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Mitglied im Pflegenetz
Autor: K.Biesgen
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Aggressionen

Aggressionsauslöser, z.B.

  • Hund macht Sachen kaputt
  • Eigentum (Garten) beschädigt
  • Vorfahrt wird genommen
  • Autos überholen nicht
  • Ruhe gestört

situative Auslöser       » können ganz unterschiedliche Ursachen haben
langfristige Auslöser

Unterscheidung von Formen von Gewalt und Aggressionen in der Pflege

Macht             »        Vorschreiben; den Willen andere unterdrücken können
Gewalt            »        etwas gegen den Willen anderer tun, zwingen
                                   körperliche und psychische Gewalt
Aggressionen »        Gefühl und Verhalten, mit dem man sich und anderen schadet
strukturell- indirekt » unsichtbar, geräuschlos z.B. Entzug von Entscheidungsfreiheiten durch Strukturen
 personal- direkt         » von Personen an ein Opfer
                                               z.B. Vernachlässigung, Misshandlung, Beleidigung)
                        1. Physisch      Schläge, körperliche Gewalt
                        2. Nonverbal   Mimik, Gestik, Ignorieren
                        3. Verbal         Beschimpfungen mit Worten

Aggressionsauslösende Anteile:

Heimbewohneranteile:

  • körperliche Beschwerden oder schmerzen, Unwohlsein und andere Zustände, die wider Erwarten nicht sofort vom Pflegepersonal gelindert werden können
  • Frustration durch erwartete, aber nicht durch Pflegepersonal erkannte Wünsche und Bedürfnisse
  • Neid und Missgunst, weil andere Mitbewohner z.B. von Angehörigen Geschenke erhalten haben, sie aber nicht
  • Medikamenteneinnahme, die nicht vom Bewohner eingesehen werden
  • Wahrnehmungs- und Orientierungsstörungen, die die Abhängigkeit vom Personal fördern
  • weiße Kittel des Personals, die als Abgrenzung zu den Bewohnern angesehen werden
  • Eifersucht, weil sich ein Bewohner weniger beachtet fühlt als andere
  • Fehlende Perspektive oder Alternative zur Heimunterbringung
  • in früheren Jahren gelernte Aggressivität
  • durch psychische Krankheiten bedingte Aggressivität
Pflegepersonal:
  • Unangemessener Umgangston und Bevormundungen
  • inkonsequentes Verhalten gegenüber Heimbewohnern
  • Nähe- Distanz- Problematik; zu große oder zu geringe Distanz oder Nähe
  • Nicht erfüllte Zusagen, die dem Heimbewohner wie Unzuverlässigkeit erscheinen
  • Fehlendes Einfühlungsvermögen und mangelhaftes Verständnis
  • Nicht vorbildliches Verhalten
  • Stress, Überlastung
  • Unangemessene, eventuell negative Einstellung zum Beruf
  • Frustration aufgrund fehlender positiver Rückmeldung, Fehlen von Erfolgen
  • Konflikte mit anderen Menschen wie Kollegen oder aus dem Privaten, die zu auf Heimbewohner verschobenen Konflikten werden
Umgebung:
  • die Unterbringung, die den persönlichen Raum einengt, wie Mehrbettzimmer, geschlossene Stationstrakt
  • schlechte Stimmung auf Station
  • Aufruhr oder ungewöhnliches Treiben auf Station
  • kalte, sterile Zimmer
  • kurzfristige Einschränkungen wie defekte Fernseher, ausgefallene Heizung
  • Unzufriedenheiten über Stationsregelung
  • nicht schmackhafte Mahlzeiten
  • Personalmangel, der dafür sorgt, dass Heimbewohner nicht mehr betreut werden
Aggressionstheorien

 

1. Lerntheoretische Erklärungen

  • lernen am Model
  • klassisches Konditionieren
  • operantes Konditionieren

                  » lernen am Erfolg

            2. Frustrations- Aggressionstheorie

            3. Triebtheorien

Lösungsvorschläge

  • persönliche Betroffenheit bewusst machen
  • mögliche Ursache kennen
  • höflicher Umgang
  • Respekt
  • Verständnis
  • Erfolgserlebnisse schaffen (für BW & Pflegekraft)
  • nicht zuviel Kontrollen
  • Frustration vermeiden
  • Umbewertung der Situation
Autor: K.Biesgen
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