisch der zu pflegenden Person gegenüber treten. Sich nicht von der zu Pflegenden Person ausnutzen lassen, um die Entfaltung der zu Pflegenden Person einzugrenzen.

- Die "Pflegekraft" sagt klar was Sache ist, tritt der zu Pflegenden aber trotzdem fürsorglich und liebevoll gegenüber.

Der Mensch ( auch der Demente) muss seine eigenen grenzen kennen lernen.

Grenzen der "filialen Reife"

Der Pfleger muss sich seine eigenen grenzen setzen, kenn und akzeptieren, damit eine professionelle Pflege durchgeführt werden kann.

Die "parentale Reife"

Eltern und Kinder durchlaufen einen Reifeprozess. Eltern müssen ihre Kinder loslassen können. Sie müssen lernen und akzeptieren, dass ihre Kinder Erwachsen sind und inzwischen ihr eigenes leben führen

Eltern und Kinder stehen auf gleicher Höhe / Stand. Sie sind gleichberechtigte Erwachsene Menschen.

Die Eltern müssen ihr eigenes Leben Erst einmal verarbeiten.

Sie müssen mit Verlusterlebnissen zurechtkommen, die Eltern entwickeln sich zurück

Gewalt als Eskalativer intergenerativer Konflikte

Ungelöste Konflikte von früher, die nicht verarbeitet / geklärt wurden führen zu Gewalt und Aggressionen und können somit zu einer unprofessionellen Pflege führen. Es entstehen Spannungen zwischen Pflegeperson und dem zu Pflegenden

Einige Gedanken zur Prävention intergenerativer Konflikte in der Pflegephase

( Vorbeugende Maßnahmen zur angemessenen Pflege )

Durch die pflege in einer Eltern - Kind Beziehung ( Familienpflege ) kommt es öfter zu Konflikten, als bei einer professionellen Pflegekraft (z. B. in einem Pflegeheim) und einem Pflegeperson (Bew.).

Zur Vorbeugung von Gewalt und Aggressionen sollte man auftretende Konflikte so schnell wie möglich klären.

Die Bedeutung des Verbleibs in der Familie für den alten Menschen

Laut Statistik von 1986 (aus der Zeitschrift: Kuratorium Deutsche Altershilfe) wollen 86 % der Pflegebedürftigen Menschen im Kreise der Familie gepflegt werden.

Gründe: die Beziehung zwischen Familienangehörige und Pflegebedürftiger Person ist noch nicht von Machtabhängigkeit geprägt. Die alten Menschen denken nicht an Misshandlungen durch ihre Kinder in der Familienpflege.

Die Pflegebedürftigen Menschen denken, dass wenn sie in ein Altenheim kommen, sie ihre Unabhängigkeit und ihre Selbstständigkeit verlieren.


Autor: Teddy
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