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Mitglied im Pflegenetz
Autor: K.Biesgen
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Alterstheorien

Aktivitätstheorie

Der alternde Mensch will sozial aktiv sein und strebt soziales Teilhaben an.
Ressourcenorientiertes Arbeiten. Wer aktiv ist, ist zufrieden.
Der Mensch ist nur glücklich und zufrieden, wenn er aktiv ist, etwas leisten kann, Aufgaben hat und gebraucht wird.

Disengagementtheorie

vertritt die der Aktivitätstheorie entgegen gesetzte Position.
Passive, häusliche Menschen altern bei Ermöglichung des Rückzugs zufriedener.
Harmonisch laufe dieser Prozess dann ab,
wenn er vom Betroffenen und der Gesellschaft angestrebt wird.
Spannungen ergeben sich bei Inkongruenz, wenn sich die Gesellschaft, z.B.
die Angehörigen, mit dem Wunsch nach vermehrten Kontakten durchsetzen.

Kompetenztheorie

Das Kompetenzmodell des Alterns definiert Kompetenz als das Annehmen von Möglichkeiten
wie z.B. Heimhilfe oder Rollstuhl und natürlich auch das Annehmen der logopädischen Therapie.
Das Ausnützen von Ressourcen korreliert hoch mit der Lebensqualität

Defizitmodel

Das bekannteste und am meisten kritisierte Modell ist das Defizitmodell der geistigen Entwicklung im Alter.
Die Hypothese:
der physiologische, psychische und körperliche Allgemeinzustand
würde sich im Alter auf allen Ebenen verschlechtern,
was genetisch bestimmt und unumkehrbar sei.
Nach diesem Modell wäre ein therapeutischer Nihilismus gegeben (lehnen alles ab)

Kontinuitätstheorie

Eine Verbindung dieser beiden Standpunkte stellt die Kontinuitätstheorie dar.
Häusliche Menschen tendieren zum Rückzug und empfinden diesen als Erleichterung.
Aktive Menschen benötigen auch im Alter viele soziale Kontakte

Schlußbetrachtung

Einschneidende gesellschaftliche Veränderungen stehen uns bevor, jeder einzelne wird sein Leben neu überdenken müssen, denn gut ein Drittel seines Daseins wird er als Rentner verbringen - mehr Zeit, als früher im Schnitt ein ganzes Menschenleben währte.

In ca. 3 Jahrzehnten wird ein Drittel der Bevölkerung in den Industriestaaten älter als 65 sein - dann wird die Überzahl der Alten die Geschicke der Gesellschaft stärker mitbestimmen.

Niemals hatten die Alten soviel Zukunft wie heute!!!

Autor: K.Biesgen
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