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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Anonym
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LERNTHEORIEN

a) Lernen am Modell
- Modelle verkörpern oder repräsentieren ein Verhaltensmuster / Verhaltensvorschriften
Es gibt symbolische Modelle » Spickzettel
lebende Modelle » Menschen
- unterschiedliche Auswirkungen auf Modelle
modelling Effect: Erlernen von neuen VHW durch Beobachtung
hemmende/enthemmende Effekte von Modellen: Der Lernende übernimmt das ihm vorgelebte Verhalten einer Person, welches ihm bereits in positiven(negativen Sinne bekannt war (es geht sich nur um sozial unerwünschte VHW, z.B: Effenberg)
auslösender Effekt von Modellen: bekannte VH-muster werden erneut durch Beobachtung aufgegriffen/vertieft (z.B: putzen sehen ? auch putzen)
- Modellvoraussetzungen

  • Anerkennung, Beliebtheit
  • Hoher sozialer Status
  • Gemeinsamkeiten
- Es werden nicht nur positive, sondern verstärkt auch negative VHW adaptiert (z.B: Effenberg)

b) Lernen durch Belohnung / Bestrafung (operantes Konditionieren)
Definition: Konzentration auf die Zeit nach der Reaktion auf die Konsequenzen die einem VH folgen

Was?

Definition

Beispiel

Positive Verstärker VHW, welche vor der positiven Verstärkung gezeigt wird, wird verstärkt Lob
Negative Verstärker Wenn ein unangenehmer Zustand (durch eigene Tat) aufhört Nachlassen der Schmerzen durch Medi´s
Bestrafung Typ 1 Durch Tadel, Hänseleien, Auslachen » VH-Wahrscheinlichkeit nimmt ab Tadel, Strafe
Bestrafung Typ 2 Wenn eine angenehme Konsequenz nach einem VH aufhört » VH-Wahrscheinlichkeit nimmt ab Liebesentzug, Misserfolg, Materielles (z.B. bei Klingel warten lassen)
Löschung VHW hat keine Konsequenz Randbemerkungen werden ignoriert

Primäre Verstärker:
Alle Reize, die für den Organismus bekräftigend wirken, ohne das je ein Lernprozeß stattgefunden hat; z.B: Wasser, Nahrung

Sekundäre Verstärker:
Reiz, der ursprünglich nicht verstärkend wirkte erst nachdem er mit primären Vertärkern zusammen dargeboten wurde

» primäre Verstärker sind effektiver als negativer
Verstärkerqualitiät ist nicht für alle Menschen gleich!

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c) Klassisches Konditionieren
Es wird eine positive bzw. negative Einstellung erlernt, indem man sie mit einem Reiz, der bereits eine positive/negative Einstellung angenehmen /unangenehme Gefühle oder ein bestimmtes Bedürfnis ausgelöst hat auftritt.

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Diskriminationsfähigkeit:
Ä hnliche Reize könne unterschieden werden und auf Reiz folgt Reaktion( z.B. Telefon- und Türklingeln oder das man Tabletten für Kopf- und Magenschmerzen unterscheiden)

Generalisation:
Verallgemeinerung von ähnlichen Reizen, oe das ein Lernprozess stattgefunden hat (z.B. bei Kindern: alle Tiere = Wau wau oder Pat ist Pilze, welche schlecht waren » Bauchschmerzen » Pat ist nie wieder Pilze)

Gegenkonditionierung:
Die gelernte Reaktion wird mit einer nicht vereinbarem weiteren Reiz geppart (z.B.: Glockenton und Stromschlag bei Pawlow)

Löschung:
NS wird ohne CS dargeboten » Lernprozess fällt weg

PROBLEM/-LÖSUNGEN

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Strategien:

  • Trial and Error
  • Strategien anwenden
  • Umstrukturierung
  • Systematisches Denken
  • Kreativität

Phasen der Problemlösung:

  • Auftreten des Problems
  • Probierverhalten
    a) Algorithmen (Möglichkeiten ausdenken + Konsequenz z.B: Schachcomputer)
    d) Heuristiken (per Zufall probieren, willkürlich)
  • Umstrukturierung
  • Lösung: AHA – Erlebnis
  • Anwendung
  • Übertragung

Problemlösung:

  • Logisches denken
  • Konvergierend: Regeln anwenden, nur eine richtige Lösung, z.B Mathe-Aufgabe
  • Divergierend: keine allgemeine Regeln, verschiedene Lösungen, z.B: Flugzeugbau
  • Kreativität: schöpferisches Denken

Wie lernt der Mensch:

  • Nachahmung
  • Verstärkung/Strafe
  • Klas. Konditionieren
  • Kognitives Lernen

EMOTIONEN

Definition: körperl./seel. Reaktionen, die ein Ereignis verarbeitet oder interpretiert

Modell zur Entstehung von Emotionen

Bridges
Emotionen sind erlernt (nur neurales Netz als Grundlager vererbt) ? Emotion als Ergebnis von Erlentem, Erfahrung und Wahrnehmung

Izard
Ein Teil der Emotionen sind angeboren: Interesse, Überraschung, Scham, Leid, Widerwillen, Furcht, Freude, Verachtung, Zorn, Schuldgefühl

Das Lernen von Emotionen verläuft in der Gesellschaft unterschiedlich. Das Gefühl wird als solches vererbt, jedoch die Art und Weise es zu Äußern und er Zeitpunkt es zu zeigen ist erlernt.

FUNKTIONEN VON EMOTIONEN:

  • Regulierungsfunktion: Regulierung des psych. Gleichgewichts + Wohlbefinden
  • Wertungsfunktion: Möglichkeit, Lebenssituationen einzuschätzen, zu bewerten und angepasst zu reagieren
  • Motivationsfunktion: angenehme /unangenehme E. als Motivation

3 KOMPONENTEN:

  • Subjektive Komponente: individuelles erleben von E. (z.B. Klausuren)
  • Physiologische Komponente: körperliche Veränderung (z.B. Angstschweiß. Händezittern)
  • Verhaltens-Komponente: verändertes VH durch Emotionen

Angst:
Angstentstehung:
1) Lerntheorien
2) Kognitive Beurteilung
3) Tiefenpsychologie (Eriksson)

Auswirkungen:

  • physiologisch
  • psychologisch: (Neurosen, Vermeidungsverhalten, Mangelnde Denk- und Konzentrationsfähigkeit ? Realitätsverlust)

Angstbewältigung:
a) Impfmethode: Betroffener wird mit abgeschwächter Form konfrontiert und man nähert sich allmählich der Endsituation an (z.B. Aufklärung)
b) Konfrontationsmethode: die angstauslösende Situation wird so lange attackiert, bis die dabei auftretende Erregung nihct oder kaum mehr auftritt (z.B: physiotherapeutische Übungen vor OP schon üben)
c) Lernen am Modell: Zurückgreifen auf Erfahrungen anderer
d) Desensibilisierung: sukzessive Approximation durch therapeutische Behandlung (Angstpyramide)

Ekel
Scham
Freude, Liebe + Glück

Motivation

Motive sind psychische Kräfte, die uns bewegen eine Handlung durchzuführen. Motive sind teils angeboren (Hunger), zum teil erlernt (Partnersuche????)
1) Trieb
2) Instinkte
3) Höhere Bedürfnisse
4) Freier Wille

Zu einer Handlung motiviert ist ein Mensch dann, wenn er erwartet, dass dadurch ein für ihn wichtiges Bedürfnis befriedigt wird.

REGELKREISSYSTEM

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primäre Bedürfnisse

  • Angeboren
  • beziehen sich auf Körper
  • lebensnotwendige Bedürfnisse
  • biologische Treibe
  • Befriedigung durch Prinzip der Homöostase (Zustand eines physiolog. Gleichgewichts im Körperhaushalt, z.B.: Blutzuckerregulation)

sekundäre Bedürfnisse

  • erworben/erlernt
  • soziale Umgebung
  • allg. Prinzipien (Freiheit, Anerkennung)
  • Nicht-Befriedigung kann zu Störungen der gesunden psychischen Entwicklung eines Individuums führen

Bedürfnisse und ATL`s
Ich- Bedürfnisse: Sinn finden
Soziale Bedürfnisse: reden/hören, sich kleiden
Existentielle Bedürfnisse: Atmen, Temperatur regeln, Essen/Trinken

Bedürfnispyramide (Abraham Maslow)
a) Mangelbedürfnisse
Veranlassen Menschen ihr physisches und psychisches Gleichgewicht zu halten bzw. wiederherzustellen

b) Wachstumsbedürfnisse
Veranlassen Menschen, neues zu wagen und das hinter sich zu lassen was sie in der Vergangenheit getan haben und gewesen sind

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Erfüllung der Motive ist nur in dieser Reihenfolge möglich!!!! (erst 1 .. dann 2 … ?)

Anmerkung: über Transparenz finde ich in keinem Buch etwas, weiß nicht was die hier damit meint…

KOMMUNIKATION

Def.: Austausch von Info´s, eine Weitergabe ist einseitige Kommunikation
Oder
wenn 2 oder mehr Individuen sich zueinander verhalten sei es im Spiel, Gespräch oder wieso auch immer so handelt es sich um Kommunikation/Interaktion

4 GRUNDTYPEN DER INTERAKTION:
a) Pseudointeraktion:
Wenn beide Interaktionspartner in Ihrem Verhalten nur durch ihre eigenen Verhaltensabsichten bzw. durch vorbestimmte Verhaltenschritte leiten lasen; keine gegenseitige Beeinflussung
Z.B.: Vereidigungen, religiöse Rituale, Rollen von Schauspielern, oberflächliche Grußrituale oder oberflächliche Grußformeln im Krankenhaus

b) asymmetrische Interaktion:
wenn lediglich ein Partner sein Verhalten nach einem festen Plan ablaufen lässt und der andere darauf reagiert
z.B.: Befehle einer Mutter an ihr Kind (Jetzt iss!), Anweisungen der Ärzte oder des Pflegepersonal im Krankenhaus

c) reaktive Interaktion:
beide Interaktionspartner reagieren aufeinander, aber verfolgen keine eigene Verhaltensziele, spontanes handeln aus der Gegebenheit der Situation
z.B.: Smalltalk zw. 2 Personen, schwer kranker Patienten in Interaktion mit Angehörigen (wenn Gespräch durch Gefühle bestimmt ist)

d) wechselseitige Interaktion:
wenn beide Interaktionspartner nach einem bestimmten Plan handeln und trotzdem aufeinander eingehen, echter Austausch in der Beziehung; jedes sachliche und zielorientierte Gespräch setzt eine wechselseitige Interaktion voraus

WEGE DER KOMMUNIKATION:
- sprachliche Kommunikation
- nonverbale Kommunikation
• Kommunikation mit dem menschl. Körper (Körperkontakt, Körperhaltung, Mimik und Gestik, Blickrichtung)
• Durch Objekte (z.B.: Berufskleidung, Namensschilder; signalisieren Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen)
• Durch räumliche Distanz
a) Intimdistanz: Beziehungen des physischen Kontaktes bei Körperkontakt, Sexualität…
b) Persönliche Distanz: Schutzsphäre die Menschen normalerweise um sich aufrichten, meist eine Armlänge
c) Soziale Distanz: keine körperl. Berührungen
d) Öffentliche Distanz: etwa 4m, noch formelller

GRUNDANNAHME ÜBER MENSCHL. KOMMUNIAKTION (NACH WATZLAWICK) = 4 AXIOME
- man kann nicht nicht kommunizieren
» jedes Verhalten hat Mitteilungscharakter
- jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, derart das der Beziehungsaspekt den Inhaltsaspekt bestimmt
- die Interpunktion der Partner bestimmt den Ablauf der Kommunikation
- menschliche Kommunikation beinhaltet digitale und analoge Kommunikation
digital: Wörter, Symbole (eindeutig) ?Infoweitergabe
analoge : Gestik, Mimik, Nähe, Bewegung, Kleidung ? Gefühlsweitergabe
- zwischenmenschliche Kommunikationshilfen können symmetrisch und/oder komplementär sein

MODELL DER KOMMUNIKATION (NACH SCHULZ VON THUN):

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jede Nachricht beinhaltet 4 Ebenen:
» Sachebene: bezieht sich auf die Darstellung der zu übermittelnden Sachinformation
» Appellebene: Versuch eine Reaktion hervorzurufen
» Beziehungsebene: es wird zum Ausdruck gebracht wie der Empfänger zum Sender steht
» Selbstoffenbarung: (un-)beabsichtigt, kann zu Fassadentechnik führen (man versucht sich zu verstellen)
Inkongruenz : Widerspruch zw. Verbal geäußertem und non-verbalen Verhalten
Kongruenz: Gleichheit zw. Verbalen + non-verbalen VH, Echtheit

Zwischenmenschl. Beziehungen :
Symmetrische Beziehung: gleichwertig (z.B Schüler – Schülerin)
Metakomplementäre Beziehung (asymmetrische B.): ungleiche Stellung (Schüler – Praktikant)
Komplementäre Beziehung: ungleiche Stellung, aber keine Kommunikationsbarrieren (beide benehmen sich gut!) z.B: Stationsleitung – Schüler

Apelle:
Offen » bringen eindeutig Wunsch zum Ausdruck, transparent, Infocharakter
Verdeckt ? bringt indirekt zum Ausdruck, nicht eindeutig, leicht zu überhören und oft gepaart mit Taktieren und Vorwürfen

Ursachen für Störung in der Kommunikation
1. Sachseite:
» klar, deutlich, verständlich?
» Sachlichkeit?

2. Apellseite
» verdeckt, versteckt
» Vorwürfe beinhaltend
» Überhört werden?

3. Beziehungsprobleme
» unausgesprochene Gefühle
» Projektion
» Übertragung

4. Selbstoffenbarung
» Fassadentechnik (sich verstecken)
» Imponiertechnik
» Selbstverkleinerung

Metakommunikation: Kommunikation über die Kommunikation

Wahrnehmung:

Definition: Prozess und das Ergebnis der Informationsgewinnung und -verarbeitung von Reizen aus der Umwelt und dem Körperinneren

- Wahrnehmung ist die Grundlage für jedes In-Beziehung-treten miteinander Umwelt und ein Hauptwerkzeug für die Krankenpflege
- Es ist ein psycho-physischer Prozess, der aus einem komplizierten Wechselspiel physiologischer und psychologischer Verarbeitungsmuster besteht.
- Reize sind Energien aus der Umwelt oder dem Körperinneren, die auf unsere Sinnesorgane und bestimmte Reaktionen hervorrufen. Empfindung ist die Folge der Einwirkung eines Reizes auf ein Sinnesorgan.

Absolute Schwelle: Reize müssen eine bestimmte Stärke aufweisen damit eine Wahrnehmung stattfindet
Schmerzwelle: stellt obere Grenze der Wahrnehmung dar

Begrenze Aufnahmekapazität für Reize ? als unwichtig erachtet Info´s gehen verloren, Reize die bedeutsam erscheinen oder im Einklang mit Erwartungen stehen, richtet sich die Aufmerksamkeit auf sie und es erfolgt eine weiter Verarbeitung

WAHRNEHMUNGSINSTRUMENTE:

  • Gehörsinn
  • Geschmackssinn
  • Geruchssinn
  • Tastsinn mit 4 Hautsinnen (Kälte, Wärme, Berührung, Schmerz)
  • Gleichgewichtssinn und Muskelsinn
  • Gesichtssinn

» Ganzheitliche Krankenpflege ist sinnen-volle Pflege!!

Wahrnehmung setzt sich aus Empfindungen, die in bestimmten Reizen durch das Bewertung dieser Empfindungen aufgrund bisheriger Erfahrungen zusammen. (z.T. unbewusst)

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Reize werden mit Gedächtnisrepräsentationen verglichen, Erkennen heißt vergleichen zwischen Reizrepräsentation und Gedächtnisrepräsentation.

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ORGANISATIONSPRINZIPIEN DER WAHRNEHMUNG:
- Vereinfachung und Selektion (ansonsten Flut von Info´s)
- Vordergrund und Hintergrund

1. Gesetz der Ähnlichkeit:
Ä hnliche Reize werden als zusammengehörig wahrgenommen (z.B.: Berufskleidung; Praktikanten und Stationsleitungen)
2. Gesetz der Nähe:
Reize die nah beieinander liegen, werden als zusammengehörig betrachtet (z.B.: Ordnungsprinzip im Schrank, 2 Personen treten immer zusammen auf -> Pärchen
3. Gesetz der Geschlossenheit:
Unvollendete Reize werden als vollkommen wahrgenommen (z.B.: trotz nur kurzem Kontakt mit Pflegeperson machen wir uns ein Bild über diese Person)
4. Gesetz der Kontinuität:
Reize die eine Fortsetzung vorrausgehender Reize zu sein scheinen, werden als zusammengehörig wahrgenommen (z.B.: 2 Stimmen die trotz Gleichzeitigkeit wahrgenommen werden, Telefon und Gesprächspartner)
5. Gesetz der gemeinsamen Bewegung:
Reize, die ich in dieselbe Richtung bewegen, werden las zusammengehörig wahrgenommen (z.B.: Schwestern die sich gemeinsam bewegen werden zusammengehörig wahrgenommen)
6. Gesetz der gemeinsamen Prägnanz:
Unsere Wahrnehmung bevorzugt Gestalten, die sich von anderen durch ein bestimmtes Merkmal abheben (Personen mit unnormalem Verhalten fallen auf, Unfreundlichkeit)

Der Mensch ordnet und vervollständigt unvollständige, ungeordnete Reize und ihm sinnlos erscheinenden Reize zu bedeutungsvollen sinnvollen Gestalten.

KONSTANZPHÄNOMENE:
= gleichbleibende, unveränderte Wahnnehmung trotz unterschiedlicher Gegebenheiten bezeichnet.

  • Größenkonstanz: Personen und Gegenstände werden trotz unterschiedlicher Entfernung als gleich groß wahrgenommen
  • Form-/Dingkonstanz: Personen und Gegenstände werden trotz unterschiedlicher Perspektive in ihrer Form als gleich wahrgenommen
  • Farb-/Helligkeitskonstanz: Personen und Gegenstände werden trotz unterschiedlicher Beleuchtung in ihrer Farbe als gleich wahrgenommen

WAHRNEHMUNG WIRD:

  • durch die Beschaffenheit der Sinnesorgane eingeschränkt
  • vom Individuum unterschiedlich interpretiert
  • durch individuelle und soziale Faktoren verändert
  • von bestimmten Erwartungen eines Individuums geprägt
  • durch die Gestaltungsgesetzte strukturiert
  • durch die Konstanzphänomene verbessert

Sie vermittelt keine objektive Wirklichkeit, sondern eine subjektive Welt.
Wir nehmen das wahr, was unseren Bedürfnissen, Erfahrungen, Erwartungen entspricht und nicht die objektiv gegeben Reize.

HYPOTHESENTHEORIE DER SUBJEKTIVEN WAHRNEHMUNG:
Individuelle Faktoren Was wird wahrgenommen?
Erwartungen / Hypothese
Soziale Faktoren Was wird interpretiert?

PRIMACY EFFECT (ERSTER EINDRUCK)
1) Info´s von anderen (der wahrgenommenen Person)

  • körperliches Aussehen
  • Kleidung
  • Körpersprache
  • Einstellung
  • Sprache
  • Geruch

2) Einflüsse von Außen (was man mir über die betreffende Person erzählt)
3) Erwartungen von mir, Selbstkonzept

» Bildung eines Bezugsrahmens, in dem alle späteren Informationen eingepasst werden
» Filterwirkung zwischen passend/unpassend
» Gegenseitige Beeinflussung (wie es in den Wald schallt....)

FEHLER IN DER PERSONENWAHRNEHMUNG:
1) Halo-Effekt (Hof-Effekt): Selektion in der Wahrnehmung (bei Fehlern durch Sympathie) eine hervorstrahlende Eigenschaft überstrahlt mögliche Fehler; z.B. Fan´s bei Promi´s
2) Logische Fehler (Analogieschlüssel, private Persönlichkeitstheorie) z.B. Menschen die ordentlich sind auch sauber; zweite Eigenschaft ist aber nicht beobachtbar
3) Sympathie-Antipathie-Wahrnehmung
4) Projektion = Übertragung: eigene (ersehnte) Eigenschaften, die nicht unbedingt bewusst sind, werden auf andere übertragen
5) Maßstabfehler: der Beobachter schließt von sich auf andere, wer sich selbst ähnelt wird positiv beurteilt
6) Mildefehler: aus Angst vor Konflikten tendieren Beurteiler zur zu positiven Beurteilung
7) Strengefehler: generell zu negativ
8) Häufungstendenz: Einheitsbeurteilungen, die negativ oder positiv sein können
9) Zentrische Tendenz: Beurteilungen die zur Mitte tendieren
10) Verallgemeinerungen: vom Einzelnen wird aufs Ganze geschlossen
11) Hierachieeffekt: Mitarbeiter in höheren Personen werden besser beurteilt
12) Alterseffekt: Ältere werden neg./pos. beurteilt
13) Adaptionsfehler: durchschnittliche Mitarbeiterinnen werden in einem guten Team schlechter beurteilt
14) Nähefehler: Neigung die auf dem Beurteilungsbogen eng beieinander liegen werden gleich beurteilt
15) Stimmungseffekt: in guter Stimmung wird positiv beurteilt
16) Unterschwellige Beeinflussungen: Kindchenschema oder ähnliches

FORDERUNG FÜR DIE PRAXIS:

  • Selbstwahrnehmung (-beobachtung)
  • Werteprinzip (? prägen Erwartungen)
  • Professionelle Verhaltensbeobachtung

Einstellungen, Stereotyp und Vorurteile

3 ASPEKTE DER EINSTELLUNG
a) Kognitiver Aspekt (= das Bewusstsein betreffend)
Einstellungen sind immer mit gewissen gedanklichen Vorstellungen über das Objekt verbunden
Stereotyp: Bild z.B. für eine Gruppe von Menschen ist übermäßig vereinfacht und starr
b) Verhaltensaspekt (Handlungbereitschaft)
c) Affektiver Aspekt (Gefühle die mit Einstellung einem Objekt gegenüber verbunden sind)

ERWERB:

  • Lerntheorien (Beobachtung, klassisches Konditionieren, operantes Konditionieren)
  • Erfahrung (Hypothesentheorie der sozialen Wahrnehmung)

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SELFULLFILLING PROPHECY
Das Vorurteil einer Bevölkerungsgruppe beeinflusst das VH gegenüber den Empfängern dieses Vorurteils, und dieses Verhalten wiederum bewirkt, daß das behauptete Vorurteil auch tatsächlich eintrifft
Bsp.: Bild der sozialen Krankenschwester; P-Patienten, die immer motzen ? man geht nicht ins Zimmer ? Patienten ist unzufrieden und motzt

KONFORMITÄT:
Einstellungs- und Verhaltensänderung einer Person aufgrund des wirklichen oder auch vermeintlichen Drucks, der durch eine Gruppe auf sie ausgeübt wird; Gegenteil Individualität
Bsp.: Erbsen schätzen

Einflüsse:

  • Erziehung, Erfahrung
  • Vorbilder (soz. Umfeld)
  • Ziele
  • Selbstbild
  • Eigene Betroffenheit
  • Glaubwürdigkeit des Sprechers, Kompetenz, Einstimmigkeit
  • Sympathie/ Antipathie

ÜBERZEUGEN

Internalisierung: Überzeugung/Glauben » Verinnerlichung
Compliance: Ursache für konformes Verhalten » Angst vor Sanktionen, Druck
Patientencompliance: Akzeptanz, ohne Einsicht

Ursachen für Konformes Verhalten (bitte Schema hinzeichenen!)

GRUNDREGELN EINER ÜBERZEUGENDEN ARGUMENTATION:

a) Anforderungen an Argumente:
1) Primacy Effekt: Das zuerst gehörte bleibt gut hängen
2) Rezens Effekt: Das zuletzt gehörte bleibt gut hängen
3) Zweiseitige Argumentation (Pro mit Kontra zusammenhängend darstellen und deutlich wiederlegen)
4) Argumente geben, die Angst auslösen, aber Lösungsweg anführen
5) Maximalpositionen verwenden
6) Anschauliche Beispiel mit möglichst bekannten Personen

b) Anforderungen an Sprecher:

  • sachkundig
  • vertrauenswürdig
  • sympathisch
  • attraktiv
  • Spiegelbild der Zielgruppe

c) Anforderungen an Zuhörer:
Am besten gut informiert, da schlecht informierte „abschalten“; ist aber nicht beeinflussbar

BEACHTEN:

  • Überreden ? Überzeugen
  • Besser häufig kleine Portionen servieren
  • Interesse wecken + halten, keine Langeweile

ROLLENVERSTÄNDNIS

Soziale Rolle: das durch Erwartungen gesteuerte Handeln das der Rolleninhaber erbringen sollte; Erwartungen werden bestimmt durch Normen

Normen: von der Mehrheit der Gesellschaftsmitglieder geteilte Vorstellungen darüber, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten sollte

Werte: Vorstellungen über erstrebenswerte Zustände einer Gesellschaft

Rollenset: Rollenfremdbild + Rollenselbstverständnis
Rollenselbstbild: Eigenverständnis, Art der Ausübung der Akzeptanz
Rollenfremdbild: Erwartungen und Verständnis der Rolle anderer

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Interner Rollentransfer: man selbst überträgt Verhalten eines Rollenbildes auf eine andere Rolle, z.B. helfendes und „dienendes“ Verhalten auf Privatleben übertragen

Externer Rollentransfer: andere transferieren Rollenbilder (Erwartungen) auf einen, z.B.: Krankenschwester soll sich im Privatleben auch wie im Krankenhaus verhalten

Rollensequenz: Abfolge von Rollen (Wechsel von Erwartungen, Normen)
Altersrollensequenz: Baby - Kind - Jugendlicher - Erwachsener...
Rangrollensequenz: Praktikant – Unterkurs – Mittelkurs - Oberkurs - Examinierte Kraft -, Fachschwester – Stationsleitung

Rollendistanz: wenn man sich durch bestimmtes Verhalten von einer Rolle distanziert

ERWARTUNGEN:

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ROLLENKONFLIKTE:
Interrollenkonflikt: 2 oder mehrere Rollen konkurrieren miteinander
Intrarollenkonflikt: Innerhalb einer Rolle ist man verschiedenen unvereinbaren Erwartungen ausgesetzt

Konfliktbewältigung:

  • durch Kommunnikation
  • durch soziale Veränderung
  • durch innerpsychische Veränderung
  • durch Inanspruchnahme von Fremdhilfe

GRUPPEN

Definition nach Israel:

  • Die Mitglieder einer sozialen Gruppe haben für eine bestimmte Zeit ein gemeinsames Ziel
  • Sie sind – um ihr Ziel zu erreichen – voneinander anhängig
  • Alle Mitglieder wissen um ihre gegenseitige Beziehung

KLASSIFIKATION DER GRUPPEN

GRÖßE: KLEIN- UND GROßGRUPPE
Kleingruppe: überschaubare Anzahl von Personen, die regelmäßigen und direkten Kontakt miteinander haben; unterste Grenze liegt bei zwei (sonst keine Interaktion möglich)
Großgruppe: Stamm, Volk, Nation

BEZIEHUNG: PRIMÄR- VON SEKUNDÄRGRUPPEN


Primärgruppen Intimgruppe; Face-to-face-Gruppe

  • Zeitlich zuerst im Leben (Familie, Nachbarschaft)
  • Fundamentale Bedeutung für Entwicklung, wirken prägend
  • Häufiger, unmittelbarer Kontakt (Kommunikation und Interaktion)
  • Kontakt auf verschiedenen Arten (verbal, taktil, optisch)
  • Vorwiegend direkter Kontakt (von Angesicht zu Angesicht)
  • Häufig emotionaler Kontakt
  • (? starkes Wir-Gefühl)
  • Kleine überschaubare Zahl der Gruppenmitglieder

Sekundärgruppe

  • Zeitlich später im Leben
  • Zweitrangige Bedeutung
  • Geringer Kontakt
  • Häufig indirekter Kontakt
  • Vorwiegend verbaler und sachlicher Kontakt
  • Größere Anzahl von Mitgliedern
  • Beeinflussung der Mitglieder ist weniger stark

Primäre Gruppen können zu Sekundären Gruppen werden und umgekehrt

FORMALITÄT UND ORGANISATION: FORMELLE UND INFORMELLE GRUPPE
Teilt man Gruppen hinsichtlich ihrer Zielsetzung ein unterscheidet man formelle und informelle Gruppen

Formelle Gruppen

  • Ziele, Normen und Rollen sind ausdrücklich festgelegt und formuliert
  • entweder schriftlich oder mündlich in einer Satzung, Verordnung, gesetzlich ist die Gruppenstruktur festgelegt
  • Bsp.: Sportklubs, Schulklasse
  • Klare Rollenvorgaben mit Erwartungen und Normen
  • Haben eine klare Zielsetzung
    Informelle Gruppen
  • Ziele und Normen sind nicht ausdrücklich formuliert
  • Haben keine Satzung
  • Sie entstehen spontan
  • Sie sind nicht an eine außen auferlegte Ordnung oder Struktur gebunden
  • Bsp.: Freundesgruppe, Clique in einer Schulklasse

Art der Beziehung des Individuums zur Gruppe: Mitglieds-, Bezugsgruppe; Eigen-, Fremdgruppe

Mitgliedsgruppe: Gruppen, in denen man Mitglied ist, sei es durch Anwesenheit und Teilnahme oder nur auf dem Papier, ohne Teilnahme am Gruppenleben

Bezugsgruppe: Gruppen, nach denen man sich richtet, mit deren Auffassungen, Verhaltensweisen, Einstellungen man sich identifiziert; dienen einem Individuum als Vergleichsmaßstab und als Quelle von Normen
Die Mitgliedsgruppe kann auch Bezugsgruppe sein oder auch Nicht-Bezugsgruppe
Die Bezugsgruppe kann die Mitgliedsgruppe sein aber auch die Nicht-Mitgliedsgruppe

Innengruppe (Eigengruppe) ingruops:

  • Gruppe, in der man gerade verkehrt, denen man angehört
  • Mit der man sich identifiziert, der man sich zugehörig fühlt, der man Sympathiegefühle entgegenbringt
  • sie wird als gut, gerecht und friedliebend beurteilt, ohne daß objektive Gründe für die positivere Bewertung der eigenen Gruppe im Vergleich zu anderen Gruppen vorhanden sind
  • Die Eigenschaften der eigenen Gruppen werden vom Einzelnen überschätzt
  • Die eigene Gruppe dient dabei oft als Identifikation, sie bietet Schutz, Sicherheit und Geborgenheit
  • Gilt als Maßstab für andere Gruppen

Außengruppe: outgroups: Fremdgruppen:

  • alle anderen Gruppen, denen man nicht angehört
  • Ihre Mitglieder sind fremd, unbekannt, anderes und teilweise in ihrem Verhalten unverständlich.
  • Man setzt sich von ihnen ab, man bringt eher Gefühle der Antipathie entgegen. Man belegt sie leicht mit negativen Vorurteilen

Ingruops » Richtlinie
Outgroups » werden an der Richtlinie bewertet

GRAD DES ZWANGES DER MITGLIEDSCHAFT: FREIWILLIGE UND UNFREIWILLIGE GRUPPE

  • Zu der eigenen Familie gehört man unfreiwillig
  • In den Sportklub tritt man freiwillig ein

ENTWICKLUNG EINER GRUPPE
Bei der Entstehung von Gruppen – also die Frage, was uns an anderen Menschen anzieht – spielen folgende Faktoren eine Rolle

  • Anziehung durch körperliches Aussehen?
  • Durch Ähnlichkeit?
  • Durchgegegnseitige? Ergänzung
  • Durch Sympathie?

VERLÄUFT NACH TUCKMANN (1965) IN VIER PHASEN

1. Forming: Kennenlern- und Experimentierungsphase

  • In der Formierungsphase befinden sich die Mitglieder der Gruppe in einer für sie unbekannten Situation, die zu Unsicherheit und Angst führen kann
  • starke Orientierung am Führer, Neugierde, Ängste , Unsicherheit, Spannung

2. Storming: Auseinandersetzungs- und Kampfphase

  • Die Konfliktphase zeichnet sich durch erste Konflikte aus
  • Es entstehen Untergruppen

3. Norming:

  • in der Normierungsphase entsteht in der Gruppe ein Wir-Gefühl mit gegenseitiger Akzeptanz; zwischenmenschliche Probleme werden gelöst
  • gewisse Kompromissbereitschaft
  • Kennzeichen: notwendiges Einigungsbestreben
  • Größere Vertrautheit tritt auf

4. Performing

  • Die Leistungsphase zeichnet sich durch Effektivität auf die Arbeit aus . ..... sind gefestigt und werden akzeptiert
  • Mitglieder sind noch enger miteinander zusammenschweißt

Entwicklung verläuft nicht linear sondern in „Kreisen“. Als „Neue“ in eine bestehende Gruppe, an selber durchlebt die Phase mit der Gruppe, aber die Gruppe macht sie nicht mit durch

soziales Gebilde:
eine Anzahl von Menschen, die auf irgendeiner Weise von der Umgebung oder von anderen Ansammlungen von Menschen abzugrenzen ist

Soziale Kategorie:

  • eine Anzahl von Menschen, die nur aufgrund eines oder mehreren Merkmalen zu einer Einheit zusammengefaßt werden
    • Ohne physische Nähe, ohne Kommunikation und Interaktion
    • Eine Abstraktum: sie besteht nur in Gedanken, in Wirklichkeit existiert die Kategorie nicht als Einheit
    • alle Hausbesitzer, die Jugend, alle Brillenträger

Soziales Aggregat

  • eine Anzahl von Menschen, die deshalb zu einer Einheit zusammengefaßt werden, weil sie sich in physischer Nähe befinden
  • mit physischer Nähe, ohne Kommunikation und Interaktion
  • befinden sich im gleichen geographischen Raum
  • Bsp.: Menschenschlange vor der Bushaltestelle
    Kollektive
  • besteht aus mehreren Menschen, die deswegen zu einer Einheit zusammengefaßt werden, weil sie miteinander in indirekter Kommunikation und Interaktion stehen;
  • mit indirekter Kommunikation und Interaktion
  • Bsp.: die der Krankenpflegeschule angehören; die WHO; Belegschaft der MariaHilfGmbH

Soziale Gruppen (in eigentlichen Sinne):

  • eine Gruppe besteht aus mehren Menschen, die deswegen zu einer Einheit zusammengefaßt werden, weil sie sich in direkter Kommunikation und Interaktion miteinander in Wechselbeziehungen stehen
  • mit direkter Kommunikation und Interaktion
  • Bsp: Familie, unser Kurs

EINMALIGE ODER DAUERHAFTE KOMMUNIKATION
Problem: spricht man bereits von einer Gruppe, wenn die Kommunikation nur zeitweilig oder vorübergehend ist?
• Sozialpsychologisch: ja, da der Psychologe die Einwirkungen des Sozialen auf den Einzelmenschen untersucht, und auch bei einer einmaligen oder kurzen Kommunikation findet eine gegenseitige Beeinflussung statt
• Soziologisch: nein, da der Soziologe das Gewohnheitsmäßige, das Strukturhafte oder Dauerhafte im menschlichen Zusammenleben untersucht)

SOZIOGRAMM-BEZIEHUNGSNORMEN

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GESPRÄCHSFÜHRUNG



BEDEUTUNG DES ZUHÖRENS:

  • bei Sachaussagen ist es schwierig genau zuzuhören u. die Info genau wiederzugeben
  • bei Gefühlsaussagen ist es noch schwieriger den genauen (gemeinten) Inhalt zu erfassen

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Arbeitsblatt: Zuhören & Gefühle
Wichtig: Aussagen werden aufgrund eigener Erfahrung unterschiedlich interpretieret

Ich zentrierte Grundhaltung:

  • Vorgänge herunterspielen
  • Lösung anbieten
  • Selbst zu viel reden
  • Sich mit Partner gleichstellen
  • Von sich auf andere schließen

PATIENTENORIENTIERTE GESPRÄCHSFÜHRUNG

Carl Rogers: Jeder Mensch ist an sich gut, hat die Fähigkeit und Tendenz sich selbst zu verwirklichen; Menschen sind in der Lage Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten zu erkennen und wollen sie dann auch befriediegen bzw. entwickeln ? Aktualisierungstendenz

Begründer des aktiven Zuhörens / der Patientenorientierten Gesprächsführung (PGf)
a) Alltagsgespräche
b) therapeut. Gespräche
c) helfendes Gespräch

3 EBENEN:
1) Zuhören
2) Paraphrasieren (= Nachfragen, wiedergeben)
3) Verbalisieren ? Rausfinden welche Gefühle versteckt sind, Vermutungen bewusst formulieren

Ziel: Patient fühlt sich ernst + aufgenommen

Arbeitsblatt: Wiederspiegeln von Klientenäußerungen, Gesprächssituation, Kommunikation + Gesprächsführung

MERKMALE/ VORRAUSSETZUNGEN FÜR PGF

  • einfühlendes Verstehen
  • positive Wertschätzung
  • Echtheit

EINFÜHLENDES VERSTEHEN

  • um jemanden wirklich zu verstehen, müssen wir uns in Wünsche, Ziele, Motive, Glaubenssysteme und Erfahrungen einfühlen
  • (in Pflege) nicht immer möglich, daher Beschränkung auf Verstehen der momentanen Gefühle unseres Gegenübers
  • Gefühle werden verbal + nonverbal ausgedrückt
  • Ziel von PGf ist es auch versteckte Gefühlsäußerungen zu beachten und sie gegebenenfalls anzusprechen
  • im weiterem Verlauf des Gespräches sollten auch versteckte und undeutliche Gedanken, Motive, Wünsche usw. der Gesprächspartner zu verstehen und auszusprechen
  • Wichtig sind Kann Formulierungen, damit sie nicht als wahre Äußerung gelten

» Patient erhalten die Möglichkeit sich mit Ihren Gefühlen auseinander zu setzen, Möglichkeit Schritt für Schritt mehr Klarheit über die eigene Gefühlslage zu gewinnen

POSITIVE WERTSCHÄTZUNG + EMOTIONALE WÄRME

  • Menschen haben ein Grundbedürfnis angenommen und gemocht zu werden
  • Positive Wertschätzung = wir akzeptieren Gesprächspartner so, wie sie uns begegnen unabhängig davon was sie äußern und wie sie sich geben » Zustimmung
  • Keine Bedingung für Wertschätzung stellen

ECHTHEIT:

  • Bewusst werden, was wir im Gespräch erleben
  • Feststellen, welche Gefühle in uns auftauchen, wenn unser Gegenüber zu uns spricht oder etwas macht, das wir also beispielsweise die Aggressionen wahrnehmen, die in einem Gespräch entstehen können
  • Keine Allwisssenheit zeigen, sondern Patient gegenüber gegebenenfalls auch Unsicherheit zeigen

GRUPPENARBEIT THEMA ECHTHEIT:
Grundhaltung: eigene Emotion bei sich wahrnehmen + äußern; sich selbst gegenüber ehrlich sein
Gespräch das offen + frei ist, sachlich +ohne Wertung; Emotionen sollen Wahrnehmung + Handeln möglichst nicht beeinflussen
Spürbar: bei grundlegenden Missverständnissen sollte Meinung geäußert werden
Wirkung bei Erzählendem: Vertrauensermittlung, angenommen fühlen
Grenzen: Rolle in der wir sind gibt Grenzen

REGELN BEI EINEM KRITIKGESPRÄCH:

  • Fachl../soziale Kompetenz zeigen
  • gegenseitig ausreden lassen/zuhören
  • Kritik erst mal unvoreingenommen annehmen, dann Ursachen finden + prüfen nach Richtigkeit
  • „Nicht mehr Schuhe anziehen als nötig“
  • Ehrlichkeit
  • Ernst nehmen
  • Wertfreiheit
  • 4 Ohren – 4 Münder

Autor: Anonym
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