(Erklärung über Indikation und Wirkstoff des Medikaments siehe auf Seite: , Arzneimittelerklärung) 2.4. BiographieFrau X. wurde am Dienstag dem 25. April xxxx als zweites Kind des Leherehepaares August u. Maria X. geb. X. im Krankenhaus Herbolzheim geboren. Sie hat drei Brüder (1 ältere und 2 jüngere). Ihre Jugend verbrachte Frau X. in dem „Galurastätdchen „: Herbolzheim, wo sie auch die Volksschule besuchte. Diese beendete sie im Jahre 1954 mit dem Abschluss. Danach arbeitete Frau X. 4 Jahre als Arbeiterin in einer großen Herbolzheimer- Damenschneiderei und 4 Jahre als Produktionshelferin in einer Unterhaltungselektronikfabrik in Kenzingen. Im Jahre 1954 verliebte sie sich auf einer Fasnachtsveranstaltung in ihren späteren Ehemann Ewald X. den sie im Sommer 1955 heiratete, in der romantischen St. Maria-Sandkapelle in Herbolzheim. Sie zogen gemeinsam in die Rheingemeinde: Niederhausen (heute Rheinhausen), Der Kinderwunsch wurde immer größer, schließlich wurde Frau X. schwanger und gebar im Jahre 1956 den Sohn Thomas. Es folgten noch weitere 5 Kinder (1958 eine Tochter, 1959 eine Tochter, 1966 ein Sohn, 1969 eine Tochter u. 1972 einen Sohn). Nun wurde ihre Vierzimmer- Mietswohnung zu klein, sie bauten in Niederhausen ein schönes Einfamilienhaus, um dies zu finanzieren zu können nahm Frau X. im Jahre 1968 eine Halbtagsstelle als Stationshilfe im Herbolzheimer Krankenhaus an, denn sie war ab dem Jahr 1962 für die „Kinder zu Hause“. Nun kümmerte sich ihre Schwiegereltern (wie vorher auch) halbtags um ihre Kinder. So gingen die Jahre ins Land und Frau X. blühte auf in ihre „Mutterrolle“ und die Liebe zur ihren Mann. Wenn die Zeit zuließe ging sie mit ihren Ewald gemeinsamen Hobbys nach (schwimmen, Rad fahren, Fasnacht und singen im Chor). Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit Frau X. plötzlich und 2.5. Aktueller Ist-ZustandKörperliche Situation: Frau X. geb.25 .April 1939 (Pflegestufe 3) erlitt im Januar 2003 einen Schlaganfall (ischämischer Insult), dass ihr das alltägliche Handeln sehr erschwert. Früher vor ihrem Schlaganfall ging Frau X. gerne mit einer Freundin täglich schwimmen und Rad fahren. Leider ist es seit dem Schlaganfall nicht mehr möglich, da sie eine linksseitige Hemiparese und einer schwer einstellbaren Hypertonie leidet. Ihre Vitalwerte bewegen sich schwankend zwischen 110/70 bis 235/100 und der Puls zwischen 60 und 100. Ansonsten ist Frau X. sehr adipös. Psychische und geistige Situation: Frau X. ist geistig sehr fit und ist örtlich, personell und situativ orientiert. Sie ist wissbegierig und hat ein starkes Interesse an der Gegenwart, Vergangenheit und der Zukunft. Frau X. hat immer einen „lockeren Spruch“ auf Lager, so dass Frau X. mit viel Witz und Charme ein lebenslustiger Mensch abgibt. Aber befindet sich Frau X. in einer ruhigen Phase, in der Sie sich nicht von dem was Sie umgibt ablenkt lässt, fällt sie in ein depressives Loch. Da erinnert sie sich mit Seelenschmerz an ihr tödlich verunglückten jüngsten Sohn und an Lungenkrebs verstorben Mann und an der Tatsache das sie am Rollstuhl „gefesselt“ ist, sie meinte: „sie ist so eine Powerfrau u. ist jetzt im Rollstuhl“. Diese depressive Phase ist zum Glück nur von kurzer Dauer. Durch das einfühlsame Handeln der Angehörigen und dem Pflegepersonals kommt Frau X. besser über diese schwierige Situation hinweg. Soziale Beziehung und Teilhabe: Frau X. nimmt an fast allen Freizeitangeboten des Kreissenorenzentrum St. Maximilian- Kolbe teil. Dies beinhaltet wöchentliches Singen im Singkreis Das Frau X. größte Leidenschaft ist, (sie war früher im Kirchen- und Frauenchor), Basteln und Handarbeiten in der Therapiegruppe und Gymnastik in der Turngruppe (soweit es ihr von ihre körperlichen Einschränkung möglich ist). Ansonsten hat Frau X. ein regen Kontakt zu ihren Angehörigen, sie besucht sie sooft sie kann u. feiert gerne im Beisammensein ihrer Kinder, Familienfeste. Interesse und Aktivitäten: Frau X. singt gerne, auf hausinterne Feste und Feuern (besonders auf Fasnachtsveranstaltungen, denn Frau X. ist wie sie selbst sagt “ein Fasnachtsnarr“). Weiterhin singt sie bei jeder Gelegenheit z.Bsp. nach jeden Essen. Dies ist für unser Wohnbereich nicht mehr wegzudenken, denn die frohe Stimmung die von Frau X, ausgeht, steckt jeden an. 2.6. Begründung zur Auswahl der BewohnerinDa ich Frau X. seit ich im Kreissenorenzentrum St.Maximilian Kolbe in Kenzingen meine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger begonnen habe, als ein fröhlichen Menschen kenne (sie singt gerne u. reißt jeden mit ihrer Fröhlichkeit mit) und hat meist ein Lächeln parat, trotz ihres „Schicksals“. Auch wenn sie durch ihren Schlaganfall an den Rollstuhl „gefesselt“ ist, verliert sie nicht ihre Motivation. Sie „kämpft eisern daran dass sie, eines Tages wieder laufen kann (Ergo-/Krankengymnastiktherapie). Und dieser Wille von Frau X. bewegte mich dazu sie für meine Jahresarbeit auszuwählen. 2.7. Aktueller Pflegeplan: Probleme/ Ressourcen/ Pflegeziele, Maßnahmen anhand der Atl/Aedls
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Problem: |
Hb hat Aufgrund ihrer Weitsichtigkeit ein eingeschränktes Sehvermögen |
Ressource: |
Akzeptiert und benutz Sehhilfe. Hb. hört gut und sprich klar u. deutlich |
Pflegeziel: |
Fühlt sich trotz Einschränkung sicher im handeln |
Pflegemaßnahmen: |
Hb. dazu anhalten, die Brille aufzusetzen. Aktives zuhören und Kontakte vermitteln. Orientierungshilfen geben |
Problem: |
Aufgrund ihrer körperlichen Einschränkung (Hemiplegie links) ist jeglicher Transfer nur mit Hilfsmittel u. personeller Hilfe möglich. Kann nur wenige Schritte in Begleitung (2 Pflegekräfte) gehen. Kann ihre Lage im Bett nicht selbständig verändern. |
Ressource: |
Hb. Ist motiviert ihre Ressourcen zu fordern. Akzeptiert passive oder aktive Bewegungsübungen. Kann mit Hilfe stehen. Kann re. Obere Extremität selbständig bewegen. Nimmt Hilfestellung an |
Pflegeziel: |
Keine Verschlechterung des Bewegungsapparates (Kontrakturen) und Erhaltung der vorhandenen Mobilität. Bewegung wird gefördert. |
Pflegemaßnahmen: |
Kontrakturenprohylaxe (n. Standard: ), Bewegungsübungen, Hb. Erhält zweimal wöchentlich Bewegungstherapie (Ergotherapie montags und Donnerstag KG). Hilfe bei Transfer in den Rollstuhl. Transfer ins Bad/Dusche. Transfer zur Toilette. Transfer ins Bett. Begleitung zu den Aktivitäten. Lagerung nach Standard ( zur Druckentlastung 30° Lagerung, mit zwei Kissen, zweistündiger Wechsel) |
Problem: |
Hb. ist aufgrund ihrer schwer einstellbaren Hypertonie, nur eingeschränkt belastbar. leidet unter Epilepsie |
Ressource: |
Erkennt vorherige Symptome und kann sich bei Veränderungen mitteilen. |
Pflegeziel: |
Komplikationen sind vermieden. Hb. fühlt sich sicher und wohl. |
Pflegemaßnahmen: |
Medikamentöse Einstellung, regelmäßige RR-Kontrolle, Bedarfmedikation, bei Epianfall Sauerstoffgabe und Arzt informieren (Notfallmedikation: Diazepam rectal Tube®, rec. verabreichen) und ab RR 160, 5 Trpf. Aprical® auf BA verabreichen. RR nach einer ½ Std. nochmals kontrollieren. |
Problem: |
Kann sich durch ihre körperliche Einschränkung nicht selbständig pflegen. Ständig personelle Hilfe erforderlich. Pflegekraft zur Durchführung der Körperpflege erforderlich. Hb. Ist nicht in der Lage Waschutensilien zu richten. |
Ressource: |
Akzeptiert Hilfestellung ist dabei kooperativ. Kann sich beim waschen des Oberkörpers am Waschbecken mithelfen (z.Bsp. hemiplegischen Seite selbständig waschen. Den Mund selbständig spülen), legt Wert auf gepflegtes Äußeres |
Pflegeziel: |
Fühlt sich wohl und gut gepflegt. Vorhandene Fähigkeiten erhalten. Eigene Bedürfnisse werden eingegangen. |
Pflegemaßnahmen: |
Hilfestellung bei der Ganzwaschung am Waschbecken (Hb. 2 x tgl. informieren, Waschutensilien richten u. den Hb reichen. die unteren und teil oberen Extremitäten mit dem Duschgel „Betty- Barkley“ waschen und mit der Körperlotion „frei- Öl“ einreiben) Komplette Übernahme der Intimpflege im Bett, beim Baden (jede zweite Woche, Fingernägel schneiden). Hilfestellung beim Haare kämmen |
Problem: |
Nahrung muss mundgerecht zubereitet vorbereitet sein. Hb. sieht aufgrund gestörtes Essverhalten durch Fehleinschätzung der Menge, die Notwendigkeit einer Diät nicht ein und ist deswegen sehr adipös |
Ressource: |
Kann selbständig essen und trinken, ist sich ihrer Gewichtsprobleme bewusst |
Pflegeziel: |
Erkennt die Notwendigkeit einer Diät. Hat angemessenes Körpergewicht. |
Pflegemaßnahmen: |
Zur Ernährung der Diätkost motivieren durch Aufklärung. Mahlzeiten mundgerecht zubereiten. Diätplan erstellen. |
Problem: |
Kann Toilette nicht selbständig benutzen, aufgrund der körperlichen Einschränkung (Hemiplegie). Leidet nachts unter Blaseninkontinenz. Hb. neigt zur Opstipation. |
Ressource: |
Spürt Drang und teil Bedürfnis mit. Akzeptiert Hilfsmittel. |
Pflegeziel: |
Fühlt sich sauber und wohl, hat intakte Haut, Kontinenz bleibt erhalten. Trinkt ausreichend. |
Pflegemaßnahmen: |
Hilfestellung beim benutzen des Toilettenstuhls. Hilfestellung beim benutzen der Toilette/Begleitung. Individuelles Inkontinenzprodukt regelmäßig anlegen. Intimpflege. Toiletteneimer entleeren, reinigen und desinfizieren. Stuhl und Urin beobachten (z. Bsp. ob Stuhlgang weicher wird). Toilettentraining. Getränke anbieten. |
Problem: |
Kann sich nicht selbständig an-/auskleiden aufgrund Hemiplegie |
Ressource: |
Legt Wert auf gepflegtes Äußeres, kann Kleidungswünsche äußern |
Pflegeziel: |
Ist situationsgerecht gekleidet, ist gepflegt und fühlt sich wohl |
Pflegemaßnahmen: |
Vollständige Hilfe beim An-/auskleiden. Bekleidung mit Pflegebedürftigen richten |
Problem: |
Hat zeitweise Schlafstörungen wegen psychische Störungen- Depressionen (z. Bsp. v. Angst, Trauer…) |
Ressource: |
Hat feste Schlafrituale, fester Rhythmus. |
Pflegeziel: |
Hat einen erholsamen/beschwerdefreien Schlaf. |
Pflegemaßnahmen: |
Betreuungsmaßnahmen in der Nacht. Lagern nach Standard ( zur Druckentlastung 30° Lagerung, mit zwei Kissen, zweistündiger Wechsel). Verordnete Medikation verabreichen (1 Tabl. Teveten 600 ® u. 1 Tabl. Depressan 25 ®). . Situativ angepasste Gespräche anbieten und führen. Schlafverhalten beobachten und dokumentieren, falls Veränderung. Rituale einhalten. |
Problem: |
Kann ihren Tagesablauf nicht selbständig gestalten, aufgrund von körperlichen Behinderung |
Ressource: |
Beschäftigt sich ihrer Fähigkeiten entsprechend. Erlebt ihren Tagesablauf als sinnvoll. Hat feste Gewohnheiten, ist für Anregung offen. Nimmt an Therapie- u. Gymnastikgruppe des Heimes teil. Sie singt gerne, mit anderen HBs. Ist kontaktfreudig. |
Pflegeziel: |
Ist mit ihrem Tagesablauf zufrieden. Hat Gemeinschaftserlebnisse, hat ein Erfolgserlebnis. Nimmt an Spazierfahrten/Veranstaltungen teil. Kontakte ermöglichen. |
Pflegemaßnahmen: |
Anerkennung vermitteln, auf Spaziergänge begleiten. Zu Veranstaltungen begleiten. TV/Radio einschalten u Zeitschriften/Bücher anbieten/vorlesen (Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten) |
Problem: |
Kein Problem vorhanden. |
Ressource: |
Akzeptiert männliche und weibliche Pflegekräfte. Kann Distanz wahren, akzeptiert die Regel des Zusammenlebens. Kann ihre Wünsche äußern |
Pflegeziel: |
Fühlt sich angenommen, fühlt sich als Frau akzeptiert. |
Pflegemaßnahmen: |
Situationsbedingte Gespräche führen, Distanz wahren |
Problem: |
Ist wegen Hemiplegie unsicher beim Aufstehen und beim stehen |
Ressource: |
Akzeptiert Hilfsmittel. Akzeptiert Sicherheitsmaßnahmen. Ist räumlich orientiert. Ist zeitlich orientiert. Ist zur Situation orientiert. Ist zur Person orientiert, Kann Bedürfnisse äußern, kann Hilfe anfordern. Kann Gefahren erkennen. |
Pflegeziel: |
Fühlt sich sicher. Kann sich sicher in ihrer Umgebung bewegen. Vorhandenen Ressourcen gefördert/erhalten. |
Pflegemaßnahmen: |
Bettseidenschutz zum Selbstschutz nach richterlicher Verfügung anbringen. Aufstehen, stehen und Transfer erfolgt nur durch Hilfestellung von 1-2 Pflegekräfte. Gefahrenquellen erkennen und soweit wie möglich- ausschalten |
Problem: |
Kann Einschränkungen durch körperliche Einschränkung (Hemiplegie) nicht akzeptieren. |
Ressource: |
Pflegt telefonischer Kontakt zu den Angehörigen. Hat Interesse am Neuem und ihren sozialen Umfeld. Freut sich über Kontakt. |
Pflegeziel: |
Akzeptiert bestimmte Einschränkungen. Vorhanden Kontakt stärken und erhalten. Interesse ermöglichen. |
Pflegemaßnahmen: |
Situationsbedingte Gespräche führen. Zur Teilnahme an Aktivitäten (Feste) motivieren. Hilfe bei der Planung des Kontakts zu den Angehörigen. |
Problem: |
Hat Angst vor Einsamkeit, empfindet einen Verlust an Lebensqualität. Da an Verlust von Eigenständigkeit. leidet unter der Trennung vom Partner/Bezugsperson. Fühlt sich abgeschoben. Leidet unter dem Verlust des bisherigen Umfelds |
Ressource: |
Formuliert seine Gefühle und Ängste. Nimmt am Gemeinschaftsleben teil. Ist interessiert am Neuen. Geht auf die Leute zu. |
Pflegeziel: |
Nimmt Verlust/Trennung an, fühlt sich angenommen und verstanden. |
Pflegemaßnahmen: |
Aktives Zuhören, Angehörigen miteinbeziehen. Situationsbedingte Gespräche führen |
(Medizinische Fachworterklärung siehe Anlage: Fachworterklärung auf Seite: und Die Erklärung über Indikation und Wirkstoff des Medikaments siehe auf Seite: , Arzneimittelerklärung)
| Autor: Vincenzo Raetscher |