Gesprächsführung
Grundregeln der Kommunikation
- 2 Personen, die sich in einem Raum befinden, können nicht nicht kommunizieren. Jedes Verhalten hat Mitteilungscharakter.
- Kommunikation läuft auf verschiedenen Ebenen ab:
- verbale Ebene (Wörter, Sätze…)
- nonverbale Ebene (Mimik, Gestik, Haltung…)
- paraverbale Ebene (die Art, wie man etwas sagt)
- Jeder Mensch ist zugleich Sender & Empfänger.
Das Verhalten des Einzelnen ist sowohl Reaktion auf das Verhalten des Anderen
als auch Ursache für das Verhalten des Anderen.
Kommunikationsmodel von Schulze von Thun:
(mit 4 Ohren hören)
„Immer muß ich die schwierigen Bewohner übernehmen!“
Sachebene:
- Ich versorge die schwierigen Bewohner.
Selbstoffenbarung:
- Ich bin unzufrieden, ärgerlich!
Beziehungsebene:
Appelebene:
- Hilf mir! Übernimm auch mal die schwierigen Bewohner!
Voraussetzung für persönliche Gespräche
nach Carl Rogers (1902- 1987)
Begründer der Gesprächspsychologie
Äußere Voraussetzungen :
- Termin
- Ruhe, keine Störung
- Ende des Gesprächs rechtzeitig ankündigen
- geeigneter Raum
Innere Voraussetzungen:
- Akzeptanz:
- Der Gesprächspartner wird ohne Bewertung so angekommen, wie er ist.
- positive Wertschätzung:
- Achtung, Höfflichkeit
- Der Gesprächspartner wird bestärkt, eigene Vorstellung & Ideen zur Problemlösung zu entwickeln.
Empathie:
Die Gefühle & Sichtweisen des Anderen werden wahrgenommen & akzeptiert.
Emotionale Wärme:
Sicherheit & Geborgenheit
Echtheit:
man darf sich nicht verstellen, Ehrlichkeit
Merkmale des aktiven Zuhörens:
- Blickkontakt
- minimale Ermunterer (nicken…)
- Pausen effektiv nutzen (Pausen auch aushalten- schweigen)
- offene Fragen
- Ich-Botschaften
- Paraphrasieren (das was der andere gesagt hat zusammen fassen)
- Verbalisieren (sagen was der andere für Gefühle zeigt, aber nicht ausgespr. wurde)
Ich Botschaften:
- Was macht das Problem mit mir?
- Wie fühle ich mich dabei?
- Wie geht es mir damit?
Kommunikationsfehler
Typische Fehler des Sprechenden:
- Gedanken unsortiert, unpräzise Aussagen
- vom Thema abschweifen
- zu lange reden (und zu laut)
- nur von sich sprechen
- zu fachspezifisch ausdrücken
- Fragen stellen & sie gleich selbst beantworten
- unfreundliche Mimik
- zu viel psychologisieren
Typische Fehler des Zuhörenden/ Gesprächspartner:
- kein Blickkontakt
- fällt dem Gesprächspartner ins Wort
- geht nicht auf die Aussagen des Gesprächspartners ein
- hat eine abweisende, verschlossene Körperhaltung
- wirkt ungeduldig (z.B. Fingertrommeln, auf die Uhr schauen)
- Nebenbeschäftigung (z.B. Fernsehen, Zeitung, PC…)
- Vorurteilsbarriere (hält an seinen Vermutungen fest)
- Ohrenlästiges hören (hören nur Details)
- denkt die Gedanken des Anderen weiter & wiederholt mehr als der Partner gesagt hat
- belehrender Tonfall
- zu viel psychologisieren
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